Psalmen 73 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
Psalmen 73
1Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind.
2Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, wie leicht hätte ich einen Mißtritt getan!
3Denn ich beneidete dieÜbermütigen, als ich den Frieden der Gottlosen sah.
4Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist wohlgenährt.
5Sie werden nicht bemüht wie andere Leute und nicht geschlagen wie andere Menschen.
6Darum schmücken sie sich stolz und kleiden sich frech.
7Ihr Gesicht strotzt von Fett, sie bilden sich sehr viel ein.
8Sie reden höhnisch und boshaft, drohen mit höherer Gewalt.
9Sie reden, als käme es vom Himmel; ihre Worte haben Geltung auf Erden.
10Darum wendet sich auch das Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen.
11Und sie sagen:«Was merkt Gott? Weiß der Höchsteüberhaupt etwas?»
12Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie werden reich!
13Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen;
14denn ich bin doch täglich geschlagen worden, und meine Strafe ist alle Morgen da!
15Wollte ich auch so rechnen, siehe, so würde ich das Geschlecht deiner Kinder verraten.
16So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es schien mir vergebliche Mühe zu sein,
17bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende merkte.
18Nur auf schlüpfrigen Boden setzest du sie; du lässest sie fallen, daß sie in Trümmer sinken.
19Wie geschah das so plötzlich und entsetzlich! Sie gingen unter und nahmen ein Ende mit Schrecken.
20Wie einen Traum nach dem Erwachen, so wirst du, o Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verächtlich machen.
21Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren wehe tat,
22da war ich dumm und verstand nichts; ich benahm mich wie ein Vieh gegen dich.
23Und doch bleibe ich stets bei dir; du hältst mich bei meiner rechten Hand.
24Leite mich auch ferner nach deinem Rat und nimm mich hernach mit Ehren auf!
25Wen habe ich im Himmel? Und dir ziehe ich gar nichts auf Erden vor!
26Schwinden auch mein Fleisch und mein Herz dahin, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.
27Denn siehe, die fern von dir sind, kommen um; du vertilgst alle, die dir untreu werden.
28Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe Gott, den HERRN, zu meiner Zuflucht gemacht, um zu erzählen alle deine Werke.
Psalmen 73
1Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
2Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt hätte beinahe geglitten.
3Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.
4Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
5Sie sind nicht in Unglück wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.
6Darum muß ihr Trotzen köstlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen.
7Ihre Person brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.
8Sie vernichten alles und reden übel davon, und reden und lästern hoch her.
9Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden.
10Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser
11und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten?
12Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glückselig in der Welt und werden reich.
13Soll's denn umsonst sein, daß mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche
14und bin geplagt täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
15Ich hätte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hätte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.
16Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer
17bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18Aber du setzest sie aufs Schlüpfrige und stürzest sie zu Boden.
19Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.
20Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmähet.
21Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,
22daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir.
23Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
24du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren.
28Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den HERRN HERRN, daß ich verkündige all dein Tun.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in Psalmen 73
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 73 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 73:16
"So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es schien mir vergebliche Mühe zu sein,"
"Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen möchte; aber es war mir zu schwer"
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