1. Könige 8 Vergleich: Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871
1. Könige 8
1DAMALS versammelte der König Salomo die Ältesten Israels und alle Stammeshäupter, die Fürsten der Geschlechter Israels, bei sich in Jerusalem, um die Bundeslade des Herrn heraufzuholen aus der Davidsstadt - das ist Zion. (a) 2Sa 6:17
2Und alle Männer Israels versammelten sich beim König Salomo zum Feste im Monat Ethanim - das ist der siebente Monat. (1) September/Oktober.
3Als nun alle Ältesten Israels gekommen waren, hoben die Priester die Lade des Herrn auf
4und brachten sie hinauf, dazu das heilige Zelt und alle heiligen Geräte, die in dem Zelte waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf;
5der König Salomo aber und mit ihm die ganze Gemeinde Israels, die sich bei ihm versammelt hatte, standen vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viel, dass man sie nicht zählen noch berechnen konnte.
6Dann brachten die Priester die Bundeslade des Herrn an ihren Ort, in den Hinterraum des Tempels, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherube;
7die Cherube nämlich breiteten die Flügel über den Ort, wo die Lade stand, und bedeckten so die Lade und ihre Stangen von oben her.
8Die Stangen aber waren so lang, dass man ihre Enden vom Heiligen aus, gerade vor dem Hinterraum, sehen konnte; aber draussen waren sie nicht sichtbar. Dort sind sie geblieben bis auf diesen Tag. (1) das Schlußsätzchen von V. 8 gehört ws. ans Ende von V. 9.
9Es war nichts in der Lade als die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb dareingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit Israel schloss, als sie aus dem Lande Ägypten zogen. (a) 2Mo 25:21; 5Mo 10:5
10Als aber die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke den Tempel des Herrn, (a) 2Mo 40:34
11sodass die Priester wegen der Wolke nicht hintreten konnten, ihres Amtes zu warten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel.
12Damals sprach Salomo: Die Sonne hat der Herr an den Himmel gesetzt, / er selbst hat erklärt, im Dunkel wohnen zu wollen. / (a) 2Mo 20:21
13So habe ich nun ein Haus gebaut, dir zur Wohnung, / eine Stätte, dass du da thronest ewiglich. So steht es ja im Buche der Lieder.
14Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israels, während die ganze Gemeinde Israels dastand;
15und er sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der nun durch seine Hand erfüllt hat, was er durch seinen Mund meinem Vater David verheissen, da er sprach:
16"Seit dem Tage, da ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, habe ich in keinem der Stämme Israels je eine Stadt erwählt, dass dort ein Haus gebaut werde als Wohnstätte für meinen Namen; dann aber habe ich Jerusalem erwählt, dass mein Name daselbst wohne, und David habe ich erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche." (a) 2Sa 7:6
17Nun hatte mein Vater David zwar im Sinne, dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
18Aber der Herr sprach zu meinem Vater David: "Dass du dir vorgenommen hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du wohlgetan.
19Doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen."
20Nun hat der Herr das Wort erfüllt, das er geredet hat; denn ich bin an meines Vaters David Statt getreten, und habe den Thron Israels bestiegen, wie der Herr verheissen hat, und ich habe dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, das Haus gebaut
21und daselbst eine Stätte bereitet für die Lade, in der das Gesetz des Bundes ist, den der Herr mit unsern Vätern geschlossen hat, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte.
22Darnach trat Salomo vor den Altar des Herrn angesichts der ganzen Gemeinde Israels, breitete seine Hände aus gen Himmel
23und sprach: O Herr, Gott Israels! Kein Gott, weder droben im Himmel noch unten auf Erden, ist dir gleich, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die von ganzem Herzen vor dir wandeln,
24der du deinem Knechte, meinem Vater David, gehalten, was du ihm verheissen hast; ja, was du durch deinen Mund verheissen hattest, das hast du durch deine Hand erfüllt, wie es jetzt am Tage ist.
25Und nun, o Herr, Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem Vater David, was du ihm verheissen hast, da du sprachst: "Es soll dir nie fehlen an einem Nachkommen vor mir, der auf dem Throne Israels sitze, wofern nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist."
26Und nun, o Herr, Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knechte, meinem Vater David, geredet hast.
