Psalmen 73 Vergleich: Menge Bibel vs Elberfelder 1871
Psalmen 73
1der Herr gegen alle, die reinen Herzens sind.
2Doch ich – fast wär’ ich gestrauchelt mit meinen Füßen, nichts fehlte, so wären meine Schritte ausgeglitten;
3denn ich ereiferte mich über die Großsprecher, wenn ich sehen mußte der Gottlosen Wohlergehn.
4Denn bis zu ihrem Tode leiden sie keine Schmerzen, und wohlgenährt ist ihr Leib;
5Unglück trifft sie nicht wie andere Sterbliche, und sie werden nicht geplagt wie sonst die Menschen.
6Drum ist auch Hochmut ihr Halsgeschmeide, und Gewalttat ist das Kleid, das sie umhüllt.
7Aus strotzendem Antlitz tritt ihr Auge hervor, die Gebilde ihres Herzens wallen über.
8Sie höhnen und reden in Bosheit (nur) von Gewalttat, führen Reden von oben herab;
9gegen den Himmel richten sie ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich frei auf Erden.
10Darum wendet das Volk sich ihnen zu und schlürft das Wasser (ihrer Lehren) in vollen Zügen;
11sie sagen: »Wie sollte Gott es wissen, und wie sollte der Höchste Kenntnis davon haben?«
12Seht, so treiben’s die Gottlosen, und, immer in Sicherheit lebend, häufen sie Reichtum an.
13Ach, ganz umsonst hab’ ich rein mein Herz erhalten und in Unschuld meine Hände gewaschen;
14ich ward ja doch vom Unglück allzeit geplagt, und alle Morgen war meine Züchtigung da.
15Doch hätt’ ich gesagt: »Ich will auch so reden!«, so hätt’ ich treulos verleugnet deiner Söhne Geschlecht.
16So sann ich denn nach, um dies zu begreifen, doch es war zu schwer für mein Verständnis,
17bis ich eindrang in die Heiligtümer Gottes und achtgab auf der Gottlosen Endgeschick.
18Fürwahr, auf schlüpfrigen Boden stellst du sie, läßt sie fallen, daß sie in Trümmer zergehn.
19Wie werden sie doch im Nu vernichtet, weggerafft, und nehmen ein Ende mit Schrecken!
20Wie ein Traumbild gleich nach dem Erwachen verfliegt, so läßt du, o Allherr, beim Wachwerden ihr Bild verschwinden.
21Wenn mein Herz sich nun noch verbitterte und ich in meinem Innern empört mich fühlte,
22so wär’ ich ein ganzer Tor und bar der Einsicht, benähme mich wie ein vernunftloses Tier gegen dich.
23Doch nein, ich bleibe stets mit dir verbunden, du hältst mich fest bei meiner rechten Hand;
24du leitest mich nach deinem Ratschluß und nimmst mich endlich auf in die Herrlichkeit.
25Wen hätt’ ich sonst noch im Himmel? Und außer dir erfreut mich nichts auf Erden.
26Mag Leib und Seele mir verschmachten, bleibt Gott doch allzeit meines Herzens Fels und mein Teil.
27Denn gewiß: wer von dir sich lossagt, der kommt um; du vernichtest alle, die treulos von dir abfallen.
28Mir aber ist Gottes Nähe beglückend: ich setze mein Vertrauen auf Gott den HERRN, um alle deine Werke zu verkünden.
Psalmen 73
1Fürwahr, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind.
2Ich aber-wenig fehlte, so wären meine Füße abgewichen, um nichts wären ausgeglitten meine Schritte.
3Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich sah die Wohlfahrt der Gesetzlosen.
4Denn keine Qualen haben sie bei ihrem Tode, und wohlgenährt ist ihr Leib.
5Nicht sind sie im Ungemach der Sterblichen, und mit den Menschen werden sie nicht geplagt.
6Deshalb umgibt sie der Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat umhüllt sie wie ein Gewand.
7Es tritt aus dem Fett hervor ihr Auge; sie wallen über in den Einbildungen des Herzens.
8Sie höhnen und reden in Bosheit von Bedrückung; von oben herab reden sie.
9Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge wandelt auf der Erde.
10Deshalb wendet sich hierher sein Volk, und Wasser in Fülle wird von ihnen geschlürft.
11Und sie sprechen: Wie wüßte es Gott, und wie sollte Wissen sein bei dem Höchsten?
12Siehe, diese sind Gesetzlose, und, immerdar sorglos, erwerben sie sich Vermögen.
13Fürwahr, vergebens habe ich mein Herz gereinigt, und in Unschuld gewaschen meine Hände.
14Da ich ja geplagt ward den ganzen Tag, und alle Morgen meine Züchtigung da war.
15Wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so wäre ich treulos gewesen dem Geschlecht deiner Söhne.
16Da dachte ich nach, um dieses zu begreifen: eine mühevolle Arbeit war es in meinen Augen;
17bis ich hineinging in die Heiligtümer Gottes und jener Ende gewahrte.
18Fürwahr, auf schlüpfrige Örter setzest du sie, stürzest sie hin zu Trümmern.
19Wie sind sie so plötzlich verwüstet, haben ein Ende genommen, sind umgekommen durch Schrecknisse!
20Wie einen Traum nach dem Erwachen wirst du, Herr, beim Aufwachen ihr Bild verachten.
21Als mein Herz sich erbitterte und es mich in meinen Nieren stach,
22Da war ich dumm und wußte nichts; ein Tier war ich bei dir.
23Doch ich bin stets bei dir: du hast mich erfaßt bei meiner rechten Hand;
24durch deinen Rat wirst du mich leiten, und nach der Herrlichkeit wirst du mich aufnehmen.
25Wen habe ich im Himmel? und neben dir habe ich an nichts Lust auf der Erde.
26Vergeht mein Fleisch und mein Herz-meines Herzens Fels und mein Teil ist Gott auf ewig.
27Denn siehe, es werden umkommen, die dir ferne sind; du vertilgst alle, die buhlerisch von dir abweichen.
28Ich aber, Gott zu nahen ist mir gut; ich habe meine Zuversicht auf den Herrn, Jehova, gesetzt, um zu erzählen alle deine Taten.
Verständnis von Menge Bibel vs Elberfelder 1871 in Psalmen 73
Menge Bibel (GerMenge)
Philologisch präzise Übersetzung von Hermann Menge für das gebildete Publikum. Mit vollständigem Alten und Neuen Testament sowie deuterokanonischen Büchern.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 73 in der Menge Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 73:16
"So sann ich denn nach, um dies zu begreifen, doch es war zu schwer für mein Verständnis,"
"Da dachte ich nach, um dieses zu begreifen: eine mühevolle Arbeit war es in meinen Augen;"
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