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Jeremia 50 Vergleich: Menge Bibel vs Zürcher Bibel

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Jeremia 50

1(Dies ist) das Wort, das der HERR über Babylon, über das Land der Chaldäer, durch den Mund des Propheten Jeremia ausgesprochen hat:

2»Verkündigt es unter den Völkern und macht es bekannt und pflanzt ein Banner auf! Macht es bekannt und verheimlicht es nicht! Verkündigt: ›Erobert ist Babylon, zuschanden geworden Bel ! Merodach steht fassungslos da! Ihre Bilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen stehen fassungslos da!‹

3Denn es zieht gegen Babylon von Norden her ein Volk heran: das wird sein Land zur Wüste machen, so daß kein Bewohner mehr darin zu finden ist: sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, haben sich davongemacht! –

4In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »werden die Kinder Israel heimkehren, sie im Verein mit den Kindern Juda; unter unaufhörlichem Weinen werden sie daherkommen und den HERRN, ihren Gott, suchen.

5Zum Zion erfragen sie den Weg, dorthin sind ihre Blicke gerichtet: ›Kommt und schließt euch an den HERRN an zu einem ewigen, unvergeßlichen Bunde!‹

6Mein Volk war wie eine verlorene Schafherde; ihre Hirten hatten sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie in der Irre umhergeführt; von Berg zu Hügel mußten sie ziehen und hatten ihre Lagerstätte vergessen.

7Jeder, der auf sie stieß, fraß sie, und ihre Widersacher sagten: ›Wir tun kein Unrecht damit!‹ – zur Strafe dafür, daß sie sich am HERRN versündigt hatten, der Trift der Gerechtigkeit und der Hoffnung ihrer Väter. –

8Flieht aus dem Bereiche Babylons und verlaßt das Land der Chaldäer! Werdet den Widdern an der Spitze der Herde gleich!

9Denn wisset wohl: ich will gegen Babylon ein großes Völkerheer aufbieten und aus dem Nordland heranziehen lassen; die sollen sich gegen die Stadt aufstellen: von dorther wird sie erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines tüchtigen Kriegshelden, der nie mit leeren Händen heimkehrt.

10So wird denn das Chaldäerland ausgeraubt werden: alle, die es plündern, sollen satt werden!« – so lautet der Ausspruch des HERRN. –

11»Ja, freut euch nur, ja, jubelt nur, ihr Räuber meines Erbbesitzes! Ja, hüpft nur lustig wie Rinder beim Dreschen und wiehert gleich den Hengsten!

12Dennoch wird eure Mutter ganz zuschanden werden und die euch geboren hat, beschämt dastehen; ja, das letzte unter den Völkern soll jetzt zur Wüste und zu einer dürren Steppe werden!

13Infolge des Zorns des HERRN wird es unbewohnt sein und ganz zur Wüste werden, so daß jeder, der an Babylon vorüberzieht, sich entsetzen und über alle seine Leiden zischen soll!« –

14Stellt euch ringsum zum Kampf gegen Babylon auf, ihr Bogenschützen alle! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn am HERRN hat es sich versündigt.

15Erhebt ringsum ein Jubelgeschrei über es: »Es hat sich ergeben! Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern!« Weil dies die Rache des HERRN ist, nun, so vollzieht die Rache an ihm! Verfahret mit ihm, wie es selbst verfahren ist!

16Rottet aus Babylon jeden Sämann aus und jeden, der die Sichel in der Erntezeit ergreift! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen.

17Israel ist wie ein verscheuchtes Schaf, das Löwen verjagt haben: zuerst hat der König von Assyrien es angefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babylon, ihm die Knochen abgenagt.

18Darum hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, so gesprochen: »Fürwahr, ich will den König von Babylon und sein Land strafen, wie ich den König von Assyrien gestraft habe.

19Alsdann will ich Israel zu seiner Trift heimkehren lassen, damit es wieder auf dem Karmel und in Basan weide und auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead seinen Hunger stille.

20In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »wird man nach der Verschuldung Israels suchen, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein, und nach den Sünden Judas, aber sie werden nicht mehr zu finden sein; denn ich habe denen vergeben, die ich als Rest übrig lasse.«

21»Zieh heran gegen das Land ›Doppeltrotz‹ und gegen die Bewohner von Pekod! Morde und vollziehe den Bann hinter ihnen her« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »und führe alles so aus, wie ich dir geboten habe!«

22Horch! Krieg ist im Lande und gewaltiger Einsturz!

23Wie ist doch zerschlagen und zertrümmert der Hammer, der die ganze Erde schlug! Wie ist doch Babylon zum Schreckbild unter den Völkern geworden!

24»Ich habe dir Schlingen gelegt, Babylon, und du bist auch gefangen worden, ohne daß du dich dessen versahst: du bist ertappt und auch gefaßt, denn mit dem HERRN hast du dich in Kampf eingelassen.«

25Der HERR hat seine Rüstkammer aufgetan und die Waffen seines Zornes daraus hervorgeholt; denn Arbeit gibt es zu tun für Gott, den HERRN der Heerscharen, im Chaldäerlande.

26Rückt von allen Seiten gegen das Land heran, öffnet seine Speicher! Schüttet alles in ihm zu Haufen auf wie Garben und vollzieht den Bann an ihm, daß kein Rest von ihm übrig bleibt!

27Stecht alle seine Rinder nieder, laßt sie zur Schlachtung niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Stunde ihrer Bestrafung!

28Horch! Flüchtlinge und Entronnene aus dem Lande Babylon rufen, um in Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, zu verkünden, die Rache für seinen Tempel! –

29Bietet Schützen gegen Babylon auf, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch rings um die Stadt, laßt ihr kein Entrinnen zuteil werden! Zahlt ihr ihre Böstaten nach Gebühr heim, verfahrt mit ihr ganz so, wie sie selbst verfahren ist! Denn gegen den HERRN, den Heiligen Israels, hat sie sich vermessen aufgelehnt.