27Aber sollte Gott denn wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel mögen dich nicht fassen, wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! (a) Jes 66:1; Apg 17:24
28Doch wende dich zu dem Gebet und Flehen deines Knechtes, o Herr, mein Gott, dass du hörest auf das laute Flehen, mit dem dein Knecht dir heute naht,
29dass deine Augen offenstehen über diesem Hause Nacht und Tag, über der Stätte, von der du verheissen hast: "Mein Name soll daselbst wohnen", dass du erhörest das Gebet, mit dem dir dein Knecht an dieser Stätte naht! (a) 5Mo 12:11
30Du wollest erhören das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, mit dem sie dir an dieser Stätte nahen! Ja, du wollest es hören an der Stätte, da du thronst, im Himmel, und wenn du es hörst, so wollest du vergeben!
31Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt und man legt ihm einen Eid auf, indem man ihn (für den Fall der Schuld) sich selbst verfluchen lässt, und er kommt her und spricht die Verfluchung vor deinem Altar in diesem Hause, (a) 2Mo 22:11
32so wollest du im Himmel es hören und eingreifen und deinen Knechten Recht schaffen, indem du den Schuldigen schuldig sprichst und seine Tat auf sein Haupt zurückfallen lässest, den Unschuldigen aber unschuldig erklärst und ihm nach seiner Unschuld tust.
33Wenn dein Volk Israel vom Feind geschlagen wird, weil sie an dir gesündigt haben, und sie bekehren sich zu dir und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause,
34so wollest du im Himmel es hören und die Sünde deines Volkes Israel vergeben und sie wohnen lassen in dem Lande, das du ihren Vätern gegeben hast.
35Wenn der Himmel verschlossen bleibt und kein Regen fällt, weil sie an dir gesündigt haben, und sie dann an dieser Stätte beten und deinen Namen bekennen und sich von ihren Sünden bekehren, weil du sie demütigst,
36so wollest du im Himmel es hören und die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel vergeben - denn du weisest ihnen den guten Weg, den sie wandeln sollen - und wollest regnen lassen auf dein Land, das du deinem Volk zum Eigentum gegeben hast.
37Wenn Hungersnot ins Land kommt, wenn die Pest ausbricht, wenn Brand und Vergilben des Getreides, wenn Heuschrecken auftreten, wenn sein Feind es bedrängt in einer seiner Städte, wenn irgendeine Plage, irgend eine Krankheit auftritt,
38was immer dann ein Mensch erbittet und erfleht, weil sie, ein jeglicher in seinem Gewissen, den Schlag verspüren und die Hände ausbreiten nach diesem Hause,
39das wollest du im Himmel, der Stätte, da du thronst, hören und verzeihen und eingreifen und einem jeden geben nach Verdienen, wie du sein Herz kennst - denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder -,
40auf dass sie dich fürchten, solange sie leben in dem Lande, das du unsern Vätern gegeben hast.
41Auch wenn ein Fremder, der nicht zu deinem Volke Israel gehört, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen -
42denn sie werden hören von deinem grossen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgereckten Arm -, wenn er kommt und vor diesem Hause betet,
43so wollest du im Himmel, der Stätte, da du thronst, es hören und alles tun, worum dich der Fremde anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel und erfahren, dass dieses Haus, das ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt ist.
44Wenn dein Volk wider seine Feinde in den Kampf zieht auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie dann zum Herrn beten, nach der Stadt gewandt, die du erwählt hast und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe, (a) Da 6:10
45so wollest du im Himmel ihr Gebet und Flehen hören und ihnen Recht schaffen.
46Wenn sie sich an dir versündigen - denn es ist kein Mensch, der nicht sündigt - und du wirst zornig über sie und gibst sie dem Feinde preis, dass ihre Bezwinger sie gefangenführen in Feindesland, fern oder nahe, (a) Rö 3:23; Jak 3:2
47und sie gehen in sich in dem Lande, wo sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Gefangenschaft und sprechen: "Wir haben gesündigt und uns vergangen, sind gottlos gewesen",
48und sie bekehren sich zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele in dem Lande ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und beten zu dir, nach ihrem Lande gewandt, das du ihren Vätern gegeben, nach der Stadt, die du erwählt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe,
49so wollest du im Himmel, der Stätte, da du thronst, ihr Gebet und Flehen hören und ihnen Recht schaffen
50und wollest deinem Volke vergeben, was sie an dir gesündigt, und alle ihre Übertretungen, die sie wider dich begangen haben, und sie Erbarmen finden lassen bei denen, die sie gefangenhalten, dass sie sich ihrer erbarmen;
51denn sie sind dein Volk und Eigentum, das du aus Ägypten, aus dem Schmelzofen, herausgeführt hast - (a) 5Mo 4:20; Jer 11:4
52dass deine Augen offen seien für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du sie erhörest in allem, worum sie dich anrufen.
