2. Samuel 22 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
2. Samuel 22
1DAVID dichtete dem Herrn zu Ehren dieses Lied zu der Zeit, als ihn der Herr aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte. Er sprach:
2Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Erretter, /
3mein Gott, mein Hort, auf den ich mich verlasse, / mein Schild und meines Heiles Horn, / meine Feste und meine Zuflucht, / mein Helfer, der du mir gegen Gewalttat hilfst! / (1) vgl. Anm. zu 1Sa 2:1.
4Gepriesen, rufe ich, sei der Herr! / So werde ich vor meinen Feinden errettet. /
5Mich hatten die Wogen des Todes umfangen, / die Bäche des Verderbens erschreckten mich; /
6die Bande der Unterwelt umstrickten mich, / auf mich fielen die Schlingen des Todes. /
7Als ich in Angst war, rief ich den Herrn an, / und ich schrie zu meinem Gott; / da hörte er meine Stimme von seinem Tempel, / und mein Schreien drang an sein Ohr. /
8Da wankte und schwankte die Erde, / die Grundfesten des Himmels erbebten; / sie wankten, denn er war zornentbrannt. /
9Rauch stieg auf in seiner Nase / und verzehrendes Feuer aus seinem Munde, / glühende Kohlen sprühten aus ihm. /
10Er neigte den Himmel und fuhr herab, / Wolkendunkel unter seinen Füssen. /
11Er fuhr auf dem Cherub und flog daher / und schwebte auf Flügeln des Windes. /
12Er machte Finsternis um sich her zu seinem Gezelt, / dunkle Wasser und dichte Wolken; /
13aus dem Glanze vor ihm / sprühten glühende Kohlen. /
14Vom Himmel her donnerte der Herr, / der Höchste liess seine Stimme erschallen. /
15Er schoss seine Pfeile und streute sie, / er schleuderte Blitze und jagte sie. /
16Da sah man die Betten des Meeres, / aufgedeckt wurden die Gründe der Erde / vor dem Schelten des Herrn, / vor dem Schnauben seiner Nase. /
17Er langte herab aus der Höhe, ergriff mich, / zog mich aus grossen Wassern, /
18entriss mich meinem starken Feinde, / meinen Hassern, weil sie mir zu mächtig. /
19Sie überfielen mich an meinem Unglückstage, / doch der Herr war meine Stütze /
20und führte mich heraus ins Weite, / befreite mich, weil er Gefallen hat an mir. /
21Der Herr tat mir nach meiner Gerechtigkeit, / nach der Reinheit meiner Hände vergalt er mir; /
22denn ich hielt mich an des Herrn Wege, / fiel nicht frevelnd ab von meinem Gott. /
23Ja, alle seine Rechte hatte ich vor Augen, / und seine Satzungen tat ich nicht von mir. /
24Ich war unsträflich gegen ihn / und hütete mich vor meiner Sünde. /
25Darum vergalt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, / nach meiner Reinheit vor seinen Augen. /
26Gegen den Frommen zeigst du dich fromm, / gegen den Redlichen redlich. /
27Gegen den Reinen zeigst du dich rein, / gegen den Verkehrten verkehrt. /
28Ja, du hilfst gedrücktem Volke, / doch hochfahrenden Sinn demütigst du. /
29Denn du bist meine Leuchte, Herr, / und mein Gott erhellt meine Nacht. /
30Denn mit dir zerbreche ich Wälle, / mit meinem Gott überspringe ich Mauern. /
31Gottes Weg ist unsträflich, / das Wort des Herrn ist lauter; / Schild ist er allen, die auf ihn vertrauen. /
32Denn wer ist Gott, als nur der Herr, / und wer ein Fels ausser unserem Gott? /
33dem Gott, der mich mit Kraft umgürtet / und ebne Bahn mir schafft, /
34der meine Füsse gleich den Hinden macht / und mich auf Höhen stellt, /
35der meine Hände streiten lehrt / und meinen Arm den ehernen Bogen spannen! /
36Du reichst mir den Schild deiner Hilfe, / und deine Güte macht mich gross. /
37Weit schaffst du meinen Schritten Raum, / und meine Knöchel wanken nicht. /
38Ich jage meinen Feinden nach und vernichte sie, / kehre nicht wieder, bis ich sie vertilgt. /
39Ich schmettre sie nieder, sie stehen nicht mehr auf / und fallen unter meine Füsse, /
40und du umgürtest mich mit Kraft zum Streite, / beugst, die sich wider mich erheben, unter mich. /
41Du schaffst, dass meine Feinde vor mir fliehen, / und die mich hassen, sie vertilge ich. /
42Sie schreien um Hilfe, - da ist kein Helfer - / zum Herrn, doch er erhört sie nicht. /
43Und ich zermalme sie wie Staub der Erde, / wie Kot auf der Gasse zertrete ich sie. /
44Du rettest mich aus den Kämpfen meines Volkes, / du setzest mich zum Haupt von Nationen, / und Leute, die ich nicht kannte, werden mir untertan. /
45Die Söhne der Fremde schmeicheln mir, / auf blosses Gerücht werden sie mir gehorsam. /
46Die Söhne der Fremde sinken hin / und kommen zitternd hervor aus ihren Schlössern. /
47Der Herr lebt, und gepriesen ist mein Fels, / erhaben der Gott meines Heils, /
48der Gott, der Rache mir verleiht / und die Völker unter mich zwingt, /
49der du mich errettest von meinen Feinden / und über meine Widersacher mich erhebst, / mich befreist von dem Mann der Gewalttat. /
50Darum will ich dich preisen, Herr, / unter den Völkern deinem Namen lobsingen, /
51der du deinem König grosses Heil verleihst / und deinem Gesalbten Huld erweisest, / David und seinem Hause ewiglich.
