Psalmen 102 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
Psalmen 102
1Ein Gebet des Elenden, wenn er schmachtet und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. O HERR, höre mein Gebet, und mein Schreien komme vor dich!
2Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tage meiner Not; neige dein Ohr zu mir; am Tage, da ich dich anrufe, erhöre mich eilends!
3Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine Gebeine glühen wie ein Ofen.
4Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; denn ich habe vergessen, mein Brot zu essen.
5Vor lauter Seufzen kleben meine Knochen an meinem Fleisch.
6Ich gleiche einer Rohrdommel in der Wüste, bin wie ein Käuzlein in den Ruinen;
7ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
8Täglich schmähen mich meine Feinde, und die wider mich toben, schwören bei mir;
9denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen
10wegen deines Grimms und deines Zorns, daß du mich aufgehoben und hingeschleudert hast.
11Meine Tage sind wie ein langgestreckter Schatten, und ich verdorre wie Gras.
12Aber du, o HERR, bleibst ewig und dein Gedächtnis von einem Geschlecht zum andern.
13Du wollest dich aufmachen und dichüber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, die Stunde ist gekommen!
14Denn deine Knechte lieben Zions Steine und trauernüber ihren Schutt.
15Dann werden die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit,
16wenn der HERR Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit,
17wenn er sich zum Gebet der Heimatlosen gewendet und ihr Gebet nicht verachtet hat.
18Das wird man aufschreiben für das spätere Geschlecht, und das Volk, das geschaffen werden soll, wird den HERRN loben,
19daß er herabgeschaut hat von der Höhe seines Heiligtums, daß der HERR vom Himmel zur Erde geblickt hat,
20zu hören das Seufzen der Gefangenen und loszumachen die Kinder des Todes;
21auf daß sie den Namen des HERRN preisen zu Zion und sein Lob in Jerusalem,
22wenn die Völker sich versammeln allzumal und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.
23Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt, meine Tage verkürzt.
24Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.
25Du hast vormals die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
26Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden wie ein Kleid veralten, wie ein Gewand wirst du sie wechseln, und sie werden verschwinden.
27Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende!
28Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir bestehen.
Psalmen 102
1Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet.
2HERR, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!
3Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!
4Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.
5Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.
6Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.
7Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten.
8Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
9Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bei mir.
10Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen
11vor deinem Dräuen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast.
12Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.
13Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedächtnis für und für.
14Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen.
15Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden;
16daß die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;
17daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.
18Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmähet ihr Gebet nicht.
19Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HERRN loben.
20Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden,
21daß er das Seufzen des Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes,
22auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem,
23wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem HERRN zu dienen.
24Er demütiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage.
25Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für.
26Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
27Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.
28Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in Psalmen 102
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 102 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 102:16
"wenn der HERR Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit,"
"daß die Heiden den Namen des HERRN fürchten und alle Könige auf Erden deine Ehre;"
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