30»Darum sollen ihre jungen Männer auf ihren Straßen fallen und alle ihre kriegstüchtigen Leute umkommen an jenem Tage!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.

31»Siehe, ich will an dich, du Freche!« – so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen –; »denn dein Tag ist gekommen, die Stunde, da ich dich strafe:

32da soll die Freche straucheln und zu Fall kommen, ohne daß jemand ihr aufhilft; und ich will Feuer an ihre Städte legen, das soll alles rings um sie her verzehren!«

33So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: »Wohl leiden die Söhne Israels und die Söhne Judas insgesamt Gewalt, und alle, die sie in Gefangenschaft geschleppt haben, halten sie fest und wollen sie nicht wieder freigeben;

34doch ihr Erlöser ist stark, ›HERR der Heerscharen‹ ist sein Name; er wird ihre Sache mit Nachdruck führen, damit er der Erde Ruhe schaffe, aber Unruhe den Bewohnern Babylons.«

35»Das Schwert komme über die Chaldäer« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »über die Bewohner Babylons, über seine Fürsten und über seine Gelehrten!

36Das Schwert über die Schwätzer, daß sie als Narren dastehen! Das Schwert über seine tapferen Krieger, daß sie zu Feiglingen werden!

37Das Schwert über seine Rosse und Kriegswagen und über das ganze Völkergemisch innerhalb seines Bereichs, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, daß sie der Plünderung anheimfallen!

38Das Schwert über seine Gewässer, daß sie vertrocknen! Denn es ist ein Land der Götzenbilder, und durch die Abgötter haben sie den Verstand verloren.«

39Darum sollen Wildkatzen im Verein mit Schakalen dort hausen und Strauße darin wohnen, und niemals soll es wieder besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht!

40»Wie Gott einst Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarstädte von Grund aus zerstört hat« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »ebenso soll auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten!« –

41Gebt acht! Es kommt ein Volk von Norden her, und eine gewaltige Völkerschaft und viele Könige setzen sich in Bewegung von den Enden der Erde her.

42Bogen und Wurfspieß führen sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr Lärmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie: gerüstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe gegen dich, Tochter Babylon!

43Wenn der König von Babylon die Kunde von ihnen erhält, sinken ihm die Arme schlaff herab; Angst erfaßt ihn, Krampf wie ein Weib in Kindesnöten.

44»Fürwahr, wie ein Löwe aus dem Dickicht des Jordans zu der immergrünen Aue hinaufsteigt, so will ich sie im Nu von dort vertreiben, und wer dazu ausersehen ist, den werde ich zum Herrn dort einsetzen. Denn wer ist mir gleich, und wer darf mich zur Rechenschaft ziehen? Und wo wäre ein Völkerhirt, der es mit mir aufnehmen könnte?«

45Darum vernehmt den Ratschluß, den der HERR gegen Babylon gefaßt hat, und die Absichten, mit denen er sich gegen das Land der Chaldäer trägt: Fürwahr, die Hirtenbuben werden sie wegschleppen! fürwahr, ihre eigene Trift wird sich über sie entsetzen!

46Von dem Rufe: »Babylon ist erobert!« erbebt die Erde, und Geschrei vernimmt man unter den Völkern.

Jeremia 50

1Das Wort, das der Herr durch den Propheten Jeremia wider Babel, über das Land der Chaldäer, geredet hat: (a) Jes 13; Jes 14; Jes 47

2Verkündet es unter den Völkern und lasset es hören! Pflanzt ein Panier auf, lasset es hören, verberget es nicht! Sprecht: Eingenommen ist Babel! Bel ist zuschanden geworden, Merodach gebrochen! Seine Bilder sind zuschanden geworden, seine Götzen gebrochen! (a) Jer 51:44; Jes 46:1

3Denn ein Volk zieht von Norden heran wider Babel; das wird sein Land zur Wüste machen, dass niemand mehr darin wohnt, weder Mensch noch Tier; sie sind geflohen, von dannen gezogen. (a) Jer 51:11 27

4In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der Herr, werden die Söhne Israels heimkehren und die Söhne Judas mit ihnen; weinend werden sie wandern und den Herrn, ihren Gott, suchen. (a) Jer 3:18

5Nach Zion werden sie fragen, hierher ihr Antlitz gewendet; sie werden kommen und dem Herrn anhangen in einem ewigen Bunde, der nimmer vergessen wird. (a) Jer 32:40; Jes 55:3

6Mein Volk war eine verlorene Herde, ihre Hirten führten sie irre, abseits auf die Berge; über Berg und Hügel wanderten sie, vergassen ihre Lagerstätte. (a) Jer 23:1

7Es frassen sie alle, die sie antrafen, und ihre Bedränger sprachen: "Wir verschulden uns damit nicht." Hatten sie doch gesündigt wider den Herrn, die Flur der Gerechtigkeit und ihrer Väter Hoffnung.

8Fliehet aus Babels Mitte und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer, seid wie Widder vor der Herde! (a) Jes 48:20

9Denn siehe, ich störe auf und führe heran wider Babel ein Heer grosser Völker aus dem Lande des Nordens; die werden es angreifen, so wird es erobert. Ihre Pfeile sind wie die eines siegreichen Helden, der nicht mit leeren Händen zurückkehrt.

10So wird Chaldäa zum Raube; alle, die es berauben, werden satt, spricht der Herr.

11Freuet euch nur, frohlocket nur, ihr Räuber meines Erbes; macht nur Sprünge wie Kälber im Grünen und wiehert wie Hengste -

12in Schmach und Schande vergeht eure Mutter, beschämt wird, die euch gebar. Siehe da, das letzte unter den Völkern, eine Wüste, Dürre und Steppe!

13Ob dem Zorn des Herrn wird es unbewohnt sein, wird zur Wüstenei ganz und gar. Ein jeder, der an Babel vorübergeht, wird sich entsetzen und spotten über all seine Plagen. (a) Jer 18:16; 51:37

14Tretet in Reih und Glied wider Babel ringsum, ihr alle, die ihr den Bogen spannt! Schiesst nach ihm, sparet die Pfeile nicht; denn wider den Herrn hat es gesündigt.

