Jeremia 29 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jeremia 29
1Dies sind die Worte im Briefe, den der Prophet Jeremia sandte von Jerusalem zu den übrigen Altesten die weggefuhrtwaren, und zu den Priestern und Propheten und zum ganzen Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem hatte weggefuhrt gen Babel
2(nachdem der Konig Jechanja und die Konigin mit den Kammerern und Fursten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem weg waren),
3durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche Zedekia, der Konig Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem Konige zu Babel, und sprach:
4So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu alien Gefangenen, die ich habe von Jerusalem lassen wegfuhren gen Babel:
5Bauet Hauser, darin ihrwohnen moget; pflanzet Garten, daraus ihr die Fruchte essen moget;
6nehmet Weiber und zeuget Sohne und Tochter; nehmet euren Sohnen Weiber und gebet euren Tochtem Manner, dafi sie Sohne und Tochter zeugen; mehret euch daselbst, daß euer nicht wenig sei.
7Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegfuhren, und betet fur sie zum HERRN; denn wenn's ihrwohlgehet, so gehet es euch auch wohl.
8Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Laftt euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrugen und gehorchet euren Traumen nicht, die euch traumen;
9denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.
10Denn so spricht der HERR: Wenn zu Babel siebenzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gnadiges Wort uber euch erwecken, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe.
11Denn ich weift wohl, was ich fur Gedanken über euch habe, spricht der HERR, namlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
12Und ihrwerdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhoren.
13Ihrwerdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
14so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gefangnis wenden und euch sammeln aus alien Volkern und von alien Orten, dahin ich euch verstoften habe, spricht der HERR; und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dannen ich euch habe lassen wegfuhren.
15Denn ihr meinet, der HERR habe euch zu Babel Propheten auferweckt.
16Denn also spricht der HERR vom Konige, der auf Davids Stuhl sitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, namlich von euren Brudern, die nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind;
17ja, also spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken und will mit ihnen umgehen wie mit den bosen Feigen, da einem vor ekelt zu essen;
18und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz; und will sie in keinem Konigreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen zum Fluch, zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter alien Volkern werden, dahin ich sie verstoften werde,
19darum daß sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der HERR, der ich meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet nicht horen, spricht der HERR.
20Ihr aber alle, die ihr gefangen seid weggefuhret, die ich von Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, horet des HERRN Wort!
21So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolajas, und wider Zedekia, den Sohn Masejas, die euch falsch weissagen in meinem Namen: Siehe, ich will sie geben in die Hande Nebukadnezars, des Kbnigs zu Babel, der soil sie schlagen lassen vor euren Augen,
22daß man wird aus denselbigen einen Fluch machen unter alien Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der HERR tue dir wie Zedekia und Ahab, welche der Konig zu Babel auf Feuer braten lieft,
23darum daß sie eine Torheit in Israel begingen und trieben Ehebruch mitderandern Weibern und predigten falsch in meinem Namen, das ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches weift ich und zeuge es, spricht der HERR.
24Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen:
25So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Darum daß du unter deinem Namen hast Briefe gesandt zu allem Volk, das zu Jerusalem ist, und zum Priester Zephanja, dem Sohn Masejas, und zu alien Priestern und gesagt:
26Der HERR hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jehojada, daß ihr sollt Aufseher sein im Hause des HERRN über alle Wahnsinnigen und Weissager, daß du sie in Kerker und Stock legest.
27Nun, warum strafst du denn nicht Jeremia von Anathoth, der euch weissaget,
28darum daß er zu uns gen Babel geschickt hat und lassen sagen: Es wird noch lange wahren; bauet Hauser, darin ihr wohnet, und pflanzet Garten, daß ihr die Fruchte davon esset.
29Denn Zephanja, der Priester, hatte denselben Brief gelesen und den Propheten Jeremia lassen zuhoren.
30Darum geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach:
31Sende hin zu alien Gefangenen und laft ihnen sagen: So spricht der HERR wider Semaja von Nehalam: Darum daß euch Semaja weissaget, und ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, daß ihr auf Lügen vertrauet,
32darum spricht der HERR also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam heimsuchen samt seinem Samen, daß der Seinen keiner soil unter diesem Volk bleiben, und soli das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, spricht der HERR; denn er hat sie mit seiner Rede vom HERRN abgewendet.
Jeremia 29
1Und dies sind die Worte des Briefes, welchen der Prophet Jeremia von Jerusalem an die übriggebliebenen Ältesten der Weggeführten und an die Priester und an die Propheten und an das ganze Volk sandte, welches Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte
2nachdem der König Jekonja und die Königin, und die Kämmerer, die Fürsten von Juda und Jerusalem, und die Werkleute und die Schlosser aus Jerusalem weggezogen waren,
3durch Eleasar, den Sohn Schaphans, und Gemarja, den Sohn Hilkijas, welche Zedekia, der König von Juda, nach Babel zu Nebukadnezar, dem König von Babel, sandte:
4So spricht Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel weggeführt habe:
5Bauet Häuser und bewohnet sie, und pflanzet Gärten und esset ihre Frucht.
