Jeremia 30 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jeremia 30
1Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia:
2So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein Buch, die ich zu dir rede.
3Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich das Gefangnis meines Volks, beide, Israels und Judas, wenden will, spricht der HERR, und will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vatern gegeben habe, daß sie es besitzen sollen.
4Dies sind aber die Worte, welche der HERR redetvon Israel und Juda.
5Denn so spricht der HERR: Wir horen ein Geschrei des Schreckens; es ist eitel Furcht da und kein Friede.
6Aber forschet doch und sehet, ob ein Mannsbild gebaren moge? Wie geht es denn zu, daß ich alle Manner sehe ihre Hande auf ihren Huften haben, wie Weiber in Kindesnoten, und alle Angesichte so bleich sind?
7Es ist ja ein grafter Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; noch soli ihm daraus geholfen werden.
8Es soil aber geschehen zu derselbigen Zeit, spricht der HERR Zebaoth, daß ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen will und deine Bande zerreiften, daß er darin nicht mehr den Fremden dienen muft,
9sondern dem HERRN, ihrem Gott, und ihrem Konige David, welchen ich ihnen erwecken will.
10Darum furchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und entsetze dich nicht, Israel! Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Landen und deinem Samen aus dem Lande ihres Gefangnisses, daß Jakob soil wiederkommen, in Frieden leben und Genuge haben; und niemand soil ihn schrecken.
11Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, daß ich dir helfe. Denn ich will's mit alien Heiden ein Ende machen, dahin ich dich zerstreuet habe; aber mit dir will ich’s nicht ein Ende machen; zuchtigen aber will ich dich mit Mafte, daß du dich nicht unschuldig haltest.
12Denn also spricht der HERR: Dein Schade ist verzweifelt bose, und deine Wunden sind unheilbar.
13Deine Sache handelt niemand, daß er sie verbande; es kann dich niemand heilen.
14Alle deine Liebhaber vergessen dein, fragen nichts danach. Ich habe dich geschlagen, wie ich einen Feind schluge, mit unbarmherziger Staupe urn deiner groften Missetat und urn deiner starken Sunden willen.
15Was schreiest du uber deinen Schaden und uber deinen verzweifelt bosen Schmerzen? Habe ich dir doch solches getan urn deiner groften Missetat und urn deiner starken Sunden willen.
16Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geangstet haben, sollen alle gefangen werden, und die dich beraubet haben, sollen beraubet werden, und alle, die dich geplundert haben, sollen geplundert werden.
17Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR, darum daß man dich nennet die Verstoftene, und Zion sei, nach der niemand frage.
18So spricht der HERR: Siehe, ich will das Gefangnis der Hütten Jakobs wenden und mich uber seine Wohnung erbarmen; und die Stadt soil wieder auf ihre Hugel gebauet werden, und der Tempel soli stehen nach seiner Weise.
19Und soil von dannen herausgehen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern; ich will sie herrlich machen und nicht kleinern.
20Ihre Sohne sollen sein gleichwie vorhin, und ihre Gemeine vor mir gedeihen; denn ich will heimsuchen alle, die sie plagen.
21Und ihr Furst soil aus ihnen herkommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen und er soil zu mir nahen; denn wer ist der, so mit willigem Herzen zu mir nahet? spricht der HERR.
22Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gottsein.
23Siehe, es wird ein Wetter des HERRN mit Grimm kommen, ein schrecklich Ungewitter wird den Gottlosen auf den Kopf fallen.
24Denn des HERRN grimmiger Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat. Zur letzten Zeit werdet ihr solches erfahren.
Jeremia 30
1Das Wort, welches von seiten Jehovas zu Jeremia geschah, also:
2So spricht Jehova, der Gott Israels, und sagt: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch.
3Denn siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da ich die Gefangenschaft meines Volkes Israel und Juda wenden werde, spricht Jehova; und ich werde sie in das Land zurückbringen, welches ich ihren Vätern gegeben habe, damit sie es besitzen.