15Erhebet das Kriegsgeschrei ringsum! Es hat sich ergeben; gefallen sind seine Pfeiler, niedergerissen seine Mauern! Das ist die Rache des Herrn. Rächt euch an Babel; tut ihm, wie es getan hat! (a) Hes 39:10

16Ausrotten mögt ihr aus Babel den Säemann und den, der die Sichel ergreift zur Zeit der Ernte. Vor dem gewalttätigen Schwert wendet sich ein jeder zu seinem Volke, flieht ein jeder nach seinem Land.

17Israel ist ein versprengtes Schaf; Löwen haben es gejagt: der erste hat es gefressen, der König von Assur, und dieser jetzt, der letzte, hat seine Knochen zernagt, Nebukadrezar, der König von Babel.

18Darum spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich werde den König von Babel und sein Land heimsuchen, wie ich den König von Assur heimgesucht habe. (a) 2Kön 19:35

19Und Israel werde ich zu seiner Aue zurückführen, dass es auf dem Karmel und in Basan weide und sich sättige auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead.

20In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der Herr, wird man nach der Schuld Israels suchen, aber sie ist nicht mehr da, nach den Sünden Judas, doch sie sind nicht zu finden; denn ich vergebe denen, die ich übriglasse. (a) Jer 31:34; 33:8

21Ziehe heran wider das Land "Doppeltrotz" und wider die Bewohner von "Heimsuchung"! Morde, vollstrecke den Bann! spricht der Herr, und tue, wie ich dir befohlen habe! (1) Bez. für Babel.

22Horch! Krieg im Lande und grosses Verderben!

23Wie ward zerhauen, zerbrochen der Hammer der Welt! wie ward Babel zum Entsetzen der Völker!

24Ich habe dir Schlingen gelegt, Babel, und du bist auch gefangen worden, ohne dass du es merktest, wurdest ertappt und gepackt, denn du hattest den Herrn herausgefordert.

25Der Herr hat seine Rüstkammer aufgetan, hervorgeholt die Waffen seines Zornes. Denn ein Werk gibt's zu tun für den Herrn, den Gott der Heerscharen, im Land der Chaldäer.

26Dringt ein von allen Enden! Öffnet seine Kornspeicher! Schüttet auf wie Garbenhäufer und vollstreckt an ihm den Bann! Kein Rest soll davon bleiben!

27Tötet alle seine Stiere, zur Schlachtung sollen sie hinsinken! Wehe über sie! denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. (a) Jer 48:15

28Horch! wie sie fliehen und flüchten aus dem Lande Babel, in Zion die Rache des Herrn, unsres Gottes, zu verkünden, die Rache für seinen Tempel.

29Rufet auf wider Babel die Schützen, alle, die den Bogen spannen! Schlagt das Lager auf rings um die Stadt, dass keiner entrinne! Vergeltet Babel nach seinem Tun; nach allem, was es getan hat, tut auch ihm! Denn wider den Herrn hat es sich frech gezeigt, wider den Heiligen Israels.

30Darum wird seine Jungmannschaft auf seinen Gassen fallen, und all seine Krieger werden an jenem Tage vernichtet werden, spricht der Herr.

31Siehe, ich will an dich, du Frechheit! spricht der Herr, der Gott der Heerscharen; denn dein Tag ist gekommen, die Zeit deiner Heimsuchung.

32Da wird die Frechheit straucheln und fallen, und niemand wird sie aufrichten. Ich werde Feuer legen an ihren Wald; das soll alles verzehren, was um sie her ist.

33So spricht der Herr der Heerscharen: Unterdrückt sind die Söhne Israels und die Söhne Judas insgesamt. Alle, die sie in die Verbannung führten, halten sie fest, wollen sie nicht freilassen.

34Doch ihr Erlöser ist stark, Herr der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Sache führen, damit er Ruhe schaffe der Erde, aber Unruhe den Bewohnern von Babel.

35Das Schwert über die Chaldäer! spricht der Herr, über die Bewohner von Babel und über seine Fürsten und Weisen!

36Das Schwert über die Wahrsager, dass sie zu Narren werden! Das Schwert über seine Helden, dass sie verzagen!

37Das Schwert über seine Rosse und seine Wagen! über alles fremde Volk in seiner Mitte, dass es zu Weibern wird! Das Schwert über seine Schätze, dass sie geplündert werden!

38Das Schwert über seine Wasser, dass sie vertrocknen! Denn es ist ein Land voll Götzen, mit Schreckbildern treiben sie es toll.

39Darum sollen Wüstentiere darin hausen und Strausse darin wohnen, und man wird es nimmermehr besiedeln und in Ewigkeit es nicht wieder bewohnen.

40Wie einst, als Gott Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarn zerstört hatte, spricht der Herr, so soll dort niemand wohnen, kein Mensch darin weilen. (a) Jer 49:18; 1Mo 19:24

41Siehe, ein Volk kommt von Norden, gewaltige Scharen, und viele Könige erheben sich von den Enden der Erde. (a) Jer 6:22-24; 51:11 27 28

42Bogen und Wurfspiess führen sie, hart sind sie und ohne Erbarmen. Tosend brausen sie heran wie das Meer und reiten auf Rossen, wie ein Kriegsmann gerüstet wider dich, Tochter Babel.

43Der König von Babel vernahm die Kunde - ihm erschlafften die Hände; Angst hat ihn ergriffen, Wehen wie ein Weib, das Mutter wird.

44Siehe, wie ein Löwe, der aus dem Hochwuchs des Jordan heraufsteigt zur Aue der Widder, so treibe ich sie im Nu aus dem Lande und bestelle meinen Erwählten darüber. Denn wer ist mir gleich? wer will mich vorladen? wo wäre der Hirt, der mir standhielte? (1) V. 44-46: Jer 49:19-21

45Darum hört den Ratschluss, den der Herr über Babel beschlossen, und die Pläne, die er wider das Land der Chaldäer geplant hat: Fürwahr, weggeschleppt werden die Hirtenbuben! Fürwahr, es wird sich über sie entsetzen ihre Aue!

