Hiob 13 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 13
1Siehe, das alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehört und sich gemerkt.
2So viel ihr wisset, weiß auch ich; ich stehe nicht hinter euch zurück.
3Doch zu dem Allmächtigen will ich reden, und vor Gott mich zu rechtfertigen begehre ich;
4ihr hingegen seid Lügenschmiede, nichtige Ärzte, ihr alle!
5O daß ihr doch stille schwieget! Das würde euch zur Weisheit gereichen.
6Höret doch meine Rechtfertigung, und horchet auf die Beweisgründe meiner Lippen!
7Wollt ihr für Gott Unrecht reden, und für ihn Trug reden?
8Wollt ihr für ihn Partei nehmen? Oder wollt ihr für Gott rechten?
9Ist es gut für euch, daß er euch erforsche? Oder werdet ihr ihn täuschen, wie man einen Menschen täuscht?
10Strafen wird er euch, wenn ihr im Geheimen die Person ansehet.
11Wird nicht seine Hoheit euch bestürzen, und sein Schrecken auf euch fallen?
12Eure Denksprüche sind Sprüche von Asche, eure Schutzwehren erweisen sich als Schutzwehren von Lehm.
13Schweiget, laßt mich, und ich will reden, was auch über mich ergehen möge.
14Warum sollte ich mein Fleisch zwischen meine Zähne nehmen, und mein Leben meiner Hand anvertrauen?
15Siehe, tötet er mich, ich werde auf ihn warten, nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht rechtfertigen.
16Auch das wird mir zur Rettung sein, daß ein Ruchloser nicht vor sein Angesicht kommen darf.
17Höret, höret meine Rede, und meine Erklärung dringe in eure Ohren!
18Siehe doch, ich habe die Rechtssache gerüstet! Ich weiß, daß ich Recht behalten werde.
19Wer ist es, der mit mir rechten könnte? Denn dann wollte ich schweigen und verscheiden.
20Nur zweierlei tue mir nicht; dann werde ich mich nicht vor deinem Angesicht verbergen.
21Deine Hand entferne von mir, und dein Schrecken ängstige mich nicht.
22So rufe denn, und ich will antworten, oder ich will reden, und erwidere mir!
23Wie viele Missetaten und Sünden habe ich? Laß mich meine Übertretung und meine Sünde wissen!
24Warum verbirgst du dein Angesicht, und hältst mich für deinen Feind?
25Willst du ein verwehtes Blatt hinwegschrecken, und die dürre Stoppel verfolgen?
26Denn Bitteres verhängst du über mich, und lässest mich erben die Missetaten meiner Jugend;
27und meine Füße legst du in den Stock, und beobachtest alle meine Pfade, grenzest dir ein die Sohlen meiner Füße;
28da ich doch zerfalle wie Moder, wie ein Kleid, das die Motte zerfressen hat.
Hiob 13
1Sieh', alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehört und sich's gemerkt!
2Was ihr wißt, weiß ich auch; ich stehe hinter euch nicht zurück.
3Aber ich will zum Allmächtigen reden und mit Gott zu rechten habe ich Lust.
4Denn wahrlich, ihr seid Lügenschmiede und Flicker von Nichtigem insgesamt.
5O daß ihr doch ganz stille schwiegt, so könnte das als eure Weisheit gelten!
6So hört denn die Rüge meines Mundes und merkt auf die Vorwürfe meiner Lippen.
7Wollt ihr Gott zu Liebe Unrecht reden und ihm zu Liebe Trug reden?
8Wollt ihr für ihn Partei ergreifen oder für Gott streiten?
9Wird es gut ablaufen, wenn er euch erforscht, oder wollt ihr ihn narren, wie man Menschen narrt?
10Nein, strafen, strafen wird er euch, wenn ihr insgeheim Partei ergreift.
11Seine Hoheit wird euch betäuben, und sein Schrecken auf euch fallen.
12Eure Merksprüche sind Aschensprüche, Lehmschanzen sind eure Schanzen.
13Laßt mich in Ruhe, so will ich reden, mag über mich ergehen, was da will.
14Ich will mein Fleisch in meine Zähne nehmen und mein Leben aufs Spiel setzen.
15Er wird mich töten - ich harre seiner; nur will ich meinen Wandel ihm ins Angesicht darlegen.
16Schon das gereicht mir zum Sieg, daß vor sein Angesicht kein Heuchler tritt.
17So hört denn aufmerksam meine Rede, und meine Darlegung dringe zu euren Ohren.
18Wohlan, ich habe den Handel eingeleitet; ich weiß, daß ich Recht behalten werde.
19Wer ist's, der mit mir streiten dürfte? - denn dann wollt' ich schweigen und verscheiden!
20Nur zweierlei thue mir nicht an, dann will ich mich vor deinem Antlitz nicht verbergen:
21Zieh deine Hand von mir zurück und laß deinen Schrecken mich nicht ängstigen;
22dann rufe, so will ich Rede stehn, oder ich will reden, und du entgegne mir!
23Wieviel Vergehungen und Sünden habe ich denn? Meinen Frevel und meine Sünde laß mich wissen!
24Warum verhüllst du dein Antlitz und erachtest mich für deinen Feind?
25Willst du ein verwehtes Blatt aufschrecken und den dürren Halm verfolgen,
26daß du mir Bitteres als Urteil schreibst und mich die Sünden meiner Jugend erben lässest?
27daß du meine Füße in den Block legst und alle meine Wege bewachst und dir einen Kreis um meine Sohlen ziehst?
28Und eben dieser Mann zerfällt wie von Wurmfraß, wie ein Kleid, das die Motte zerfressen hat!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 13
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 13 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 13:16
"Auch das wird mir zur Rettung sein, daß ein Ruchloser nicht vor sein Angesicht kommen darf."
"Schon das gereicht mir zum Sieg, daß vor sein Angesicht kein Heuchler tritt."
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