Hesekiel 16 Vergleich: Menge Bibel vs Zürcher Bibel
Hesekiel 16
1Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen:
2»Menschensohn, halte der Stadt Jerusalem ihre Greuel vor
3mit den Worten: ›So spricht Gott der HERR zu Jerusalem: Deiner Herkunft und Geburt nach stammst du aus dem Lande der Kanaanäer: dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hethiterin.‹«
4»›Und was deine Geburt betrifft, so wurde dir an dem Tage, als du zur Welt kamst, weder die Nabelschnur abgeschnitten, noch wurdest du in einem Wasserbade rein gewaschen, noch mit Salz eingerieben und nicht in Windeln gewickelt;
5kein Auge blickte mitleidig auf dich hin, um dir irgendeinen derartigen Liebesdienst zu erweisen und sich deiner zu erbarmen; sondern du wurdest aufs freie Feld hingeworfen: so wenig machte man sich aus deinem Leben am Tage deiner Geburt.
6Da kam ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln und sagte zu dir, als du in deinem Blut dalagst: Du sollst leben! Ja, ich sagte zu dir in deinem Blut: Bleibe leben
7und wachse heran wie die Grashalme auf der Flur! Da wuchsest du heran und wurdest groß und gelangtest zu vollster Jugendblüte: die Brüste wölbten sich dir, dein Haar sproßte kräftig; doch du warst immer noch nackt und bloß.
8Als ich nun wieder an dir vorüberkam und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe! Da breitete ich meinen Mantelzipfel über dich aus und bedeckte deine Blöße; ich schwur dir Treue und ging einen Bund mit dir ein‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, ›und du wurdest mein.
9Dann wusch ich dich mit Wasser, spülte dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl;
10ich kleidete dich in bunte Gewänder, ließ dich Schuhe von Seekuhfell anziehen und einen Kopfbund von feiner Leinwand anlegen und hüllte dich in Seide;
11ich schmückte dich mit Geschmeide, ich legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um den Hals,
12tat dir einen Ring an die Nase, Gehänge an die Ohren und eine prächtige Krone aufs Haupt.
13So warst du geschmückt mit Gold und Silber, deine Kleidung bestand aus feiner Leinwand, aus Seide und bunten Geweben; du nährtest dich von Semmel, von Honig und Öl, wurdest immer schöner und brachtest es bis zur Königswürde.
14Dein Ruhm erscholl unter den Völkern wegen deiner Schönheit; denn diese war vollkommen infolge des herrlichen Schmuckes, den ich dir angelegt hatte‹« – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.
15»›Aber da verließest du dich auf deine Schönheit und buhltest im Vertrauen auf deine Berühmtheit und warfst dich mit deiner buhlerischen Liebe an jeden Vorübergehenden weg, so daß du dich ihm preisgabst.
16Du nahmst von deinen Gewändern, machtest dir bunte Opferhöhen und triebst dort deine Unzucht [wie sie nie vorgekommen ist und nie wieder stattfinden wird].
17Dann nahmst du auch deine prächtigen Geschmeide, die aus meinem Gold und meinem Silber, die ich dir geschenkt hatte, angefertigt waren, und machtest dir Mannsbilder daraus, mit denen du Buhlerei triebst;
18auch nahmst du deine bunten Gewänder und legtest sie ihnen an, und mein Öl und meinen Weihrauch brachtest du vor ihren Augen dar;
19und was ich dir als Speise gegeben hatte, Semmel, Öl und Honig, die ich dich hatte essen lassen, das setztest du ihnen als lieblich duftende Opfergabe vor. Ja, das alles ist geschehen!‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.
20›Auch nahmst du deine Söhne und Töchter, die du mir geboren hattest, und schlachtetest sie ihnen zum Fraß. Genügte deine Buhlerei noch nicht,
21daß du auch noch meine Kinder schlachten mußtest und sie hingabst, indem du sie ihnen als Opfer verbranntest?
22Und bei all deinen Greueln und deinen Buhlereien dachtest du nicht an die Tage deiner Jugend zurück, wie du damals nackt und bloß warst und zappelnd in deinem Blut dalagst!
