Jesaja 28 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jesaja 28
1Wehe der prachtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, derwelken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben uber einem fetten Tal derer, die vom Wein taumeln!
2Siehe, ein Starker und Machtiger vom HERRN, wie ein Hagelsturm, wie ein schadlich Wetter, wie ein Wassersturm, die machtiglich einreißen, wird ins Land gelassen mit Gewalt,
3daß die prachtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Fußen zertreten werde.
4Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben uber einem fetten Tal, wird sein gleich wie das Reife vor dem Sommer, welches verdirbt, wenn man es noch an seinem Zweige hangen siehet.
5Zu der Zeit wird der HERR Zebaoth sein eine liebliche Krone und herrlicher Kranz den Ubrigen seines Volks
6und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und eine Starke denen, die vom Streit wiederkommen zum Tor.
7Dazu sind diese auch vom Wein toll worden und taumeln von starkem Getrank. Denn beide, Priester und Propheten, sind toll von starkem Getranke, sind in Wein ersoffen und taumeln von starkem Getranke; sie sind toll im Weissagen und kocken die Urteile heraus.
8Denn alle Tische sind voll Speiens und Unflats an alien Orten.
9Wen soil erdenn lehren Erkenntnis? Wem soil er zu verstehen geben die Predigt? Den Entwohnten von der Milch; denen, die von Brusten abgesetzt sind.
10Denn (sie sagen): Gebeut hin, gebeut her; gebeut hin, gebeut her; harre hie, harre da; harre hie, harre da; hie ein wenig, da ein wenig!
11Wohlan, er wird einmal mit spottischen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dies geprediget wird:
12So hat man Ruhe, so erquickt man die Müden, so wird man stille; und wollen doch solcher Predigt nicht.
13Darum soli ihnen auch des HERRN Worteben also werden: Gebeut hin, gebeut her; gebeut hin, gebeut her; harre hie, harre da; harre hie; harre da; hie ein wenig, da ein wenig, daß sie hingehen und zurückfallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
14So horet nun des HERRN Wort, ihr Spotter, die ihr herrschet uber dies Volk, so zu Jerusalem ist.
15Denn ihrsprechet: Wir haben mit dem Tode einen Bund und mit der Holle einen Verstand gemacht; wenn eine Flut dahergehet, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Luge zu unserer Zuflucht und Heuchelei zu unserem Schirm gemacht.
16Darum spricht der Herr HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewahrten Stein, einen kostlichen Eckstein, der wohl gegrundet ist. Wer glaubet, derfleucht nicht.
17Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Gewicht machen; so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sollen den Schirm wegschwemnen,
18daß euer Bund mit dem Tode los werde und euer Verstand mit der Holle nicht bestehe; und wenn eine Flut dahergehet, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergehet, wird sie euch wegnehmen.
19Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tages Oder des Nachts. Denn alleine die Anfechtung lehret aufs Wort merken.
20Denn das Bett ist so enge, daß nichts ubrig ist, und die Decke so kurz, daß man sich drein schmiegen muß.
21Denn der HERR wird sich aufmachen wie auf dem Berge Prazim und zurnen wie im Tal Gibeon, daß er sein Werk tue auf eine andere Weise, und daß er seine Arbeit tue auf eine andere Weise.
22So laßt nun euer Spotten, auf daß eure Bande nicht harter werden; denn ich habe ein Verderben und Steuern gehoret, so vom Herrn HERRN Zebaoth geschehen wird in aller Welt.
23Nehmet zu Ohren und horet meine Stimme; merket auf und horet meine Rede!
24Pfluget Oder brachet Oder arbeitet auch ein Ackermann seinen Acker immerdar zur Saat?
25Ist's nicht also? Wenn er's gleich gemacht hat, so streuet er Wicken und wirft Kümmel und saet Weizen und Gerste, jegliches, wo er's hin haben will, und Spelt an seinen Ort.
26Also zuchtiget sie auch ihr Gott durch Recht und lehret sie.
27Denn man drischt die Wicken nicht mit Dreschwagen, so lalit man auch nicht das Wagenrad uber den Kümmel gehen, sondern die Wicken schlagt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken.
28Man mahlt es, dad es Brot werde, und drischt es nicht gar zunichte, wenn man's mit Wagenradern und Pferden ausdrischet.
29Solches geschieht auch vom HERRN Zebaoth; denn sein Rat ist wunderbarlich und führet es herrlich hinaus.
Jesaja 28
1Wehe der stolzen Krone der Trunkenen Ephraims, und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupte des fetten Tales der vom Weine Überwältigten!
