Hiob 38 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 38
1Und Jehova antwortete Hiob aus dem Sturme und sprach:
2Wer ist es, der den Rat verdunkelt mit Worten ohne Erkenntnis?
3Gürte doch wie ein Mann deine Lenden; so will ich dich fragen, und du belehre mich!
4Wo warst du, als ich die Erde gründete? Tue es kund, wenn du Einsicht besitzest!
5Wer hat ihre Maße bestimmt, wenn du es weißt? Oder wer hat über sie die Meßschnur gezogen?
6In was wurden ihre Grundfesten eingesenkt?
7Oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten?
8Und wer hat das Meer mit Toren verschlossen, als es ausbrach, hervorkam aus dem Mutterschoße,
9als ich Gewölk zu seinem Gewande und Wolkendunkel zu seiner Windel machte,
10und ich ihm meine Grenze bestimmte und Riegel und Tore setzte,
11und sprach: Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter, und hier sei eine Schranke gesetzt dem Trotze deiner Wellen? -
12Hast du, seitdem du lebst, einem Morgen geboten? Hast du die Morgenröte ihre Stätte wissen lassen,
13daß sie erfasse die Säume der Erde, und die Gesetzlosen von ihr verscheucht werden?
14Sie verwandelt sich wie Siegelton, und alles steht da wie in einem Gewande;
15und den Gesetzlosen wird ihr Licht entzogen, und der erhobene Arm wird zerbrochen.
16Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du die Gründe der Tiefe durchwandelt?
17Wurden dir die Pforten des Todes enthüllt, und sahest du die Pforten des Todesschattens?
18Hast du Einsicht genommen in die Breiten der Erde? Sage an, wenn du es alles weißt!
19Welches ist der Weg zur Wohnung des Lichtes, und die Finsternis, wo ist ihre Stätte?
20Daß du sie hinbrächtest zu ihrer Grenze, und daß du der Pfade zu ihrem Hause kundig wärest.
21Du weißt es ja; denn damals wurdest du geboren, und die Zahl deiner Tage ist groß!
22Bist du zu den Vorräten des Schnees gekommen, und hast du gesehen die Vorräte des Hagels,
23die ich aufgespart habe für die Zeit der Bedrängnis, für den Tag des Kampfes und der Schlacht?
24Welches ist der Weg, auf dem das Licht sich verteilt, der Ostwind sich verbreitet über die Erde?
25Wer teilt der Regenflut Kanäle ab und einen Weg dem Donnerstrahle,
26um regnen zu lassen auf ein Land ohne Menschen, auf die Wüste, in welcher kein Mensch ist,
27um zu sättigen die Öde und Verödung, und um hervorsprießen zu lassen die Triebe des Grases?
28Hat der Regen einen Vater, oder wer zeugt die Tropfen des Taues?
29Aus wessen Schoße kommt das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer gebiert ihn?
30Wie das Gestein verdichten sich die Wasser, und die Fläche der Tiefe schließt sich zusammen.
31Kannst du knüpfen das Gebinde des Siebengestirns, oder lösen die Fesseln des Orion?
32Kannst du die Bilder des Tierkreises hervortreten lassen zu ihrer Zeit, und den großen Bären leiten samt seinen Kindern?
33Kennst du die Gesetze des Himmels, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
34Kannst du deine Stimme zum Gewölk erheben, daß eine Menge Wassers dich bedecke?
35Kannst du Blitze entsenden, daß sie hinfahren, daß sie zu dir sagen: Hier sind wir? -
36Wer hat Weisheit in die Nieren gelegt, oder wer hat dem Geiste Verstand gegeben?
37Wer zählt die Wolken mit Weisheit, und des Himmels Schläuche, wer gießt sie aus,
38wenn der Staub zu dichtem Gusse zusammenfließt und die Schollen aneinander kleben?
39Erjagst du der Löwin den Raub, und stillst du die Gier der jungen Löwen,
40wenn sie in den Höhlen kauern, im Dickicht auf der Lauer sitzen?
41Wer bereitet dem Raben seine Speise, wenn seine Jungen zu Gott schreien, umherirren ohne Nahrung?
