Entdecken Sie die letzte Stufe des christlichen Heils, in der Gläubige völlig in das Ebenbild Christi verwandelt und von der Sünde befreit werden.
Kurze Zusammenfassung
Die Verherrlichung ist die letzte Stufe des Heils, in der Gott die Sünde vollständig aus dem Leben des Gläubigen entfernt. Sie geschieht bei der Wiederkunft Christi und verwandelt den sterblichen Leib in einen unsterblichen, heiligen Zustand, der dem Bilde Jesu gleichgestaltet ist (Philipper 3:21). Sie markiert die Vollendung von Gottes Erlösungswerk und folgt auf Rechtfertigung und Heiligung.
Die Verherrlichung ist Gottes endgültige und völlige Entfernung der Sünde aus dem Leben Seines erlösten Volkes. Sie ist die letzte Stufe des Heils, wenn die Gläubigen völlig in das Ebenbild Christi verwandelt und für immer von der Gegenwart, der Macht und den Auswirkungen der Sünde befreit werden.
Bei der Wiederkunft Jesu Christi wird Gottes Herrlichkeit in Seinem Volk offenbart werden, und sie werden nicht länger als sterbliche Wesen leben, die von einer gefallenen Natur beschwert sind, sondern als heilige und unsterbliche Kinder, die ungehinderte Gemeinschaft mit Gott genießen (; ). Die Verherrlichung ist der Augenblick, in dem das Heil seine vollkommene Vollendung erreicht.
Verherrlichung: Wir werden endgültig und vollständig heilig gemacht und Christus gleichgestaltet.
Die Verherrlichung ist nicht vom Heil getrennt, sondern dessen Krönung. Was Gott in der Rechtfertigung begann und in der Heiligung fortsetzt, vollendet Er in der Verherrlichung. Die Schrift beschreibt dies als die Erfüllung von Gottes ewigem Vorsatz für Sein Volk: „Welche er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht“ (Römer 8:30). Aus Gottes Perspektive ist die Verherrlichung so gewiss wie die Rechtfertigung selbst.
Der Unterschied zwischen gegenwärtiger Verwandlung und endgültiger Herrlichkeit
Gläubige erfahren bereits eine wirkliche Verwandlung durch den Heiligen Geist. „Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern“ (2. Korinther 3:18). Dies bezieht sich auf die Heiligung, den allmählichen Prozess, durch den Gott unseren Charakter verändert, um Christus widerzuspiegeln.
Doch diese gegenwärtige Verwandlung ist teilweise und unvollständig. Wir ringen noch mit der Sünde. Unsere Leiber bleiben der Schwachheit, der Verwesung und dem Tod unterworfen. Unser Verständnis von Gott ist begrenzt. „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht“ (1. Korinther 13:12).
Die Verherrlichung ist anders. Sie ist nicht allmählich, sondern augenblicklich. „Wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Augenblick, in einem Nu“ (1. Korinther 15:51–52). Bei Christi Wiederkunft werden die Gläubigen eine völlige Erneuerung erfahren. Was verweslich ist, wird unverweslich werden. Was sterblich ist, wird unsterblich werden. Was unvollständig ist, wird vollkommen werden.
Die Bedeutung der Herrlichkeit Gottes
Gottes Herrlichkeit ist nicht bloß strahlendes Licht oder überwältigende Schönheit. Sie ist der volle Ausdruck Seiner Heiligkeit, Reinheit, Macht und moralischen Vollkommenheit. In der Schrift wird Gottes Herrlichkeit als „gewichtig“ beschrieben, was den Sinn von unendlichem Wert und Majestät trägt. Das hebräische Wort kabod vermittelt die Vorstellung von Schwere, Wichtigkeit und Ehre.
Menschliche Wesen in ihrem gefallenen Zustand können die direkte Aussetzung gegenüber Gottes Herrlichkeit nicht ertragen. Jesaja schrie in Verzweiflung auf, als er den Herrn sah (Jesaja 6:5). Hesekiel fiel auf sein Angesicht vor der göttlichen Gegenwart. Selbst die Seraphim bedeckten ihre Angesichter vor Gottes Heiligkeit. Sündige Menschheit ist unvereinbar mit vollkommener Heiligkeit.
