Jesaja 51 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
Jesaja 51
1HÖRET mir zu, die ihr dem Heil nachjagt, ihr, die ihr den Herrn sucht. Schaut auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, auf den Steinbruch, daraus ihr gebrochen seid!
2Schaut auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch geboren hat; er war nur einer, da ich ihn berief, doch ich segnete ihn und mehrte ihn. (a) 1Mo 12:1 2
3Denn der Herr hat Erbarmen mit Zion, hat Erbarmen mit all ihren Trümmern, ihre Wüste macht er zum Paradies und ihre Steppe gleich dem Garten des Herrn. Freude und Wonne findet man dort, Lobpreis und Liederklang. (a) 1Mo 2:8
4Merke auf mich, mein Volk, gebt mir Gehör, ihr meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen und meine Wahrheit als Licht der Völker.
5Alsbald naht sich mein Heil, geht aus meine Rettung, und meine Arme richten die Völker. Auf mich harren die fernsten Gestade, auf meinen Arm warten sie. (a) Jes 42:4
6Erhebet eure Augen gen Himmel und schaut auf die Erde drunten; denn die Himmel werden zerfetzt wie Rauch, und die Erde zerfällt wie ein Gewand, und ihre Bewohner sterben wie Mücken; doch meine Rettung wird auf ewig bestehen, und mein Heil wird nicht aufhören. (a) Ps 102:27; Mt 24:35
7Höret mir zu, die ihr das Recht kennt, du Volk, das meine Weisung im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen, und entsetzet euch nicht vor ihrem Lästern.
8Denn die Schaben werden sie fressen wie ein Kleid und die Motten sie verzehren wie Wolle; doch mein Heil wird auf ewig bestehen und meine Rettung von Geschlecht zu Geschlecht. (a) Jes 50:9
9Wach auf! Wach auf! Waffne dich mit Kraft, du Arm des Herrn! Wach auf wie in der Vorwelt Tagen, bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du es nicht, der Rahab zerhieb und den Drachen durchbohrte? (a) Hio 26:12; Ps 74:13
10Bist du es nicht, der das Meer ausgetrocknet, die Wasser der grossen Urflut, der die Tiefen des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchzogen? (a) 2Mo 14:21
11Und die Befreiten des Herrn werden heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, ewige Freude über ihrem Haupte; Freude und Wonne wird bei ihnen einkehren, und Leid und Seufzen werden fliehen. (a) Jes 35:10; 65:19
12Ich, ich bin's, der dich tröstet. Wer bist du, dass du dich fürchtest vor Menschen, die sterben, vor Menschenkindern, die dahingehen werden wie Gras? (a) Jes 40:1 6
13und vergissest des Herrn, deines Schöpfers, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet? dass du beständig und allezeit bebst vor dem Grimm des Bedrängers, wenn er zielt, zu verderben? Wo ist nun der Grimm des Bedrängers? (a) Jes 44:24; 45:12
14Bald wird der Krummgeschlossene seiner Fesseln entledigt, und er fährt nicht tot zur Grube und hat nicht Mangel an Brot.
15Ich bin der Herr, dein Gott, der das Meer aufregte, dass seine Wogen brausten - Herr der Heerscharen ist mein Name. (a) Jer 31:35
16Und ich legte meine Worte in deinen Mund und barg dich im Schatten meiner Hand, den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk. (a) Jes 49:2
17Raffe dich auf! Raffe dich auf! Erhebe dich, Jerusalem, die du getrunken von der Hand des Herrn den Kelch seines Grimms, die du den Taumelbecher getrunken, geschlürft! (a) Ps 60:5; Jer 25:15
18Keiner leitete sie von all den Söhnen, die sie geboren; von all den Söhnen, die sie erzogen, fasste sie keiner bei der Hand.
19Dies beides hat dich betroffen - wer klagt um dich? Sturm und Sturz, Hunger und Schwert - wer sollte dich trösten?
20Deine Söhne lagen ohnmächtig an den Ecken aller Gassen wie das Wild im Netz, sie waren voll vom Grimm des Herrn, vom Schelten deines Gottes. (a) Kla 2:11
21Darum höre doch dies, die du gebeugt bist, die du trunken bist, doch nicht vom Wein!
22So spricht dein Gebieter, der Herr, dein Gott, der die Sache seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelch meines Grimms; nicht sollst du ihn fürder mehr trinken.
