Nehemia 5 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Nehemia 5
1Und es entstand ein großes Geschrei des Volkes und ihrer Weiber gegen ihre Brüder, die Juden.
2Und es gab solche, die da sprachen: Unserer Söhne und unserer Töchter, unser sind viele; und wir müssen Getreide erhalten, daß wir essen und leben!
3Und es gab solche, die da sprachen: Wir mußten unsere Felder und unsere Weinberge und unsere Häuser verpfänden, daß wir Getreide erhielten in der Hungersnot.
4Und es gab solche, die da sprachen: Wir haben Geld entlehnt auf unsere Felder und unsere Weinberge für die Steuer des Königs.
5Und nun, unser Fleisch ist wie das Fleisch unserer Brüder, unsere Kinder sind wie ihre Kinder; und siehe, wir müssen unsere Söhne und unsere Töchter dem Knechtsdienst unterwerfen; und manche von unseren Töchtern sind schon unterworfen, und es steht nicht in der Macht unserer Hände, sie zu lösen; unsere Felder und unsere Weinberge gehören ja anderen.
6Und als ich ihr Geschrei und diese Worte hörte, wurde ich sehr zornig.
7Und mein Herz pflegte Rats in mir, und ich haderte mit den Edlen und mit den Vorstehern und sprach zu ihnen: Auf Wucher leihet ihr, ein jeder seinem Bruder! Und ich veranstaltete eine große Versammlung gegen sie; und ich sprach zu ihnen:
8Wir haben unsere Brüder, die Juden, welche den Nationen verkauft waren, soweit es uns möglich war, losgekauft; und ihr wollt gar eure Brüder verkaufen? Und sie sollen sich uns verkaufen? Da schwiegen sie und fanden keine Antwort.
9Und ich sprach: Nicht gut ist die Sache, die ihr tut! Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes wandeln, daß wir nicht den Nationen, unseren Feinden, zum Hohne seien?
10Aber auch ich, meine Brüder und meine Diener, wir haben ihnen Geld und Getreide auf Zins geliehen. Laßt uns doch diesen Zins erlassen!
11Gebet ihnen doch gleich heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre Olivengärten und ihre Häuser zurück; und erlaßt ihnen den Hundertsten von dem Gelde und dem Getreide, dem Moste und dem Öle, welches ihr ihnen auf Zins geliehen habt.
12Da sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und nichts von ihnen fordern; wir wollen also tun, wie du sagst. Und ich rief die Priester und ließ sie schwören, nach diesem Worte zu tun.
13Auch schüttelte ich meinen Busen aus und sprach: So möge Gott jedermann, der dieses Wort nicht aufrecht halten wird, aus seinem Hause und aus seinem Erwerbe schütteln; und so sei er ausgeschüttelt und ausgeleert! Und die ganze Versammlung sprach: Amen! Und sie lobten Jehova. Und das Volk tat nach diesem Worte.
14Auch von dem Tage an, da er mich bestellt hatte, um ihr Landpfleger zu sein im Lande Juda, vom zwanzigsten Jahre bis zum zweiunddreißigsten Jahre des Königs Artasasta, zwölf Jahre lang, habe ich mit meinen Brüdern die Speise des Landpflegers nicht gegessen.
15Aber die früheren Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk beschwert und Brot und Wein von ihnen genommen, nebst vierzig Sekel Silber; auch ihre Diener schalteten willkürlich über das Volk. Ich aber tat nicht also, aus Furcht vor Gott.
16Und auch an dem Werke dieser Mauer griff ich mit an; und wir kauften kein Feld; und alle meine Diener waren daselbst zum Werke versammelt.
17Und die Juden, sowohl die Vorsteher, hundertfünfzig Mann, als auch die, welche aus den Nationen, die ringsumher wohnten, zu uns kamen, waren an meinem Tische.
18Und was für einen Tag zubereitet wurde: ein Rind, sechs ausgewählte Schafe und Geflügel wurden mir zubereitet; und alle zehn Tage an allerlei Wein die Fülle; und trotzdem forderte ich nicht die Speise des Landpflegers, denn der Dienst lastete schwer auf diesem Volke.
19Gedenke mir, mein Gott, zum Guten, alles, was ich für dieses Volk getan habe!
Nehemia 5
1ES erhob sich aber ein grosses Geschrei unter den armen Leuten und ihren Frauen gegen ihre jüdischen Brüder.
2Die einen sagten: Wir müssen unsre Söhne und Töchter verpfänden, damit wir uns Getreide verschaffen und unser Leben fristen können.
