Apostelgeschichte 21 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
Apostelgeschichte 21
1ALS wir uns aber von ihnen losgerissen hatten und abgefahren waren, kamen wir in gerader Fahrt nach Kos, tags darauf nach Rhodus und von da nach Patara.
2Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phönizien hinüberfuhr, stiegen wir ein und fuhren ab.
3Nachdem wir aber Cypern in Sicht bekommen hatten, liessen wir es links liegen, fuhren nach Syrien und landeten in Tyrus; denn dort sollte das Schiff die Fracht ausladen.
4Und als wir die Jünger aufgefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort. Und sie sagten dem Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen. (1) V. 11 12; Apg 20:23
5Als aber die Tage unsres Aufenthaltes zu Ende waren, zogen wir aus und machten uns auf den Weg, indem sie alle mit Frauen und Kindern uns bis vor die Stadt hinaus das Geleite gaben. Und wir knieten am Gestade nieder, beteten, (a) Apg 20:36
6nahmen voneinander Abschied und stiegen in das Schiff; jene hingegen kehrten in ihre Häuser zurück.
7Wir aber gelangten, indem wir die Seefahrt beendigten, von Tyrus nach Ptolemais, begrüssten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
8Am folgenden Tage zogen wir fort und kamen nach Cäsarea, und wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den sieben (Almosenpflegern) war, und blieben bei ihm. (a) Apg 6:2-5; 8:5 40; Eph 4:11; 2Ti 4:5
9Dieser hatte vier Töchter, Jungfrauen, die aus Eingebung redeten. (a) Apg 2:17
10Während wir aber mehrere Tage dort blieben, kam aus Judäa ein Prophet herab mit Namen Agabus. (1) vgl. Anm. zu 1Kor 12:28. (a) Apg 11:28
11Und er kam zu uns, nahm den Gürtel des Paulus, band sich die Füsse und die Hände und sprach: Das sagt der heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden in Jerusalem die Juden so binden und in die Hände der Heiden ausliefern. (a) Apg 20:23; V 4 13
12Als wir aber dies hörten, baten wir und die aus dem Orte, er möge nicht nach Jerusalem hinaufziehen. (a) Mt 16:22
13Da antwortete Paulus: Was macht ihr, dass ihr weinet und mir das Herz brechet? Denn ich bin bereit, in Jerusalem nicht nur mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben für den Namen des Herrn Jesus. (a) Apg 20:24
14Da er sich nun nicht bereden liess, beruhigten wir uns und sagten: Der Wille des Herrn geschehe! (a) Lu 22:42
15Nach diesen Tagen rüsteten wir uns und machten uns auf den Weg nach Jerusalem hinauf.
16Es gingen aber auch von den Jüngern aus Cäsarea einige mit uns und führten uns zu einem gewissen Mnason aus Cypern, einem alten Jünger, bei dem wir (unterwegs) zu Gaste sein sollten.
17Als wir dann in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder mit Freuden auf.
18AM nächsten Tage ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten kamen hin. (a) Apg 12:17; 15:13; Ga 1:19; 2:9
19Und nachdem er sie begrüsst hatte, erzählte er alles bis ins einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte. (a) Apg 14:27; 15:3 4 12
20Sie aber priesen Gott, als sie es hörten, und sagten zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende von Gläubiggewordenen es unter den Juden gibt, und alle sind Eiferer für das Gesetz. (a) Apg 11:18; 15:1
21Sie sind aber über dich berichtet worden, du lehrest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose, indem du sagest, sie sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den (überlieferten) Gebräuchen wandeln. (a) Apg 16:3; 1Mo 17:12; Rö 10:4
22Wie steht es nun? Auf alle Fälle werden sie hören, dass du gekommen bist.
23So tue nun das, was wir dir sagen! Unter uns sind vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben; (a) Apg 18:18; 4Mo 6:2 5 13 18
24diese nimm mit dir, weihe dich mit ihnen und trage die Kosten für sie, damit sie das Haupt scheren. Dann werden alle erkennen, dass an dem, was ihnen über dich berichtet worden, nichts ist, sondern dass du ebenfalls als einer wandelst, der das Gesetz hält.
