Hiob 32 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 32
1Und jene drei Männer hörten auf, dem Hiob zu antworten, weil er in seinen Augen gerecht war.
2Da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barakeels, des Busiters, vom Geschlechte Ram; sein Zorn entbrannte wider Hiob, weil er sich selbst mehr rechtfertigte als Gott.
3Und sein Zorn entbrannte wider seine drei Freunde, darum, daß sie keine Antwort fanden und Hiob verdammten.
4Aber Elihu hatte auf Hiob gewartet mit Reden, weil jene älter an Jahren waren als er.
5Und als Elihu sah, daß keine Antwort in dem Munde der drei Männer war, da entbrannte sein Zorn.
6Und Elihu, der Sohn Barakeels, der Busiter, hob an und sprach: Ich bin jung an Jahren, und ihr seid Greise; darum habe ich mich gescheut und gefürchtet, euch mein Wissen kundzutun.
7Ich sagte: Mögen die Tage reden, und die Menge der Jahre Weisheit verkünden.
8Jedoch der Geist ist es in den Menschen, und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.
9Nicht die Bejahrten sind weise, noch verstehen die Alten, was recht ist.
10Darum sage ich: Höre mir zu, auch ich will mein Wissen kundtun.
11Siehe, ich harrte auf eure Reden, horchte auf eure Einsichten, bis ihr Worte ausfindig gemacht hättet,
12und ich richtete meine Aufmerksamkeit auf euch; und siehe, keiner ist unter euch, der Hiob widerlegt, der seine Reden beantwortet hätte.
13Daß ihr nur nicht saget: Wir haben Weisheit gefunden. Gott wird ihn aus dem Felde schlagen, nicht ein Mensch!
14Er hat ja an mich keine Worte gerichtet, und mit euren Reden werde ich ihm nicht erwidern. -
15Sie sind bestürzt, sie antworten nicht mehr, die Worte sind ihnen ausgegangen.
16Und ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, nicht mehr antworten?
17Auch ich will mein Teil erwidern, auch ich will mein Wissen kundtun.
18Denn voll bin ich von Worten; der Geist meines Innern drängt mich.
19Siehe, mein Inneres ist wie Wein, der nicht geöffnet ist; gleich neuen Schläuchen will es bersten.
20Ich will reden, daß mir Luft werde, will meine Lippen auftun und antworten.
21Daß ich nur ja für niemand Partei nehme! Und keinem Menschen werde ich schmeicheln.
22Denn ich weiß nicht zu schmeicheln: gar bald würde mein Schöpfer mich hinwegnehmen.
Hiob 32
1Als nun jene drei Männer Hiob nicht mehr antworteten, weil er sich für gerecht hielt,
2da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, von Bus aus dem Geschlechte Ram. Über Hiob ward er zornig, weil er sich Gotte gegenüber für gerecht hielt,
3und über seine drei Freunde ward er zornig, weil sie nicht Antwort gefunden hatten, um Hiob sein Unrecht zu beweisen.
4Elihu hatte aber mit seiner Rede an Hiob gewartet, weil jene betagter waren als er.
5Als aber Elihu sah, daß der Mund der drei Männer nichts mehr zu antworten wußte, da entbrannte sein Zorn.
6Und so hob Elihu, der Sohn Barachels, von Bus, also an: Ich bin noch jung an Jahren, und ihr seid Greise; darum war ich furchtsam und scheute mich, euch kund zu geben, was ich weiß.
7Ich dachte: Mag das Alter reden, und die Menge der Jahre Weisheit lehren!
8Allein, der Geist im Menschen ist es und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.
9Nicht die Betagten sind die Weisesten, noch verstehen die Greise, was das Rechte ist.
10Darum sage ich: Höre mir zu; auch ich will nun kundgeben, was ich weiß.
11Seht, ich habe eure Reden abgewartet, horchte auf eure Lehren, bis ihr die rechten Worte ergründen würdet.
12Ja, auf euch habe ich acht gehabt, doch siehe, da war keiner unter euch, der Hiob überführt, der seine Worte widerlegt hätte.
13Sagt nicht: “Wir sind auf Weisheit gestoßen; nur Gott vermag ihn zu schlagen, nicht ein Mensch!”
14Gegen mich hat er keine Beweise gerichtet, und mit euren Worten werd' ich ihm nicht antworten.
15Sie sind bestürzt, antworten nicht mehr; die Worte sind ihnen ausgegangen.
16Und ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, ohne mehr Antwort zu geben?
17Ich will auch mein Teil antworten, will auch meinerseits kundgeben, was ich weiß.
18Denn ich bin voll von Worten; mich drängt der Geist in meinem Inneren.
19Fürwahr, mein Inneres gleicht festverschlossenem Wein; wie neugefüllte Schläuche will es platzen.
20Reden will ich, um mir Luft zu machen, will mein Lippen aufthun und entgegnen.
21Für niemand werde ich Partei ergreifen und werde keinem Menschen schmeicheln.
22Denn ich verstehe mich nicht aufs Schmeicheln; gar leicht würde mich sonst mein Schöpfer hinwegnehmen.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 32
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 32 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 32:16
"Und ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, nicht mehr antworten?"
"Und ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, ohne mehr Antwort zu geben?"
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