Hiob 38
1Dann antwortete Jahwe Hiob aus dem Wettersturm und sprach:
2Wer da verdunkelt Ratschluß mit Worten ohne Einsicht?
3Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann; so will ich dich fragen und du belehre mich!
4Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sag an, wenn du Einsicht besitzest?
5Wer hat ihre Maße bestimmt - du weißt es ja! - oder wer hat über sie die Meßschnur gespannt?
6Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein hingeworfen,
7unter dem Jubel der Morgensterne allzumal, als alle Gottessöhne jauchzten?
8Wer verwahrte hinter Thoren das Meer, als es hervorbrach, aus dem Mutterschoß hervorging,
9als ich Gewölk zu seinem Kleide machte und dichte Finsternis zu seinen Windeln?
10als ich ihm seine Grenze ausbrach und Riegel und Thore setzte
11und sprach: “Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter und hier soll sich brechen deiner Wogen Übermut!”
12Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, dem Frührot seine Stätte angewiesen,
13die Säume der Erde zu fassen, daß die Frevler von ihr abgeschüttelt werden?
14Sie verwandelt sich wie Thon unter dem Siegel; sie stellen sich dar wie ein Gewand.
15Und den Frevlern wird ihr Licht entzogen, und der schon erhobene Arm wird zerschmettert.
16Bist du zu des Meeres Strudeln gelangt und bist du auf dem Grund der Tiefe gewandelt?
17Haben sich dir des Todes Thore aufgethan, und schautest du die Thore des tiefen Dunkels?
18Hast du der Erde Breiten überschaut? Sag an, wenn du das alles weißt!
19Wo hoch ist der Weg dahin, wo das Licht wohnt, und die Finsternis, - wo ist doch ihre Stätte,
20daß du sie in ihr Gehege brächtest und die Pfade zu ihrem Hause kenntest?
21Du weißt es, denn damals wurdest du geboren, und deiner Tage Zahl ist groß!
22Bist du zu den Speichern des Schnees gelangt und hast du die Speicher des Hagels erschaut,
23den ich aufgespart habe für die Drangsalszeit, für den Tag der Schlacht und des Kriegs?
24Wo doch ist der Weg dahin, wo das Licht sich teilt, der Ost sich über die Erde verbreitet?
25Wer hat dem Regen Kanäle gespalten und einen Weg dem Wetterstrahl,
26um es regnen zu lassen auf menschenleeres Land, auf die Wüste, in der niemand wohnt,
27um Öde und Wildnis zu sättigen und frischen Graswuchs sprießen zu lassen?
28Hat der Regen einen Vater, oder wer hat die Tautropfen gezeugt?
29Aus wessen Schoße ging das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer hat ihn geboren?
30Wie Stein verdichten sich die Wasser, und die Fläche der Flut hält fest zusammen.
31Vermagst du die Bande der Plejaden zu knüpfen oder die Fesseln des Orions zu lösen?
32Führst du die Tierkreisbilder heraus zu ihrer Zeit und leitest du den Bär samt seinen Jungen?
33Kennst du die Gesetze des Himmels oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
34Erhebst du zur Wolke deine Stimme, daß Schwall von Wassern dich bedecke?
35Entsendest du Blitze, daß sie hinfahren und zu dir sagen: Hier sind wir?
36Wer hat ins Wolkendunkel Weisheit gelegt oder wer verlieh dem Luftgebilde Verstand?
37Wer zählt die Wolken mit Weisheit ab, und die Krüge des Himmels - wer legt sie um,
38wenn das Erdreich zu Gußwerk zusammenfließt, und die Schollen aneinander kleben?
39Erjagst du für die Löwin Beute und stillst du die Gier der jungen Löwen,
40wenn sie sich in den Lagerstätten ducken, im Dickicht auf der Lauer liegen?
41Wer bereitet dem Raben seine Zehrung, wenn seine Jungen zu Gott schreien, umherirren ohne Nahrung?
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 38
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 38 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 38:16
"Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du die Gründe der Tiefe durchwandelt?"
"Bist du zu des Meeres Strudeln gelangt und bist du auf dem Grund der Tiefe gewandelt?"
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