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Hiob 31 Vergleich: Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871

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Hiob 31

1Einen Bund hatte ich geschlossen mit meinen Augen, und wie hätte ich mein Auge auf eine Jungfrau werfen dürfen!

2Denn was würde mir Gott vom Himmel dafür zuteilen, und welchen Lohn erhielte ich vom Allmächtigen aus der Höhe?

3Ist denn das Unglück nicht für den Ungerechten und das Mißgeschick für dieÜbeltäter?

4Sieht Er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte,

5so daß er wissen kann, ob ich mit Lügen umgegangen oder auf Betrug ausgegangen bin?

6Er wäge mich auf gerechter Waage, so wird Gott meine Unschuld erkennen!

7Ist mein Schritt vom Wege abgewichen oder mein Herz den Augen nachgewandelt und klebt meinen Händen ein Makel an,

8so will ich säen, und ein anderer soll es essen, und meine Pflanzungen sollen entwurzelt werden!

9Hat sich mein Herz hinreißen lassen zu einem Weibe, oder habe ich gelauert an der Tür meines Nächsten,

10so soll mein Weib für einen andern mahlen, und andere mögen sichüber sie beugen!

11Denn das wäre eine Schandtat und ein strafwürdiges Vergehen,

12ja ein Feuer wär's, das bis in die Hölle hinein brennen und alle meine Habe verzehren müßte mit Stumpf und Stiel.

13Habe ich das Recht verweigert meinem Knecht oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten,

14was wollte ich tun, wenn Gott wider mich aufträte, und wenn er mich zur Rede stellte, was wollte ich ihm antworten?

15Hat nicht der, der mich im Mutterschoße bereitete, auch sie gemacht, hat nicht ein und derselbe uns aus dem Mutterleibe hervorgebracht?

16Habe ich den Armen versagt, was sie begehrten, und die Augen der Witwe verschmachten lassen?

17Habe ich meinen Bissen allein verzehrt, und hat das Waislein nichts davon gekriegt?

18Wahrlich, von meiner Jugend auf hat es mich hochgehalten wie einen Vater, und von Mutterleib an habe ich sie geführt!

19Habe ich einen umherirren sehen ohne Kleider und dem Armen keine Decke gegeben?

20Nein, wahrlich, es haben mich seine Lenden gesegnet, wenn sie von der Wolle meiner Lämmer warm geworden sind!

21Habe ich meine Hand gegen die Waise erhoben, weil ich sah, daß man mir helfen würde im Tor,

22so soll mir die Schulter vom Nacken fallen und mein Arm aus seiner Röhre brechen!

23Aber ich hätte mich vor Gottes Strafe gefürchtet, und aus Ehrfurcht vor ihm hätte ich es gar nicht gekonnt.

24Habe ich mein Vertrauen auf Gold gesetzt und zu dem feinen Gold gesagt:

25«Sei du meine Zuversicht!», habe ich mich gefreut, weil ich reich geworden bin und meine Hand viel erworben hat;

26habe ich die Sonne angesehen, weil sie leuchtete, und den Mond, weil er so prächtig dahinzog,

27und habe ich mein Herz im Geheimen betören lassen, daß ich ihnen Küsse zuwarf mit der Hand,

28so wäre auch das ein strafwürdiges Vergehen gewesen; denn ich hätte den Gott verleugnet, der höher ist.

29Habe ich mich gefreutüber den Sturz meines Feindes und mich ergötzt daran, wenn ihn ein Unglück traf?

30Nein, ich habe meine Zunge nicht hergegeben zum Sündigen, daß ich mit einem Fluche sein Leben gefordert hätte.

31Haben meine Hausgenossen nicht oft gesagt: Wer hätte sich nicht von seinem Fleische gesättigt?

32Kein Fremdling brauchte draußen zuübernachten; ichöffnete meine Tür dem Wandersmann.

33Habe ich, wie Adam, meineÜbertretung bedeckt, so daß ich meine Schuld in meinem Busen verbarg,

34weil ich die große Menge fürchtete und die Verachtung der Geschlechter mich erschreckte, so daß ich schweigen mußte und nicht zur Tür hinausgehen durfte?...