25Was aber die gläubiggewordenen Heiden betrifft, so haben wir beschlossen und angeordnet, dass sie sich hüten sollen vor Götzenopferfleisch und Blut und Ersticktem und Unzucht. (a) Apg 15:20 29; 16:4
26Da nahm Paulus die Männer mit sich, ging am folgenden Tage, nachdem er sich geweiht hatte, mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Weihung an, bis für einen jeden von ihnen das Opfer dargebracht war. (a) 1Kor 9:20; 4Mo 6:9-20
27ALS aber die sieben Tage der Vollendung entgegengingen, brachten die Juden aus Asia, die ihn im Tempel sahen, das ganze Volk in Verwirrung, und sie legten Hand an ihn (a) Apg 24:18 19
28und schrieen: Ihr israelitischen Männer, kommet zu Hilfe! Das ist der Mensch, der alle allenthalben gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte lehrt. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht. (a) Apg 6:13 14; Hes 44:7
29Sie hatten nämlich vorher den Trophimus aus Ephesus mit ihm in der Stadt gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel geführt. (a) Apg 20:4; 2Ti 4:20
30Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn zum Tempel hinaus, und alsbald wurde das Tor geschlossen. (a) Apg 19:29; 26:21
31Und während sie ihn zu töten suchten, kam Meldung hinauf zum Obersten der Kohorte, dass ganz Jerusalem in Verwirrung sei.
32Dieser nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte hinab, um ihnen entgegenzutreten. Als sie aber den Obersten und die Soldaten sahen, hörten sie auf, den Paulus zu schlagen. (a) Apg 23:27
33Da ging der Oberst hinzu, liess ihn ergreifen und befahl, ihn mit zwei Ketten zu fesseln, und er erkundigte sich, wer er sei und was er getan habe. (1) V. 11; Apg 20:23
34Im Volk nun riefen die einen dies, die andern das. Da er aber vor dem Getümmel nichts Sicheres erfahren konnte, befahl er, ihn in die Kaserne zu führen. (a) Apg 19:32; 22:24 30
35Als er dann auf die Treppe kam, begab es sich, dass er von den Soldaten getragen werden musste wegen der Wucht der Volksmasse.
36Denn die Menge des Volkes drängte nach und schrie: Hinweg mit ihm! (a) Apg 22:22; Lu 23:18; Joh 19:15
37Und als Paulus in die Kaserne hineingeführt werden sollte, sagte er zu dem Obersten: Darf ich etwas zu dir sprechen? Er aber sagte: Du kannst Griechisch?
38Du bist also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen die viertausend Mann aus den Dolchmännern aufgewiegelt und in die Wüste hinausgeführt hat? (a) Apg 5:36 37
39Da sagte Paulus: Ich bin ein Jude aus Tarsus in Cilicien, Bürger einer nicht unberühmten Stadt. Ich bitte dich aber, erlaube mir, zum Volke zu reden. (a) Apg 9:11
40Und als er es erlaubt hatte, winkte Paulus auf der Treppe stehend dem Volke mit der Hand; nachdem aber grosse Stille eingetreten war, redete er sie in hebräischer Sprache an und sagte: (a) Apg 13:16
Apostelgeschichte 21
1Als es aber geschah, daß wir abfuhren, nachdem wir uns von ihnen losgerissen hatten, kamen wir geraden Laufs nach Kos, des folgenden Tages aber nach Rhodus und von da nach Patara.
2Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phönicien übersetzte, stiegen wir ein und fuhren ab.
3Als wir aber Cyperns ansichtig wurden und es links liegen ließen, segelten wir nach Syrien und legten zu Tyrus an, denn daselbst hatte das Schiff die Ladung abzuliefern.
4Und als wir die Jünger gefunden hatten, blieben wir daselbst sieben Tage; diese sagten dem Paulus durch den Geist, er möge nicht nach Jerusalem hinaufgehen.
5Als es aber geschah, daß wir die Tage vollendet hatten, zogen wir fort und reisten weiter; und sie alle geleiteten uns mit Weibern und Kindern bis außerhalb der Stadt; und wir knieten am Ufer nieder und beteten.
6Und als wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff, jene aber kehrten heim.
7Als wir aber die Fahrt vollbracht hatten, gelangten wir von Tyrus nach Ptolemais; und wir begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
8Des folgenden Tages aber zogen wir aus und kamen nach Cäsarea; und wir gingen in das Haus des Philippus, des Evangelisten, der einer von den sieben war, und blieben bei ihm.
9Dieser aber hatte vier Töchter, Jungfrauen, welche weissagten.
10Als wir aber mehrere Tage blieben, kam ein gewisser Prophet, mit Namen Agabus, von Judäa herab.
11Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach: Dies sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem also binden und in die Hände der Nationen überliefern.
12Als wir aber dies hörten, baten sowohl wir als auch die daselbst Wohnenden, daß er nicht nach Jerusalem hinaufgehen möchte.
13Paulus aber antwortete: Was machet ihr, daß ihr weinet und mir das Herz brechet? Denn ich bin bereit, nicht allein gebunden zu werden, sondern auch in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesu zu sterben.