46Vor dem Rufe: "Genommen ist Babel!" erbebt die Erde, ihr Schreien hört man unter den Völkern.

Jeremia 50

1(Dies ist) das Wort, das der HERR über Babylon, über das Land der Chaldäer, durch den Mund des Propheten Jeremia ausgesprochen hat:

2»Verkündigt es unter den Völkern und macht es bekannt und pflanzt ein Banner auf! Macht es bekannt und verheimlicht es nicht! Verkündigt: ›Erobert ist Babylon, zuschanden geworden Bel ! Merodach steht fassungslos da! Ihre Bilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen stehen fassungslos da!‹

3Denn es zieht gegen Babylon von Norden her ein Volk heran: das wird sein Land zur Wüste machen, so daß kein Bewohner mehr darin zu finden ist: sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, haben sich davongemacht! –

4In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »werden die Kinder Israel heimkehren, sie im Verein mit den Kindern Juda; unter unaufhörlichem Weinen werden sie daherkommen und den HERRN, ihren Gott, suchen.

5Zum Zion erfragen sie den Weg, dorthin sind ihre Blicke gerichtet: ›Kommt und schließt euch an den HERRN an zu einem ewigen, unvergeßlichen Bunde!‹

6Mein Volk war wie eine verlorene Schafherde; ihre Hirten hatten sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie in der Irre umhergeführt; von Berg zu Hügel mußten sie ziehen und hatten ihre Lagerstätte vergessen.

7Jeder, der auf sie stieß, fraß sie, und ihre Widersacher sagten: ›Wir tun kein Unrecht damit!‹ – zur Strafe dafür, daß sie sich am HERRN versündigt hatten, der Trift der Gerechtigkeit und der Hoffnung ihrer Väter. –

8Flieht aus dem Bereiche Babylons und verlaßt das Land der Chaldäer! Werdet den Widdern an der Spitze der Herde gleich!

9Denn wisset wohl: ich will gegen Babylon ein großes Völkerheer aufbieten und aus dem Nordland heranziehen lassen; die sollen sich gegen die Stadt aufstellen: von dorther wird sie erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines tüchtigen Kriegshelden, der nie mit leeren Händen heimkehrt.

10So wird denn das Chaldäerland ausgeraubt werden: alle, die es plündern, sollen satt werden!« – so lautet der Ausspruch des HERRN. –

11»Ja, freut euch nur, ja, jubelt nur, ihr Räuber meines Erbbesitzes! Ja, hüpft nur lustig wie Rinder beim Dreschen und wiehert gleich den Hengsten!

12Dennoch wird eure Mutter ganz zuschanden werden und die euch geboren hat, beschämt dastehen; ja, das letzte unter den Völkern soll jetzt zur Wüste und zu einer dürren Steppe werden!

13Infolge des Zorns des HERRN wird es unbewohnt sein und ganz zur Wüste werden, so daß jeder, der an Babylon vorüberzieht, sich entsetzen und über alle seine Leiden zischen soll!« –

14Stellt euch ringsum zum Kampf gegen Babylon auf, ihr Bogenschützen alle! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn am HERRN hat es sich versündigt.

15Erhebt ringsum ein Jubelgeschrei über es: »Es hat sich ergeben! Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern!« Weil dies die Rache des HERRN ist, nun, so vollzieht die Rache an ihm! Verfahret mit ihm, wie es selbst verfahren ist!

16Rottet aus Babylon jeden Sämann aus und jeden, der die Sichel in der Erntezeit ergreift! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen.

17Israel ist wie ein verscheuchtes Schaf, das Löwen verjagt haben: zuerst hat der König von Assyrien es angefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babylon, ihm die Knochen abgenagt.

18Darum hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, so gesprochen: »Fürwahr, ich will den König von Babylon und sein Land strafen, wie ich den König von Assyrien gestraft habe.

19Alsdann will ich Israel zu seiner Trift heimkehren lassen, damit es wieder auf dem Karmel und in Basan weide und auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead seinen Hunger stille.

20In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »wird man nach der Verschuldung Israels suchen, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein, und nach den Sünden Judas, aber sie werden nicht mehr zu finden sein; denn ich habe denen vergeben, die ich als Rest übrig lasse.«

21»Zieh heran gegen das Land ›Doppeltrotz‹ und gegen die Bewohner von Pekod! Morde und vollziehe den Bann hinter ihnen her« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »und führe alles so aus, wie ich dir geboten habe!«

22Horch! Krieg ist im Lande und gewaltiger Einsturz!

23Wie ist doch zerschlagen und zertrümmert der Hammer, der die ganze Erde schlug! Wie ist doch Babylon zum Schreckbild unter den Völkern geworden!

24»Ich habe dir Schlingen gelegt, Babylon, und du bist auch gefangen worden, ohne daß du dich dessen versahst: du bist ertappt und auch gefaßt, denn mit dem HERRN hast du dich in Kampf eingelassen.«

25Der HERR hat seine Rüstkammer aufgetan und die Waffen seines Zornes daraus hervorgeholt; denn Arbeit gibt es zu tun für Gott, den HERRN der Heerscharen, im Chaldäerlande.

26Rückt von allen Seiten gegen das Land heran, öffnet seine Speicher! Schüttet alles in ihm zu Haufen auf wie Garben und vollzieht den Bann an ihm, daß kein Rest von ihm übrig bleibt!

27Stecht alle seine Rinder nieder, laßt sie zur Schlachtung niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Stunde ihrer Bestrafung!

28Horch! Flüchtlinge und Entronnene aus dem Lande Babylon rufen, um in Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, zu verkünden, die Rache für seinen Tempel! –

29Bietet Schützen gegen Babylon auf, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch rings um die Stadt, laßt ihr kein Entrinnen zuteil werden! Zahlt ihr ihre Böstaten nach Gebühr heim, verfahrt mit ihr ganz so, wie sie selbst verfahren ist! Denn gegen den HERRN, den Heiligen Israels, hat sie sich vermessen aufgelehnt.

