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Hiob 24 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871

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Hiob 24

1Warum sollten die Zeiten dem Allmachtigen nicht verborgen sein? Und die ihn kennen, sehen seine Tage nicht.

2Sie treiben die Grenzen zurück; sie rauben die Herden und weiden sie.

3Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande.

4Die Armen müssen ihnen weichen, und die Durfligen im Lande müssen sich verkriechen.

5Siehe, das Wild in der Wuste gehet heraus, wie sie pflegen, frühe zum Raub, daß sie Speise bereiten fur die Jungen.

6Sie ernten auf dem Acker alles, was er tragt, und lesen den Weinberg, den sie mit Unrecht haben.

7Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost, denen sie die Kleider genommen haben,

8daß sie sich müssen zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie giefit, weil sie sonst keinen Trost haben.

9Sie reilien das Kind von den Brüsten und machen's zum Waisen und machen die Leute arm mit Pfanden.

10Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen sie die Garben.

11Sie zwingen sie, 01 zu machen auf ihrer eigenen Mühle und ihre eigene Kelterzu treten, und lassen sie doch Durst leiden.

12Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der Erschlagenen schreiend; und Gott stürzet sie nicht.

13Darum sind sie abtrünnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Stralie.

14Wenn der Tag anbricht, stehetauf der Morder und erwürget den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb.

15Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht: Mich siehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz.

16Im Finstern brichterzu den Hausern ein. Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht.

17Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist's ihnen wie eine Finsternis; denn er fühlet das Schrecken der Finsternis.

18Er fahret leichtfertig wie aufeinem Wasser dahin; seine Habe wird geringe im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht.

19Die Holle nimmt weg, die da sündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehret.

20Es werden sein vergessen die Barmherzigen; seine Lust wird wurmig werden; sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum.

21Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan

22und die Machtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, wird er seines Lebens nicht gewifi sein.

23Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; doch sehen seine Augen auf ihr Tun.

24Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdruckt und ganz und gar ausgetilget werden, und wie die erste Blute an den Ahren werden sie abgeschlagen werden.

25Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lugen strafen und bewahren, dafi meine Rede nichts sei?

Hiob 24

1Warum sind nicht Zeiten aufgespart von dem Allmächtigen, und warum sehen die, welche ihn kennen, seine Tage nicht?

2Sie verrücken die Grenzen, sie rauben die Herde und weiden sie.

3Sie treiben den Esel der Waisen weg, nehmen das Rind der Witwe zum Pfande;

4sie stoßen aus dem Wege die Dürftigen. Die Elenden des Landes verkriechen sich allesamt:

5Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie aus an ihr Werk, eifrig nach Beute suchend; die Steppe liefert ihnen Brot für die Kinder.

6Auf dem Felde schneiden sie sein Futterkorn ab und lesen den Weinberg des Gesetzlosen nach.

7Nackt übernachten sie, ohne Gewand, und haben keine Bedeckung in der Kälte.

8Vom Regenguß des Gebirges werden sie durchnäßt, und obdachlos umklammern sie den Felsen. -

9Sie reißen die Waise von der Brust, und was der Elende anhat, nehmen sie zum Pfande.

10Nackt gehen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie die Garbe;

11zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und dursten.

12Von der Stadt her ächzen Sterbende, und die Seele der Erschlagenen schreit. Und Gott rechnet es nicht als Ungebühr an.

13Jene gehören zu den Feinden des Lichtes, sie kennen seine Wege nicht und weilen nicht auf seinen Pfaden.

14Mit dem Lichte steht der Mörder auf, tötet den Elenden und den Dürftigen; und des Nachts ist er dem Diebe gleich.

15Und das Auge des Ehebrechers lauert auf die Dämmerung, indem er spricht: Kein Auge wird mich erblicken; und er legt einen Schleier an.

16In der Finsternis erbricht man die Häuser. Bei Tage schließen sie sich ein, das Licht kennen sie nicht.

17Denn als Morgen gilt ihnen allesamt der Todesschatten, denn ein jeder von ihnen ist bekannt mit den Schrecken des Todesschattens.

18Er ist schnell auf der Wasserfläche, verflucht wird ihr Grundbesitz auf Erden; nicht mehr schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein.

19Dürre und Hitze raffen Schneewasser hinweg: so der Scheol, die gesündigt haben.

20Der Mutterleib vergißt seiner, das Gewürm labt sich an ihm, nicht mehr wird seiner gedacht: und das Unrecht wird zerbrochen wie ein Baum-

21er, der die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebiert, und der Witwe kein Gutes tut.

