Nehemia 6 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Nehemia 6
1Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, der Araber, und unsere übrigen Feinde vernahmen, daß ich die Mauer gebaut hätte und daß kein Riß mehr darin wäre, doch hatte ich bis zu jener Zeit die Flügel noch nicht in die Tore eingesetzt-
2da sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm und laß uns in einem der Dörfer im Tale von Ono miteinander zusammentreffen! Sie gedachten aber, mir Böses zu tun.
3Und ich sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich führe ein großes Werk aus und kann nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk ruhen, wenn ich es ließe und zu euch hinabkäme?
4Und sie sandten auf diese Weise viermal zu mir, und ich erwiderte ihnen auf diesselbe Weise.
5Da sandte Sanballat auf diese Weise zum fünften Male seinen Diener zu mir mit einem offenen Briefe in seiner Hand.
6Darin stand geschrieben: Unter den Nationen verlautet, und Gaschmu sagt es, daß ihr, du und die Juden, euch zu empören gedenket; darum bauest du die Mauer; und du wollest, nach diesem Gerücht, ihr König werden;
7auch habest du Propheten bestellt, damit sie in Jerusalem über dich ausrufen und sagen: Es ist ein König in Juda! Und nun wird der König diese Gerüchte vernehmen. So komm nun, daß wir uns zusammen beraten.
8Da sandte ich zu ihm und ließ ihm sagen: Es ist nicht geschehen nach diesen Worten, die du sprichst; sondern aus deinem eigenen Herzen erdichtest du sie.
9Denn sie alle wollten uns in Furcht setzen, indem sie sprachen: Ihre Hände werden von dem Werke ablassen, und es wird nicht ausgeführt werden. Und nun, stärke meine Hände!
10Und ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabeels, der sich eingeschlossen hatte. Und er sprach: Laß uns im Hause Gottes, im Innern des Tempels, zusammenkommen und die Türen des Tempels verschließen; denn sie werden kommen, dich zu ermorden; und zwar werden sie bei der Nacht kommen, dich zu ermorden.
11Aber ich sprach: Ein Mann wie ich sollte fliehen? Und wie könnte einer, wie ich bin, in den Tempel hineingehen und am Leben bleiben? Ich will nicht hineingehen!
12Und ich merkte, daß nicht Gott ihn gesandt hatte; sondern er sprach diese Weissagung wider mich, und Tobija und Sanballat hatten ihn gedungen.
13Darum war er gedungen, damit ich mich fürchten und also tun und mich versündigen sollte, und damit sie ein böses Gerücht hätten, auf daß sie mich verlästern könnten. -
14Gedenke es, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen ihren Werken, und auch der Prophetin Noadja und den übrigen Propheten, die mich in Furcht setzen wollten!
15Und die Mauer wurde vollendet am Fünfundzwanzigsten des Elul, in zweiundfünfzig Tagen.
16Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und sie sanken sehr in ihren Augen; und sie erkannten, daß dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.
17Auch ließen in jenen Tagen Edle von Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und solche von Tobija kamen an sie.
18Denn es gab viele in Juda, die ihm geschworen hatten, denn er war ein Schwiegersohn Schekanjas, des Sohnes Arachs; und sein Sohn Jochanan hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes Berekjas, genommen.
19Auch redeten sie vor mir von seinen guten Taten und hinterbrachten ihm meine Worte; und Tobija sandte Briefe, um mich in Furcht zu setzen.
Nehemia 6
1ALS aber Sanballat, Tobia und der Araber Gesem nebst unsren übrigen Feinden erfuhren, dass ich die Mauern aufgebaut habe und dass keine Lücke mehr daran sei wiewohl ich zu jener Zeit die Türflügel noch nicht in die Torbauten eingesetzt hatte,
2schickten Sanballat und Gesem zu mir und liessen mir sagen: Komm, wir wollen in Hakkephirim in der Ebene Ono zusammentreffen. Sie gedachten mir nämlich Böses zu tun.
3Da sandte ich Boten zu ihnen mit der Antwort: Ich habe eine grosse Arbeit zu verrichten; darum kann ich nicht hinabkommen. Wie? soll das Werk stillestehen, indem ich es ruhen liesse und zu euch hinabkäme?
4Sie aber schickten wohl viermal in dieser Weise zu mir, und ich gab ihnen immer die gleiche Antwort.
5Da sandte Sanballat zum fünftenmal auf dieselbe Weise seinen Diener zu mir mit einem offenen Brief in der Hand;
6darin war geschrieben: Es ist unter den Leuten bekannt geworden, und Gasmu erzählt es, dass du und die Juden abzufallen gedenken; darum bauest du die Mauer, und du wollest ihr König werden - so heisst es.
7Auch habest du Propheten für dich angestellt, die von dir zu Jerusalem ausrufen sollen: Er ist der König von Juda! Das wird der König hören; darum komm, lass uns zusammen ratschlagen!
8Ich aber liess ihm sagen: Es ist nichts Derartiges geschehen, wie du behauptest; du hast das aus dir selber ersonnen.
9Sie alle wollten uns nämlich Furcht einflössen in der Meinung, wir würden ablassen von dem Werk, sodass es nicht fertig würde. Ich aber legte nur um so kräftiger Hand an.
10Wie ich nun in das Haus Semajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabeels, kam, als er eben (durch Unreinheit) verhindert war, sprach er: Lass uns zusammen ins Gotteshaus, ins Innere des Tempels, gehen und die Türen des Tempels zuschliessen; denn die werden kommen, dich zu ermorden, bei Nacht werden sie kommen, dich zu ermorden.
11Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Und könnte ein Mann wie ich in den Tempel gehen und dabei am Leben bleiben? Ich gehe nicht hinein.
12Ich merkte nämlich wohl, dass nicht Gott ihn gesendet habe, sondern dass er das Orakel über mich gesprochen, weil Tobia und Sanballat ihn gedungen hatte,
13damit ich Angst bekäme und darnach handeln und mich versündigen sollte und sie so eine üble Nachrede wider mich hätten und mich beschimpfen könnten.
14Gedenke, mein Gott, dem Tobia und dem Sanballat diese seine Taten, auch der Prophetin Noadja und den andern Propheten, die mir Angst einjagen wollten!
15Und die Mauer ward fertig am 25. Tage des Monats Elul nach Verlauf von 52 Tagen.
16Als nun alle unsre Feinde solches hörten, da fürchteten sich alle Heiden um uns her, und es entsank ihnen aller Mut; sie mussten einsehen, dass dieses Werk mit Hilfe unsres Gottes vollbracht worden war.
17Auch liessen zu jener Zeit die Vornehmen Judas viele Briefe an Tobia abgehen, wie auch solche von Tobia an sie gelangten.
18Denn viele in Juda waren durch Eidschwur mit ihm verbunden, weil er der Schwiegersohn Sechanjas, des Sohnes Arahs, war und sein Sohn Johanan die Tochter Mesullams, des Sohnes Berechjas, geheiratet hatte.
19Die redeten sogar in meiner Gegenwart von seinen Vorzügen und hinterbrachten ihm meine Worte. Und Tobia sandte Briefe, um mich einzuschüchtern.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Nehemia 6
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Nehemia 6 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Nehemia 6:16
"Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und sie sanken sehr in ihren Augen; und sie erkannten, daß dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war."
"Als nun alle unsre Feinde solches hörten, da fürchteten sich alle Heiden um uns her, und es entsank ihnen aller Mut; sie mussten einsehen, dass dieses Werk mit Hilfe unsres Gottes vollbracht worden war."
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