23Und nach all deiner Bosheit – wehe, wehe dir!‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN – ›kam es dahin,
24daß du dir erhöhte Opferplätze bautest und dir Götzenstätten auf jedem freien Platz anlegtest;
25an allen Straßenecken bautest du dir deine erhöhten Götzenstätten und schändetest deine Schönheit; denn für jeden Vorübergehenden spreiztest du deine Beine und triebst es mit deiner Unzucht immer ärger.
26Du buhltest mit den Ägyptern, deinen Nachbarn, den starkgliedrigen, und triebst es immer ärger mit deiner Unzucht, um mich zu erbittern.
27Da streckte ich denn meine Hand gegen dich aus und minderte den dir bestimmten Lebensunterhalt und gab dich der Gier deiner Feindinnen, der Töchter der Philister, preis, die sich ob deinem unzüchtigen Treiben schämten.
28Alsdann buhltest du auch mit den Assyrern, weil du nie satt wurdest; du buhltest mit ihnen, wurdest aber auch dadurch noch nicht gesättigt;
29vielmehr triebst du noch ärgere Buhlerei nach dem Krämerland Chaldäa hin; doch auch davon wurdest du nicht satt.
30Wie schmachtend war doch dein Herz‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, ›daß du dies alles verübtest, wie es eine zügellose Erzbuhlerin zu tun pflegt!
31Daß du dir an jeder Straßenecke einen erhöhten Opferplatz anlegtest und dir Götzenstätten auf jedem freien Platze bautest! Und dabei warst du nicht einmal wie eine gewöhnliche Buhlerin, daß du Buhllohn eingesammelt hättest:
32du ehebrecherisches Weib, das statt ihres Ehemannes Fremde annahm!
33Sonst gibt man allen Dirnen Buhllohn; du aber gabst deinerseits allen deinen Liebhabern Geschenke und erkauftest sie, damit sie von allen Seiten zu dir eingingen, um Unzucht mit dir zu treiben.
34So war es bei dir in deiner Buhlerei umgekehrt wie sonst bei den Weibern: nicht dir stellte man buhlerisch nach, sondern, indem du Buhllohn gabst, während dir kein Lohn gegeben wurde, fand bei dir das Umgekehrte statt.‹«
35»›Darum, du Buhlerin, vernimmt das Wort des HERRN!
36So spricht Gott der HERR: Weil deine Verworfenheit sich überallhin verbreitet hat, und du deine Blöße bei deinen Buhlereien vor deinen Liebhabern aufgedeckt hast, und wegen all deiner greulichen Götzen und um des Blutes deiner Kinder willen, die du ihnen hingegeben hast:
37darum will ich, wisse es wohl, alle deine Liebhaber, zu denen du in Liebe entbrannt warst, zusammenholen, und zwar alle, die du gern gehabt hast, samt allen denen, die dir zuwider geworden sind: die will ich von allen Seiten ringsum gegen dich zusammenholen und deine Blöße vor ihnen aufdecken, daß sie deine ganze Scham zu sehen bekommen.
38Sodann will ich dir nach den für Ehebrecherinnen und Mörderinnen geltenden Rechtsbestimmungen das Urteil sprechen und meinen Grimm und meine Eifersucht an dir stillen.
39Und ich will dich in ihre Gewalt geben, damit sie deine erhöhten Opferplätze niederreißen und deine Götzenstätten zerstören; und sie sollen dir deine Gewänder ausziehen und dir deine prächtigen Geschmeide wegnehmen und dich nackt und bloß hinstellen.
40Dann werden sie eine Gemeindeversammlung gegen dich berufen und dich steinigen und dich mit ihren Schwertern in Stücke hauen;
41auch werden sie deine Häuser mit Feuer verbrennen und das Strafgericht an dir vollstrecken vor den Augen zahlreicher Frauen. So will ich deiner Buhlerei ein Ende machen, und du sollst fortan auch keinen Buhllohn mehr geben.
42Wenn ich so meinen Grimm an dir gestillt habe und meine Eifersucht gegen dich geschwunden ist, so werde ich mich beruhigt fühlen und mich nicht mehr zu entrüsten brauchen.
