Psalmen 69 Vergleich: Luther 1545 vs Luther 1912
Psalmen 69
1Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.
2Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.
3Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.
4Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.
5Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht geraubt habe.
6Gott, du weißest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.
7Laß nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, HERR, HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
8Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.
9Ich bin fremd worden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
10Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmähen, fallen auf mich.
11Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
12Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött draus.
13Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.
14Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit. Gott, durch deine große Güte, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe!
15Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,
16daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe.
17Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit
18und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhöre mich eilend!
19Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!
20Du weißest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.
21Die Schmach bricht mir mein Herz und kränket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Tröster, aber ich finde keine.
22Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.
23Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!
24Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laß immer wanken!
25Geuß deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!
26Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne!
27Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest.
28Laß sie in eine Sünde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.
29Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.
30Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schütze mich!
31Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.
32Das wird dem HERRN baß gefallen denn ein Farr, der Hörner und Klauen hat.
33Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.
34Denn der HERR höret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.
36Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.
Psalmen 69
1Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.
2Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.
3Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersaufen.
4Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muft harren auf meinen Gott.
5Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind machtig. Ich muft bezahlen, das ich nicht geraubt habe.
6Gott, du weiftest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.
7La(S nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr, HERR Zebaoth! Laft nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
8Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.
9Ich bin fremd worden meinen Brudern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
10Denn ich eifere mich schierzu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmahen, fallen auf mich.
11Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
12Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespott draus.
13Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.
14Ich aber bete, HERR, zu dirzur angenehmen Zeit. Gott, durch deine grofte Gute, erhore mich mit deiner treuen Hilfe!
15Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,
16daß mich die Wasserflut nicht ersaufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht uber mir zusammengehe.
17Erhore mich, HERR, denn deine Gute ist trostlich; wende dich zu mir nach deiner groften Barmherzigkeit
18und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhore mich eilend!
19Mache dich zu meiner Seele und erlose sie; erlose mich um meiner Feinde willen!
20Du weiftest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.
21Die Schmach bricht mir mein Herz und kranket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Troster, aber ich finde keine.
22Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groften Durst.
23Ihr Tisch rnüsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!
24Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laft immer wanken!
25Geuft deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!
26Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne!
27Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen libel schlagest.
28La(J sie in eine Sunde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.
29Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.
30Ich aber bin elend, und mir istwehe. Gott, deine Hilfe schütze mich!
31Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.
32Daswird dem HERRN bad gefallen denn ein Farr, der Horner und Klauen hat.
33Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.
34Denn der HERR horet die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.
36Denn Gott wird Zion helfen und die Stadte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.
37Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden drinnen bleiben.
Verständnis von Luther 1545 vs Luther 1912 in Psalmen 69
Luther 1545 (GerLut1545)
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Luther 1912
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 69 in der Luther 1545 und Luther 1912. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 69:16
"daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe."
"daß mich die Wasserflut nicht ersaufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht uber mir zusammengehe."
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