2Siehe, der Herr hat einen Starken und Mächtigen, gleich einem Hagelwetter, einem verderbenden Sturmwinde; wie ein Wetter gewaltiger, überflutender Wasser reißt er zu Boden mit Macht.
3Mit Füßen wird zertreten die stolze Krone der Trunkenen Ephraims.
4Und der welkenden Blume seiner herrlichen Pracht auf dem Haupte des fetten Tales ergeht es wie dessen Frühfeige vor der Obsternte: kaum ist sie in der Hand dessen, der sie erblickt, so verschlingt er sie.
5An jenem Tage wird Jehova der Heerscharen dem Überrest seines Volkes zur prächtigen Krone und zum herrlichen Kranze sein;
6und zum Geiste des Rechts dem, der zu Gericht sitzt; und zur Heldenkraft denen, welche den Streit zurückdrängen ans Tor.
7Und auch diese wanken vom Wein und taumeln von starkem Getränk: Priester und Prophet wanken von starkem Getränk, sind übermannt vom Wein, taumeln vom starken Getränk; sie wanken beim Gesicht, schwanken beim Rechtsprechen.
8Denn alle Tische sind voll unflätigen Gespeies, daß kein Platz mehr ist.
9Wen soll er Erkenntnis lehren, und wem die Botschaft verständlich machen? Den von der Milch Entwöhnten, den von den Brüsten Entfernten?
10Denn es ist Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig! -
11Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volke reden,
12er, der zu ihnen sprach: Dies ist die Ruhe, schaffet Ruhe dem Ermüdeten; und dies die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören.
13Und so wird ihnen das Wort Jehovas sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; auf daß sie hingehen und rücklings fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.
14Darum höret das Wort Jehovas, ihr Spötter, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!
15Denn ihr sprechet: Wir haben einen Bund mit dem Tode geschlossen und einen Vertrag mit dem Scheol gemacht: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn wir haben die Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in der Falschheit uns geborgen.
16Darum, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich gründe einen Stein in Zion, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, aufs Festeste gegründet; wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.
17Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen, und die Gerechtigkeit zum Senkblei. Und der Hagel wird hinwegraffen die Zuflucht der Lüge, und die Wasser werden den Bergungsort wegschwemmen.
18Und euer Bund mit dem Tode wird zunichte werden, und euer Vertrag mit dem Scheol nicht bestehen: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, so werdet ihr von derselben zertreten werden.
19So oft sie hindurchfährt, wird sie euch hinraffen; denn jeden Morgen wird sie hindurchfahren, bei Tage und bei Nacht. Und es wird eitel Schrecken sein, die Botschaft zu vernehmen.
20Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken und die Decke zu schmal, um sich einzuhüllen.
21Denn Jehova wird sich aufmachen wie bei dem Berge Perazim, wie im Tale zu Gibeon wird er zürnen: um sein Werk zu tun-befremdend ist sein Werk! -und um seine Arbeit zu verrichten, -außergewöhnlich ist seine Arbeit!
22Und nun treibet nicht Spott, damit eure Bande nicht fester gemacht werden; denn ich habe Vernichtung vernommen und Festbeschlossenes von seiten des Herrn, Jehovas der Heerscharen, über die ganze Erde.
23Nehmet zu Ohren und höret meine Stimme, merket auf und höret meine Rede!
24Pflügt wohl der Pflüger den ganzen Tag, um zu säen? Furcht und eggt er den ganzen Tag sein Ackerland?
25Ist es nicht so? wenn er dessen Fläche geebnet hat, so streut er Dill und sät Kümmel, und wirft Weizen reihenweise, und Gerste auf das abgesteckte Stück, und den Spelt an seinen Rand.
26So unterwies ihn sein Gott zum richtigen Verfahren, er belehrte ihn.
27Denn Dill wird nicht mit dem Dreschschlitten ausgedroschen und das Wagenrad nicht über Kümmel gerollt; sondern Dill wird mit dem Stabe ausgeschlagen und Kümmel mit dem Stocke.
28Wird Brotkorn zermalmt? Nein, nicht unaufhörlich drischt er es; und wenn er das Rad seines Wagens und seine Pferde darüber hintreibt, so zermalmt er es nicht.
29Auch dieses geht aus von Jehova der Heerscharen; er ist wunderbar in seinem Rat, groß an Verstand.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jesaja 28
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jesaja 28 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jesaja 28:16
"Darum spricht der Herr HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewahrten Stein, einen kostlichen Eckstein, der wohl gegrundet ist. Wer glaubet, derfleucht nicht."
"Darum, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich gründe einen Stein in Zion, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, aufs Festeste gegründet; wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen."
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