23Ich gebe ihn deinen Peinigern in die Hand, die zu deiner Seele gesprochen haben: "Ducke dich, dass wir über dich wegschreiten!" sodass du deinen Rücken zum Fussboden machen musstest gleich einer Strasse für die Wanderer.
Jesaja 51
1Höret auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjaget, die ihr Jehova suchet! Blicket hin auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf die Höhlung der Grube, aus welcher ihr gegraben seid.
2Blicket hin auf Abraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn ich rief ihn, den Einen, und ich segnete ihn und mehrte ihn.
3Denn Jehova tröstet Zion, tröstet alle ihre Trümmer; und er macht ihre Wüste gleich Eden, und ihre Steppe gleich dem Garten Jehovas. Wonne und Freude werden darin gefunden werden, Danklied und Stimme des Gesanges.
4Merket auf mich, mein Volk, und meine Nation, horchet auf mich! denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht werde ich aufstellen zum Lichte der Völker.
5Nahe ist meine Gerechtigkeit, mein Heil ist ausgezogen, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen, und sie werden harren auf meinen Arm.
6Hebet eure Augen auf gen Himmel und blicket auf die Erde unten! denn die Himmel werden zergehen wie Rauch, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben. Aber mein Heil wird in Ewigkeit sein, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschmettert werden.
7Höret auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennet, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist: Fürchtet nicht der Menschen Hohn, und erschrecket nicht vor ihren Schmähungen!
8Denn wie ein Kleid wird sie verzehren die Motte, und wie Wolle sie verzehren die Schabe; aber meine Gerechtigkeit wird in Ewigkeit sein, und mein Heil durch alle Geschlechter hindurch.
9Wache auf, wache auf; kleide dich in Macht, du Arm Jehovas! Wache auf wie in den Tagen der Vorzeit, in den Geschlechtern vor alters! Bist du es nicht, der Rahab zerhauen, das Seeungeheuer durchbohrt hat?
10Bist du es nicht, der das Meer, die Wasser der großen Flut, trocken gelegt, der die Tiefen des Meeres zu einem Wege gemacht hat, damit die Erlösten hindurchzögen?
11Und die Befreiten Jehovas werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und Seufzen werden entfliehen.
12Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, daß du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkinde, welches wie Gras dahingegeben wird?
13und daß du Jehova vergissest, der dich gemacht, der die Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat; und dich beständig, den ganzen Tag, vor dem Grimme des Bedrängers fürchtest, wenn er sich rüstet, um zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers?
14Der in Fesseln Gekrümmte wird alsbald losgelassen werden und wird nicht hinsterben in die Grube, und sein Brot wird ihm nicht mangeln.
15Denn ich bin Jehova, dein Gott, der das Meer erregt, und seine Wogen brausen; Jehova der Heerscharen ist sein Name. -
16Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel aufzuschlagen und die Erde zu gründen, und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!
17Erwache, erwache; stehe auf, Jerusalem, die du aus der Hand Jehovas den Becher seines Grimmes getrunken! Den Kelchbecher des Taumels hast du getrunken, hast ihn ausgeschlürft.
18Da war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren; und niemand, der sie bei der Hand nahm von allen Kindern, die sie großgezogen.
19Zweierlei war es, was dir begegnete-wer sollte dir Beileid bezeigen?: -die Verheerung und die Zerschmetterung, und die Hungersnot und das Schwert. Wie könnte ich dich trösten?
20Deine Kinder sind ohnmächtig hingesunken, sie lagen an allen Straßenecken wie eine Antilope im Netze; sie waren voll des Grimmes Jehovas, des Scheltens deines Gottes.
21Darum höre doch dieses, du Elende und Trunkene, aber nicht von Wein!
22So spricht Jehova, dein Herr, und dein Gott, der die Rechtssache seines Volkes führt: Siehe, ich nehme aus deiner Hand den Taumelbecher, den Kelchbecher meines Grimmes; du wirst ihn hinfort nicht mehr trinken.
23Und ich gebe ihn in die Hand deiner Peiniger, die zu deiner Seele sprachen: Bücke dich, daß wir darüber hinschreiten! Und du machtest deinen Rücken der Erde gleich, und gleich einer Straße für die darüber Schreitenden.
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in Jesaja 51
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jesaja 51 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jesaja 51:16
"Und ich legte meine Worte in deinen Mund und barg dich im Schatten meiner Hand, den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk. (a) Jes 49:2"
"Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel aufzuschlagen und die Erde zu gründen, und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!"
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