22Und Mächtige rafft er dahin durch seine Kraft; steht er auf, so getraut man sich nicht des Lebens.

23Er gibt ihm Sicherheit, und er wird gestützt. Aber seine Augen sind über ihren Wegen.

24Sie sind hochgestiegen: um ein Kleines, und sie sind nicht mehr; und sie sinken hin, werden zusammengerafft wie alle anderen; und wie der Kopf der Ähre werden sie abgeschnitten.

25Und wenn es nun nicht so ist, wer wird mich Lügen strafen und meine Rede zunichte machen?

Hiob 24

1Warum sollten die Zeiten dem Allmachtigen nicht verborgen sein? Und die ihn kennen, sehen seine Tage nicht.

2Sie treiben die Grenzen zurück; sie rauben die Herden und weiden sie.

3Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande.

4Die Armen müssen ihnen weichen, und die Durfligen im Lande müssen sich verkriechen.

5Siehe, das Wild in der Wuste gehet heraus, wie sie pflegen, frühe zum Raub, daß sie Speise bereiten fur die Jungen.

6Sie ernten auf dem Acker alles, was er tragt, und lesen den Weinberg, den sie mit Unrecht haben.

7Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost, denen sie die Kleider genommen haben,

8daß sie sich müssen zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie giefit, weil sie sonst keinen Trost haben.

9Sie reilien das Kind von den Brüsten und machen's zum Waisen und machen die Leute arm mit Pfanden.

10Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen sie die Garben.

11Sie zwingen sie, 01 zu machen auf ihrer eigenen Mühle und ihre eigene Kelterzu treten, und lassen sie doch Durst leiden.

12Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der Erschlagenen schreiend; und Gott stürzet sie nicht.

13Darum sind sie abtrünnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Stralie.

14Wenn der Tag anbricht, stehetauf der Morder und erwürget den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb.

15Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht: Mich siehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz.

16Im Finstern brichterzu den Hausern ein. Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht.

17Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist's ihnen wie eine Finsternis; denn er fühlet das Schrecken der Finsternis.

18Er fahret leichtfertig wie aufeinem Wasser dahin; seine Habe wird geringe im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht.

19Die Holle nimmt weg, die da sündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehret.

20Es werden sein vergessen die Barmherzigen; seine Lust wird wurmig werden; sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum.

21Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan

22und die Machtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, wird er seines Lebens nicht gewifi sein.

23Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; doch sehen seine Augen auf ihr Tun.

24Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdruckt und ganz und gar ausgetilget werden, und wie die erste Blute an den Ahren werden sie abgeschlagen werden.

25Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lugen strafen und bewahren, dafi meine Rede nichts sei?

Hiob 24:1
GerBoLut

Warum sollten die Zeiten dem Allmachtigen nicht verborgen sein? Und die ihn kennen, sehen seine Tage nicht.

GerElb1871

Warum sind nicht Zeiten aufgespart von dem Allmächtigen, und warum sehen die, welche ihn kennen, seine Tage nicht?

2
GerBoLut

Sie treiben die Grenzen zurück; sie rauben die Herden und weiden sie.

GerElb1871

Sie verrücken die Grenzen, sie rauben die Herde und weiden sie.

3
GerBoLut

Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande.

GerElb1871

Sie treiben den Esel der Waisen weg, nehmen das Rind der Witwe zum Pfande;

4
GerBoLut

Die Armen müssen ihnen weichen, und die Durfligen im Lande müssen sich verkriechen.

GerElb1871

sie stoßen aus dem Wege die Dürftigen. Die Elenden des Landes verkriechen sich allesamt:

5
GerBoLut

Siehe, das Wild in der Wuste gehet heraus, wie sie pflegen, frühe zum Raub, daß sie Speise bereiten fur die Jungen.

GerElb1871

Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie aus an ihr Werk, eifrig nach Beute suchend; die Steppe liefert ihnen Brot für die Kinder.

6
GerBoLut

Sie ernten auf dem Acker alles, was er tragt, und lesen den Weinberg, den sie mit Unrecht haben.

GerElb1871

Auf dem Felde schneiden sie sein Futterkorn ab und lesen den Weinberg des Gesetzlosen nach.

7
GerBoLut

Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost, denen sie die Kleider genommen haben,

GerElb1871

Nackt übernachten sie, ohne Gewand, und haben keine Bedeckung in der Kälte.

8
GerBoLut

daß sie sich müssen zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie giefit, weil sie sonst keinen Trost haben.

