Psalmen 89 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Psalmen 89
1Ein Maskil; von Ethan, dem Esrachiter. Die Gütigkeiten Jehovas will ich besingen ewiglich, von Geschlecht zu Geschlecht mit meinem Munde kundmachen deine Treue.
2Denn ich sagte: Auf ewig wird die Güte gebaut werden; die Himmel, in ihnen wirst du feststellen deine Treue.
3Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten gemacht, habe David, meinem Knechte, geschworen:
4"Bis in Ewigkeit will ich feststellen deinen Samen, und auf alle Geschlechter hin bauen deinen Thron." (Sela.)
5Und die Himmel werden deine Wunder preisen, Jehova, und deine Treue in der Versammlung der Heiligen.
6Denn wer in den Wolken ist mit Jehova zu vergleichen? Wer ist Jehova gleich unter den Söhnen der Starken?
7Er ist ein Gott, gar erschrecklich in der Versammlung der Heiligen, und furchtbar über alle, die rings um ihn her sind.
8Jehova, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, o Jah? Und deine Treue ist rings um dich her.
9Du beherrschest des Meeres Toben; erheben sich seine Wogen, du stillest sie.
10Du hast Rahab zertreten wie einen Erschlagenen; mit deinem starken Arme hast du deine Feinde zerstreut.
11Dein sind die Himmel und dein die Erde; der Erdkreis und seine Fülle, du hast sie gegründet.
12Norden und Süden, du hast sie erschaffen; Tabor und Hermon jubeln in deinem Namen.
13Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, hoch deine Rechte.
14Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Grundfeste; Güte und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her.
15Glückselig das Volk, das den Jubelschall kennt! Jehova, im Lichte deines Angesichts wandeln sie.
16In deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag, und durch deine Gerechtigkeit werden sie erhöht.
17Denn die Zierde ihrer Stärke bist du; und durch deine Gunst wird erhöht werden unser Horn.
18Denn Jehova ist unser Schild, und der Heilige Israels unser König.
19Dazumal redetest du im Gesicht von deinem Frommen und sagtest: Hilfe habe ich auf einen Mächtigen gelegt, ich habe einen Auserwählten erhöht aus dem Volke.
20Ich habe David gefunden, meinen Knecht, mit meinem heiligen Öle habe ich ihn gesalbt-
21mit welchem fest bleiben soll meine Hand, und mein Arm soll ihn stärken.
22Nicht soll ihn drängen der Feind, und der Sohn der Ungerechtigkeit ihn nicht bedrücken;
23und ich will seine Bedränger vor ihm zerschmettern, und seine Hasser will ich schlagen.
24Und meine Treue und meine Güte werden mit ihm sein, und durch meinen Namen wird sein Horn erhöht werden.
25Und ich will seine Hand an das Meer legen, und seine Rechte an die Ströme.
26Er wird mir zurufen: Mein Vater bist du, mein Gott, und der Fels meiner Rettung!
27So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige der Erde.
28Ewig will ich ihm meine Güte bewahren, und mein Bund soll ihm fest bleiben.
29Und ich will seinen Samen einsetzen für immer, und seinen Thron wie die Tage der Himmel.
30Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht wandeln in meinen Rechten,
31wenn sie meine Satzungen entweihen und meine Gebote nicht halten,
32so werde ich mit der Rute heimsuchen ihre Übertretung, und mit Schlägen ihre Ungerechtigkeit.
33Aber meine Güte werde ich nicht von ihm weichen lassen, und nicht verleugnen meine Treue.
34Nicht werde ich entweihen meinen Bund, und nicht ändern, was hervorgegangen ist aus meinen Lippen.
35Einmal habe ich geschworen bei meiner Heiligkeit: Wenn ich dem David lüge!
36Sein Same wird ewig sein, und sein Thron wie die Sonne vor mir;
37ewiglich wird er feststehen wie der Mond; und der Zeuge in den Wolken ist treu. (Sela.)
38Du aber hast verworfen und verstoßen, bist sehr zornig gewesen gegen deinen Gesalbten;
39Du hast verworfen den Bund deines Knechtes, hast zu Boden entweiht seine Krone;
40Du hast niedergerissen alle seine Mauern, hast seine Festen in Trümmer gelegt.