35O daß ich einen hätte, der mir Gehör schenkte! Siehe, da ist meine Unterschrift; der Allmächtige antworte mir, und mein Gegner schreibe eine Klageschrift wider mich!

36Wahrlich, ich würde sie auf meine Schulter legen und sie mir wie eine Krone umbinden!

37Meine Schritte dürfte ich ihm getrost aufzählen und ihm nahen wie ein Fürst!

38Wenn mein Acker wider mich schreit und seine Furchen miteinander weinen,

39weil ich, ohne ihn zu bezahlen, seinen Ertrag genossen und seinen Besitzer ums Leben gebracht habe,

40so soll er statt Weizen Dornen tragen und Unkraut anstatt der Gerste! Zu Ende sind die Reden Hiobs.

Hiob 31

1Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich auf eine Jungfrau geblickt!

2Denn was wäre das Teil Gottes von oben gewesen, und das Erbe des Allmächtigen aus den Höhen?

3Ist nicht Verderben für den Ungerechten, und Mißgeschick für die, welche Frevel tun?

4Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte?

5Wenn ich mit Falschheit umgegangen bin und mein Fuß dem Truge zugeeilt ist, -

6er wäge mich auf der Waage der Gerechtigkeit, und Gott wird meine Unsträflichkeit erkennen, -

7wenn mein Schritt von dem Wege abgebogen, und mein Herz meinen Augen gefolgt ist, und an meinen Händen ein Makel kleben blieb:

8so möge ich säen, und ein anderer essen, und meine Sprößlinge mögen entwurzelt werden!

9Wenn mein Herz zu einem Weibe verlockt worden ist und ich an der Tür meines Nächsten gelauert habe:

10so möge mein Weib für einen anderen mahlen, und andere mögen sich über sie beugen!

11Denn das ist eine Schandtat, und das eine Missetat für die Richter.

12Denn ein Feuer ist es, das bis zum Abgrund frißt, und das meinen ganzen Ertrag entwurzeln würde.

13Wenn ich das Recht meines Knechtes und meiner Magd mißachtete, als sie mit mir stritten:

14was wollte ich dann tun, wenn Gott sich erhöbe; und wenn er untersuchte, was ihm erwidern?

15Hat nicht er, der mich im Mutterleibe bereitete, auch ihn bereitet, und hat nicht einer im Schoße uns gebildet?

16Wenn ich den Armen ihr Begehr versagte, und die Augen der Witwe verschmachten ließ,

17und aß meinen Bissen allein, so daß der Verwaiste nicht davon gegessen hat-

18ist er doch von meiner Jugend an bei mir aufgewachsen, wie bei einem Vater, und von meiner Mutter Leibe an habe ich sie geleitet; -

19wenn ich jemand umkommen sah aus Mangel an Kleidung, und den Dürftigen ohne Decke,

20wenn seine Lenden mich nicht gesegnet haben, und er mit der Wolle meiner Lämmer sich nicht erwärmte;

21wenn ich meine Hand geschwungen über eine Waise, weil ich im Tore meinen Beistand sah:

22so falle meine Schulter aus ihrem Blatt, und mein Arm werde abgebrochen von der Röhre!

23Denn das Verderben Gottes war mir ein Schrecken, und vor seiner Erhabenheit vermochte ich nichts.

24Wenn ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellt, und zu dem feinen Golde gesagt habe: Mein Vertrauen! -

25wenn ich mich freute, daß mein Vermögen groß war, und daß meine Hand Ansehnliches erworben hatte;

26wenn ich die Sonne sah, wie sie glänzte, und den Mond in Pracht dahinwandeln,

27und mein Herz im Geheimen verführt wurde und mein Mund meine Hand geküßt hat:

28auch das wäre eine gerichtlich zu strafende Missetat; denn Gott droben würde ich verleugnet haben.

29Wenn ich mich freute über das Unglück meines Hassers und aufjauchzte, als Böses ihn traf-

30nie habe ich ja meinem Gaumen erlaubt, zu sündigen, durch einen Fluch seine Seele zu fordern; -

31wenn die Leute meines Zeltes nicht gesagt haben: Wer wäre nicht von dem Fleische seines Schlachtviehes satt geworden! -

32der Fremdling übernachtete nicht draußen, ich öffnete dem Wanderer meine Tür;

33wenn ich, wie Adam, meine Übertretungen zugedeckt habe, verbergend in meinem Busen meine Missetat,

34weil ich mich fürchtete vor der großen Menge, und die Verachtung der Familien mich erschreckte, so daß ich mich still hielt, nicht zur Türe hinausging

35O daß ich einen hätte, der auf mich hörte, -hier ist meine Unterschrift; der Allmächtige antworte mir! -und die Klageschrift, welche mein Gegner geschrieben!

