Hiob 41 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 41
1(H40:20) Ziehst du den Leviathan herbei mit der Angel, und senkst du seine Zunge in die Angelschnur?
2(H40:21) Kannst du einen Binsenstrick durch seine Nase ziehen, und seinen Kinnbacken mit einem Ringe durchbohren?
3(H40:22) Wird er viel Flehens an dich richten, oder dir sanfte Worte geben?
4(H40:23) Wird er einen Bund mit dir machen, daß du ihn zum ewigen Knechte nehmest?
5(H40:24) Wirst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, und ihn anbinden für deine Mädchen?
6(H40:25) Werden die Fischergenossen ihn verhandeln, ihn verteilen unter Kaufleute?
7(H40:26) Kannst du seine Haut mit Spießen füllen, und seinen Kopf mit Fischharpunen?
8(H40:27) Lege deine Hand an ihn, gedenke des Kampfes, tue es nicht wieder!
9(H41:1) Siehe, eines jeden Hoffnung wird betrogen: wird man nicht schon bei seinem Anblick niedergeworfen?
10(H41:1) Niemand ist so kühn, daß er ihn aufreize. Und wer ist es, der sich vor mein Angesicht stellen dürfte?
11(H41:2) Wer hat mir zuvor gegeben? Und ich werde ihm vergelten. Was unter dem ganzen Himmel ist, ist mein.
12(H41:3) Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern und von seiner Kraftfülle und von der Schönheit seines Baues.
13(H41:4) Wer deckte die Oberfläche seines Gewandes auf? In sein Doppelgebiß, wer dringt da hinein?
14(H41:5) Wer tat die Pforte seines Angesichts auf? Der Kreis seiner Zähne ist ein Schrecken.
15(H41:6) Ein Stolz sind seine starken Schilder, jedes einzelne verschlossen mit festem Siegel.
16(H41:7) Eines fügt sich ans andere, und keine Luft dringt dazwischen;
17(H41:8) Stück an Stück hangen sie fest zusammen, greifen ineinander und trennen sich nicht.
18(H41:9) Sein Niesen strahlt Licht aus, und seine Augen sind gleich den Wimpern der Morgenröte.
19(H41:10) Aus seinem Rachen gehen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor.
20(H41:11) Aus seinen Nüstern fährt Rauch, wie aus einem siedenden Topfe und Kessel.
21(H41:12) Sein Hauch entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem Rachen.
22(H41:13) In seinem Halse wohnt Stärke, und die Angst hüpft vor ihm her.
23(H41:14) Die Wampen seines Fleisches schließen an, sind ihm fest angegossen, unbeweglich.
24(H41:15) Sein Herz ist hart wie Stein, und hart wie ein unterer Mühlstein.
25(H41:16) Vor seinem Erheben fürchten sich Starke, vor Verzagtheit geraten sie außer sich.
26(H41:17) Trifft man ihn mit dem Schwerte, es hält nicht stand, noch Speer, noch Wurfspieß, noch Harpune.
27(H41:18) Das Eisen achtet er für Stroh, das Erz für faules Holz.
28(H41:19) Der Pfeil jagt ihn nicht in die Flucht, Schleudersteine verwandeln sich ihm in Stoppeln.
29(H41:20) Wie Stoppeln gilt ihm die Keule, und er verlacht das Sausen des Wurfspießes.
30(H41:21) Unter ihm sind scharfe Scherben; einen Dreschschlitten breitet er hin auf den Schlamm.
31(H41:22) Er macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Meer wie einen Salbenkessel.
32(H41:23) Hinter ihm leuchtet der Pfad, man könnte die Tiefe für graues Haar halten.
33(H41:24) Auf Erden ist keiner ihm gleich, der geschaffen ist ohne Furcht.
34(H41:25) Alles Hohe sieht er an; er ist König über alle wilden Tiere.
Hiob 41
1Ja, seine Hoffnung ward betrogen; wird er doch schon bei seinem Anblick hingestreckt.
2So tollkühn ist keiner, daß er es reizen dürfte, - und wer ist, der mir sich stellen dürfte?
3Wer hat mir etwas zuvor gethan, daß ich vergelten müßte? Was irgendwo unter dem Himmel ist, gehört mir!
4Ich darf nicht schweigen von seinen Gliedern, noch von der Stärke und der Schönheit seines Baus.
5Wer hat je vorn sein Gewand aufgedeckt, und wer dringt in seines Gebisses Doppelreihen?
6Wer hat je seines Rachens Doppelthor geöffnet? Um seine Zähne rings ist Schrecken!
7Ein Stolz sind die Rinnen der Schilde, mit festem Siegel verschlossen.
8Eins reiht sich an das andere, kein Lüftchen dringt zwischen sie ein.
9Jedes hängt am andern fest; sie schließen sich zusammen unzertrennlich.
10Sein Niesen läßt Licht erglänzen, und seine Augen gleichen der Morgenröte Wimpern.
11Seinem Rachen entfahren Fackeln, entsprühen Feuerfunken.
12Aus seinen Nüstern dringt Dampf hervor wie von einem siedenden Topf mit Binsenfeuerung.
13Sein Odem entzündet Kohlen, und Flammen entfahren seinem Rachen.
14Auf seinem Halse wohnt die Kraft, und vor ihm her tanzt Verzagen.
15Die Wampen seines Leibes haften fest, ihm angegossen unbeweglich.
16Sein Herz ist fest gegossen wie Stein, ja fest gegossen, wie ein unterer Mühlstein.
17Wenn es auffährt, so fürchten sich Helden, geraten vor Schrecken in Verwirrung.
18Greift man es an mit dem Schwert - so hält das nicht Stand, nicht Lanze, Pfeil und Panzer.
19Es achtet das Eisen für Stroh, für wurmstichig Holz das Erz.
20Der Sohn des Bogens verjagt es nicht, in Strohhalme verwandeln sich ihm Schleudersteine.
21Wie Strohhalme gelten ihm Keulen, und es lacht des Sausens der Lanze.
22Unten an ihm sind spitzeste Scherben; einen Dreschschlitten breitet es aus auf dem Schlamm.
23Es macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Wasser einem Salbenkessel gleich.
24Hinter ihm leuchtet ein Pfad auf; man hält die Flut für Silberhaar.
25Nichts kommt ihm gleich auf Erden, ihm, das geschaffen ist, sich nie zu fürchten.
26Auf alles Hohe sieht es herab - ein König ist es über alle Stolzen!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 41
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 41 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 41:16
"(H41:7) Eines fügt sich ans andere, und keine Luft dringt dazwischen;"
"Sein Herz ist fest gegossen wie Stein, ja fest gegossen, wie ein unterer Mühlstein."
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