4Und dies sind die Worte, welche Jehova über Israel und über Juda geredet hat.
5Denn so spricht Jehova: Eine Stimme des Schreckens haben wir gehört; da ist Furcht und kein Friede.
6Fraget doch und sehet, ob ein Mann gebiert? Warum sehe ich eines jeden Mannes Hände auf seinen Lenden, einer Gebärenden gleich, und jedes Angesicht in Blässe verwandelt?
7Wehe! denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden.
8Denn es wird geschehen an jenem Tage, spricht Jehova der Heerscharen, daß ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen und deine Fesseln zerreißen werde, und Fremde sollen ihn nicht mehr dienstbar machen;
9sondern sie werden Jehova, ihrem Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecken werde.
10Und du, fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht Jehova, und erschrick nicht, Israel! denn siehe, ich will dich retten aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft; und Jakob wird zurückkehren und ruhig und sicher sein, und niemand wird ihn aufschrecken.
11Denn ich bin mit dir, spricht Jehova, um dich zu retten. Denn ich werde den Garaus machen allen Nationen, wohin ich dich zerstreut habe; nur dir werde ich nicht den Garaus machen, sondern dich nach Gebühr züchtigen und dich keineswegs ungestraft lassen.
12Denn so spricht Jehova: Deine Wunde ist unheilbar, schmerzlich ist dein Schlag;
13niemand führt deine Streitsache, für das Geschwür gibt es kein Heilmittel, da ist kein Pflaster für dich!
14Alle deine Buhlen haben dich vergessen, sie fragen nicht nach dir. Denn ich habe dich geschlagen mit dem Schlage eines Feindes, mit grausamer Züchtigung, um der Größe deiner Ungerechtigkeit willen, weil deine Sünden zahlreich sind.
15Was schreist du über deine Wunde, daß dein Schmerz unheilbar ist? Um der Größe deiner Ungerechtigkeit willen, weil deine Sünden zahlreich sind, habe ich dir solches getan.
16Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedränger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen; und deine Berauber sollen zum Raube werden, und alle deine Plünderer werde ich zur Plünderung hingeben.
17Denn ich will dir einen Verband anlegen und dich von deinen Schlägen heilen, spricht Jehova, weil man dich eine Verstoßene nennt: "Das ist Zion, nach der niemand fragt!"
18So spricht Jehova: Siehe, ich will die Gefangenschaft der Zelte Jakobs wenden, und seiner Wohnungen will ich mich erbarmen. Und die Stadt wird auf ihrem Hügel wieder erbaut, und der Palast nach seiner Weise bewohnt werden;
19und Lobgesang und die Stimme der Spielenden wird von ihnen ausgehen. Und ich will sie mehren, und sie werden sich nicht mindern; und ich will sie herrlich machen, und sie werden nicht gering werden.
20Und seine Söhne werden sein wie ehedem, und seine Gemeinde wird vor mir feststehen; und alle seine Bedrücker werde ich heimsuchen.
21Und sein Herrlicher wird aus ihm sein, und sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen; und ich will ihn herzutreten lassen, daß er mir nahe; denn wer ist es wohl, der sein Herz verpfändete, um zu mir zu nahen? spricht Jehova.
22Und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein.
23Siehe, ein Sturmwind Jehovas, ein Grimm ist ausgegangen, ein sausender Sturmwind; er wird sich herniederwälzen auf den Kopf der Gesetzlosen.
24Nicht wenden wird sich die Glut des Zornes Jehovas, bis er getan und bis er ausgeführt hat die Gedanken seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr dessen innewerden.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jeremia 30
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jeremia 30 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jeremia 30:16
"Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geangstet haben, sollen alle gefangen werden, und die dich beraubet haben, sollen beraubet werden, und alle, die dich geplundert haben, sollen geplundert werden."
"Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und alle deine Bedränger sollen insgesamt in die Gefangenschaft gehen; und deine Berauber sollen zum Raube werden, und alle deine Plünderer werde ich zur Plünderung hingeben."
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