30»Darum sollen ihre jungen Männer auf ihren Straßen fallen und alle ihre kriegstüchtigen Leute umkommen an jenem Tage!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.

31»Siehe, ich will an dich, du Freche!« – so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen –; »denn dein Tag ist gekommen, die Stunde, da ich dich strafe:

32da soll die Freche straucheln und zu Fall kommen, ohne daß jemand ihr aufhilft; und ich will Feuer an ihre Städte legen, das soll alles rings um sie her verzehren!«

33So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: »Wohl leiden die Söhne Israels und die Söhne Judas insgesamt Gewalt, und alle, die sie in Gefangenschaft geschleppt haben, halten sie fest und wollen sie nicht wieder freigeben;

34doch ihr Erlöser ist stark, ›HERR der Heerscharen‹ ist sein Name; er wird ihre Sache mit Nachdruck führen, damit er der Erde Ruhe schaffe, aber Unruhe den Bewohnern Babylons.«

35»Das Schwert komme über die Chaldäer« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »über die Bewohner Babylons, über seine Fürsten und über seine Gelehrten!

36Das Schwert über die Schwätzer, daß sie als Narren dastehen! Das Schwert über seine tapferen Krieger, daß sie zu Feiglingen werden!

37Das Schwert über seine Rosse und Kriegswagen und über das ganze Völkergemisch innerhalb seines Bereichs, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, daß sie der Plünderung anheimfallen!

38Das Schwert über seine Gewässer, daß sie vertrocknen! Denn es ist ein Land der Götzenbilder, und durch die Abgötter haben sie den Verstand verloren.«

39Darum sollen Wildkatzen im Verein mit Schakalen dort hausen und Strauße darin wohnen, und niemals soll es wieder besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht!

40»Wie Gott einst Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarstädte von Grund aus zerstört hat« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »ebenso soll auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten!« –

41Gebt acht! Es kommt ein Volk von Norden her, und eine gewaltige Völkerschaft und viele Könige setzen sich in Bewegung von den Enden der Erde her.

42Bogen und Wurfspieß führen sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr Lärmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie: gerüstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe gegen dich, Tochter Babylon!

43Wenn der König von Babylon die Kunde von ihnen erhält, sinken ihm die Arme schlaff herab; Angst erfaßt ihn, Krampf wie ein Weib in Kindesnöten.

44»Fürwahr, wie ein Löwe aus dem Dickicht des Jordans zu der immergrünen Aue hinaufsteigt, so will ich sie im Nu von dort vertreiben, und wer dazu ausersehen ist, den werde ich zum Herrn dort einsetzen. Denn wer ist mir gleich, und wer darf mich zur Rechenschaft ziehen? Und wo wäre ein Völkerhirt, der es mit mir aufnehmen könnte?«

45Darum vernehmt den Ratschluß, den der HERR gegen Babylon gefaßt hat, und die Absichten, mit denen er sich gegen das Land der Chaldäer trägt: Fürwahr, die Hirtenbuben werden sie wegschleppen! fürwahr, ihre eigene Trift wird sich über sie entsetzen!

46Von dem Rufe: »Babylon ist erobert!« erbebt die Erde, und Geschrei vernimmt man unter den Völkern.

Jeremia 50:1
GerMenge

(Dies ist) das Wort, das der HERR über Babylon, über das Land der Chaldäer, durch den Mund des Propheten Jeremia ausgesprochen hat:

GerZurcher

Das Wort, das der Herr durch den Propheten Jeremia wider Babel, über das Land der Chaldäer, geredet hat: (a) Jes 13; Jes 14; Jes 47

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GerMenge

»Verkündigt es unter den Völkern und macht es bekannt und pflanzt ein Banner auf! Macht es bekannt und verheimlicht es nicht! Verkündigt: ›Erobert ist Babylon, zuschanden geworden Bel ! Merodach steht fassungslos da! Ihre Bilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen stehen fassungslos da!‹

GerZurcher

Verkündet es unter den Völkern und lasset es hören! Pflanzt ein Panier auf, lasset es hören, verberget es nicht! Sprecht: Eingenommen ist Babel! Bel ist zuschanden geworden, Merodach gebrochen! Seine Bilder sind zuschanden geworden, seine Götzen gebrochen! (a) Jer 51:44; Jes 46:1

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Denn es zieht gegen Babylon von Norden her ein Volk heran: das wird sein Land zur Wüste machen, so daß kein Bewohner mehr darin zu finden ist: sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, haben sich davongemacht! –

GerZurcher

Denn ein Volk zieht von Norden heran wider Babel; das wird sein Land zur Wüste machen, dass niemand mehr darin wohnt, weder Mensch noch Tier; sie sind geflohen, von dannen gezogen. (a) Jer 51:11 27

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GerMenge

In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »werden die Kinder Israel heimkehren, sie im Verein mit den Kindern Juda; unter unaufhörlichem Weinen werden sie daherkommen und den HERRN, ihren Gott, suchen.

GerZurcher

In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der Herr, werden die Söhne Israels heimkehren und die Söhne Judas mit ihnen; weinend werden sie wandern und den Herrn, ihren Gott, suchen. (a) Jer 3:18

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GerMenge

Zum Zion erfragen sie den Weg, dorthin sind ihre Blicke gerichtet: ›Kommt und schließt euch an den HERRN an zu einem ewigen, unvergeßlichen Bunde!‹

GerZurcher

Nach Zion werden sie fragen, hierher ihr Antlitz gewendet; sie werden kommen und dem Herrn anhangen in einem ewigen Bunde, der nimmer vergessen wird. (a) Jer 32:40; Jes 55:3

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Mein Volk war wie eine verlorene Schafherde; ihre Hirten hatten sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie in der Irre umhergeführt; von Berg zu Hügel mußten sie ziehen und hatten ihre Lagerstätte vergessen.

