Jeremia 18 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
Jeremia 18
1DAS Wort, das vom Herrn an Jeremia erging:
2Mache dich auf und gehe hinab in das Haus des Töpfers; dort will ich dich meine Worte hören lassen.
3Und ich ging hinab in das Haus des Töpfers, und siehe, er arbeitete gerade auf seiner Scheibe.
4Wenn nun das Geschirr, das er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen missriet, so machte er wieder ein andres Geschirr daraus, wie es ihn gut dünkte.
5Da erging an mich das Wort des Herrn:
6Kann ich mit euch nicht tun wie dieser Töpfer, Haus Israel? spricht der Herr. Siehe, wie Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel. (a) Jes 45:9; 64:8
7Einmal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es auszureissen und niederzureissen und zu verderben; (a) Jer 1:10
8bekehrt sich dann aber ein solches Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit, so lasse ich mich das Unheil gereuen, das ich über sie zu bringen gedachte. (a) Jer 26:3; Hes 33:11
9Ein andermal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es zu pflanzen und aufzubauen;
10tut es dann aber, was mir missfällt, und hört nicht auf meine Stimme, so lasse ich mich das Gute gereuen, das ich ihm zu tun gedachte.
11Und nun, so sage denn zu den Männern Judas und zu den Bewohnern Jerusalems: So spricht der Herr: Siehe, ich bereite wider euch Unheil und schmiede gegen euch einen Plan. Kehret doch um, ein jeder von seinem bösen Wandel, und bessert euren Wandel und eure Taten! (a) Jer 7:3; 25:5; 26:13; 2Kön 17:13
12Aber sie werden sagen: Verlorne Mühe! Nein, unsern Gedanken wollen wir folgen, wollen ein jeder nach der Verstocktheit seines bösen Herzens handeln! (a) Jer 2:25; 3:17; 11:8
13Darum spricht der Herr also: Fraget doch unter den Heiden: Wer hat je dergleichen gehört? Gar Schauriges hat die Jungfrau Israel getan! (a) Jer 2:10
14Schwindet wohl je vom Fels des Sirjon der weisse Schnee? oder versiegen die Wasser des Ostens, die kalten, immerströmenden?
15Mich aber hat mein Volk vergessen, den Götzen opfern sie. Sie sind gestrauchelt auf ihren Wegen, den Pfaden der Vorzeit, um auf ungebahnten Wegen zu wandeln, (a) Jer 3:21; 6:16
16ihr Land zum Entsetzen zu machen, zum ewigen Gespötte; ein jeder, der es durchwandert, entsetzt sich und schüttelt das Haupt. (a) Jer 19:8; 49:17
17Wie ein Oststurm will ich sie vor dem Feinde zerstreuen; den Rücken und nicht das Antlitz will ich ihnen zeigen am Tag ihres Verderbens. (a) Jer 2:27
18DA sprachen sie: "Auf, lasset uns Pläne schmieden wider Jeremia! denn nie wird die Weisung dem Priester ausgehen, noch der Rat dem Weisen, noch das Wort dem Propheten. Auf, lasset uns ihn mit seinen eignen Worten schlagen und aufpassen auf alle seine Rede!"
19Habe du auf mich acht, o Herr, und höre die Rede meiner Widersacher!
20Soll denn Gutes mit Bösem vergolten werden? Haben sie doch meinem Leben eine Grube gegraben. Sei eingedenk, wie ich vor dir gestanden habe, ihnen zum besten zu reden, um deinen Zorn von ihnen zu wenden. (a) Jer 14:7 19-21
21So gib nun ihre Kinder dem Hunger preis und überliefere sie in des Schwertes Gewalt! Ihre Frauen sollen der Kinder beraubt, sollen Witwen werden! ihre Männer töte die Pest, ihre Jünglinge würge das Schwert in der Schlacht!
22Wehruf erschalle aus ihren Häusern, wenn du plötzlich die Raubschar über sie kommen lässt! Denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fangen, und Schlingen gelegt für meine Füsse.
23Du aber, Herr, du weisst, was sie planen, um mich zu töten. Verzeihe ihnen ihre Missetat nicht, und ihre Sünde lösche nicht aus vor deinen Augen! Sie sollen ein Anstoss bleiben vor dir; zur Zeit deines Zornes tue es ihnen an!
