Sprüche 23 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Sprüche 23
1Wenn du dich hinsetzest, um mit einem Herrscher zu speisen, so beachte wohl, wen du vor dir hast;
2und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du gierig bist.
3Laß dich nicht gelüsten nach seinen Leckerbissen, denn sie sind eine trügliche Speise.
4Bemühe dich nicht, reich zu werden, laß ab von deiner Klugheit.
5Willst du deine Augen darauf hinfliegen lassen, und siehe, fort ist es? Denn sicherlich schafft es sich Flügel gleich dem Adler, der gen Himmel fliegt.
6Iß nicht das Brot des Scheelsehenden, und laß dich nicht gelüsten nach seinen Leckerbissen.
7Denn wie er es abmißt in seiner Seele, so ist er. "Iß und trink!", spricht er zu dir, aber sein Herz ist nicht mit dir.
8Deinen Bissen, den du gegessen hast, mußt du ausspeien, und deine freundlichen Worte wirst du verlieren.
9Rede nicht zu den Ohren eines Toren, denn er wird die Einsicht deiner Worte verachten.
10Verrücke nicht die alte Grenze, und dringe nicht ein in die Felder der Waisen.
11Denn ihr Erlöser ist stark; er wird ihren Rechtsstreit wider dich führen.
12Bringe dein Herz her zur Unterweisung, und deine Ohren zu den Worten der Erkenntnis.
13Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben.
14Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.
15Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so wird auch mein Herz sich freuen;
16und meine Nieren werden frohlocken, wenn deine Lippen Geradheit reden.
17Dein Herz beneide nicht die Sünder, sondern beeifere sich jeden Tag um die Furcht Jehovas.
18Wahrlich, es gibt ein Ende, und deine Hoffnung wird nicht vernichtet werden.
19Höre du, mein Sohn, und werde weise, und leite dein Herz geradeaus auf dem Wege.
20Sei nicht unter Weinsäufern, noch unter denen, die Fleisch verprassen;
21denn ein Säufer und ein Schlemmer verarmen, und Schlummer kleidet in Lumpen.
22Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist.
23Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung und Verstand.
24Hoch frohlockt der Vater eines Gerechten; und wer einen Weisen gezeugt hat, der freut sich seiner.
25Freuen mögen sich dein Vater und deine Mutter, und frohlocken, die dich geboren!
26Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deine Augen Gefallen haben an meinen Wegen!
27Denn die Hure ist eine tiefe Grube und die Fremde ein enger Brunnen;
28ja, sie lauert auf wie ein Räuber, und sie mehrt die Treulosen unter den Menschen.
29Wer hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer Wunden ohne Ursache? Wer Trübung der Augen?
30Die spät beim Weine sitzen, die einkehren, um Mischtrank zu kosten.
31Sieh den Wein nicht an, wenn er sich rot zeigt, wenn er im Becher blinkt, leicht hinuntergleitet.
32Sein Ende ist, daß er beißt wie eine Schlange und sticht wie ein Basilisk.
33Deine Augen werden Seltsames sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge reden.
34Und du wirst sein wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie einer, der da liegt auf der Spitze eines Mastes.
35"Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich geprügelt, ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will es wieder tun, will ihn abermals aufsuchen."
Sprüche 23
1Wenn du sitzest, um mit einem regierenden Herrn zu speisen, merke wohl, wen du vor dir hast,
2und setze dir ein Messer an die Kehle, wenn du ein Gieriger bist.
3hege kein Gelüsten nach seinen Leckerbissen, denn es ist betrügliche Speise.
4Mühe dich nicht ab, reich zu werden, und von deiner darauf gerichteten Klugheit sage dich los.
5Sollen deine Augen auf den Reichtum losfliegen, er aber verschwunden sein? Denn gewißlich verschafft er sich Flügel, wie ein Adler, der gen Himmel fliegt.
6Sei nicht Tischgast des Mißgünstigen und hege kein Gelüsten nach seinen Leckerbissen.
7Denn wie einer, der für sich nachrechnet, so ist er; iß und trink! spricht er zu dir, aber sein Herz ist nicht bei dir.
8Den Bissen, den du gegessen hast, muß du wieder ausspeien und deine freundlichen Worte hast du umsonst verschwendet.
9Vor des Thörichten Ohren rede nicht, denn er hat nur Verachtung für den klugen Sinn deiner Worte.
10Verrücke nicht die Grenze der Witwe, und mache keinen Eingriff in der Verwaisten Äcker.
11Denn ihr Erlöser ist stark - der wird ihre Sache wider dich führen.
12Bringe her zur Zucht dein Herz und dein Ohren zu einsichtigen Reden.
13Entziehe dem Knaben nicht die Zucht; wenn du ihn mit der Rute schlägst, so stirbt er nicht davon.
14Du zwar schlägst ihn mit der Rute, aber sein Leben errettest du von der Unterwelt.
15Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, bin auch nicht in meinem Herzen fröhlich,
16und mein Innerstes frohlockt, wenn deine Lippen reden, was recht ist.
17Dein Herz ereifere sich nicht um der Sünder willen, sondern um der Furcht Jahwes willen allezeit.
18Wahrlich, es giebt noch eine Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht zu nichte werden.
19Höre du, mein Sohn, und werde weise und laß dein Herz den geraden Weg gehen.
20Sei nicht unter den Weinsäufern, unter denen, die sich mit Fleischverprassen gütlich thun.
21Denn der Säufer und Prasser verarmt, und schläfriges Wesen giebt Lumpen zur Kleidung.
22Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte nicht, wenn sie alt geworden, deine Mutter.
23Wahrheit erwirb und verkaufe sie nicht, Weisheit und Zucht und Einsicht.
24Laut frohlockt eines Frommen Vater; und wer einen Weisen gezeugt hat, der freut sich über ihn.
25Es möge sich dein Vater und deine Mutter freuen, und möge frohlocken, die dich gebar.
26Gieb mir, mein Sohn, dein Herz und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen.
27Denn eine tiefe Grube ist die Hure und ein enger Brunnen die Auswärtige.
28Dazu liegt sie wie ein Räuber auf der Lauer und vermehrt die Treulosen unter den Menschen.
29Wer hat Ach? wer hat Wehe? wer Gezänk? wer Klage? wer Wunden ohne Ursache? wer hat trübe Augen?
30Die, welche bis spät beim Weine sitzen, die da kommen, um den Mischtrank zu prüfen.
31Sieh nicht nach dem Weine, wie er rötlich schillert, wie er im Becher so schön sich spiegelt, leicht hinuntergleitet.
32Hintennach beißt er wie eine Schlange und spritzt Gift wie ein Basilisk.
33Deine Augen werden Seltsames sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge reden.
34Und du wirst sein wie einer, der mitten im Meere liegt, ja wie einer, der oben auf dem Mastbaume liegt.
35“Sie haben mich geschlagen, es that mir nichts wehe; sie haben mich geprügelt, ich spüre nichts; Wann werde ich aufwachen? aufs neue will ich mich ihm wieder ergeben!”
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Sprüche 23
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Sprüche 23 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Sprüche 23:16
"und meine Nieren werden frohlocken, wenn deine Lippen Geradheit reden."
"und mein Innerstes frohlockt, wenn deine Lippen reden, was recht ist."
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