3Andre sagten: Wir müssen unsre Äcker, Weinberge und Häuser verpfänden, damit wir uns Getreide verschaffen in der Hungersnot.
4Wieder andre sprachen: Wir haben Geld entlehnen müssen auf unsre Äcker und Weinberge, damit wir dem König die Steuer zahlen können.
5Nun sind wir aber doch vom gleichen Fleisch und Blut wie unsre Brüder, und unsre Kinder sind wie ihre Kinder. Dennoch müssen wir unsre Söhne und Töchter dienstbar werden lassen, ja, von unsern Töchtern sind bereits etliche dienstbar gemacht, ohne dass wir etwas dagegen vermögen. Unsre Äcker und Weinberge gehören ja andern Leuten.
6Als ich sie so klagen und berichten hörte, ward ich sehr zornig.
7Ich überlegte die Sache bei mir und stellte dann die Vornehmen und Vorsteher zur Rede, indem ich zu ihnen sprach: Wie? ihr treibt einer gegenüber dem andern Wucher? Und ich veranstaltete eine grosse Versammlung wider sie (a) 2Mo 22:25
8und sagte zu ihnen: Wir an unserm Teil haben unsre jüdischen Brüder, die an die Heiden verkauft waren, nach bestem Vermögen losgekauft; ihr aber wollt umgekehrt eure Brüder verkaufen, dass sie wieder an uns verkauft werden? Da schwiegen sie und hatten nichts zu antworten.
9Und ich sprach: Euer Treiben ist unwürdig. Ihr solltet doch in der Furcht unsres Gottes wandeln, um den Lästerungen unsrer heidnischen Feinde zu begegnen.
10Auch ich, meine Brüder und meine Leute haben den Volksgenossen Geld und Korn geliehen. Erlassen wir ihnen diese Forderung!
11Gebt ihnen heute noch ihre Äcker, Weinberge, Ölpflanzungen und Häuser zurück und erlasst ihnen, was ihr an Geld, an Korn, an Wein und Öl von ihnen zu fordern habt!
12Da sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und nichts von ihnen eintreiben; wir wollen tun, wie du sagst. Und ich nahm ihnen, nachdem ich die Priester zugezogen hatte, einen Eid ab, dass sie es so halten wollten.
13Auch schüttelte ich den Bausch meines Gewandes aus und sprach: So schüttle Gott einen jeden aus Haus und Eigentum heraus, der dieses Wort nicht hält, dass er dergestalt ausgeschüttelt und leer sei! Und die ganze Gemeinde sprach: Amen! und pries den Herrn. Und das Volk tat demgemäss.
14Ferner genoss ich von der Zeit an, wo ich zum Statthalter im Lande Juda ernannt wurde, das heisst vom zwanzigsten Jahre des Königs Arthahsastha an bis zu seinem 32. Jahre, also während zwölf Jahren, weder für mich noch für meine Brüder den Unterhalt eines Statthalters.
15Die frühern Statthalter, die vor mir dagewesen, hatten nämlich das Volk bedrückt und für Brot und Wein täglich vierzig Lot Silber von ihm bezogen; auch ihre Leute gingen herrisch mit dem Volke um. Ich aber tat nicht also um der Furcht Gottes willen.
16Auch arbeitete ich am Aufbau dieser Mauer mit, während wir doch keinen Grundbesitz erworben hatten, und alle meine Leute hatten sich zur Arbeit daselbst eingestellt.
17Dazu assen die Juden an meinem Tisch, nämlich die Vorsteher, 150 Mann, nebst denen, welche aus dem heidnischen Gebiet um uns her zu uns gekommen waren.
18Obschon ich aber täglich einen Ochsen, sechs auserlesene Schafe und Geflügel, sowie alle zehn Tage eine Menge Wein auftischte, so forderte ich doch den Unterhalt eines Statthalters nicht; denn die Fron lastete schwer auf diesem Volke.
19Gedenke mir, mein Gott, zum Besten, was ich alles für dieses Volk getan habe!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Nehemia 5
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Nehemia 5 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Nehemia 5:16
"Und auch an dem Werke dieser Mauer griff ich mit an; und wir kauften kein Feld; und alle meine Diener waren daselbst zum Werke versammelt."
"Auch arbeitete ich am Aufbau dieser Mauer mit, während wir doch keinen Grundbesitz erworben hatten, und alle meine Leute hatten sich zur Arbeit daselbst eingestellt."
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