36Würde ich sie nicht auf meiner Schulter tragen, sie mir umbinden als Krone?

37Ich würde ihm kundtun die Zahl meiner Schritte, würde ihm nahen wie ein Fürst.

38Wenn mein Acker über mich schreit, und seine Furchen allesamt weinen;

39wenn ich seinen Ertrag ohne Zahlung verzehrt habe, und die Seele seiner Besitzer aushauchen ließ:

40so mögen Dornen statt Weizen, und Unkraut statt Gerste hervorkommen! Die Worte Hiobs sind zu Ende.

Hiob 31

1Einen Bund hatte ich geschlossen mit meinen Augen, und wie hätte ich mein Auge auf eine Jungfrau werfen dürfen!

2Denn was würde mir Gott vom Himmel dafür zuteilen, und welchen Lohn erhielte ich vom Allmächtigen aus der Höhe?

3Ist denn das Unglück nicht für den Ungerechten und das Mißgeschick für dieÜbeltäter?

4Sieht Er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte,

5so daß er wissen kann, ob ich mit Lügen umgegangen oder auf Betrug ausgegangen bin?

6Er wäge mich auf gerechter Waage, so wird Gott meine Unschuld erkennen!

7Ist mein Schritt vom Wege abgewichen oder mein Herz den Augen nachgewandelt und klebt meinen Händen ein Makel an,

8so will ich säen, und ein anderer soll es essen, und meine Pflanzungen sollen entwurzelt werden!

9Hat sich mein Herz hinreißen lassen zu einem Weibe, oder habe ich gelauert an der Tür meines Nächsten,

10so soll mein Weib für einen andern mahlen, und andere mögen sichüber sie beugen!

11Denn das wäre eine Schandtat und ein strafwürdiges Vergehen,

12ja ein Feuer wär's, das bis in die Hölle hinein brennen und alle meine Habe verzehren müßte mit Stumpf und Stiel.

13Habe ich das Recht verweigert meinem Knecht oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten,

14was wollte ich tun, wenn Gott wider mich aufträte, und wenn er mich zur Rede stellte, was wollte ich ihm antworten?

15Hat nicht der, der mich im Mutterschoße bereitete, auch sie gemacht, hat nicht ein und derselbe uns aus dem Mutterleibe hervorgebracht?

16Habe ich den Armen versagt, was sie begehrten, und die Augen der Witwe verschmachten lassen?

17Habe ich meinen Bissen allein verzehrt, und hat das Waislein nichts davon gekriegt?

18Wahrlich, von meiner Jugend auf hat es mich hochgehalten wie einen Vater, und von Mutterleib an habe ich sie geführt!

19Habe ich einen umherirren sehen ohne Kleider und dem Armen keine Decke gegeben?

20Nein, wahrlich, es haben mich seine Lenden gesegnet, wenn sie von der Wolle meiner Lämmer warm geworden sind!

21Habe ich meine Hand gegen die Waise erhoben, weil ich sah, daß man mir helfen würde im Tor,

22so soll mir die Schulter vom Nacken fallen und mein Arm aus seiner Röhre brechen!

23Aber ich hätte mich vor Gottes Strafe gefürchtet, und aus Ehrfurcht vor ihm hätte ich es gar nicht gekonnt.

24Habe ich mein Vertrauen auf Gold gesetzt und zu dem feinen Gold gesagt:

25«Sei du meine Zuversicht!», habe ich mich gefreut, weil ich reich geworden bin und meine Hand viel erworben hat;

26habe ich die Sonne angesehen, weil sie leuchtete, und den Mond, weil er so prächtig dahinzog,

27und habe ich mein Herz im Geheimen betören lassen, daß ich ihnen Küsse zuwarf mit der Hand,

28so wäre auch das ein strafwürdiges Vergehen gewesen; denn ich hätte den Gott verleugnet, der höher ist.

