Apostelgeschichte 17 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
Apostelgeschichte 17
1NACHDEM sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war. (a) 1Th 1:1; 2:1 2
2Nach seiner Gewohnheit ging Paulus zu ihnen hinein und redete zu ihnen drei Wochen hindurch auf Grund der Schriften, (a) Apg 18:4; Lu 4:16
3indem er kundtat und darlegte, dass der Christus leiden und von den Toten auferstehen musste und dass dieser Jesus, den ich, (sprach er,) euch verkündige, der Christus sei. (a) Lu 24:26 27 45; Apg 18:5; 26:23
4Und einige von ihnen liessen sich überzeugen und wurden dem Paulus und dem Silas (von Gott) geschenkt, dazu von den gottesfürchtigen Griechen eine grosse Menge und von den vornehmsten Frauen nicht wenige. (a) Apg 13:16 43 50
5Die Juden aber wurden eifersüchtig und nahmen einige schlechte Leute von denen, die auf dem Markte herumzustehen pflegen, mit sich, rotteten sich zusammen, machten einen Auflauf in der Stadt, rückten vor das Haus Jasons und suchten sie vor das Volk herauszuführen. (a) Apg 13:45; 14:2; 1Th 2:16
6Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und einige Brüder vor die Oberen der Stadt und schrieen: Diese, die den Erdkreis in Aufruhr versetzt haben, sind auch hierher gekommen; (a) Apg 16:20
7die hat Jason aufgenommen. Und diese alle handeln gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein andrer sei König, (nämlich) Jesus. (a) Lu 23:2; Joh 19:12
8Sie brachten aber das Volk und die Oberen der Stadt, die dies hörten, in Erregung.
9Und nachdem sie von Jason und den übrigen Bürgschaft erhalten hatten, liessen sie sie frei.
10DIE Brüder aber schickten alsbald während der Nacht Paulus und Silas hinweg nach Beröa. Und als sie angekommen waren, gingen sie in die Synagoge der Juden. (a) Apg 9:25; 23:31
11Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich, und sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf und durchforschten täglich die Schriften, ob dies sich so verhalte. (a) Jes 34:16; Joh 5:39
12Viele nun von ihnen wurden gläubig und von den angesehenen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.
13Als jedoch die Juden in Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa von Paulus das Wort Gottes verkündigt wurde, kamen sie auch dahin und brachten die Volksmenge in Bewegung und Erregung. (a) 1Th 2:14-16; Apg 14:19
14Alsbald aber sandten da die Brüder den Paulus fort, damit er ans Meer ginge; und Silas und Timotheus blieben dort (in Beröa) zurück. (a) Apg 15:40; 16:1
15Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen, und mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, dass sie so bald als möglich zu ihm kommen sollten, reisten sie ab. (a) 1Th 3:1-5
16WÄHREND aber Paulus sie in Athen erwartete, entrüstete sich sein Geist in ihm, da er sah, wie die Stadt ganz voll Götzenbilder war.
17Er redete nun in der Synagoge zu den Juden und den Gottesfürchtigen und auf dem Markt jeden Tag zu denen, die gerade zugegen waren. (1) V. 1 2; Apg 18:4
18Es liessen sich aber auch einige der epikureischen und stoischen Philosophen mit ihm ein; und etliche sagten: Was will doch dieser Schwätzer sagen? andre aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Gottheiten zu sein weil er das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung verkündigte. (a) 1Kor 1:22 23
19Und sie ergriffen ihn, führten ihn auf den Areopag und sagten: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die von dir vorgetragen wird?
20Denn du bringst befremdliche Dinge vor unsre Ohren; so wollen wir nun erfahren, was das sein mag.
21Die Athener alle nämlich und die Fremden, die sich dort aufhielten, hatten für nichts andres Sinn, als etwas recht Neues zu sagen oder zu hören.
22Da trat Paulus in die Mitte des Areopags und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe an allem, dass ihr recht viel Scheu vor den Göttern habt.
23Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, an dem die Aufschrift stand: Dem unbekannten Gott. Was ihr nun, ohne es zu kennen, verehrt, das verkündige ich euch. (1) w: "Einem unbekannten Gott."
24Gott, der die Welt geschaffen hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, (a) Apg 14:15; Jes 42:5; 1Kön 8:27; Apg 7:48
25noch lässt er sich von Menschenhänden Dienst erweisen, als ob er noch etwas bedürfte, während er selbst allen Leben und Atem und alles gibt. (a) Ps 50:8-12; Jak 1:17
26Und er hat von einem Menschen alle Völker abstammen und sie auf dem ganzen Erdboden wohnen lassen und hat im voraus ihre Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, (a) 1Mo 1:27; 5Mo 32:8
27damit sie Gott suchten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er doch nicht fern ist von einem jeden unter uns. (1) w: "tasten". (a) 5Mo 4:29; Jer 23:24; Ps 145:18
28Denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Seines Geschlechts sind wir ja auch. (1) w: "leben wir, bewegen wir uns". (2) gemeint ist vorzüglich Aratus aus Cilicien, der im 3.Jh. v.Chr. lebte. Die angeführten W. beziehen sich bei ihm auf die Abstammung aller Menschen von Zeus, dem höchsten Gott der Griechen. (a) Hio 12:10
29Da wir also Gottes Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich Gold oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Überlegung. (a) Jes 40:18; 5Mo 4:28; Rö 1:23; Apg 19:26
30Über die Zeiten der Unwissenheit nun hat Gott hinweggesehen; jetzt aber lässt er den Menschen verkündigen, dass sie alle überall Busse tun sollen, (1) V. 23; Apg 14:16; Rö 3:25; Lu 24:47; Apg 20:21
31wie er denn einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er (dafür) bestimmte. Und er hat ihn für jedermann dadurch beglaubigt, dass er ihn von den Toten auferweckt hat. (a) Ps 9:9; Joh 5:27; Apg 10:42; 2Kor 5:10
32Als sie aber von Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die andern sagten: Wir wollen dich darüber ein andres Mal wieder hören. (a) Apg 24:25
33So ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg.
34Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter denen auch Dionysius, ein Mitglied des Areopags, und eine Frau namens Damaris waren und andre mit ihnen.
Apostelgeschichte 17
1Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich, wo die Synagoge der Juden war.
2Nach seiner Gewohnheit aber ging Paulus zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbathen mit ihnen aus den Schriften,
3indem er eröffnete und darlegte, daß der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und daß dieser, der Jesus, den ich euch verkündige, der Christus ist.
4Und etliche von ihnen glaubten und gesellten sich zu Paulus und Silas, und von den anbetenden Griechen eine große Menge und der vornehmsten Frauen nicht wenige.
5Die Juden aber wurden voll Neides und nahmen etliche böse Männer vom Gassenpöbel zu sich, machten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie traten vor das Haus Jasons und suchten sie unter das Volk zu führen.
6Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und riefen: Diese, welche den Erdkreis aufgewiegelt haben, sind auch hierher gekommen,
7welche Jason beherbergt hat; und diese alle handeln wider die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, daß ein anderer König sei-Jesus.
8Sie beunruhigten aber die Volksmenge und die Obersten der Stadt, als sie dies hörten.
9Und nachdem sie von Jason und den übrigen Bürgschaft genommen hatten, entließen sie dieselben.
10Die Brüder aber sandten alsbald in der Nacht sowohl Paulus als Silas nach Beröa, welche, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden gingen.
11Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich also verhielte.
12Viele nun von ihnen glaubten, und von den griechischen vornehmen Weibern und Männern nicht wenige.
13Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, daß auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und erregten die Volksmenge.
14Da sandten aber die Brüder alsbald den Paulus fort, um nach dem Meere hin zu gehen. Aber sowohl Silas als Timotheus blieben daselbst.
15Die aber den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und als sie für Silas und Timotheus Befehl empfangen hatten, daß sie sobald wie möglich zu ihm kommen sollten, reisten sie ab.
16Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt, da er die Stadt voll von Götzenbildern sah.
17Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und mit den Anbetern, und auf dem Markte an jedem Tage mit denen, welche gerade herzukamen.
18Aber auch etliche der epikuräischen und stoischen Philosophen griffen ihn an; und etliche sagten: Was will doch dieser Schwätzer sagen? andere aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein, weil er ihnen das Evangelium von Jesu und der Auferstehung verkündigte.
19Und sie ergriffen ihn, führten ihn zum Areopag und sagten: Können wir erfahren, was diese neue Lehre ist, von welcher du redest?
20denn du bringst etwas Fremdes vor unsere Ohren. Wir möchten nun wissen, was das sein mag.
21Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören.
22Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Männer von Athen, ich sehe, daß ihr in jeder Beziehung den Götzen sehr ergeben seid.
23Denn als ich umherging und die Gegenstände eurer Verehrung betrachtete, fand ich auch einen Altar, an welchem die Aufschrift war: Dem unbekannten Gott. Den ihr nun, ohne ihn zu kennen, verehret, diesen verkündige ich euch.
24Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, dieser, indem er der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind,
25noch wird er von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas bedürfe, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt.
26Und er hat aus einem Blute jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen, indem er verordnete Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat,
27daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns.
28Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch etliche eurer Dichter gesagt haben: "Denn wir sind auch sein Geschlecht".
29Da wir nun Gottes Geschlecht sind, so sollen wir nicht meinen, daß das Göttliche dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde der Kunst und der Erfindung des Menschen, gleich sei.
30Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, daß sie alle allenthalben Buße tun sollen,
31weil er einen Tag gesetzt hat, an welchem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn auferweckt hat aus den Toten.
32Als sie aber von Totenauferstehung hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber auch nochmals hören.
33Also ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg.
34Etliche Männer aber schlossen sich ihm an und glaubten, unter welchen auch Dionysius war, der Areopagit, und ein Weib, mit Namen Damaris, und andere mit ihnen.
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in Apostelgeschichte 17
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Apostelgeschichte 17 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Apostelgeschichte 17:16
"WÄHREND aber Paulus sie in Athen erwartete, entrüstete sich sein Geist in ihm, da er sah, wie die Stadt ganz voll Götzenbilder war."
"Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt, da er die Stadt voll von Götzenbildern sah."
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