Jesaja 33 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jesaja 33
1Wehe aber dir, du Verstorer! Meinest du, du werdest nicht verstoret werden? Und du Verachter! meinest du, man werde dich nicht verachten? Wenn du das Verstoren vollendet hast, so wirst du auch verstoret werden; wenn du des Verachtens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder verachten.
2HERR, sei uns gnadig, denn auf dich harren wir; sei ihr Arm fruhe, dazu unser Heil zu der Zeit der Trübsal!
3Lali fliehen die Volker vor dem grolien Getümmel, und die Heiden zerstreuetwerden, wenn du dich erhohest!
4Da wird man euch aufraffen als einen Raub, wie man die Heuschrecken aufrafft, und wie die Kafer zerscheucht werden, wenn man sie uberfallt.
5Der HERR ist erhaben, denn er wohnet in der Hohe. Er hat Zion voll Gerichts und Gerechtigkeit gemacht.
6Und wird zu deiner Zeit Glaube sein, und Herrschaft, Heil, Weisheit, Klugheit, Furcht des HERRN werden sein Schatz sein.
7Siehe, ihre Boten schreien draulien, die Engel des Friedens weinen bitterlich (und sprechen):
8Die Steige sind wuste, es gehet niemand mehr auf der Stralie. Er halt weder Treue noch Glauben; er verwirft die Stadte und achtet der Leute nicht.
9Das Land liegt klaglich und jammerlich, der Libanon stehet schandlich zerhauen, und Saron ist wie ein Gefilde, und Basan und Karmel ist ode.
10Nun will ich mich aufmachen, spricht der HERR, nun will ich mich erheben, nun will ich hoch kommen.
11Mit Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebaret ihr; Feuer wird euch mit euren Mut verzehren.
12Denn die Volker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt.
13So horet nun ihr, die ihr feme seid, was ich getan habe; und die ihr nahe seid, merket meine Starke!
14Die Sunder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler ankommen (und sprechen): Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen moge? Wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne?
15Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasset samt dem Geiz und seine Hande abzeucht, daß er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daü er nicht Blutschulden hore, und seine Augen zuhalt, daß er nicht Arges sehe,
16der wird in der Hohe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewüi.
17Deine Augen werden den Konig sehen in seiner Schone, du wirst das Land erweitert sehen,
18daß sich dein Herz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die Schriftgelehrten? Wo sind die Rate? Wo sind die Kanzler?
19Dazu wirst du das starke Volk nicht sehen, das Volk von tiefer Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man nicht verstehen kann.
20Schaue, Zion, die Stadt unsers Stifts! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, eine Hütte, die nicht weggeführt wird, welcher Nagel sollen nimmermehr ausgezogen, und ihrer Seile keins zerrissen werden.
21Denn der HERR wird machtig daselbst bei uns sein, und werden weite Wassergraben sein, daü daruber kein Schiff mit Rudern fahren noch Galeeren dahin schiffen werden.
22Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser Konig, der hilft uns.
23Lalit sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fahnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel kdstliches Raubs ausgeteilet werden, dafi auch die Lahmen rauben werden.
24Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, so drinnen wohnet, wird Vergebung der Sünden haben.
Jesaja 33
1Wehe dir, Verwüster, und du selbst wurdest nicht verwüstet; und dir, Räuber, und man hat dich nicht beraubt! Sobald du das Verwüsten vollendet hast, wirst du verwüstet werden; sobald du mit dem Rauben fertig bist, wirst du beraubt werden. -
2Jehova, sei uns gnädig! auf dich harren wir; sei ihr Arm jeden Morgen, ja, unsere Rettung zur Zeit der Bedrängnis! -
3Vor dem Brausen deines Getümmels entfliehen die Völker, vor deiner Erhebung zerstreuen sich die Nationen.
4Und weggerafft wird eure Beute, wie die Heuschrecken wegraffen; wie Heuschrecken rennen, rennt man darauf los.
5Jehova ist hocherhaben; denn er wohnt in der Höhe, er füllt Zion mit Recht und Gerechtigkeit.
6Und es wird Festigkeit deiner Zeiten, Fülle von Heil, von Weisheit und Erkenntnis geben; die Furcht Jehovas wird sein Schatz sein.
7Siehe, ihre Helden schreien draußen, die Friedensboten weinen bitterlich.
8Die Straßen sind verödet, der Wanderer feiert. Er hat den Bund gebrochen, die Städte verachtet, keines Menschen geachtet.
9Es trauert, es schmachtet das Land; der Libanon steht beschämt da, er verdorrt; Saron ist einer Steppe gleich geworden, und Basan und Karmel schütteln ihr Laub ab.
10Nun will ich aufstehen, spricht Jehova; nun will ich mich emporrichten, nun mich erheben.
11Ihr gehet schwanger mit Heu, Stoppeln werdet ihr gebären; euer Schnauben ist ein Feuer, das euch verzehren wird.
12Und die Völker werden zu Kalkbränden, wie abgehauene Dornen, die im Feuer verbrannt werden.
13Höret, ihr Fernen, was ich getan, und ihr Nahen, erkennet meine Macht!
14Die Sünder in Zion sind erschrocken, Beben hat die Ruchlosen ergriffen. "wer von uns kann weilen bei verzehrendem Feuer? Wer von uns kann weilen bei ewigen Gluten?" -
15Wer in Gerechtigkeit wandelt und Aufrichtigkeit redet; wer den Gewinn der Bedrückungen verschmäht; wer seine Hände schüttelt, um keine Bestechung anzunehmen; wer sein Ohr verstopft, um nicht von Bluttaten zu hören, und seine Augen verschließt, um Böses nicht zu sehen:
16der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm dargereicht, sein Wasser versiegt nie. -
17Deine Augen werden den König schauen in seiner Schönheit, sehen werden sie ein weithin offenes Land.
18Dein Herz wird des Schreckens gedenken: Wo ist der Schreiber? wo der Wäger? wo, der die Türme zählte?
19Du wirst das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk von unverständlicher Sprache, daß man sie nicht vernehmen, von stammelnder Zunge, die man nicht verstehen kann.
20Schaue Zion an, die Stadt unserer Festversammlungen! Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine ruhige Wohnstätte, ein Zelt, das nicht wandern wird, dessen Pflöcke ewiglich nicht herausgezogen, und von dessen Seilen keines je losgerissen werden wird; -
21sondern daselbst ist ein Mächtiger, Jehova, bei uns; ein Ort von Flüssen, von breiten Strömen: kein Ruderschiff kommt hinein, und durch denselben zieht kein mächtiges Schiff.
22Denn Jehova ist unser Richter, Jehova unser Feldherr, Jehova unser König; er wird uns retten. -
23Schlaff hängen deine Taue; sie halten nicht fest das Gestell ihres Mastes, halten das Segel nicht ausgebreitet. -Dann wird ausgeteilt des Raubes Beute in Menge, selbst Lahme plündern die Beute.
24Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volke, das darin wohnt, wird die Missetat vergeben sein. -
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jesaja 33
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jesaja 33 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jesaja 33:16
"der wird in der Hohe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewüi."
"der wird auf Höhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm dargereicht, sein Wasser versiegt nie. -"
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1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Römer 8
Matthäus 5
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