29Habe ich mich gefreutüber den Sturz meines Feindes und mich ergötzt daran, wenn ihn ein Unglück traf?

30Nein, ich habe meine Zunge nicht hergegeben zum Sündigen, daß ich mit einem Fluche sein Leben gefordert hätte.

31Haben meine Hausgenossen nicht oft gesagt: Wer hätte sich nicht von seinem Fleische gesättigt?

32Kein Fremdling brauchte draußen zuübernachten; ichöffnete meine Tür dem Wandersmann.

33Habe ich, wie Adam, meineÜbertretung bedeckt, so daß ich meine Schuld in meinem Busen verbarg,

34weil ich die große Menge fürchtete und die Verachtung der Geschlechter mich erschreckte, so daß ich schweigen mußte und nicht zur Tür hinausgehen durfte?...

35O daß ich einen hätte, der mir Gehör schenkte! Siehe, da ist meine Unterschrift; der Allmächtige antworte mir, und mein Gegner schreibe eine Klageschrift wider mich!

36Wahrlich, ich würde sie auf meine Schulter legen und sie mir wie eine Krone umbinden!

37Meine Schritte dürfte ich ihm getrost aufzählen und ihm nahen wie ein Fürst!

38Wenn mein Acker wider mich schreit und seine Furchen miteinander weinen,

39weil ich, ohne ihn zu bezahlen, seinen Ertrag genossen und seinen Besitzer ums Leben gebracht habe,

40so soll er statt Weizen Dornen tragen und Unkraut anstatt der Gerste! Zu Ende sind die Reden Hiobs.

Hiob 31:1
GerSch

Einen Bund hatte ich geschlossen mit meinen Augen, und wie hätte ich mein Auge auf eine Jungfrau werfen dürfen!

GerElb1871

Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich auf eine Jungfrau geblickt!

2
GerSch

Denn was würde mir Gott vom Himmel dafür zuteilen, und welchen Lohn erhielte ich vom Allmächtigen aus der Höhe?

GerElb1871

Denn was wäre das Teil Gottes von oben gewesen, und das Erbe des Allmächtigen aus den Höhen?

3
GerSch

Ist denn das Unglück nicht für den Ungerechten und das Mißgeschick für dieÜbeltäter?

GerElb1871

Ist nicht Verderben für den Ungerechten, und Mißgeschick für die, welche Frevel tun?

4
GerSch

Sieht Er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte,

GerElb1871

Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte?

5
GerSch

so daß er wissen kann, ob ich mit Lügen umgegangen oder auf Betrug ausgegangen bin?

GerElb1871

Wenn ich mit Falschheit umgegangen bin und mein Fuß dem Truge zugeeilt ist, -

6
GerSch

Er wäge mich auf gerechter Waage, so wird Gott meine Unschuld erkennen!

GerElb1871

er wäge mich auf der Waage der Gerechtigkeit, und Gott wird meine Unsträflichkeit erkennen, -

7
GerSch

Ist mein Schritt vom Wege abgewichen oder mein Herz den Augen nachgewandelt und klebt meinen Händen ein Makel an,

GerElb1871

wenn mein Schritt von dem Wege abgebogen, und mein Herz meinen Augen gefolgt ist, und an meinen Händen ein Makel kleben blieb:

8
GerSch

so will ich säen, und ein anderer soll es essen, und meine Pflanzungen sollen entwurzelt werden!

GerElb1871

so möge ich säen, und ein anderer essen, und meine Sprößlinge mögen entwurzelt werden!

9
GerSch

Hat sich mein Herz hinreißen lassen zu einem Weibe, oder habe ich gelauert an der Tür meines Nächsten,

GerElb1871

Wenn mein Herz zu einem Weibe verlockt worden ist und ich an der Tür meines Nächsten gelauert habe:

10
GerSch

so soll mein Weib für einen andern mahlen, und andere mögen sichüber sie beugen!

GerElb1871

so möge mein Weib für einen anderen mahlen, und andere mögen sich über sie beugen!

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GerSch

Denn das wäre eine Schandtat und ein strafwürdiges Vergehen,

GerElb1871

Denn das ist eine Schandtat, und das eine Missetat für die Richter.

