Hiob 3 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
Hiob 3
1Darnach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte den Tag seiner Geburt.
2Hiob hob an und sprach:
3Verloren gehe der Tag, da ich geboren bin, die Nacht, da es hieß: Ein Knabe ist gezeugt!
4Verfinstert werde dieser Tag; Gott in der Höhe frage nicht nach ihm, und niemals falle ein Lichtstrahl darauf!
5Finsternis und Todesschatten nehme ihn ein, Gewölk umhülle ihn undüberfalle diesen trüben Tag!
6Und jene Nacht; Das Dunkel raffe sie weg, sie freue sich in des Jahres Tagen nie und komme nicht in die Zahl der Monde.
7Ja, jene Nacht sei unfruchtbar, kein Jubel ertöne in ihr!
8Die, so den Tagen Böses losen und imstande sind, den Drachen aufzuwecken, sollen sie verfluchen.
9Verfinstert müssen ihrer Dämmerung Sterne sein, sie warte auf Licht und es bleibe aus; sie schaue auch die Wimpern der Morgenröte nicht!
10Weil sie den Mutterleib mir nicht verschloß und den Jammer nicht vor meinen Augen verbarg.
11Warum starb ich nicht gleich bei der Geburt und kam nicht um, sobald ich aus Mutterschoße ging?
12Warum kamen mir Knie entgegen und wozu Brüste, daß ich sog?
13Denn jetzt läge ich da und wäre stille; wäre ich entschlafen, so hätte ich nun Ruhe
14mit Königen und Landesräten, die sich Steinhaufen erbaut haben,
15oder mit Fürsten, reich an Gold, die in ihren Häusern Silber häuften.
16Oder wäre ich gar niemals dagewesen, wie eine verborgene Fehlgeburt, den Kindlein gleich, die nie das Licht gesehen haben!
17Dort hört der Frevler Toben auf, dort finden die Erschöpften Ruh;
18alle Gefangenen sind dort in Frieden, sie hören die Stimme des Treibers nicht mehr;
19Kleine und Große sind daselbst, und der Knecht ist frei von seinem Herrn!
20Warum läßt er Lebensmüde noch die Sonne sehen und zwingt er betrübte Seelen noch zu leben?
21die auf den Tod harren, und er kommt nicht, die nach ihm graben, mehr als nach Schätzen;
22die sich freuen würden und jubelten, die frohlockten, wenn sie ein Grab fänden.
23[ Was soll das Leben] dem Manne, dem sein Weg verborgen ist, den Gott rings umzäunt hat?
24Denn statt zu essen, seufze ich, und meine Klage ergießt sich wie ein Wasserstrom.
25Denn was ich gefürchtet habe, das istüber mich gekommen, und wovor mir graute, das hat mich getroffen.
26Ich kann nicht ruhen und nicht rasten, und kaum habe ich mich erholt, so kommt ein neuer Sturmüber mich.
Hiob 3
1Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
2Und Hiob sprach:
3Der Tag müsse verloren sein, darinnen ich geboren bin, und die Nacht, da man sprach: Es ist ein Männlein empfangen.
4Derselbe Tag müsse finster sein, und Gott von oben herab müsse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen.
5Finsternis und Dunkel müssen ihn überwältigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich.
6Die Nacht müsse ein Dunkel einnehmen, und müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen, noch in die Zahl der Monden kommen.
7Siehe, die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen drinnen sein.
8Es verfluchen sie die Verflucher des Tages, und die da bereit sind, zu erwecken den Leviathan.
9Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dämmerung; sie hoffe aufs Licht und komme nicht und müsse nicht sehen die Augenbrauen der Morgenröte,
10daß sie nicht verschlossen hat die Tür meines Leibes und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen.
11Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht umkommen, da ich aus dem Leibe kam?
12Warum hat man mich auf den Schoß gesetzet? Warum bin ich mit Brüsten gesäuget?
13So läge ich doch nun und wäre stille, schliefe und hätte Ruhe
14mit den Königen und Ratsherren auf Erden, die das Wüste bauen;
15oder mit den Fürsten, die Gold haben und ihre Häuser voll Silbers sind;
16oder wie eine unzeitige Geburt verborgen und nichts wäre, wie die jungen Kinder, die das Licht nie gesehen haben.
17Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabt haben.
18Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hören nicht die Stimme des Drängers.
19Da sind beide klein und groß, Knecht und der von seinem HERRN frei gelassen ist.
20Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen und das Leben den betrübten Herzen,
21(die des Todes warten und kommt nicht, und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen,
22die sich fast freuen und sind fröhlich, daß sie das Grab bekommen,)
23und dem Manne, des Weg verborgen ist, und Gott vor ihm denselben bedecket?
24Denn wenn ich essen soll, muß ich seufzen, und mein Heulen fähret heraus wie Wasser.
25Denn das ich gefürchtet habe, ist über mich kommen, und das ich sorgte, hat mich getroffen.
26War ich nicht glückselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und kommt solche Unruhe!
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in Hiob 3
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 3 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 3:16
"Oder wäre ich gar niemals dagewesen, wie eine verborgene Fehlgeburt, den Kindlein gleich, die nie das Licht gesehen haben!"
"oder wie eine unzeitige Geburt verborgen und nichts wäre, wie die jungen Kinder, die das Licht nie gesehen haben."
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1. Mose 1
Johannes 3
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Römer 8
Matthäus 5
Offenbarung 1
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