41Es haben ihn beraubt alle, die des Weges vorübergehen; er ist zum Hohn geworden seinen Nachbarn.
42Du hast erhöht die Rechte seiner Bedränger, hast erfreut alle seine Feinde;
43auch hast du zurückgewandt die Schärfe seines Schwertes, und hast ihn nicht bestehen lassen im Kampfe;
44Du hast aufhören lassen seinen Glanz und zur Erde gestürzt seinen Thron;
45Du hast verkürzt die Tage seiner Jugend, mit Schmach hast du ihn bedeckt. (Sela.)
46Bis wann, Jehova, willst du dich immerfort verbergen, soll wie Feuer brennen dein Grimm?
47Gedenke, was meine Lebensdauer ist, zu welcher Nichtigkeit du alle Menschenkinder erschaffen hast!
48Welcher Mann lebt und wird den Tod nicht sehen, wird seine Seele befreien von der Gewalt des Scheols? (Sela.)
49Wo sind, o Herr, deine früheren Gütigkeiten, die du David zugeschworen hast in deiner Treue?
50Gedenke, Herr, des Hohnes deiner Knechte, daß ich in meinem Busen trage den Hohn all der vielen Völker,
51womit deine Feinde gehöhnt haben, Jehova, womit sie gehöhnt haben die Fußstapfen deines Gesalbten!
52Gepriesen sei Jehova ewiglich! Amen, ja, Amen!
Psalmen 89
1EIN Lied Ethans, des Esrahiten.
2Die Gnade des Herrn will ich ewig besingen, / von Geschlecht zu Geschlecht deine Treue kundtun. /
3Auf ewig ward Gnade gebaut im Himmel, / ward Treue dort gegründet durch deinen Mund. /
4Du sprachst: "Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten, / ich habe meinem Knechte David geschworen: / (1) V. 4-5: 2Sa 7:12 13; Ps 132:11; Jes 55:3
5Auf ewig will ich gründen dein Geschlecht, / für alle Zeiten aufbauen deinen Thron." /
6Die Himmel sollen preisen deine Wunder, o Herr, / und die Versammlung der Heiligen deine Treue. /
7Denn wer in den Wolken darf neben den Herrn sich stellen, / wer ist dem Herrn gleich unter den Gottessöhnen? /
8Gott ist gefürchtet im Kreise der Heiligen, / gross und furchtbar über allen, die ihn umgeben. /
9Herr, Gott der Heerscharen, wer ist wie du? / Stark bist du, Herr, und deine Treue ist rings um dich her. /
10Du meisterst das Ungestüm des Meeres; / wenn seine Wellen sich erheben - du stillst sie. / (a) Ps 65:8
11Du hast Rahab niedergetreten wie einen Erschlagenen, / mit starkem Arm hast du deine Feinde zerstreut. /
12Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; / der Erdkreis und was ihn erfüllt - du hast sie gegründet. / (a) Ps 24:1; 102:26
13Nord und Süd hast du geschaffen; / Thabor und Hermon jauchzen ob deines Namens. /
14Du hast einen Arm voll Heldenkraft; / stark ist deine Hand und hoch erhoben deine Rechte. /
15Recht und Gerechtigkeit ist deines Thrones Stütze; / Gnade und Treue stehen vor deinem Angesicht. / (a) Ps 97:2
16Wohl dem Volke, das den Jubelruf kennt, / das im Licht deines Angesichts wandelt, o Herr, /
17das deinem Namen allezeit frohlockt / und ob deiner Gerechtigkeit jauchzt! /
18Denn du bist ihre Zier und Stärke, / und durch deine Huld ist hoch erhoben unser Horn. / (1) vgl. Anm. zu 1Sa 2:1.