14Als er sich aber nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Der Wille des Herrn geschehe!
15Nach diesen Tagen aber machten wir unsere Sachen bereit und gingen hinauf nach Jerusalem.
16Es gingen aber auch einige von den Jüngern aus Cäsarea mit uns und brachten einen gewissen Mnason mit, einen Cyprier, einen alten Jünger, bei dem wir herbergen sollten.
17Als wir aber zu Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder freudig auf.
18Des folgenden Tages aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten kamen dahin.
19Und als er sie begrüßt hatte, erzählte er eines nach dem anderen, was Gott unter den Nationen durch seinen Dienst getan hatte.
20Sie aber, als sie es gehört hatten, verherrlichten Gott und sprachen zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende der Juden es gibt, welche glauben, und alle sind Eiferer für das Gesetz.
21Sie sind aber über dich berichtet worden, daß du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Moses lehrest und sagest, sie sollen die Kinder nicht beschneiden, noch nach den Gebräuchen wandeln.
22Was ist es nun? Jedenfalls muß eine Menge zusammenkommen, denn sie werden hören, daß du gekommen bist.
23Tue nun dieses, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben.
24Diese nimm zu dir und reinige dich mit ihnen und trage die Kosten für sie, damit sie das Haupt scheren lassen; und alle werden erkennen, daß nichts an dem ist, wessen sie über dich berichtet sind, sondern daß du selbst auch in der Beobachtung des Gesetzes wandelst.
25Was aber die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, daß sie nichts dergleichen halten sollten, als nur daß sie sich sowohl vor dem Götzenopfer als auch vor Blut und Ersticktem und Hurerei bewahrten.
26Dann nahm Paulus die Männer zu sich, und nachdem er sich des folgenden Tages gereinigt hatte, ging er mit ihnen in den Tempel und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für einen jeden aus ihnen das Opfer dargebracht war.
27Als aber die sieben Tage beinahe vollendet waren, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel und brachten die ganze Volksmenge in Aufregung und legten die Hände an ihn
28und schrieen: Männer von Israel, helfet! Dies ist der Mensch, der alle allenthalben lehrt wider das Volk und das Gesetz und diese Stätte; und dazu hat er auch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte verunreinigt.
29Denn sie hatten vorher den Trophimus, den Epheser, mit ihm in der Stadt gesehen, von welchem sie meinten, daß Paulus ihn in den Tempel geführt habe.
30Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen Paulus und schleppten ihn aus dem Tempel, und alsbald wurden die Türen geschlossen.
31Während sie ihn aber zu töten suchten, kam an den Obersten der Schar die Anzeige, daß ganz Jerusalem in Aufregung sei.
32Der nahm sofort Kriegsknechte und Hauptleute mit und lief zu ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Kriegsknechte sahen, hörten sie auf, den Paulus zu schlagen.
33Dann näherte sich der Oberste, ergriff ihn und befahl, ihn mit zwei Ketten zu binden, und erkundigte sich, wer er denn sei und was er getan habe.
34Die einen aber riefen dieses, die anderen jenes in der Volksmenge; da er aber wegen des Tumultes nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in das Lager zu führen.
35Als er aber an die Stufen kam, geschah es, daß er wegen der Gewalt des Volkes von den Kriegsknechten getragen wurde;
36denn die Menge des Volkes folgte und schrie: Hinweg mit ihm!
37Und als Paulus eben in das Lager hineingebracht werden sollte, spricht er zu dem Obersten: Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen? Er aber sprach: Verstehst du Griechisch?
38Du bist also nicht der Ägypter, der vor diesen Tagen eine Empörung gemacht und die viertausend Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausgeführt hat?
39Paulus aber sprach: Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Cilicien; ich bitte dich aber, erlaube mir, zu dem Volke zu reden.
40Als er es aber erlaubt hatte, winkte Paulus, auf den Stufen stehend, dem Volke mit der Hand; nachdem aber eine große Stille eingetreten war, redete er sie in hebräischer Mundart an und sprach:
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in Apostelgeschichte 21
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Apostelgeschichte 21 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Apostelgeschichte 21:16
"Es gingen aber auch von den Jüngern aus Cäsarea einige mit uns und führten uns zu einem gewissen Mnason aus Cypern, einem alten Jünger, bei dem wir (unterwegs) zu Gaste sein sollten."
"Es gingen aber auch einige von den Jüngern aus Cäsarea mit uns und brachten einen gewissen Mnason mit, einen Cyprier, einen alten Jünger, bei dem wir herbergen sollten."
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