Psalmen 73 Vergleich: Luther 1545 vs Luther 1912
Psalmen 73
1Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
2Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt hätte beinahe geglitten.
3Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.
4Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
5Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
6Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.
7Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.
8Sie vernichten alles und reden übel davon, und reden und lästern hoch her.
9Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.
10Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser
11und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten?
12Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glückselig in der Welt und werden reich.
13Soll's denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche
14und bin geplagt täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
15Ich hätte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hätte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.
16Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer
17bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18Aber du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest sie zu Boden.
19Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
20Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmähet.
21Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,
22daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir.
23Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
24du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren.
28Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den HERRN HERRN, daß ich verkündige all dein Tun.
Psalmen 73
1Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
2Ich aber hatte schier gestrauchelt mit meinen Fußen, mein Tritt hatte beinahe geglitten.
3Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.
4Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
5Sie sind nicht in Ungluck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
6Darum muß ihr Trotzen kostlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.
7Ihre Person brustet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.
8Sie vemichten alles und reden übel davon, und reden und lastern hoch her.
9Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.
10Darum fallt ihnen ihr Pobel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser
11und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Hochste ihrer achten?
12Siehe, das sind die Gottlosen; die sind gluckselig in der Welt und werden reich.
13Soil's denn umsonst sein, daß mein Herz unstraflich lebt und ich meine Hande in Unschuld wasche
14und bin geplagt taglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
15Ich hatte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hatte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.
16Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen mochte; aber es war mir zu schwer
17bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18Aberdu setzest sie aufs Schlupfrige und sturzestsie zu Boden.
19Wie werden sie so plotzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
20Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmahet.
21Aber es tut mirwehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,
22daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir.
23Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du haltst mich bei meiner rechten Hand,
24du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26Wenn mirgleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27Denn, siehe, die von dirweichen, werden umkommen; du bringest urn alle, die wider dich huren.
28Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herm HERRN, daß ich verkundige all dein Tun.
Verständnis von Luther 1545 vs Luther 1912 in Psalmen 73
Luther 1545 (GerLut1545)
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Luther 1912
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 73 in der Luther 1545 und Luther 1912. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 73:16
"Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer"
"Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen mochte; aber es war mir zu schwer"
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