Hiob 16 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 16
1Und Hiob antwortete und sprach:
2Ich habe vieles dergleichen gehört; leidige Tröster seid ihr alle!
3Hat es ein Ende mit den windigen Worten? Oder was reizt dich, daß du antwortest?
4Auch ich könnte reden wie ihr. Wenn eure Seele an der Stelle meiner Seele wäre, könnte ich Worte wider euch zusammenreihen, und mein Haupt über euch schütteln;
5ich wollte euch stärken mit meinem Munde, und das Beileid meiner Lippen würde euch Linderung bringen.
6Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es, nicht weicht er von mir.
7Ja, bereits hat er mich erschöpft; du hast meinen ganzen Hausstand verwüstet.
8Und du hast mich zusammenschrumpfen lassen, zum Zeugen ward es; und meine Abmagerung tritt wider mich auf, sie zeugt mir ins Angesicht.
9Sein Zorn hat mich zerfleischt und verfolgt, er hat mit seinen Zähnen wider mich geknirscht; als mein Feind schärft er seine Augen wider mich.
10Ihr Maul haben sie wider mich aufgesperrt, mit Hohn meine Backen geschlagen; allzumal verstärken sie sich wider mich.
11Gott gab mich preis dem Ungerechten, und in die Hände der Gesetzlosen stürzte er mich.
12Ich war in Ruhe, und er hat mich zerrüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich; und er stellte mich hin sich zur Zielscheibe.
13Seine Schützen umringten mich, er spaltete meine Nieren ohne Schonung; er schüttete meine Galle zur Erde.
14Er durchbrach mich, Bruch auf Bruch; er rannte wider mich, wie ein Held.
15Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht, und mit Staub mein Horn besudelt.
16Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes,
17obwohl keine Gewalttat in meinen Händen, und mein Gebet lauter ist.
18Erde, bedecke nicht mein Blut, und für mein Geschrei sei kein Platz!
19Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir Zeugnis gibt, in den Höhen.
20Meine Freunde sind meine Spötter: zu Gott tränt mein Auge,
21daß er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann, und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes.
22Denn die zählbaren Jahre gehen vorüber, und ich werde einen Weg dahingehen, auf dem ich nicht wiederkehren werde.
Hiob 16
1Hiob antwortete und sprach:
2Dergleichen habe ich vieles gehört, leidige Tröster seid ihr insgesamt.
3Sind die windigen Reden nun zu Ende? oder was reizt dich zum Erwidern?
4Auch ich könnte sprechen wie ihr, wäre euch nur zu Mute, wie mir zu Mute ist, könnte Reden wider euch zusammendrechseln und den Kopf über euch schütteln,
5euch stärken mit meinem Mund, und meiner Lippen Beileid sollte lindern!
6Mag ich reden - mein Schmerz wird nicht gelindert, und unterlasse ich's - was wird dann von mir weichen?
7Hat er doch nunmehr meine Kraft erschöpft - verödet hast du meinen ganzen Kreis,
8hast mich gepackt, das muß als Zeugnis gelten! Mein eignes Siechtum tritt wider mich auf, ins Angesicht hinein verklagt es mich.
9Sein Grimm zerfleischt und befehdet mich, er fletscht gegen mich seine Zähne; als mein Widersacher wetzt er seine Augen wider mich.
10Man reißt gegen mich das Maul auf, schlägt mich schmählich auf die Wangen; insgesamt rotten sie sich gegen mich zusammen.
11Gott giebt mich Frevlern preis und in der Gottlosen Hände stürzt er mich.
12Ich lebte ruhig, da zerschmetterte er mich, packte mich beim Genick und schüttelte mich und stellte mich als Zielscheibe für sich auf.
13Es umschwirren mich seine Pfeile; erbarmungslos spaltet er meine Nieren, gießt auf die Erde meine Galle.
14Bresche auf Bresche legt er in mich, stürmt gegen mich an wie ein Kriegsheld.
15Härenes Gewand habe ich um meine Haut genäht, habe in den Staub mein Horn gebohrt.
16Mein Antlitz ist hochgerötet vom Weinen, und tiefes Dunkel ruht auf meinen Wimpern,
17obwohl kein Frevel an meinen Händen, und mein Gebet lauter ist.
18O Erde, bedecke nicht mein Blut! Mein Wehruf finde keine Ruhestatt!
19Schon jetzt ist im Himmel mein Zeuge, und mein Bürge in der Höhe.
20Meine Freunde spotten mein - zu Gott blickt thränend mein Auge empor,
21daß er dem Manne Recht schaffe gegen Gott und zwischen dem Menschen und seinem Freund entscheide.
22Denn nur noch wenige Jahre werden kommen, und den Pfad ohne Rückkehr muß ich wandeln.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 16
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 16 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 16:16
"Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes,"
"Mein Antlitz ist hochgerötet vom Weinen, und tiefes Dunkel ruht auf meinen Wimpern,"
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1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Matthäus 5
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