43Weil du der Tage deiner Jugend nicht gedacht und mich durch dies alles zum Zorn gereizt hast, so will auch ich nunmehr die Strafe für dein Tun auf dein Haupt fallen lassen!‹ – so lautet der Ausspruch Gottes, des HERRN. ›Hast du etwa nicht Unzucht getrieben zu all deinen Greueln hinzu?‹«
44»›Wahrlich, jeder, der sich der Sprichwörter bedient, wird auf dich den Spruch anwenden: Wie die Mutter, so die Tochter!
45Du bist wirklich die Tochter deiner Mutter, die ihres Mannes und ihrer Kinder überdrüssig geworden ist; und du bist wirklich die Schwester deiner Schwestern, die ihre Männer und ihre Kinder von sich gestoßen haben. Eure Mutter ist eine Hethiterin und euer Vater ein Amoriter gewesen.
46Deine größere Schwester ist Samaria mit ihren Tochterstädten, die nördlich von dir wohnt; und deine kleinere Schwester, die südlich von dir wohnt, ist Sodom mit ihren Tochterstädten.
47Aber nicht auf ihren Wegen bist du gewandelt, und nicht Greuel wie sie hast du verübt; nein, nur ein kleines Weilchen hat es gedauert, da hast du es ärger als sie getrieben in all deinem Wandel.
48So wahr ich lebe!‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN –, ›deine Schwester Sodom samt ihren Tochterstädten hat nicht so übel gehandelt, wie du es getan hast samt deinen Tochterstädten.
49Siehe, das war die Verschuldung deiner Schwester Sodom: Hoffart, Brot in Fülle und sorglose Ruhe war ihr samt ihren Tochterstädten eigen; aber den Armen und Notleidenden reichten sie niemals die Hand zur Hilfe,
50sondern sie wurden hochmütig und verübten Greuel vor meinen Augen; darum schaffte ich sie weg, sobald ich das sah.
51Auch Samaria hat nicht halb so viel gesündigt wie du, sondern du hast so viel mehr Greuel verübt als jene beiden, daß deine Schwestern dir gegenüber als gerecht erscheinen infolge all deiner Greuel, die du verübt hast.
52So trage nun auch du deine Schande, weil du für deine Schwestern ins Mittel getreten bist: infolge deiner Sünden, durch die du ärgere Greuel verübt hast als sie, stehen sie gerechter da als du. So schäme nun auch du dich und trage deine Schmach dafür, daß du deine Schwestern als gerecht hast erscheinen lassen.‹«
53»›Ich werde aber ihr Schicksal wenden, das Schicksal Sodoms und ihrer Tochterstädte und das Schicksal Samarias und ihrer Tochterstädte, und dann auch dein eigenes Schicksal in ihrer Mitte,
54auf daß du deine Schmach trägst und dich alles dessen schämst, was du verübt hast, indem du ihnen dadurch Trost verschafftest.
55Wenn dann deine Schwester Sodom nebst ihren Tochterstädten und Samaria nebst ihren Tochterstädten wiederhergestellt worden sind, wie sie einst gewesen, so sollst auch du mit deinen Tochterstädten in den früheren Zustand zurückversetzt werden.
56War nicht der Name deiner Schwester Sodom als abschreckendes Beispiel in deinem Munde zur Zeit deines Hochmuts,
57ehe deine Blöße aufgedeckt wurde, wie (dies jetzt der Fall ist) jetzt, da die Töchter Syriens dich schmähen und alle Töchter der Philister dich ringsumher verachten?
58Für deine Unzucht und deine Greuel mußt du nun die Strafe büßen!‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.«
59»Denn so spricht Gott der HERR: ›Ja, ich werde mit dir verfahren, wie du verfahren bist: du hast ja den Schwur mißachtet, indem du den Bund brachest.
60Doch ich will meines Bundes gedenken, den ich mit dir in den Tagen deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir aufrichten.
61Da wirst du dann an dein ganzes Tun zurückdenken und dich seiner schämen, wenn ich deine Schwestern, sowohl die größeren als auch die kleineren, nehme und sie dir zu Töchtern gebe, allerdings nicht auf Grund des mit dir geschlossenen Bundes.
