Hiob 34 Vergleich: Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871
Hiob 34
1Und Elihu hob wieder an und sprach:
2Höret, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Verständigen, merket auf mich!
3Denn das Ohr prüft die Rede, wie der Gaumen die Speise schmeckt.
4Das Rechte wollen wir uns erwählen und untereinander ausmachen, was gut ist.
5Denn Hiob behauptet:«Ich bin gerecht, aber Gott hat mir mein Recht entzogen.
6Bei all meinem Recht werde ich zum Lügner gestempelt, tödlich verwundet bin ich vom Pfeil, ohne Schuld!»
7Wo ist ein Mann wie Hiob, der Lästerung trinkt wie Wasser,
8der so wie er in Gesellschaft derÜbeltäter wandelt und mit gottlosen Leuten umgeht?
9Denn er hat gesagt:«Es nützt dem Menschen nichts, wenn er mit Gott Freundschaft pflegt!»
10Darum, ihr verständigen Männer, hört mir zu: Fern sei es von Gott, sich Gewalttätigkeiten zu erlauben, und von dem Allmächtigen, Unrecht zu tun;
11sondern er bezahlt dem Menschen, wie er es verdient, und läßt einem jeden widerfahren nach seinem Wandel.
12Ja wahrlich, Gott tut kein Unrecht, und der Allmächtige beugt das Recht nicht!
13Wessen Obhut ist die Erde unterstellt, und wer gibt acht auf die ganze Welt?
14Wenn er nur noch auf sich selbst achtete und seinen Geist und Odem wieder zu sich nähme,
15so würde alles Fleisch miteinander vergehen und der Mensch wieder zum Staube kehren.
16Hast du nun Verstand, so höre dies und merke auf die Stimme meiner Worte!
17Könnte auch einer, der das Recht haßt, herrschen, oder willst du den Gerechten, den Mächtigen, verdammen?
18Darf man zum König sagen: Du Nichtsnutz! und zu den Edlen: Ihr seid ungerecht?
19wieviel weniger zu dem, der die Person der Fürsten nicht ansieht und den Reichen nicht mehr achtet als den Armen; denn sie sind alle seiner Hände Werk.
20Plötzlich sterben sie, mitten in der Nacht; Völker wanken und gehen dahin, und er beseitigt Tyrannen ohne Menschenhand.
21Denn Gottes Augen sind auf die Wege eines jeden gerichtet, und er sieht jeden Schritt, den einer macht.
22Es gibt keine Finsternis und keinen Todesschatten, wo dieÜbeltäter sich verbergen könnten.
23Ja, er braucht den Menschen, der vor Gott zu Gerichte geht, nicht erst noch zu untersuchen.
24Er zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung und setzt andere an deren Statt.
25Weil er ihre Werke kennt, darum kehrt er sie umüber Nacht, und sie werden zermalmt.
26Als Gottlose züchtigt er sie vor aller Augen darum,
27daß sie von ihm abgefallen sind und keinen seiner Wege beachtet haben,
28und weil des Armen Geschrei zu ihm gelangt ist und er das Schreien der Unterdrückten erhört hat.
29Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? Wenn er aber sein Angesicht verbirgt, wer kann ihn schauen?[So handelt er] sowohlüber einem Volk, als auchüber dem einzelnen Menschen,
30damit nicht gottlose Menschen regieren und das Volk in Fallstricke gerät.
31Darf man zu Gott sagen: Ich muß[Strafe] tragen und habe doch nichts verbrochen?
32[ Nein, sondern:] Was ich nicht sehe, lehre du mich, und habe ich Unrecht getan, so will ich's nicht mehr tun!
33Soll Er nach deinem Sinn Vergeltungüben, weil du verwirfst? Denn du mußt wählen, und nicht ich; was du weißt, das sage an!
34Verständige Männer werden mir zustimmen und jeder weise Mann, der mir zuhört:
35Hiob redet wie ein Unwissender, und seine Worte zeugen nicht von Verstand.
36Möchte Hiob fort und fort geprüft werden, weil er sich zu den gottlosen Leuten geschlagen hat!
37Denn zu seiner Sünde fügt er Abfall hinzu, er verhöhnt uns und redet viel wider Gott!
Hiob 34
1Und Elihu hob wieder an und sprach:
2Höret, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Kundigen, gebet mir Gehör!
