Hiob 14 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 14
1Der Mensch, vom Weibe geboren, ist kurz an Tagen und mit Unruhe gesättigt.
2Wie eine Blume kommt er hervor und verwelkt; und er flieht wie der Schatten und hat keinen Bestand.
3Dennoch hast du über einen solchen deine Augen geöffnet, und mich führst du ins Gericht mit dir!
4Wie könnte ein Reiner aus einem Unreinen kommen? Nicht ein einziger!
5Wenn denn bestimmt sind seine Tage, die Zahl seiner Monde bei dir sind, wenn du ihm Schranken gesetzt hast, die er nicht überschreiten darf,
6so blicke von ihm weg, daß er Ruhe habe, bis er wie ein Tagelöhner seinen Tag vollende.
7Denn für den Baum gibt es Hoffnung: wird er abgehauen, so schlägt er wieder aus, und seine Schößlinge hören nicht auf.
8Wenn seine Wurzel in der Erde altert, und sein Stumpf im Boden erstirbt:
9vom Dufte des Wassers sproßt er wieder auf und treibt Zweige wie ein Pflänzling.
10Der Mann aber stirbt und liegt da; und der Mensch verscheidet, und wo ist er?
11Es verrinnen die Wasser aus dem See, und der Fluß trocknet ein und versiegt:
12so legt der Mensch sich hin und steht nicht wieder auf; bis die Himmel nicht mehr sind, erwachen sie nicht und werden nicht aufgeweckt aus ihrem Schlafe.
13O daß du in dem Scheol mich verstecktest, mich verbärgest, bis dein Zorn sich abwendete, mir eine Frist setztest und dann meiner gedächtest!
14(Wenn ein Mann stirbt, wird er wieder leben?) Alle Tage meiner Dienstzeit wollte ich harren, bis meine Ablösung käme!
15Du würdest rufen, und ich würde dir antworten; du würdest dich sehnen nach dem Werke deiner Hände.
16Denn nun zählst du meine Schritte; wachst du nicht über meine Sünde?
17Meine Übertretung ist versiegelt in einem Bündel, und du hast hinzugefügt zu meiner Missetat.
18Und doch, ein Berg stürzt ein, zerfällt, und ein Fels rückt weg von seiner Stelle;
19Wasser zerreiben die Steine, ihre Fluten schwemmen den Staub der Erde hinweg; aber du machst zunichte die Hoffnung des Menschen.
20Du überwältigst ihn für immer, und er geht dahin; sein Angesicht entstellend, sendest du ihn hinweg.
21Seine Kinder kommen zu Ehren, und er weiß es nicht; und sie werden gering, und er achtet nicht auf sie.
22Nur um ihn selbst hat sein Fleisch Schmerz, und nur um ihn selbst empfindet seine Seele Trauer.
Hiob 14
1Der Mensch, vom Weibe geboren, kurz von Tagen und gesättigt mit Unruhe, -
2wie eine Blume geht er auf und welkt dahin, flieht wie der Schatten und hat nicht Bestand.
3Und über solchen hältst du deine Augen offen und mich ziehst du vor dein Gericht!
4Wie könnte wohl ein Reiner von Unreinen kommen? Nicht einer!
5Wenn seine Tage fest bestimmt sind, die Zahl seiner Monde feststeht bei dir, du ihm ein Ziel gesetzt hast, das er nicht überschreiten kann,
6so blicke weg von ihm, daß er raste und wie ein Löhner seines Tages froh werde!
7Denn für den Baum zwar giebt's ein Hoffen: wird er abgehauen, so treibt er neue Sprossen, und sein Schößling bleibt nicht aus.
8Oba auch seine Wurzel in der Erde altert, und sein Stumpf im Staube abstirbt,
9vom Duft des Wassers schlägt er wieder aus und treibt Zweige wie ein frisch gepflanztes Reis.
10Doch stirbt ein Mann, so liegt er hingestreckt, verscheidet ein Mensch - wo ist er dann?
11Wie die Gewässer schwinden aus dem See, der Strom versiegt und vertrocknet,
12so legt der Mensch sich nieder und steht nicht wieder auf; bis der Himmel vergeht, erwachen sie nicht und regen sich nicht aus ihrem Schlaf.
13O daß du mich in der Unterwelt verwahrtest, mich bärgest, bis dein Zorn sich gelegt, ein Ziel mir setztest und dann mein gedächtest! -
14Wenn der Mensch stirbt, lebt er dann wieder auf? Dann wollte ich alle meine Kampfestage ausharren, bis meine Ablösung käme!
15Du würdest rufen, und ich dir antworten; nach deiner Hände Werk würdest du dich sehnen.
16Jetzt aber zählst du meine Schritte, gehst an meiner Sünde nicht vorüber.
17Versiegelt ruht ihm Beutel mein Vergehen, und meine Schuld verklebtest du.
18Aber wie der Berg im Sturze zerfällt, und der Fels von seiner Stelle rückt,
19wie das Wasser Steine zerreibt, und seine Fluten das Erdreich fortschwemmen, so hast du des Menschen Hoffen vernichtet.
20Du vergewaltigst ihn für immer, und er geht dahin, entstellst sein Antlitz und lässest ihn dahinfahren.
21Kommen seine Kinder zu Ehren - er weiß es nicht, sinken sie herab - er hat nicht acht auf sie.
22Nur über ihn selbst fühlt Schmerz sein Leib, und über ihn selbst trauert seine Seele!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 14
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 14 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 14:16
"Denn nun zählst du meine Schritte; wachst du nicht über meine Sünde?"
"Jetzt aber zählst du meine Schritte, gehst an meiner Sünde nicht vorüber."
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