Ester 8 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Ester 8
1An selbigem Tage gab der König Ahasveros der Königin Esther das Haus Hamans, des Widersachers der Juden. Und Mordokai kam vor den König, denn Esther hatte ihm kundgetan, was er ihr wäre.
2Und der König zog seinen Siegelring ab, den er Haman weggenommen hatte, und gab ihn Mordokai. Und Esther setzte Mordokai über das Haus Hamans.
3Und Esther redete wiederum vor dem König und fiel zu seinen Füßen nieder; und sie weinte und flehte ihn an, die Bosheit Hamans, des Agagiters, abzuwenden und seinen Anschlag, den er wider die Juden ersonnen hatte.
4Und der König reichte Esther das goldene Zepter entgegen. Da erhob sich Esther und stand vor dem König; und sie sprach:
5Wenn es den König gut dünkt, und wenn ich Gnade vor ihm gefunden habe, und die Sache vor dem König recht ist und ich ihm wohlgefällig bin, so werde geschrieben, die Briefe zu widerrufen, nämlich den Anschlag Hamans, des Sohnes Hammedathas, des Agagiters, die er geschrieben hat, um die Juden umzubringen, welche in allen Landschaften des Königs sind.
6Denn wie vermöchte ich das Unglück anzusehen, das mein Volk treffen wird? Und wie vermöchte ich den Untergang meines Geschlechtes anzusehen?
7Und der König Ahasveros sprach zu der Königin Esther und zu Mordokai, dem Juden: Siehe, das Haus Hamans habe ich Esther gegeben, und ihn hat man an das Holz gehängt, darum daß er seine Hand an die Juden gelegt hat.
8So schreibet ihr nun im Namen des Königs betreffs der Juden, wie es euch gut dünkt, und untersiegelt es mit dem Siegelringe des Königs. Denn eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelringe des Königs untersiegelt ist, kann nicht widerrufen werden.
9Da wurden die Schreiber des Königs gerufen zu selbiger Zeit, im dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am Dreiundzwanzigsten desselben; und es wurde nach allem, was Mordokai gebot, an die Juden geschrieben, und an die Satrapen und die Landpfleger und die Fürsten der Landschaften, die von Indien bis Äthiopien waren, hundertsiebenundzwanzig Landschaften, nach der Schrift jeder einzelnen Landschaft und nach der Sprache jedes einzelnen Volkes; und auch an die Juden nach ihrer Schrift und nach ihrer Sprache.
10Und er schrieb im Namen des Königs Ahasveros und untersiegelte mit dem Siegelringe des Königs; und er sandte durch die berittenen Eilboten, welche auf den Rennern der königlichen Gestüte ritten, Briefe,
11worin geschrieben stand, daß der König den Juden, die in jeder einzelnen Stadt wären, gestattet habe, sich zu versammeln und für ihr Leben einzustehen, zu vertilgen, zu töten und umzubringen alle Heeresmacht von Volk und Landschaft, die sie, ihre Kinder und Weiber bedrängen würden, und ihre Habe zu plündern:
12an einem Tage in allen Landschaften des Königs Ahasveros, am dreizehnten Tage des zwölften Monats, das ist der Monat Adar.
13Und auf daß der Befehl in jeder einzelnen Landschaft erlassen würde, ward eine Abschrift des Schreibens allen Völkern bekannt gemacht, und zwar damit die Juden auf diesen Tag bereit wären, sich an ihren Feinden zu rächen.
14Die Eilboten, welche auf den königlichen Rennern ritten, zogen auf das Wort des Königs schleunig und eilends aus. Und der Befehl wurde in der Burg Susan erlassen.
15Und Mordokai ging von dem König hinaus in königlicher Kleidung von prupurblauer und weißer Baumwolle, und mit einer großen goldenen Krone, und in einem Mantel von Byssus und Purpur; und die Stadt Susan jauchzte und war fröhlich.
16Den Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden.
17Und in jeder einzelnen Landschaft und in jeder einzelnen Stadt, überall wohin das Wort des Königs und sein Befehl gelangte, war Freude und Wonne bei den Juden, Gastmahl und Festtag. Und viele aus den Völkern des Landes wurden Juden, denn die Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.