Jeremia 18
1Das Wort, welches von seiten Jehovas zu Jeremia geschah, also:
2Mache dich auf und gehe in das Haus des Töpfers hinab, und daselbst werde ich dich meine Worte hören lassen.
3Und ich ging in das Haus des Töpfers hinab, und siehe, er machte eine Arbeit auf der Scheibe.
4Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, mißriet in der Hand des Töpfers; und er machte wiederum ein anderes Gefäß daraus, wie es zu machen den Töpfer gut dünkte.
5Und das Wort Jehovas geschah zu mir also:
6Vermag ich euch nicht zu tun wie dieser Töpfer, Haus Israel? spricht Jehova; siehe, wie der Ton in der Hand des Töpfers, also seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.
7Einmal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es auszureißen und abzubrechen und zu zerstören;
8kehrt aber jenes Volk, über welches ich geredet habe, von seiner Bosheit um, so lasse ich mich des Übels gereuen, das ich ihm zu tun gedachte.
9Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk und über ein Königreich, es zu bauen und zu pflanzen;
10tut es aber, was böse ist in meinen Augen, so daß es auf meine Stimme nicht hört, so lasse ich mich des Guten gereuen, welches ich ihm zu erweisen gedachte hatte.
11Und nun rede zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem und sage: So spricht Jehova: Siehe, ich bereite ein Unglück wider euch und sinne wider euch einen Anschlag; kehret doch um, ein jeder von seinem bösen Wege, und machet gut eure Wege und eure Handlungen.
12Aber sie sagen: Es ist umsonst; denn unseren Gedanken wollen wir nachgehen und ein jeder nach dem Starrsinn seines bösen Herzens tun.
13Darum, so spricht Jehova: Fraget doch unter den Nationen! wer hat dergleichen gehört? Gar Schauderhaftes hat die Jungfrau Israel getan.
14Verläßt wohl der Schnee des Libanon den Fels des Gefildes Oder versiegen weither kommende, kalte, rieselnde Wasser?
15Denn mein Volk hat mich vergessen, sie räuchern den nichtigen Götzen; und diese haben sie straucheln gemacht auf ihren Wegen, den Pfaden der Vorzeit, um Steige zu gehen, einen Weg, der nicht gebahnt ist,
16damit sie ihr Land zum Entsetzen machen, zu ewigem Gezisch: Jeder, der an demselben vorüberzieht, wird sich entsetzen und den Kopf schütteln.
17Wie der Ostwind werde ich sie vor dem Feinde zerstreuen; mit dem Rücken und nicht mit dem Angesicht werde ich sie ansehen an dem Tage ihres Verderbens
18Da sprachen sie: Kommt und laßt uns Anschläge wider Jeremia ersinnen; denn nicht geht dem Priester das Gesetz verloren, noch der Rat dem Weisen und das Wort dem Propheten. Kommt und laßt uns ihn mit der Zunge schlagen und nicht aufmerken auf alle seine Worte! -
19Merke du, Jehova, auf mich, und höre die Stimme meiner Gegner!
20Soll Böses für Gutes vergolten werden? denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke, daß ich vor dir gestanden habe, Gutes über sie zu reden, um deinen Grimm von ihnen abzuwenden.
21Darum übergib ihre Kinder dem Hunger, und gib sie preis der Gewalt des Schwertes, damit ihre Weiber kinderlos und Witwen werden, und ihre Männer vom Tode erwürgt, ihre Jünglinge vom Schwerte erschlagen werden im Kriege.
22Es erschalle ein Geschrei aus ihren Häusern, wenn du plötzlich Kriegsscharen über sie bringst; denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und meinen Füßen haben sie heimlich Schlingen gelegt.
23Und du, Jehova, du kennst alle ihre Mordanschläge wider mich; vergib nicht ihre Missetat, und tilge ihre Sünde nicht aus vor deinem Angesicht, sondern laß sie niedergestürzt vor dir liegen; zur Zeit deines Zornes handle mit ihnen!
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in Jeremia 18
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jeremia 18 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jeremia 18:16
"ihr Land zum Entsetzen zu machen, zum ewigen Gespötte; ein jeder, der es durchwandert, entsetzt sich und schüttelt das Haupt. (a) Jer 19:8; 49:17"
"damit sie ihr Land zum Entsetzen machen, zu ewigem Gezisch: Jeder, der an demselben vorüberzieht, wird sich entsetzen und den Kopf schütteln."
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