Die Verherrlichung ändert dies. Durch Christus werden die Gläubigen fähig gemacht werden, an Gottes Herrlichkeit teilzuhaben, ohne von ihr vernichtet zu werden. Was einst menschliche Sünde bloßstellte, wird dann die Quelle ewiger Freude und Gemeinschaft werden.
Die Verherrlichung ist christuszentriert
Die Verherrlichung ist untrennbar von Jesus Christus. Es ist Seine Wiederkunft, die sie einleitet. Es ist Seine Herrlichkeit, die sie definiert. Es ist Sein Ebenbild, das die Gläubigen empfangen.
Die Schrift sagt, dass Christus „unseren nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe“ (Philipper 3:21). Der Zweck der Verherrlichung ist die Gleichgestaltung mit Christus. „Wenn es erscheinen wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3:2).
Diese Verwandlung ist nicht bloß körperlich, sondern moralisch und geistlich. Gläubige werden vollkommen heilig, vollkommen gehorsam und vollkommen auf Gottes Willen ausgerichtet sein. Die Menschheit, die Christus in auferstandener Herrlichkeit besitzt, wird das Vorbild für die erlöste Menschheit Seines Volkes.
Teilhabe an der Herrlichkeit Gottes
In Seinem hohepriesterlichen Gebet bat Jesus, dass Seine Nachfolger eines Tages Seine Herrlichkeit sehen und teilen würden (Johannes 17:24). Dies offenbart die erstaunliche Natur der Verherrlichung. Gott rettet Sünder nicht bloß vor dem Gericht. Er bringt sie in die Teilhabe an Seinem eigenen Leben und Seiner Heiligkeit.
An Gottes Herrlichkeit teilzuhaben bedeutet, für immer frei von Sünde zu sein. Es bedeutet, vollkommen zu lieben, völlig anzubeten und freudig zu gehorchen. Es bedeutet, in ununterbrochener Gemeinschaft mit Gott in einer erneuerten Schöpfung zu leben, in der Gerechtigkeit wohnt.
Die Verherrlichung ist nicht der Verlust unserer Menschlichkeit, sondern ihre Erfüllung. Wir werden nicht göttlich, aber wir werden vollends das, was Gott für die Menschheit beabsichtigte.
Die ethische Kraft der Verherrlichung
Die Verherrlichung ist zukünftig, aber ihr Einfluss ist gegenwärtig. „Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist“ (1. Johannes 3:3). Die Gewissheit zukünftiger Herrlichkeit motiviert zu gegenwärtiger Heiligkeit.
Weil die Gläubigen wissen, was sie werden, streben sie danach, auf eine Weise zu leben, die ihre Bestimmung widerspiegelt. Die Heiligung wird durch die Verherrlichung geformt. Die zukünftige Identität der Gläubigen regiert ihren gegenwärtigen Wandel. Die Hoffnung wird zu einer Kraft für moralische Verwandlung.
Die Verherrlichung lehrt, dass das christliche Leben kein endloser Kampf ohne Auflösung ist. Es ist eine Reise hin zur vollständigen Wiederherstellung. Jeder Sieg über die Sünde, jeder Akt des Gehorsams, jeder Augenblick der Treue weist vorwärts auf den Tag, an dem die Sünde nicht mehr sein wird.
Die Verherrlichung ist der letzte Akt von Gottes rettendem Werk. Es ist der Augenblick, in dem Sein erlöstes Volk vollkommen heilig, vollkommen lebendig und vollkommen mit Ihm vereint gemacht wird. Sie vollendet, was die Rechtfertigung erklärte und die Heiligung vorbereitete. Sie verwandelt gefallene Menschheit in verherrlichte Menschheit, nach dem Vorbild Christi selbst.
Diese Lehre gibt Christen unerschütterliche Hoffnung. Die Geschichte des Heils endet nicht mit Kampf, sondern mit Verwandlung. Sie endet nicht mit Schwachheit, sondern mit Herrlichkeit. Sie endet nicht mit Glauben, sondern mit Schauen.