Hiob 5 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Hiob 5
1Rufe doch, ob einer da ist, der dir antwortet! Und an welchen der Heiligen willst du dich wenden?
2Denn den Narren erwürgt der Gram, und den Einfältigen tötet der Eifer.
3Ich, ich sah den Narren Wurzel schlagen, und alsbald verwünschte ich seine Wohnung.
4Fern blieben seine Kinder vom Glück; und sie wurden im Tore zertreten, und kein Erretter war da.
5Seine Ernte verzehrte der Hungrige, und bis aus den Dornhecken nahm er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappte die Schlinge.
6Denn nicht aus dem Staube geht Unheil hervor, und nicht sproßt Mühsal aus dem Erdboden;
7sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken sich erheben im Fluge.
8Ich jedoch würde Gott suchen und Gott meine Sache darlegen,
9der Großes und Unerforschliches tut, Wunder bis zur Unzahl;
10der Regen gibt auf die Fläche der Erde, und Wasser sendet auf die Fläche der Flur;
11um Niedrige in die Höhe zu setzen, und Trauernde steigen empor zum Glück.
12Der zunichte macht die Anschläge der Listigen, und ihre Hände führen den Plan nicht aus;
13der die Weisen erhascht in ihrer List, und der Verschmitzten Rat überstürzt sich.
14Bei Tage stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tappen sie wie bei der Nacht.
15Und er rettet vom Schwerte, von ihrem Munde, und aus der Hand des Starken den Dürftigen.
16So wird dem Armen Hoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt ihren Mund.
17Siehe, glückselig der Mensch, den Gott straft! So verwirf denn nicht die Züchtigung des Allmächtigen.
18Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine Hände heilen.
19In sechs Drangsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Übel antasten.
20In Hungersnot erlöst er dich von dem Tode, und im Kriege von der Gewalt des Schwertes.
21Vor der Zunge Geißel wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt.
22Der Verwüstung und des Hungers wirst du lachen, und vor dem Getier der Erde wirst du dich nicht fürchten;
23denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und das Getier des Feldes wird Frieden mit dir haben.
24Und du wirst erfahren, daß dein Zelt in Frieden ist, und überschaust du deine Wohnung, so wirst du nichts vermissen;
25und du wirst erfahren, daß deine Nachkommenschaft zahlreich sein wird, und deine Sprößlinge gleich dem Kraut der Erde.
26Du wirst in Rüstigkeit in das Grab kommen, wie der Garbenhaufen eingebracht wird zu seiner Zeit. -
27Siehe, dieses, wir haben es erforscht, so ist es; höre es, und du, merke es dir!
Hiob 5
1Rufe doch! ob einer ist, der dir Antwort gibt? / Und an wen von den Heiligen willst du dich wenden? /
2Vielmehr, den Toren mordet sein Unmut, / und den Albernen tötet sein Eifern. /
3Ich selbst sah Wurzel schlagen den Toren - / da plötzlich ward morsch seine Wohnstatt; / (a) Ps 73:19
4weitab vom Glück sind seine Kinder, / hilflos werden sie zertreten im Tore. /
5Was sie geerntet, der Hungrige isst es, / selbst aus den Dornen holt er's heraus, / und der Durstige schnappt nach ihrem Gute. /
6Denn nicht aus dem Staube geht Unheil auf, / nicht sprosst aus der Erde das Leid. /
7Vielmehr der Mensch erzeugt das Leid, / und die Söhne der Glut fliegen hoch. /
8Ich aber würde an Gott mich wenden / und meine Sache vor Gott bringen, /
9der grosse Dinge tut, unergründlich, / wunderbar und ohne Zahl, / (a) Hio 9:10; Ps 40:6
10der Regen spendet auf die Erde / und Wasser auf die Fluren sendet, /
11dass er die Niedrigen hoch hinstelle, / dass die Trauernden emporsteigen zum Glück; / (a) 1Sa 2:8; Ps 113:7; Lu 1:52
12der zunichte macht der Listigen Pläne, / dass ihre Hände nichts Bleibendes schaffen, / (a) Jes 8:10
13der die Klugen in ihrer Arglist fängt, / dass der Rat der Verschlagenen sich überstürzt, /
14dass sie bei hellem Tage auf Finsternis stossen / und am Mittag tappen wie in der Nacht. / (a) 5Mo 28:29
15Aber er rettet vor dem Schwert den Geringen / und aus der Hand des Starken den Armen; /
16so kann der Schwache Hoffnung haben, / die Bosheit aber verschliesst ihr Maul. / (a) Ps 107:42
17Wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist! / So verwirf nicht die Zucht des Allmächtigen! / (a) Spr 3:11; Jak 1:12
18Denn er tut weh und er verbindet; / er schlägt wohl Wunden, doch seine Hand heilt. / (a) 5Mo 32:39; Hos 6:1
19Aus sechs Nöten errettet er dich, / und in sieben rührt kein Leid dich an. /
20In Hungersnot erlöst er dich vom Tode - / und im Krieg aus des Schwertes Gewalt. /
21Vor der Geissel der Zunge bist du geborgen, / du musst dich nicht fürchten, wenn Verheerung kommt. /
22Der Verheerung und Hungersnot kannst du lachen, / hast dich nicht zu fürchten vor den Tieren des Feldes. /
23Mit den Steinen des Ackers stehst du im Bunde / und die Tiere des Feldes sind dir befreundet. /
24Da wirst du erfahren, dass dein Zelt sicher ist; / durchgehst du deine Wohnstatt, so vermissest du nichts. /
25Da wirst du erfahren, dass sich mehrt dein Geschlecht, / deine Sprösslinge wie das Kraut der Erde. /
26In voller Reife steigst du zu Grabe, / wie die Garbe einkommt zu ihrer Zeit. /
27Siehe, das haben wir ergründet, so ist es! / Wir haben's gehört; du aber merke es dir!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Hiob 5
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 5 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 5:16
"So wird dem Armen Hoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt ihren Mund."
"so kann der Schwache Hoffnung haben, / die Bosheit aber verschliesst ihr Maul. / (a) Ps 107:42"
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