12
GerSch

ja ein Feuer wär's, das bis in die Hölle hinein brennen und alle meine Habe verzehren müßte mit Stumpf und Stiel.

GerElb1871

Denn ein Feuer ist es, das bis zum Abgrund frißt, und das meinen ganzen Ertrag entwurzeln würde.

13
GerSch

Habe ich das Recht verweigert meinem Knecht oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten,

GerElb1871

Wenn ich das Recht meines Knechtes und meiner Magd mißachtete, als sie mit mir stritten:

14
GerSch

was wollte ich tun, wenn Gott wider mich aufträte, und wenn er mich zur Rede stellte, was wollte ich ihm antworten?

GerElb1871

was wollte ich dann tun, wenn Gott sich erhöbe; und wenn er untersuchte, was ihm erwidern?

15
GerSch

Hat nicht der, der mich im Mutterschoße bereitete, auch sie gemacht, hat nicht ein und derselbe uns aus dem Mutterleibe hervorgebracht?

GerElb1871

Hat nicht er, der mich im Mutterleibe bereitete, auch ihn bereitet, und hat nicht einer im Schoße uns gebildet?

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GerSch

Habe ich den Armen versagt, was sie begehrten, und die Augen der Witwe verschmachten lassen?

GerElb1871

Wenn ich den Armen ihr Begehr versagte, und die Augen der Witwe verschmachten ließ,

17
GerSch

Habe ich meinen Bissen allein verzehrt, und hat das Waislein nichts davon gekriegt?

GerElb1871

und aß meinen Bissen allein, so daß der Verwaiste nicht davon gegessen hat-

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GerSch

Wahrlich, von meiner Jugend auf hat es mich hochgehalten wie einen Vater, und von Mutterleib an habe ich sie geführt!

GerElb1871

ist er doch von meiner Jugend an bei mir aufgewachsen, wie bei einem Vater, und von meiner Mutter Leibe an habe ich sie geleitet; -

19
GerSch

Habe ich einen umherirren sehen ohne Kleider und dem Armen keine Decke gegeben?

GerElb1871

wenn ich jemand umkommen sah aus Mangel an Kleidung, und den Dürftigen ohne Decke,

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GerSch

Nein, wahrlich, es haben mich seine Lenden gesegnet, wenn sie von der Wolle meiner Lämmer warm geworden sind!

GerElb1871

wenn seine Lenden mich nicht gesegnet haben, und er mit der Wolle meiner Lämmer sich nicht erwärmte;

21
GerSch

Habe ich meine Hand gegen die Waise erhoben, weil ich sah, daß man mir helfen würde im Tor,

GerElb1871

wenn ich meine Hand geschwungen über eine Waise, weil ich im Tore meinen Beistand sah:

22
GerSch

so soll mir die Schulter vom Nacken fallen und mein Arm aus seiner Röhre brechen!

GerElb1871

so falle meine Schulter aus ihrem Blatt, und mein Arm werde abgebrochen von der Röhre!

23
GerSch

Aber ich hätte mich vor Gottes Strafe gefürchtet, und aus Ehrfurcht vor ihm hätte ich es gar nicht gekonnt.

GerElb1871

Denn das Verderben Gottes war mir ein Schrecken, und vor seiner Erhabenheit vermochte ich nichts.

24
GerSch

Habe ich mein Vertrauen auf Gold gesetzt und zu dem feinen Gold gesagt:

GerElb1871

Wenn ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellt, und zu dem feinen Golde gesagt habe: Mein Vertrauen! -

25
GerSch

«Sei du meine Zuversicht!», habe ich mich gefreut, weil ich reich geworden bin und meine Hand viel erworben hat;

GerElb1871

wenn ich mich freute, daß mein Vermögen groß war, und daß meine Hand Ansehnliches erworben hatte;

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GerSch

habe ich die Sonne angesehen, weil sie leuchtete, und den Mond, weil er so prächtig dahinzog,

GerElb1871

wenn ich die Sonne sah, wie sie glänzte, und den Mond in Pracht dahinwandeln,

27
GerSch

und habe ich mein Herz im Geheimen betören lassen, daß ich ihnen Küsse zuwarf mit der Hand,

GerElb1871

und mein Herz im Geheimen verführt wurde und mein Mund meine Hand geküßt hat:

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GerSch

so wäre auch das ein strafwürdiges Vergehen gewesen; denn ich hätte den Gott verleugnet, der höher ist.