62Sondern ich will meinerseits einen Bund mit dir schließen, und du sollst erkennen, daß ich der HERR bin,
63damit du daran gedenkst und dich schämst und infolge deiner Schmach den Mund nicht mehr auftust, wenn ich dir alles vergeben habe, was du getan hast‹ – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN.«
Hesekiel 16
1UND es erging an mich das Wort des Herrn:
2Menschensohn, halte Jerusalem seine Greuel vor
3und sprich: So spricht Gott der Herr zu Jerusalem: Nach Herkunft und Geburt stammst du aus dem Lande der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter, deine Mutter eine Hethiterin.
4Bei deiner Geburt, am Tage, da du geboren wardst, wurde deine Nabelschnur nicht abgeschnitten; du wurdest nicht mit Wasser gewaschen zur Reinigung, wurdest auch nicht mit Salz eingerieben und nicht in Windeln gewickelt.
5Niemand blickte mitleidig auf dich, etwas derart für dich zu tun, indem er sich deiner erbarmte. Du wurdest aufs offene Feld geworfen, weil man dein Leben nichts achtete an dem Tage, da du geboren wurdest.
6Da ging ich bei dir vorüber und sah dich zappeln in deinem Blute und sprach zu dir, wie du dalagst in deinem Blute: "Bleibe leben
7und wachse heran wie das Gespross des Feldes." Und du wuchsest heran und wurdest gross und kamst in die Jugendblüte. Deine Brüste wurden straff und dein Haar sprosste; doch du warst nackt und bloss.
8Da ging ich bei dir vorüber und sah dich, und siehe, deine Zeit war da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meinen Mantel über dich und bedeckte deine Blösse. Ich schwur dir und schloss einen Bund mit dir, spricht Gott der Herr, und du wurdest mein.
9Dann wusch ich dich mit Wasser und spülte dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl.
10Ich kleidete dich in buntgewirkte Gewänder und gab dir Sandalen von Seehundsfell, einen Kopfbund von Byssus und einen Schleier von Seide.
11Ich schmückte dich mit Geschmeide, ich legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um den Hals.
12Ich tat einen Reif an deine Nase und Ringe an deine Ohren und eine prächtige Krone auf dein Haupt.
13So schmücktest du dich mit Gold und Silber, und dein Gewand war Byssus und Seide und Buntwirkerei. Du assest Feinmehl und Honig und Öl, und du wurdest überaus schön und brachtest es zur Königswürde.
14Und dein Ruhm erscholl unter den Völkern wegen deiner Schönheit; denn sie war vollkommen dank dem Schmuck, den ich dir angelegt hatte, spricht Gott der Herr.
15Du aber verliessest dich auf deine Schönheit und buhltest auf deinen Ruhm hin und verschwendetest deine Buhlerei an jeden Vorübergehenden.
16Du nahmst von deinen Gewändern und machtest dir buntscheckige Höhen(-Zelte) und triebst daselbst deine Buhlerei... (1) der Schluss dieses V. ist unverständlich.
17Und du nahmst deine Schmucksachen, gefertigt aus meinem Gold und aus meinem Silber, die ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und buhltest mit ihnen. (a) Hos 2:8; 8:4
18Du nahmst auch deine buntgewirkten Gewänder und bekleidetest sie damit, und mein Öl und mein Räucherwerk setztest du ihnen vor.
19Meine Speise, die ich dir gegeben hatte - Feinmehl und Öl und Honig hatte ich dir zu essen gegeben -, das setztest du ihnen vor als lieblich duftendes Opfer, spricht Gott der Herr.
20Und du nahmst deine Söhne und Töchter, die du mir geboren hattest, und schlachtetest sie ihnen zum Frasse. War's nicht genug an deiner Buhlerei, (a) Hes 23:37; 3Mo 18:21
21dass du noch meine Kinder schlachtetest und sie dahingabst, indem du sie ihnen verbranntest? (a) 2Kön 16:3
22Und bei all deinen Greueln und deiner Buhlerei gedachtest du nicht der Tage deiner Jugend, da du nackt und bloss warst und zappelnd in deinem Blute lagst.
23Und nach all deiner Bosheit - wehe, wehe dir! spricht Gott der Herr -
24da bautest du dir einen Hügel und machtest dir eine Opferhöhe auf jedem freien Platze.