6Nehmet Weiber und zeuget Söhne und Töchter, und nehmet Weiber für eure Söhne, und eure Töchter gebet Männern, damit sie Söhne und Töchter gebären; und mehret euch daselbst, und mindert euch nicht.
7Und suchet den Frieden der Stadt, wohin ich euch weggeführt habe, und betet für sie zu Jehova; denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.
8Denn so spricht Jehova der Heerscharen, der Gott Israels: Laßt euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind, und von euren Wahrsagern nicht täuschen; und höret nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen lasset.
9Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht Jehova.
10Denn so spricht Jehova: Sobald siebzig Jahre für Babel voll sind werde ich mich eurer annehmen und mein gutes Wort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen.
11Denn ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht Jehova, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Ausgang und Hoffnung zu gewähren.
12Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir beten, und ich werde auf euch hören.
13Und ihr werdet mich suchen und finden, denn ihr werdet nach mir fragen mit eurem ganzen Herzen
14und ich werde mich von euch finden lassen, spricht Jehova. Und ich werde eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Nationen und aus allen Orten, wohin ich euch vertrieben habe, spricht Jehova; und ich werde euch an den Ort zurückbringen, von wo ich euch weggeführt habe.
15Wenn ihr saget: Jehova hat uns in Babel Propheten erweckt,
16ja, so spricht Jehova von dem König, der auf dem Throne Davids sitzt, und von dem ganzen Volke, das in dieser Stadt wohnt, euren Brüdern, welche nicht mit euch in die Gefangenschaft weggezogen sind,
17so spricht Jehova der Heerscharen: Siehe, ich sende unter sie das Schwert, den Hunger und die Pest, und will sie machen wie die abscheulichen Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können
18Und ich will ihnen nachjagen mit dem Schwerte, mit dem Hunger und mit der Pest; und ich will sie zur Mißhandlung hingeben allen Königreichen der Erde, zum Fluch und zum Entsetzen und zum Gezisch und zum Hohn unter allen Nationen, wohin ich sie vertrieben habe:
19darum, daß sie auf meine Worte nicht gehört haben, spricht Jehova, womit ich meine Knechte, die Propheten, zu ihnen sandte, früh mich aufmachend und sendend. Und auch ihr habt nicht gehört, spricht Jehova.
20Ihr nun, höret das Wort Jehovas, ihr Weggeführten alle, die ich von Jerusalem nach Babel weggeschickt habe!
21So spricht Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, von Ahab, dem Sohne Kolajas, und von Zedekia, dem Sohne Maasejas, die euch Lügen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich gebe sie in die Hand Nebukadrezars, des Königs von Babel, damit er sie vor euren Augen erschlage.
22Und von ihnen wird ein Fluch entnommen werden seitens aller Weggeführten Judas, die in Babel sind, so daß man sagen wird: Jehova mache dich wie Zedekia und wie Ahab, welche der König von Babel im Feuer braten ließ!
23Weil sie eine Ruchlosigkeit begangen in Israel und Ehebruch getrieben haben mit den Weibern ihrer Nächsten, und in meinem Namen Lügenworte geredet haben, was ich ihnen nicht geboten hatte; und ich, ich weiß es und bin Zeuge, spricht Jehova. -
24Und zu Schemaja, dem Nechelamiter, sollst du sprechen und sagen:
25So spricht Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, und sagt: Weil du in deinem Namen Briefe gesandt hast an alles Volk, das in Jerusalem ist, und an den Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, und an alle die Priester, und gesagt:
26"Jehova hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jojada, damit Aufseher seien im Hause Jehovas betreffs jedes Rasenden und Weissagenden, damit du ihn in den Stock und in das Halseisen legest.
27Und nun, warum hast du Jeremia, den Anathothiter, nicht gescholten, der euch weissagt?
28da er ja zu uns nach Babel gesandt und gesagt hat :Es wird lange dauern; bauet Häuser und bewohnet sie, und pflanzet Gärten und esset ihre Frucht."
29
30Und das Wort Jehovas geschah zu Jeremia also:
31Sende hin zu allen Weggeführten und sprich: Also spricht Jehova von Schemaja, dem Nechelamiter: Weil Schemaja euch geweissagt, und ich ihn doch nicht gesandt habe, und er euch auf Lügen hat vertrauen lassen,
32darum spricht Jehova also: Siehe, ich will Schemaja, den Nechelamiter, und seinen Samen heimsuchen: Er soll niemanden haben, der inmitten dieses Volkes wohne, und er soll das Gute nicht sehen, welches ich meinem Volke tun werde, spricht Jehova; denn er hat Abfall geredet wider Jehova.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jeremia 29
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jeremia 29 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jeremia 29:16
"Denn also spricht der HERR vom Konige, der auf Davids Stuhl sitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, namlich von euren Brudern, die nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind;"
"ja, so spricht Jehova von dem König, der auf dem Throne Davids sitzt, und von dem ganzen Volke, das in dieser Stadt wohnt, euren Brüdern, welche nicht mit euch in die Gefangenschaft weggezogen sind,"
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