GerElb1871

auch das wäre eine gerichtlich zu strafende Missetat; denn Gott droben würde ich verleugnet haben.

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GerSch

Habe ich mich gefreutüber den Sturz meines Feindes und mich ergötzt daran, wenn ihn ein Unglück traf?

GerElb1871

Wenn ich mich freute über das Unglück meines Hassers und aufjauchzte, als Böses ihn traf-

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GerSch

Nein, ich habe meine Zunge nicht hergegeben zum Sündigen, daß ich mit einem Fluche sein Leben gefordert hätte.

GerElb1871

nie habe ich ja meinem Gaumen erlaubt, zu sündigen, durch einen Fluch seine Seele zu fordern; -

31
GerSch

Haben meine Hausgenossen nicht oft gesagt: Wer hätte sich nicht von seinem Fleische gesättigt?

GerElb1871

wenn die Leute meines Zeltes nicht gesagt haben: Wer wäre nicht von dem Fleische seines Schlachtviehes satt geworden! -

32
GerSch

Kein Fremdling brauchte draußen zuübernachten; ichöffnete meine Tür dem Wandersmann.

GerElb1871

der Fremdling übernachtete nicht draußen, ich öffnete dem Wanderer meine Tür;

33
GerSch

Habe ich, wie Adam, meineÜbertretung bedeckt, so daß ich meine Schuld in meinem Busen verbarg,

GerElb1871

wenn ich, wie Adam, meine Übertretungen zugedeckt habe, verbergend in meinem Busen meine Missetat,

34
GerSch

weil ich die große Menge fürchtete und die Verachtung der Geschlechter mich erschreckte, so daß ich schweigen mußte und nicht zur Tür hinausgehen durfte?...

GerElb1871

weil ich mich fürchtete vor der großen Menge, und die Verachtung der Familien mich erschreckte, so daß ich mich still hielt, nicht zur Türe hinausging

35
GerSch

O daß ich einen hätte, der mir Gehör schenkte! Siehe, da ist meine Unterschrift; der Allmächtige antworte mir, und mein Gegner schreibe eine Klageschrift wider mich!

GerElb1871

O daß ich einen hätte, der auf mich hörte, -hier ist meine Unterschrift; der Allmächtige antworte mir! -und die Klageschrift, welche mein Gegner geschrieben!

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GerSch

Wahrlich, ich würde sie auf meine Schulter legen und sie mir wie eine Krone umbinden!

GerElb1871

Würde ich sie nicht auf meiner Schulter tragen, sie mir umbinden als Krone?

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Meine Schritte dürfte ich ihm getrost aufzählen und ihm nahen wie ein Fürst!

GerElb1871

Ich würde ihm kundtun die Zahl meiner Schritte, würde ihm nahen wie ein Fürst.

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GerSch

Wenn mein Acker wider mich schreit und seine Furchen miteinander weinen,

GerElb1871

Wenn mein Acker über mich schreit, und seine Furchen allesamt weinen;

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GerSch

weil ich, ohne ihn zu bezahlen, seinen Ertrag genossen und seinen Besitzer ums Leben gebracht habe,

GerElb1871

wenn ich seinen Ertrag ohne Zahlung verzehrt habe, und die Seele seiner Besitzer aushauchen ließ:

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GerSch

so soll er statt Weizen Dornen tragen und Unkraut anstatt der Gerste! Zu Ende sind die Reden Hiobs.

GerElb1871

so mögen Dornen statt Weizen, und Unkraut statt Gerste hervorkommen! Die Worte Hiobs sind zu Ende.

Verständnis von Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871 in Hiob 31

Schlachter 1951 (GerSch)

Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.

Elberfelder 1871

Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.

Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 31 in der Schlachter 1951 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.

Schlüsselvergleich: Hiob 31:16

GerSch

"Habe ich den Armen versagt, was sie begehrten, und die Augen der Witwe verschmachten lassen?"

GerElb1871

"Wenn ich den Armen ihr Begehr versagte, und die Augen der Witwe verschmachten ließ,"

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1. Mose 1

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Johannes 3

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Psalmen 23

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