GerZurcher

Mein Volk war eine verlorene Herde, ihre Hirten führten sie irre, abseits auf die Berge; über Berg und Hügel wanderten sie, vergassen ihre Lagerstätte. (a) Jer 23:1

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GerMenge

Jeder, der auf sie stieß, fraß sie, und ihre Widersacher sagten: ›Wir tun kein Unrecht damit!‹ – zur Strafe dafür, daß sie sich am HERRN versündigt hatten, der Trift der Gerechtigkeit und der Hoffnung ihrer Väter. –

GerZurcher

Es frassen sie alle, die sie antrafen, und ihre Bedränger sprachen: "Wir verschulden uns damit nicht." Hatten sie doch gesündigt wider den Herrn, die Flur der Gerechtigkeit und ihrer Väter Hoffnung.

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Flieht aus dem Bereiche Babylons und verlaßt das Land der Chaldäer! Werdet den Widdern an der Spitze der Herde gleich!

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Fliehet aus Babels Mitte und zieht hinweg aus dem Land der Chaldäer, seid wie Widder vor der Herde! (a) Jes 48:20

9
GerMenge

Denn wisset wohl: ich will gegen Babylon ein großes Völkerheer aufbieten und aus dem Nordland heranziehen lassen; die sollen sich gegen die Stadt aufstellen: von dorther wird sie erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines tüchtigen Kriegshelden, der nie mit leeren Händen heimkehrt.

GerZurcher

Denn siehe, ich störe auf und führe heran wider Babel ein Heer grosser Völker aus dem Lande des Nordens; die werden es angreifen, so wird es erobert. Ihre Pfeile sind wie die eines siegreichen Helden, der nicht mit leeren Händen zurückkehrt.

10
GerMenge

So wird denn das Chaldäerland ausgeraubt werden: alle, die es plündern, sollen satt werden!« – so lautet der Ausspruch des HERRN. –

GerZurcher

So wird Chaldäa zum Raube; alle, die es berauben, werden satt, spricht der Herr.

11
GerMenge

»Ja, freut euch nur, ja, jubelt nur, ihr Räuber meines Erbbesitzes! Ja, hüpft nur lustig wie Rinder beim Dreschen und wiehert gleich den Hengsten!

GerZurcher

Freuet euch nur, frohlocket nur, ihr Räuber meines Erbes; macht nur Sprünge wie Kälber im Grünen und wiehert wie Hengste -

12
GerMenge

Dennoch wird eure Mutter ganz zuschanden werden und die euch geboren hat, beschämt dastehen; ja, das letzte unter den Völkern soll jetzt zur Wüste und zu einer dürren Steppe werden!

GerZurcher

in Schmach und Schande vergeht eure Mutter, beschämt wird, die euch gebar. Siehe da, das letzte unter den Völkern, eine Wüste, Dürre und Steppe!

13
GerMenge

Infolge des Zorns des HERRN wird es unbewohnt sein und ganz zur Wüste werden, so daß jeder, der an Babylon vorüberzieht, sich entsetzen und über alle seine Leiden zischen soll!« –

GerZurcher

Ob dem Zorn des Herrn wird es unbewohnt sein, wird zur Wüstenei ganz und gar. Ein jeder, der an Babel vorübergeht, wird sich entsetzen und spotten über all seine Plagen. (a) Jer 18:16; 51:37

14
GerMenge

Stellt euch ringsum zum Kampf gegen Babylon auf, ihr Bogenschützen alle! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn am HERRN hat es sich versündigt.

GerZurcher

Tretet in Reih und Glied wider Babel ringsum, ihr alle, die ihr den Bogen spannt! Schiesst nach ihm, sparet die Pfeile nicht; denn wider den Herrn hat es gesündigt.

15
GerMenge

Erhebt ringsum ein Jubelgeschrei über es: »Es hat sich ergeben! Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern!« Weil dies die Rache des HERRN ist, nun, so vollzieht die Rache an ihm! Verfahret mit ihm, wie es selbst verfahren ist!

GerZurcher

Erhebet das Kriegsgeschrei ringsum! Es hat sich ergeben; gefallen sind seine Pfeiler, niedergerissen seine Mauern! Das ist die Rache des Herrn. Rächt euch an Babel; tut ihm, wie es getan hat! (a) Hes 39:10

16
GerMenge

Rottet aus Babylon jeden Sämann aus und jeden, der die Sichel in der Erntezeit ergreift! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen.

GerZurcher

Ausrotten mögt ihr aus Babel den Säemann und den, der die Sichel ergreift zur Zeit der Ernte. Vor dem gewalttätigen Schwert wendet sich ein jeder zu seinem Volke, flieht ein jeder nach seinem Land.

17
GerMenge

Israel ist wie ein verscheuchtes Schaf, das Löwen verjagt haben: zuerst hat der König von Assyrien es angefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babylon, ihm die Knochen abgenagt.

GerZurcher

Israel ist ein versprengtes Schaf; Löwen haben es gejagt: der erste hat es gefressen, der König von Assur, und dieser jetzt, der letzte, hat seine Knochen zernagt, Nebukadrezar, der König von Babel.

18
GerMenge

Darum hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, so gesprochen: »Fürwahr, ich will den König von Babylon und sein Land strafen, wie ich den König von Assyrien gestraft habe.

GerZurcher

Darum spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich werde den König von Babel und sein Land heimsuchen, wie ich den König von Assur heimgesucht habe. (a) 2Kön 19:35

19
GerMenge

Alsdann will ich Israel zu seiner Trift heimkehren lassen, damit es wieder auf dem Karmel und in Basan weide und auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead seinen Hunger stille.

GerZurcher

Und Israel werde ich zu seiner Aue zurückführen, dass es auf dem Karmel und in Basan weide und sich sättige auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead.