19Ja, des Herrn ist unser Schild, / des Heiligen Israels unser König. /
20Einst hast du im Gesichte geredet / mit deinem Frommen, hast gesprochen: / Ich habe die Krone aufgesetzt einem Helden, / einen Erwählten aus dem Volke erhöht. / (a) 1Sa 13:14
21Ich habe meinen Knecht David gefunden, / mit meinem heiligen Öl ihn gesalbt. / (a) 1Sa 16:13
22Beständig soll meine Hand ihn halten, / ja, mein Arm soll ihn stärken. /
23Kein Feind soll ihn überfallen, / kein Ruchloser soll ihn bedrücken. /
24Ich will seine Widersacher vor ihm zermalmen, / und die ihn hassen, schlage ich nieder. /
25Meine Treue und Gnade wird mit ihm sein, / hoch soll sein Horn ragen kraft meines Namens. / (1) vgl. Anm. zu 1Sa 2:1. (2) V. 18; Ps 92:11; 112:9; 1Sa 2:1 10
26Ich lasse ihn die Hand auf das Meer legen, / seine Rechte auf die Ströme. /
27Er wird mich anrufen: "Mein Vater bist du, / mein Gott und der Fels meines Heils." / (a) 2Sa 7:14
28Ich aber will ihn zum Erstgebornen machen, / zum höchsten unter den Königen der Erde. / (a) Ps 2:7
29Immerdar will ich ihm meine Gnade bewahren, / und mein Bund soll ihm festbleiben. /
30Ich will auf ewig sein Geschlecht erhalten / und seinen Thron, solange der Himmel steht. /
31Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen / und nicht nach meinen Rechten wandeln, /
32wenn sie meine Satzungen entweihen / und meine Gebote nicht halten, /
33so werde ich ihre Sünde mit der Rute ahnden / und ihre Verschuldung mit Schlägen. /
34Doch meine Gnade will ich ihm nicht entziehen, / und meine Treue will ich nicht brechen. /
35Ich will meinen Bund nicht entweihen, / und was meine Lippen gesprochen, nicht ändern. /
36Das eine habe ich bei meiner Heiligkeit geschworen - / nie werde ich David belügen -: /
37"Sein Geschlecht soll immerdar dauern, / sein Thron wie die Sonne vor mir; / (a) Ps 72:5 17
38wie der Mond soll er ewig bestehen" - / und der Zeuge in den Wolken ist treu. /
39Aber nun hast du verstossen, verworfen, / bist entrüstet wider deinen Gesalbten. /
40Du hast preisgegeben den Bund mit deinem Knechte, / hast seine Krone zu Boden getreten. /
41Du hast all seine Mauern niedergerissen, / hast seine Festen in Trümmer gelegt. /
42Es plündern ihn alle, die des Weges kommen, / er ist seinen Nachbarn zum Spott geworden. / (a) Ps 44:14; 79:4; 80:7 13
43Hoch hast du die Hand seiner Dränger erhoben, / hast alle seine Feinde erfreut. /
44Ja, du liessest zurückweichen seines Schwertes Schneide, / liessest ihn im Kampfe nicht aufkommen. /
45Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht, / hast seinen Thron zur Erde gestürzt. /
46Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt, / hast ihn mit Schande bedeckt. / (a) Ps 102:24 25
47Wie lange, o Herr, willst du dich noch verbergen, / deinen Grimm lodern lassen wie Feuer? / (a) Ps 85:6
48Bedenke, o Herr: was ist doch das Leben! / wie nichtig alle Menschenkinder, die du geschaffen! / (a) Ps 90:9 10
49Wo lebt der Mann, der den Tod nicht sieht, / der seine Seele vor dem Totenreich rettet? /
50Wo sind deine frühern Gnadenbeweise, o Herr, / wie du sie David geschworen bei deiner Treue? /
51Gedenke, o Herr, der Schmach deines Knechtes, / dass ich im Busen trage den Hohn der Völker, /
52womit deine Feinde schmähen, o Herr, / womit sie schmähen die Fußstapfen deines Gesalbten! Gelobt sei der Herr in Ewigkeit! Amen, Amen.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Psalmen 89
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 89 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 89:16
"In deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag, und durch deine Gerechtigkeit werden sie erhöht."
"Wohl dem Volke, das den Jubelruf kennt, / das im Licht deines Angesichts wandelt, o Herr, /"
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