25An jeder Strassenecke bautest du dir eine Höhe und schändetest du deine Schönheit; du locktest jeden Vorübergehenden an und machtest deiner Buhlerei viel. (a) Jer 11:13
26Du buhltest mit den Söhnen Ägyptens, deinen starkentwickelten Nachbarn, und machtest deiner Buhlerei viel, mich zum Zorne zu reizen.
27Aber siehe, ich reckte meine Hand aus wider dich und entzog dir dein Teil; ich gab dich der Gier deiner Feindinnen preis, der Töchter der Philister, die sich ob deines schändlichen Wandels schämten.
28Du buhltest auch mit den Söhnen Assyriens, weil du noch nicht satt warst; du buhltest mit ihnen und wurdest auch jetzt noch nicht satt. (a) Hes 23:12
29Dann triebst du noch mehr Buhlerei nach dem Krämerlande Chaldäa hin; aber auch damit hattest du noch nicht genug.
30Wie schmachtend war doch dein Herz, spricht Gott der Herr, dass du all diese Dinge tatest nach Art einer hochfahrenden Dirne,
31dass du dir einen Hügel bautest an jeder Strassenecke und dir eine Höhe machtest auf jedem freien Platze. Du warst nicht wie eine gewöhnliche Dirne, du verschmähtest den Buhllohn.
32Das ehebrecherische Weib nimmt sich Fremde anstatt ihres Ehemannes.
33Allen Dirnen gibt man sonst Lohn; du aber gabst all deinen Buhlen deine Geschenke und bestachest sie, dass sie von überallher zu dir kämen und mit dir buhlten.
34So geschah bei dir das Widerspiel von dem, was die Weiber sonst treiben, indem du buhltest, während man dir nicht nachlief, und indem du Buhllohn gabst, während dir keiner gegeben wurde.
35Darum, du Dirne, höre das Wort des Herrn!
36So spricht Gott der Herr: Weil deine Unzucht sich ergoss und bei deiner Buhlerei deine Blösse aufgedeckt wurde vor all deinen Buhlen und all deinen greulichen Götzen, und wegen des Blutes deiner Kinder, die du ihnen dahingabst,
37darum, siehe, will ich alle deine Buhlen versammeln, denen du wohlgefielst, und alle, denen du hold, samt allen, denen du feind warst; ich will sie von überallher wider dich versammeln und deine Blösse vor ihnen aufdecken, dass sie all deine Schmach sehen sollen. (a) Hos 2:10-13
38Ich will dich richten, wie man Ehebrecherinnen und Mörderinnen richtet, und Grimm und Eifersucht an dir stillen. (a) 3Mo 20:10
39Und ich will dich in ihre Hand geben, und sie werden deinen Hügel einreissen und deine Höhen zerstören; sie werden dir deine Kleider ausziehen und dir deine Schmucksachen nehmen und dich nackt und bloss liegen lassen.
40Sie werden eine Volksgemeinde wider dich aufbieten, sie werden dich steinigen und dich mit ihren Schwertern in Stücke hauen.
41Sie werden deine Häuser verbrennen und an dir das Gericht vollstrecken vor den Augen vieler Weiber. So will ich deiner Buhlerei ein Ende machen, und du wirst keinen Buhllohn mehr geben. (a) 2Kön 25:9
42Ich will meinen Grimm an dir stillen, dann wird meine Eifersucht von dir weichen; ich will Ruhe haben und mich nicht mehr ärgern. (a) Hes 5:13
43Weil du nicht der Tage deiner Jugend gedacht, sondern mich durch all diese Dinge erzürnt hast, siehe, so bringe auch ich deinen Wandel über dein Haupt, spricht Gott der Herr. Hast du nicht Unzucht getrieben zu all deinen Greueln hinzu? (a) Hes 9:10; 11:21
44Siehe, jeder Spottversdichter wird deiner spotten und sagen: "Wie die Mutter, so die Tochter."
45Du bist die Tochter deiner Mutter, die ihren Mann und ihre Kinder von sich gestossen hat, und du bist die Schwester deiner Schwestern, die ihre Männer und Kinder von sich gestossen haben. Eure Mutter ist eine Hethiterin, euer Vater ein Amoriter.