2. Samuel 22
1Und David redete zu Jehova die Worte dieses Liedes an dem Tage, da Jehova ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte; und er sprach:
2Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
3Gott ist mein Fels, auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter, von Gewalttat wirst du mich retten!
4Ich werde Jehova anrufen, der zu loben ist, und ich werde gerettet werden von meinen Feinden.
5Denn mich umfingen die Wogen des Todes, die Ströme Belials erschreckten mich;
6die Bande des Scheols umringten mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes.
7In meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und ich rief zu meinem Gott; und er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei kam in seine Ohren.
8Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels zitterten und wankten, weil er entbrannt war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.
10Und er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.
11Und er fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er erschien auf den Fittichen des Windes.
12Und Finsternis machte er rings um sich her zum Gezelt, Sammlung der Wasser, dichtes Himmelsgewölk.
13Aus dem Glanze vor ihm brannten feurige Kohlen.
14Es donnerte Jehova vom Himmel her, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
15Und er schoß Pfeile und zerstreute sie, seinen Blitz, und verwirrte sie.
16Da wurden gesehen die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Erdkreises durch das Schelten Jehovas, vor dem Schnauben des Hauches seiner Nase.
17Er streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus großen Wassern;
18Er errettete mich von meinem starken Feinde, von meinen Hassern; denn sie waren mächtiger als ich.
19Sie ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber Jehova ward mir zur Stütze.
20Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust an mir hatte.
21Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir.
22Denn ich habe bewahrt die Wege Jehovas, und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen.
23Denn alle seine Rechte waren vor mir, und seine Satzungen-ich bin nicht davon gewichen;
24Und ich war vollkommen gegen ihn und hütete mich vor meiner Ungerechtigkeit.
25Und Jehova erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
26Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den vollkommenen Mann erzeigst du dich vollkommen;
27gegen den Reinen erzeigst du dich rein, und gegen den Verkehrten erzeigst du dich entgegenstreitend.
28Und du wirst retten das elende Volk; aber deine Augen sind wider die Hoffärtigen, die du erniedrigen wirst.
29Denn du bist meine Leuchte, Jehova; und Jehova erhellt meine Finsternis.
30Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen.
31Gott- sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen.
32Denn wer ist Gott, außer Jehova, und wer ein Fels, außer unserem Gott?
33Gott ist meine starke Feste, und er lenkt vollkommen meinen Weg.
34Er macht meine Füße denen der Hindinnen gleich, und stellt mich hin auf meine Höhen.
35Er lehrt meine Hände den Streit, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.
36Und du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung machte mich groß.
37Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.
38Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie; und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie; und sie standen nicht wieder auf, und sie fielen unter meine Füße.
40Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden.
41Und du gabst mir den Rücken meiner Feinde; meine Hasser, ich vernichtete sie.
42Sie blickten umher, und kein Retter war da-zu Jehova, und er antwortete ihnen nicht.
43Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.
44Und du errettetest mich aus den Streitigkeiten meines Volkes; du bewahrtest mich auf zum Haupte der Nationen; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
45Die Söhne der Fremde unterwarfen sich mir mit Schmeichelei; beim Hören des Ohres gehorchten sie mir.
46Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Schlössern.
47Jehova lebt, und gepriesen sei mein Fels! und erhoben werde der Gott, der Fels meines Heils!
48Der Gott, der mir Rache gab und die Völker unter mich niederwarf;
49und der mich herausführte aus der Mitte meiner Feinde. Ja, du erhöhtest mich über die, welche wider mich aufstanden, von dem Manne der Gewalttat befreitest du mich.
50Darum, Jehova, will ich dich preisen unter den Nationen und Psalmen singen deinem Namen,
51Dich, der groß macht die Rettungen seines Königs, und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in 2. Samuel 22
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von 2. Samuel 22 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: 2. Samuel 22:16
"Da sah man die Betten des Meeres, / aufgedeckt wurden die Gründe der Erde / vor dem Schelten des Herrn, / vor dem Schnauben seiner Nase. /"
"Da wurden gesehen die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Erdkreises durch das Schelten Jehovas, vor dem Schnauben des Hauches seiner Nase."
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