GerElb1871

Vom Regenguß des Gebirges werden sie durchnäßt, und obdachlos umklammern sie den Felsen. -

9
GerBoLut

Sie reilien das Kind von den Brüsten und machen's zum Waisen und machen die Leute arm mit Pfanden.

GerElb1871

Sie reißen die Waise von der Brust, und was der Elende anhat, nehmen sie zum Pfande.

10
GerBoLut

Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen sie die Garben.

GerElb1871

Nackt gehen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie die Garbe;

11
GerBoLut

Sie zwingen sie, 01 zu machen auf ihrer eigenen Mühle und ihre eigene Kelterzu treten, und lassen sie doch Durst leiden.

GerElb1871

zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und dursten.

12
GerBoLut

Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der Erschlagenen schreiend; und Gott stürzet sie nicht.

GerElb1871

Von der Stadt her ächzen Sterbende, und die Seele der Erschlagenen schreit. Und Gott rechnet es nicht als Ungebühr an.

13
GerBoLut

Darum sind sie abtrünnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Stralie.

GerElb1871

Jene gehören zu den Feinden des Lichtes, sie kennen seine Wege nicht und weilen nicht auf seinen Pfaden.

14
GerBoLut

Wenn der Tag anbricht, stehetauf der Morder und erwürget den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb.

GerElb1871

Mit dem Lichte steht der Mörder auf, tötet den Elenden und den Dürftigen; und des Nachts ist er dem Diebe gleich.

15
GerBoLut

Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht: Mich siehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz.

GerElb1871

Und das Auge des Ehebrechers lauert auf die Dämmerung, indem er spricht: Kein Auge wird mich erblicken; und er legt einen Schleier an.

16
GerBoLut

Im Finstern brichterzu den Hausern ein. Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht.

GerElb1871

In der Finsternis erbricht man die Häuser. Bei Tage schließen sie sich ein, das Licht kennen sie nicht.

17
GerBoLut

Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist's ihnen wie eine Finsternis; denn er fühlet das Schrecken der Finsternis.

GerElb1871

Denn als Morgen gilt ihnen allesamt der Todesschatten, denn ein jeder von ihnen ist bekannt mit den Schrecken des Todesschattens.

18
GerBoLut

Er fahret leichtfertig wie aufeinem Wasser dahin; seine Habe wird geringe im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht.

GerElb1871

Er ist schnell auf der Wasserfläche, verflucht wird ihr Grundbesitz auf Erden; nicht mehr schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein.

19
GerBoLut

Die Holle nimmt weg, die da sündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehret.

GerElb1871

Dürre und Hitze raffen Schneewasser hinweg: so der Scheol, die gesündigt haben.

20
GerBoLut

Es werden sein vergessen die Barmherzigen; seine Lust wird wurmig werden; sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum.

GerElb1871

Der Mutterleib vergißt seiner, das Gewürm labt sich an ihm, nicht mehr wird seiner gedacht: und das Unrecht wird zerbrochen wie ein Baum-

21
GerBoLut

Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan

GerElb1871

er, der die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebiert, und der Witwe kein Gutes tut.

22
GerBoLut

und die Machtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, wird er seines Lebens nicht gewifi sein.

GerElb1871

Und Mächtige rafft er dahin durch seine Kraft; steht er auf, so getraut man sich nicht des Lebens.

23
GerBoLut

Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; doch sehen seine Augen auf ihr Tun.

GerElb1871

Er gibt ihm Sicherheit, und er wird gestützt. Aber seine Augen sind über ihren Wegen.

24
GerBoLut

Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdruckt und ganz und gar ausgetilget werden, und wie die erste Blute an den Ahren werden sie abgeschlagen werden.

GerElb1871

Sie sind hochgestiegen: um ein Kleines, und sie sind nicht mehr; und sie sinken hin, werden zusammengerafft wie alle anderen; und wie der Kopf der Ähre werden sie abgeschnitten.

25
GerBoLut

Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lugen strafen und bewahren, dafi meine Rede nichts sei?

GerElb1871

Und wenn es nun nicht so ist, wer wird mich Lügen strafen und meine Rede zunichte machen?

Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Hiob 24

Luther 1912 (GerBoLut)

Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).

Elberfelder 1871

Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.

Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 24 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.

Schlüsselvergleich: Hiob 24:16

GerBoLut

"Im Finstern brichterzu den Hausern ein. Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht."

GerElb1871

"In der Finsternis erbricht man die Häuser. Bei Tage schließen sie sich ein, das Licht kennen sie nicht."

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