Hiob 23 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Hiob 23
1Hiob antwortete und sprach:
2Meine Rede bleibet noch betrubt; meine Macht ist schwach uber meinem Seufzen.
3Ach, dall ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen mochte
4und das Recht vor ihm sollte vorlegen und den Mund voll Strafe fassen
5und erfahren die Rede, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen wurde!
6Will er mit grofier Macht mit mir rechten? Er stelle sich nicht so gegen mich,
7sondern lege mir's gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen.
8Aber gehe ich nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht.
9Ist er zur Linken, so ergreife ich ihn nicht; verbirget er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.
10Er aber kennet meinen Weg wohl. Erversuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold.
11Denn ich setze meinen Fuli auf seine Bahn und halte seinen Weg und weiche nicht ab
12und trete nicht von dem Gebot seiner Lippen; und bewahre die Rede seines Mundes mehr, denn ich schuldig bin.
13Er ist einig, wer will ihm antworten? Und er macht es, wie er will.
14Und wenn er mir gleich vergilt, was ich verdienet habe, so ist sein noch mehr dahinten.
15Darum erschrecke ich vor ihm; und wenn ich's merke, so furchte ich mich vor ihm.
16Gott hat mein Herz blode gemacht, und der Allmachtige hat mich erschrecket.
17Denn die Finsternis macht kein Ende mit mir, und das Dunkel will vor mir nicht verdeckt werden.
Hiob 23
1Und Hiob antwortete und sprach:
2Auch heute ist meine Klage trotzig; seine Hand lastet schwer auf meinem Seufzen.
3O daß ich ihn zu finden wüßte, daß ich kommen könnte bis zu seiner Wohnstätte!
4Ich würde meine Rechtssache vor ihm darlegen, und meinen Mund mit Beweisgründen füllen.
5Ich würde die Worte wissen, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir sagen würde.
6Würde er in der Größe seiner Kraft mit mir streiten? Nein; er würde nur acht auf mich haben.
7Alsdann würde ein Rechtschaffener mit ihm rechten, und auf ewig würde ich meinem Richter entkommen.
8Siehe, gehe ich vorwärts, so ist er nicht da; und rückwärts, so bemerke ich ihn nicht;
9zur Linken, während er wirkt, so schaue ich ihn nicht; er verhüllt sich zur Rechten, und ich sehe ihn nicht.
10Denn er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold würde ich hervorgehen.
11An seinem Schritte hat mein Fuß festgehalten, und seinen Weg habe ich beobachtet und bin nicht abgebogen;
12von dem Gebote seiner Lippen bin ich nicht abgewichen, ich habe die Worte seines Mundes verwahrt, mehr als meinen eigenen Vorsatz.
13Doch er bleibt sich gleich, und wer kann seinen Sinn ändern? Was seine Seele begehrt, das tut er.
14Denn er wird vollenden, was über mich bestimmt ist; und dergleichen ist vieles bei ihm.
15Darum bin ich bestürzt vor seinem Angesicht; erwäge ichs, so erschrecke ich vor ihm.
16Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige mich in Bestürzung versetzt.
17Denn nicht wegen der Finsternis bin ich vernichtet, noch weil Dunkelheit mein Angesicht bedeckt hat.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Hiob 23
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 23 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 23:16
"Gott hat mein Herz blode gemacht, und der Allmachtige hat mich erschrecket."
"Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige mich in Bestürzung versetzt."
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