Ester 8
1Am selben Tage schenkte König Ahasveros der Königin Esther das Haus Hamans, des Bedrängers der Juden. Mardochai aber erhielt Zutritt beim König; denn Esther hatte bekanntgegeben, dass und wie er mit ihr verwandt sei. (a) Es 2:7
2Und der König zog seinen Siegelring, den er Haman hatte abnehmen lassen, vom Finger und übergab ihn Mardochai; Esther aber unterstellte Hamans Haus der Aufsicht Mardochais. (a) Es 3:10; 1Mo 41:42
3UND Esther wandte sich nochmals an den König, fiel ihm zu Füssen, weinte und flehte ihn um Gnade an, er möchte doch den unheilvollen Anschlag, den der Agagiter Haman gegen die Juden geschmiedet habe, abwenden.
4Der König streckte Esther das goldene Szepter entgegen, worauf sich Esther vor dem König erhob
5und sprach: Gefällt es dem König und habe ich Gnade vor ihm gefunden und dünkt es den König recht und bin ich ihm genehm, so werde durch schriftlichen Erlass angeordnet, dass das Schreiben mit dem Anschlage des Agagiters Haman, des Sohnes Hamedathas, widerrufen werde, das er aufsetzen liess, um die Juden in allen Provinzen des Reiches auszurotten.
6Denn wie könnte ich es ertragen, das Unglück mitanzusehen, das mein Volk treffen würde? Wie könnte ich es ertragen, den Untergang meines Geschlechtes mitanzusehen?
7Da sprach König Ahasveros zur Königin Esther und zu dem Juden Mardochai: Seht, ich habe Esther das Haus Hamans gegeben, und ihn hat man an den Pfahl gehängt, weil er seine Hand an die Juden hat legen wollen.
8Nun mögt ihr, was die Juden betrifft, selber nach eurem Gutdünken schreiben im Namen des Königs und siegeln mit des Königs Siegelring; denn ein Erlass, der in des Königs Namen geschrieben und mit des Königs Siegelring versiegelt worden ist, kann nicht widerrufen werden.
9So wurden denn damals, im dritten Monat, das heisst im Monat Siwan, am 23. Tage desselben, die königlichen Schreiber berufen. Und es wurde ganz nach Mardochais Anweisung geschrieben an die Juden und an die Satrapen und Statthalter und Vorsteher der 127 Provinzen von Indien bis nach Äthiopien, und zwar an jede Provinz in ihrer Schrift und an jedes Volk in seiner Sprache und so auch an die Juden in ihrer Schrift und in ihrer Sprache.
10Er schrieb also in des Königs Ahasveros Namen und siegelte mit des Königs Siegelring und sandte durch die berittenen, mit Pferden aus den königlichen Gestüten ausgerüsteten Eilboten Briefe,
11wornach der König den Juden in all den einzelnen Städten erlaubte, sich zusammenzutun und sich für ihr Leben zu wehren und alle bewaffneten Haufen eines Volkes oder einer Provinz, die sie bedrängen würden, samt Kindern und Frauen zu vernichten, zu töten und auszurotten und ihr Besitztum als Beute zu rauben;
12an ein und demselben Tage sollte das geschehen in allen Provinzen des Königs Ahasveros, nämlich am dreizehnten Tage des zwölften Monats, das heisst des Monats Adar.
13Die Abschrift des Schreibens, bestimmt als Gesetzeserlass für jede einzelne Provinz, sollte bei allen Völkern bekannt gemacht werden, damit die Juden auf den bestimmten Tag bereit seien, sich an ihren Feinden zu rächen.
14Die berittenen, mit Pferden aus den königlichen Gestüten ausgerüsteten Eilboten jagten auf Befehl des Königs in beschleunigter Eile davon, und das Gesetz wurde in der Burg Susa bekannt gegeben.
15Mardochai aber verliess den König in königlichem Gewande aus blauem Purpur und feiner weisser Baumwolle, angetan mit einem grossen goldenen Stirnreif und einem Mantel von Byssus und rotem Purpur, und die Stadt Susa jauchzte und freute sich.
16Für die Juden aber war eine Zeit des Glückes und der Freude, der Wonne und Ehre gekommen.
17Und von Provinz zu Provinz und von Stadt zu Stadt, wohin immer des Königs Wort und Gesetz gelangte, da gab es Freude und Wonne bei den Juden, Gelage und Festtag, und viele aus der heidnischen Bevölkerung wurden Juden; denn der Schrecken vor den Juden war über sie gekommen.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Ester 8
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Ester 8 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Ester 8:16
"Den Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden."
"Für die Juden aber war eine Zeit des Glückes und der Freude, der Wonne und Ehre gekommen."
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