Hiob 5 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
Hiob 5
1Rufe doch! Ist einer, der dir antwortet? Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?
2Denn den Toren erwürgt der Zorn, und den Einfältigen tötet der Eifer.
3Ich selbst habe einen Toren gesehen, der Wurzel schlug; sobald ich aber sein Gehöft verfluchte,
4waren seine Söhne vom Glück verlassen und wurden unterdrückt im Tore, und niemand rettete sie;
5seine Ernte fraß der Hungrige und nahm sie ihm aus den Dornen heraus, und sein Vermögen schnappten die Habgierigen weg.
6Denn Unglück wächst nicht aus dem Staub hervor, und Unheil sproßt nicht aus der Erde;
7sondern der Mensch ist zum Unglück geboren, wie die Funken aufwärts fliegen.
8Aber doch würde ich Gott suchen und meine Rede an ihn richten,
9der große, unerforschliche Dinge tut, Wunder ohne Zahl:
10Er gießt Regen auf die Erde und sendet Wasserüber die Fluren;
11er erhöht die Niedrigen und die Leidtragenden erlangen das Heil;
12er vereitelt die Anschläge der Listigen, daß ihre Hand nicht helfen kann;
13er fängt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Verschmitzten Ratüberstürzt sich selbst;
14bei Tage stoßen sie an wie im Dunkel und tappen zu Mittag wie in der Nacht.
15Aber den Armen errettet er vom Schwert und aus ihrem Maul und den Bedürftigen aus der Hand des Starken,
16daß der Geringe Hoffnung faßt und die Frechheit ihr Maul verschließt.
17Siehe, wohl dem Menschen, den Gott straft! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht!
18Denn er verwundet und verbindet, er zerschlägt und seine Hand heilt.
19In sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Leid berühren:
20In Hungersnot wird er dich vom Tode erlösen und im Kriege von dem Schwert;
21vor der Geißel der Zunge wirst du geborgen sein und wirst Gewalttätigkeit nicht fürchten, wenn sie kommt;
22der Verwüstung und Dürre wirst du lachen und vor den wilden Tieren nicht erschrecken;
23denn mit den Steinen des Feldes stehst du im Bunde, und die Tiere des Feldes halten Frieden mit dir.
24Du wirst erfahren, daß dein Zelt sicher ist, und untersuchst du deine Wohnung, so fehlt dir nichts.
25Du wirst erfahren, daß dein Same zahlreich wird und deine Sprößlinge wie das Gras auf Erden.
26Du wirst in gutem Alter begraben werden, wie man Garben einbringt zu ihrer Zeit.
27Siehe, das haben wir erforscht, so ist es; vernimm es und merke es dir wohl!
Hiob 5
1Nenne mir einen; was gilt's, ob du einen findest? Und siehe dich um irgend nach einem Heiligen.
2Einen Tollen aber erwürget wohl der Zorn, und den Albernen tötet der Eifer.
3Ich sah einen Tollen eingewurzelt, und ich fluchte plötzlich seinem Hause.
4Seine Kinder werden ferne sein vom Heil und werden zerschlagen werden im Tor, da kein Erretter sein wird.
5Seine Ernte wird essen der Hungrige, und die Gewappneten werden ihn holen, und sein Gut werden die Durstigen aussaufen.
6Denn Mühe aus der Erde nicht gehet, und Unglück aus dem Acker nicht wächset,
7sondern der Mensch wird zu Unglück geboren, wie die Vögel schweben, emporzufliegen.
8Doch ich will jetzt von Gott reden und von ihm handeln,
9der große Dinge tut, die nicht zu forschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind;
10der den Regen aufs Land gibt und lässet Wasser kommen auf die Straßen;
11der die Niedrigen erhöhet und den Betrübten emporhilft.
12Er macht zunichte die Anschläge der Listigen, daß es ihre Hand nicht ausführen kann.
13Er fähet die Weisen in ihrer Listigkeit und stürzet der Verkehrten Rat,
14daß sie des Tages in Finsternis laufen und tappen im Mittag wie in der Nacht;
15und hilft dem Armen von dem Schwert und von ihrem Munde und von der Hand des Mächtigen;
16und ist des Armen Hoffnung, daß die Bosheit wird ihren Mund müssen zuhalten.
17Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht!
18Denn er verletzet und verbindet; er zerschmeißet, und seine Hand heilet.
19Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Übel rühren.
20In der Teurung wird er dich vom Tode erlösen und im Kriege von des Schwerts Hand.
21Er wird dich verbergen vor der Geißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt.
22Im Verderben und Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren im Lande nicht fürchten,
23sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten;
24und wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen und nicht sündigen;
25und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden;
26und wirst im Alter zu Grabe kommen, wie Garben eingeführet werden zu seiner Zeit.
27Siehe, das haben wir erforschet, und ist also; dem gehorche und merke du dir's!
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in Hiob 5
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 5 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 5:16
"daß der Geringe Hoffnung faßt und die Frechheit ihr Maul verschließt."
"und ist des Armen Hoffnung, daß die Bosheit wird ihren Mund müssen zuhalten."
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1. Mose 1
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