3Denn das Ohr prüft die Worte, wie der Gaumen die Speise kostet.
4Erwählen wir für uns, was recht, erkennen wir unter uns, was gut ist!
5Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott hat mir mein Recht entzogen.
6Trotz meines Rechtes soll ich lügen; meine Wunde ist unheilbar, ohne daß ich übertreten habe. -
7Wer ist ein Mann wie Hiob, der Hohn trinkt wie Wasser,
8und in Gesellschaft geht mit denen, die Frevel tun, und wandelt mit gottlosen Menschen?
9Denn er hat gesagt: Keinen Nutzen hat ein Mann davon, daß er Wohlgefallen an Gott hat!
10Darum höret mir zu, ihr Männer von Verstand! Fern sei Gott von Gesetzlosigkeit, und der Allmächtige von Unrecht!
11Sondern des Menschen Tun vergilt er ihm, und nach jemandes Wege läßt er es ihn finden.
12Ja, wahrlich, Gott handelt nicht gesetzlos, und der Allmächtige beugt nicht das Recht.
13Wer hat ihm die Erde anvertraut? Und wer den ganzen Erdkreis gegründet?
14Wenn er sein Herz nur auf sich selbst richtete, seinen Geist und seinen Odem an sich zurückzöge,
15so würde alles Fleisch insgesamt verscheiden, und der Mensch zum Staube zurückkehren.
16Und wenn du doch dieses einsehen und hören, der Stimme meiner Worte Gehör schenken wolltest!
17Sollte auch herrschen, wer das Recht haßt? oder willst du den Allgerechten verdammen?
18Sagt man zu einem Könige: Belial, zu Edlen: Du Gottloser? -
19Wieviel weniger zu ihm, der die Person der Fürsten nicht ansieht und den Reichen nicht vor dem Armen berücksichtigt! Denn sie alle sind das Werk seiner Hände.
20In einem Augenblick sterben sie; und in der Mitte der Nacht wird ein Volk erschüttert und vergeht, und Mächtige werden beseitigt ohne Hand.
21Denn seine Augen sind auf die Wege des Menschen gerichtet, und er sieht alle seine Schritte.
22Da ist keine Finsternis und kein Todesschatten, daß sich darein verbergen könnten, die Frevel tun.
23Denn er braucht nicht lange auf einen Menschen acht zu geben, damit er vor Gott ins Gericht komme.
24Er zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung, und setzt andere an ihre Stelle.
25Daher kennt er ihre Handlungen, und kehrt sie um über Nacht; und sie werden zermalmt.
26Er schlägt sie, wie Übeltäter, auf öffentlichem Platze,
27darum daß sie von seiner Nachfolge abgewichen sind und alle seine Wege nicht bedacht haben,
28um zu ihm hinaufdringen zu lassen das Schreien des Armen, und damit er das Schreien der Elenden höre.
29Schafft er Ruhe, wer will beunruhigen? Und verbirgt er das Angesicht, wer kann ihn schauen? So handelt er sowohl gegen ein Volk, als auch gegen einen Menschen zumal,
30damit der ruchlose Mensch nicht regiere, damit sie nicht Fallstricke des Volkes seien.
31Denn hat er wohl zu Gott gesagt: Ich trage meine Strafe, ich will nicht mehr verderbt handeln;
32was ich nicht sehe, zeige du mir; wenn ich Unrecht verübt habe, so will ich es nicht mehr tun? -
33Soll nach deinem Sinne er es vergelten? Denn du hast seine Vergeltung verworfen, und so mußt du wählen, und nicht ich; was du weißt, reden denn!
34Männer von Verstand werden zu mir sagen, und ein weiser Mann, der mir zuhört:
35Hiob redet nicht mit Erkenntnis, und seine Worte sind ohne Einsicht.
36Ach, daß doch Hiob fort und fort geprüft würde wegen seiner Antworten nach Frevlerart!
37Denn er fügt seiner Sünde Übertretung hinzu, klatscht unter uns in die Hände und mehrt seine Worte gegen Gott.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871 in Hiob 34
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 34 in der Schlachter 1951 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 34:16
"Hast du nun Verstand, so höre dies und merke auf die Stimme meiner Worte!"
"Und wenn du doch dieses einsehen und hören, der Stimme meiner Worte Gehör schenken wolltest!"
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