Apostelgeschichte 16 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Apostelgeschichte 16
1Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Junger war daselbst mit Namen Timotheus, eines judischen Weibes Sohn, die war glaubig, aber eines griechischen Vaters.
2Der hatte ein gut Gerucht bei den Brudern unter den Lystranern und zu Ikonien.
3Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn urn der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuliten alle, daß sein Vater war ein Grieche gewesen.
4Als sie aber durch die Stadte zogen, überantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den Altesten zu Jerusalem beschlossen war.
5Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl taglich.
6Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien.
7Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lieli es ihnen nicht zu.
8Da sie aber an Mysien voruberzogen, kamen sie hinab gen Troas.
9Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach Mazedonien und hilf uns!
10Alseraberdas Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewili, daß uns der Herr dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.
11Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis
12und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage.
13Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen.
14Und ein gottesfurchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkramerin aus der Stadt der Thyatirer, horete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward.
15Als sie aber und ihr Hausgetauftward, ermahnete sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich glaubig bin an den Herrn, so kommet in mein Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns.
16Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen.
17Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhochsten, die euch den Weg der Seligkeit verkundigen!
18Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich urn und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde.
19Da aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Genielies war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten
20und fuhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre und sind Juden
21und verkundigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu tun, weil wir Rdmer sind.
22Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lielien ihnen die Kleider abreilien und hielien sie staupen.
23Und da sie sie wohl gestaupet hatten, warfen sie sie ins Gefangnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl bewahrete.
24Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefangnis und legte ihre Füfie in den Stock.
25Urn die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und es horeten sie die Gefangenen.
26Schnell aber ward ein groties Erdbeben, also daß sich bewegeten die Grundfesten des Gefangnisses. Und von Stund' an wurden alle Turen aufgetan und aller Bande los.
27Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Turen des Gefangnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwurgen; denn er meinete, die Gefangenen waren entflohen.
28Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier.
29Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fülien
30und führete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soil ich tun, dati ich selig werde?
31Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig.
32Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und alien, die in seinem Hause waren.
33Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lieli sich taufen und alle die Seinen alsobald.
34Und führete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war.
35Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lali die Menschen gehen!
36Und der Kerkermeister verkundigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden.
37Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil offentlich gestaupet, die wir doch Rdmer sind, und in das Gefangnis geworfen und sollten uns nun heimlich ausstolien? Nicht also, sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfuhren.
38Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Hauptleuten; und sie furchteten sich, da sie horeten, daß sie Rdmer waren,
39und kamen und ermahneten sie und fuhreten sie heraus und baten sie, daß sie auszogen aus der Stadt.
40Da gingen sie aus dem Gefangnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brüder gesehen hatten und getrostet, zogen sie aus.
Apostelgeschichte 16
1Er gelangte aber nach Derbe und Lystra. Und siehe, daselbst war ein gewisser Jünger, mit Namen Timotheus, der Sohn eines jüdischen gläubigen Weibes, aber eines griechischen Vaters;
2welcher ein gutes Zeugnis hatte von den Brüdern in Lystra und Ikonium.
3Paulus wollte, daß dieser mit ihm ausgehe, und er nahm und beschnitt ihn um der Juden willen, die in jenen Orten waren; denn sie kannten alle seinen Vater, daß er ein Grieche war.
4Als sie aber die Städte durchzogen, teilten sie ihnen zur Beobachtung die Beschlüsse mit, welche von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem festgesetzt waren.
5Die Versammlungen nun wurden im Glauben befestigt und vermehrten sich täglich an Zahl.
6Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geiste verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden;
7als sie aber gegen Mysien hin kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht.
8Als sie aber an Mysien vorübergezogen waren, gingen sie nach Troas hinab.
9Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein gewisser macedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Macedonien und hilf uns!
10Als er aber das Gesicht gesehen hatte, suchten wir alsbald nach Macedonien abzureisen, indem wir schlossen, daß der Herr uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verkündigen.
11Wir fuhren nun von Troas ab und kamen geraden Laufs nach Samothrace, und des folgenden Tages nach Neapolis,
12und von da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes Teiles von Macedonien ist, eine Kolonie. In dieser Stadt aber verweilten wir einige Tage.
13Und am Tage des Sabbaths gingen wir hinaus vor das Tor an einen Fluß, wo es gebräuchlich war, das Gebet zu verrichten; und wir setzten uns nieder und redeten zu den Weibern, die zusammengekommen waren.
14Und ein gewisses Weib, mit Namen Lydia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt Thyatira, welche Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr auftat, daß sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.
15Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilet, daß ich dem Herrn treu sei, so kehret in mein Haus ein und bleibet. Und sie nötigte uns.
16Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, daß uns eine gewisse Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte, welche ihren Herren vielen Gewinn brachte durch Wahrsagen.
17Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die euch den Weg des Heils verkündigen.
18Dies aber tat sie viele Tage. Paulus aber, tiefbetrübt, wandte sich um und sprach zu dem Geiste: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde.
19Als aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Gewinnes dahin war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den Vorstehern.
20Und sie führten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen, welche Juden sind, verwirren ganz und gar unsere Stadt
21und verkündigen Gebräuche, die uns nicht erlaubt sind anzunehmen noch zu tun, da wir Römer sind.
22Und die Volksmenge erhob sich zugleich wider sie, und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen.
23Und als sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren.
24Dieser warf sie, als er solchen Befehl empfangen hatte, in das innerste Gefängnis und befestigte ihre Füße in dem Stock.
25Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu.
26Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so daß die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden; und alsbald öffneten sich alle Türen, und aller Bande wurden gelöst.
27Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe aufwachte und die Türen des Gefängnisses geöffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich umbringen, indem er meinte, die Gefangenen wären entflohen.
28Paulus aber rief mit lauter Stimme und sprach: Tue dir nichts Übles, denn wir sind alle hier.
29Er aber forderte Licht und sprang hinein; und zitternd fiel er vor Paulus und Silas nieder.
30Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muß ich tun, auf daß ich errettet werde?
31Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesum, und du wirst errettet werden, du und dein Haus.
32Und sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Hause waren.
33Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab; und er wurde getauft, er und alle die Seinigen alsbald.
34Und er führte sie hinauf in sein Haus, setzte ihnen einen Tisch vor und frohlockte, an Gott glaubend mit seinem ganzen Hause.
35Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die Rutenträger und sagten: Laß jene Menschen los.
36Der Kerkermeister aber berichtete dem Paulus diese Worte: Die Hauptleute haben gesandt, daß ihr losgelassen würdet; so gehet denn jetzt hinaus und ziehet hin in Frieden.
37Paulus aber sprach zu ihnen: Nachdem sie uns, die wir Römer sind, öffentlich unverurteilt geschlagen, haben sie uns ins Gefängnis geworfen, und jetzt stoßen sie uns heimlich aus? Nicht doch; sondern laß sie selbst kommen und uns hinausführen.
38Die Rutenträger aber meldeten diese Worte den Hauptleuten; und sie fürchteten sich, als sie hörten, daß sie Römer seien.
39Und sie kamen und redeten ihnen zu; und sie führten sie hinaus und baten sie, daß sie aus der Stadt gehen möchten.
40Als sie aber aus dem Gefängnis herausgegangen waren, gingen sie zu der Lydia; und als sie die Brüder gesehen hatten, ermahnten sie sie und gingen weg.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Apostelgeschichte 16
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Apostelgeschichte 16 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Apostelgeschichte 16:16
"Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen."
"Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, daß uns eine gewisse Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte, welche ihren Herren vielen Gewinn brachte durch Wahrsagen."
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