46Deine grössere Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern, die zu deiner Linken wohnt, und deine kleinere Schwester, die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern. (a) Jes 1:10; Jer 3:8
47Bist du nicht auf ihren Wegen gewandelt und hast du nicht nach ihren Greueln getan? Wenig fehlte, so hättest du es ärger getrieben in all deinen Wegen als sie.
48Ja, so wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, deine Schwester Sodom samt ihren Töchtern hat nicht getan, wie du getan hast samt deinen Töchtern! (a) Mt 10:15
49Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Pracht und Überfluss und sorglose Ruhe wurden ihr und ihren Töchtern zuteil, aber sie taten dem Elenden und Armen nicht Handreichung;
50sondern sie wurden übermütig und verübten Greuel vor mir. Da tilgte ich sie hinweg, wie du gesehen hast. (a) 1Mo 19:24
51Und Samaria hat nicht halb soviel gesündigt wie du. Ja, du hast viel mehr Greuel verübt als sie beide und hast so deine Schwestern gerecht erscheinen lassen durch alle die Greuel, die du verübt hast. (a) Jer 3:11
52So trage nun auch du deine Schande, die du für deine Schwestern eingetreten bist, indem du greulichere Sünden begingst als sie, sodass sie nun gerechter dastehen als du. Darum schäme auch du dich und trage deine Schande, da du ja deine Schwestern gerechtfertigt hast.
53Und ich werde ihr Geschick wenden, das Geschick Sodoms und ihrer Töchter und das Geschick Samarias und ihrer Töchter, und auch dein Geschick werde ich wenden zugleich mit dem ihren,
54damit du deine Schande tragest und dich schämen müssest alles dessen, was du getan hast, indem du ihnen zum Troste wurdest.
55Deine Schwester Sodom und ihre Töchter werden zurückkehren zu ihrem frühern Stande, und Samaria und ihre Töchter werden zurückkehren zu ihrem frühern Stande; auch du und deine Töchter, ihr werdet zu eurem frühern Stande zurückkehren.
56Führtest du nicht deine Schwester Sodom beständig im Munde zur Zeit deines Übermuts,
57ehe deine Blösse aufgedeckt wurde, wie es jetzt ist, ein Gegenstand des Hohnes für die Töchter Edoms und die Töchter der Philister, die dich verachten ringsum?
58Deine Unzucht und deine Greuel, die musst du nun tragen, spricht Gott der Herr.
59Denn so spricht Gott der Herr: Ich tue an dir, wie du getan hast: du hast den Eid missachtet und den Bund gebrochen.
60Dann aber will ich meines Bundes gedenken, den ich mit dir in den Tagen deiner Jugend geschlossen habe, und ich will einen ewigen Bund mit dir aufrichten. (a) Hes 37:26; 3Mo 26:45; Jer 31:31-34
61Und dann wirst du deines Wandels gedenken und dich schämen, wenn ich deine grössern und kleinern Schwestern nehme und sie dir zu Töchtern gebe, aber nicht, weil du den Bund gehalten hättest. (a) Hes 20:43; 36:31 32
62Ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst erkennen, dass ich der Herr bin,
63damit du daran denkest und dich schämest und vor Scham den Mund nicht mehr auftuest, wenn ich dir alles vergebe, was du getan hast, spricht Gott der Herr.
Verständnis von Menge Bibel vs Zürcher Bibel in Hesekiel 16
Menge Bibel (GerMenge)
Philologisch präzise Übersetzung von Hermann Menge für das gebildete Publikum. Mit vollständigem Alten und Neuen Testament sowie deuterokanonischen Büchern.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hesekiel 16 in der Menge Bibel und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hesekiel 16:16
"Du nahmst von deinen Gewändern, machtest dir bunte Opferhöhen und triebst dort deine Unzucht [wie sie nie vorgekommen ist und nie wieder stattfinden wird]."
"Du nahmst von deinen Gewändern und machtest dir buntscheckige Höhen(-Zelte) und triebst daselbst deine Buhlerei... (1) der Schluss dieses V. ist unverständlich."
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