20
GerMenge

In jenen Tagen und zu jener Zeit« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »wird man nach der Verschuldung Israels suchen, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein, und nach den Sünden Judas, aber sie werden nicht mehr zu finden sein; denn ich habe denen vergeben, die ich als Rest übrig lasse.«

GerZurcher

In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der Herr, wird man nach der Schuld Israels suchen, aber sie ist nicht mehr da, nach den Sünden Judas, doch sie sind nicht zu finden; denn ich vergebe denen, die ich übriglasse. (a) Jer 31:34; 33:8

21
GerMenge

»Zieh heran gegen das Land ›Doppeltrotz‹ und gegen die Bewohner von Pekod! Morde und vollziehe den Bann hinter ihnen her« – so lautet der Ausspruch des HERRN – »und führe alles so aus, wie ich dir geboten habe!«

GerZurcher

Ziehe heran wider das Land "Doppeltrotz" und wider die Bewohner von "Heimsuchung"! Morde, vollstrecke den Bann! spricht der Herr, und tue, wie ich dir befohlen habe! (1) Bez. für Babel.

22
GerMenge

Horch! Krieg ist im Lande und gewaltiger Einsturz!

GerZurcher

Horch! Krieg im Lande und grosses Verderben!

23
GerMenge

Wie ist doch zerschlagen und zertrümmert der Hammer, der die ganze Erde schlug! Wie ist doch Babylon zum Schreckbild unter den Völkern geworden!

GerZurcher

Wie ward zerhauen, zerbrochen der Hammer der Welt! wie ward Babel zum Entsetzen der Völker!

24
GerMenge

»Ich habe dir Schlingen gelegt, Babylon, und du bist auch gefangen worden, ohne daß du dich dessen versahst: du bist ertappt und auch gefaßt, denn mit dem HERRN hast du dich in Kampf eingelassen.«

GerZurcher

Ich habe dir Schlingen gelegt, Babel, und du bist auch gefangen worden, ohne dass du es merktest, wurdest ertappt und gepackt, denn du hattest den Herrn herausgefordert.

25
GerMenge

Der HERR hat seine Rüstkammer aufgetan und die Waffen seines Zornes daraus hervorgeholt; denn Arbeit gibt es zu tun für Gott, den HERRN der Heerscharen, im Chaldäerlande.

GerZurcher

Der Herr hat seine Rüstkammer aufgetan, hervorgeholt die Waffen seines Zornes. Denn ein Werk gibt's zu tun für den Herrn, den Gott der Heerscharen, im Land der Chaldäer.

26
GerMenge

Rückt von allen Seiten gegen das Land heran, öffnet seine Speicher! Schüttet alles in ihm zu Haufen auf wie Garben und vollzieht den Bann an ihm, daß kein Rest von ihm übrig bleibt!

GerZurcher

Dringt ein von allen Enden! Öffnet seine Kornspeicher! Schüttet auf wie Garbenhäufer und vollstreckt an ihm den Bann! Kein Rest soll davon bleiben!

27
GerMenge

Stecht alle seine Rinder nieder, laßt sie zur Schlachtung niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Stunde ihrer Bestrafung!

GerZurcher

Tötet alle seine Stiere, zur Schlachtung sollen sie hinsinken! Wehe über sie! denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. (a) Jer 48:15

28
GerMenge

Horch! Flüchtlinge und Entronnene aus dem Lande Babylon rufen, um in Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, zu verkünden, die Rache für seinen Tempel! –

GerZurcher

Horch! wie sie fliehen und flüchten aus dem Lande Babel, in Zion die Rache des Herrn, unsres Gottes, zu verkünden, die Rache für seinen Tempel.

29
GerMenge

Bietet Schützen gegen Babylon auf, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch rings um die Stadt, laßt ihr kein Entrinnen zuteil werden! Zahlt ihr ihre Böstaten nach Gebühr heim, verfahrt mit ihr ganz so, wie sie selbst verfahren ist! Denn gegen den HERRN, den Heiligen Israels, hat sie sich vermessen aufgelehnt.

GerZurcher

Rufet auf wider Babel die Schützen, alle, die den Bogen spannen! Schlagt das Lager auf rings um die Stadt, dass keiner entrinne! Vergeltet Babel nach seinem Tun; nach allem, was es getan hat, tut auch ihm! Denn wider den Herrn hat es sich frech gezeigt, wider den Heiligen Israels.

30
GerMenge

»Darum sollen ihre jungen Männer auf ihren Straßen fallen und alle ihre kriegstüchtigen Leute umkommen an jenem Tage!« – so lautet der Ausspruch des HERRN.

GerZurcher

Darum wird seine Jungmannschaft auf seinen Gassen fallen, und all seine Krieger werden an jenem Tage vernichtet werden, spricht der Herr.

31
GerMenge

»Siehe, ich will an dich, du Freche!« – so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN der Heerscharen –; »denn dein Tag ist gekommen, die Stunde, da ich dich strafe:

GerZurcher

Siehe, ich will an dich, du Frechheit! spricht der Herr, der Gott der Heerscharen; denn dein Tag ist gekommen, die Zeit deiner Heimsuchung.

32
GerMenge

da soll die Freche straucheln und zu Fall kommen, ohne daß jemand ihr aufhilft; und ich will Feuer an ihre Städte legen, das soll alles rings um sie her verzehren!«

GerZurcher

Da wird die Frechheit straucheln und fallen, und niemand wird sie aufrichten. Ich werde Feuer legen an ihren Wald; das soll alles verzehren, was um sie her ist.

33
GerMenge

So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: »Wohl leiden die Söhne Israels und die Söhne Judas insgesamt Gewalt, und alle, die sie in Gefangenschaft geschleppt haben, halten sie fest und wollen sie nicht wieder freigeben;

GerZurcher

So spricht der Herr der Heerscharen: Unterdrückt sind die Söhne Israels und die Söhne Judas insgesamt. Alle, die sie in die Verbannung führten, halten sie fest, wollen sie nicht freilassen.

34
GerMenge

doch ihr Erlöser ist stark, ›HERR der Heerscharen‹ ist sein Name; er wird ihre Sache mit Nachdruck führen, damit er der Erde Ruhe schaffe, aber Unruhe den Bewohnern Babylons.«

GerZurcher

Doch ihr Erlöser ist stark, Herr der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Sache führen, damit er Ruhe schaffe der Erde, aber Unruhe den Bewohnern von Babel.

35
GerMenge

»Das Schwert komme über die Chaldäer« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »über die Bewohner Babylons, über seine Fürsten und über seine Gelehrten!

GerZurcher

Das Schwert über die Chaldäer! spricht der Herr, über die Bewohner von Babel und über seine Fürsten und Weisen!

36
GerMenge

Das Schwert über die Schwätzer, daß sie als Narren dastehen! Das Schwert über seine tapferen Krieger, daß sie zu Feiglingen werden!

GerZurcher

Das Schwert über die Wahrsager, dass sie zu Narren werden! Das Schwert über seine Helden, dass sie verzagen!

37
GerMenge

Das Schwert über seine Rosse und Kriegswagen und über das ganze Völkergemisch innerhalb seines Bereichs, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, daß sie der Plünderung anheimfallen!

GerZurcher

Das Schwert über seine Rosse und seine Wagen! über alles fremde Volk in seiner Mitte, dass es zu Weibern wird! Das Schwert über seine Schätze, dass sie geplündert werden!

38
GerMenge

Das Schwert über seine Gewässer, daß sie vertrocknen! Denn es ist ein Land der Götzenbilder, und durch die Abgötter haben sie den Verstand verloren.«

GerZurcher

Das Schwert über seine Wasser, dass sie vertrocknen! Denn es ist ein Land voll Götzen, mit Schreckbildern treiben sie es toll.

39
GerMenge

Darum sollen Wildkatzen im Verein mit Schakalen dort hausen und Strauße darin wohnen, und niemals soll es wieder besiedelt werden, sondern unbewohnt bleiben von Geschlecht zu Geschlecht!

GerZurcher

Darum sollen Wüstentiere darin hausen und Strausse darin wohnen, und man wird es nimmermehr besiedeln und in Ewigkeit es nicht wieder bewohnen.

40
GerMenge

»Wie Gott einst Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarstädte von Grund aus zerstört hat« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »ebenso soll auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich darin aufhalten!« –

GerZurcher

Wie einst, als Gott Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarn zerstört hatte, spricht der Herr, so soll dort niemand wohnen, kein Mensch darin weilen. (a) Jer 49:18; 1Mo 19:24

41
GerMenge

Gebt acht! Es kommt ein Volk von Norden her, und eine gewaltige Völkerschaft und viele Könige setzen sich in Bewegung von den Enden der Erde her.

GerZurcher

Siehe, ein Volk kommt von Norden, gewaltige Scharen, und viele Könige erheben sich von den Enden der Erde. (a) Jer 6:22-24; 51:11 27 28

42
GerMenge

Bogen und Wurfspieß führen sie, grausam sind sie und ohne Erbarmen; ihr Lärmen ist wie Meeresbrausen, und auf Rossen reiten sie: gerüstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe gegen dich, Tochter Babylon!

GerZurcher

Bogen und Wurfspiess führen sie, hart sind sie und ohne Erbarmen. Tosend brausen sie heran wie das Meer und reiten auf Rossen, wie ein Kriegsmann gerüstet wider dich, Tochter Babel.

43
GerMenge

Wenn der König von Babylon die Kunde von ihnen erhält, sinken ihm die Arme schlaff herab; Angst erfaßt ihn, Krampf wie ein Weib in Kindesnöten.

GerZurcher

Der König von Babel vernahm die Kunde - ihm erschlafften die Hände; Angst hat ihn ergriffen, Wehen wie ein Weib, das Mutter wird.

44
GerMenge

»Fürwahr, wie ein Löwe aus dem Dickicht des Jordans zu der immergrünen Aue hinaufsteigt, so will ich sie im Nu von dort vertreiben, und wer dazu ausersehen ist, den werde ich zum Herrn dort einsetzen. Denn wer ist mir gleich, und wer darf mich zur Rechenschaft ziehen? Und wo wäre ein Völkerhirt, der es mit mir aufnehmen könnte?«

GerZurcher

Siehe, wie ein Löwe, der aus dem Hochwuchs des Jordan heraufsteigt zur Aue der Widder, so treibe ich sie im Nu aus dem Lande und bestelle meinen Erwählten darüber. Denn wer ist mir gleich? wer will mich vorladen? wo wäre der Hirt, der mir standhielte? (1) V. 44-46: Jer 49:19-21

45
GerMenge

Darum vernehmt den Ratschluß, den der HERR gegen Babylon gefaßt hat, und die Absichten, mit denen er sich gegen das Land der Chaldäer trägt: Fürwahr, die Hirtenbuben werden sie wegschleppen! fürwahr, ihre eigene Trift wird sich über sie entsetzen!

GerZurcher

Darum hört den Ratschluss, den der Herr über Babel beschlossen, und die Pläne, die er wider das Land der Chaldäer geplant hat: Fürwahr, weggeschleppt werden die Hirtenbuben! Fürwahr, es wird sich über sie entsetzen ihre Aue!

46
GerMenge

Von dem Rufe: »Babylon ist erobert!« erbebt die Erde, und Geschrei vernimmt man unter den Völkern.

GerZurcher

Vor dem Rufe: "Genommen ist Babel!" erbebt die Erde, ihr Schreien hört man unter den Völkern.

Verständnis von Menge Bibel vs Zürcher Bibel in Jeremia 50

Menge Bibel (GerMenge)

Philologisch präzise Übersetzung von Hermann Menge für das gebildete Publikum. Mit vollständigem Alten und Neuen Testament sowie deuterokanonischen Büchern.

Zürcher Bibel

Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.

Sie sehen einen direkten Vergleich von Jeremia 50 in der Menge Bibel und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.

Schlüsselvergleich: Jeremia 50:16

GerMenge

"Rottet aus Babylon jeden Sämann aus und jeden, der die Sichel in der Erntezeit ergreift! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen."

GerZurcher

"Ausrotten mögt ihr aus Babel den Säemann und den, der die Sichel ergreift zur Zeit der Ernte. Vor dem gewalttätigen Schwert wendet sich ein jeder zu seinem Volke, flieht ein jeder nach seinem Land."

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