53Denn du hast sie aus allen Völkern der Erde ausgesondert dir zum Eigentum, wie du durch deinen Knecht Mose verheissen hast, als du unsre Väter aus Ägypten führtest, o Herr, unser Gott! (a) 2Mo 19:5
54Als nun Salomo mit seinem Beten und Flehen zum Herrn zu Ende war, erhob er sich von seinem Platz vor dem Altar des Herrn, wo er gekniet hatte, die Hände gen Himmel gebreitet,
55und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israels mit lauter Stimme und sprach:
56Gepriesen sei der Herr, der seinem Volke Israel Ruhe verliehen, ganz wie er verheissen hat! Von all den Verheissungen, die er durch seinen Knecht Mose gegeben, ist nicht eine unerfüllt geblieben.
57Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen ist! Er wolle uns nicht verlassen noch verstossen,
58sondern ziehe unser Herz zu sich, dass wir ganz in seinen Wegen wandeln und seine Gebote, Satzungen und Rechte halten, die er unsern Vätern auferlegt hat!
59Und dies mein Flehen, mit dem ich dem Herrn genaht, möge dem Herrn, unserm Gotte, gegenwärtig sein bei Tag und bei Nacht, dass er Recht schaffe seinem Knechte und seinem Volke Israel, wie jeglicher Tag es erfordert,
60damit alle Völker der Erde erkennen, dass er, der Herr, Gott ist, und keiner sonst! (a) 5Mo 4:35
61Und euer Herz soll ganz dem Herrn, unserm Gott, gehören, sodass ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote haltet wie an diesem Tage.
62Hierauf brachten der König und ganz Israel mit ihm dem Herrn Schlachtopfer dar:
6322 000 Rinder und 120 000 Schafe schlachtete Salomo als Heilsopfer, das er dem Herrn darbrachte. So weihten der König und ganz Israel den Tempel des Herrn ein.
64An jenem Tage machte der König die Mitte des Vorhofs, der vor dem Hause des Herrn liegt, zur heiligen Opferstätte; denn dort brachte er die Brandopfer, die Speisopfer und das Fett der Heilsopfer dar, weil der eherne Altar, der vor dem Herrn stand, zu klein war, um die Brandopfer, die Speisopfer und das Fett der Heilsopfer zu fassen. (a) 1Kön 9:25; 2Ch 4:1
65So beging Salomo damals das Fest und ganz Israel mit ihm, eine grosse Versammlung (aus dem ganzen Lande) von Hamath an bis an den Bach Ägyptens, vor dem Herrn, unserm Gott, sieben Tage lang.
66Am achten Tage aber entliess er das Volk; und sie nahmen Abschied vom Könige und zogen nach Hause, fröhlich und wohlgemut ob all des Guten, das der Herr an seinem Knechte David und an seinem Volke Israel getan hatte.
1. Könige 8
1Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes Jehovas heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
2Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im Monat Ethanim, das ist der siebte Monat, am Feste.
3Und es kamen alle Ältesten von Israel, und die Priester nahmen die Lade auf.
4Und sie brachten die Lade Jehovas hinauf, und das Zelt der Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelte waren: die Priester und die Leviten brachten sie hinauf.
5Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte und mit ihm vor der Lade stand, opferten Klein- und Rindvieh, das nicht gerechnet und nicht gezählt werden konnte vor Menge.
6Und die Priester brachten die Lade des Bundes Jehovas an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim;
7denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
8Und die Stangen waren so lang, daß die Spitzen der Stangen vom Heiligen aus an der Vorderseite des Sprachortes gesehen wurden; aber auswärts wurden sie nicht gesehen. Und sie sind daselbst bis auf diesen Tag.
9Nichts war in der Lade, als nur die beiden steinernen Tafeln, welche Mose am Horeb hineinlegte, als Jehova einen Bund machte mit den Kindern Israel, als sie aus dem Lande Ägypten zogen.
10Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus Jehovas;
11und die Priester vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus Jehovas.
12Damals sprach Salomo: Jehova hat gesagt, daß er im Dunkel wohnen wolle.
13Gebaut habe ich dir ein Haus zur Wohnung, eine Stätte zu deinem Sitze für Ewigkeiten.
14Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels; und die ganze Versammlung Israels stand.
15Und er sprach: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der mit seinem Munde zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand es erfüllt hat, indem er sprach:
16Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, damit mein Name daselbst wäre; aber ich habe David erwählt, daß er über mein Volk Israel wäre.
17Und es war in dem Herzen meines Vaters David, dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
18Und Jehova sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du wohlgetan, daß es in deinem Herzen gewesen ist.
19Nur sollst du nicht das Haus bauen; sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem Namen das Haus bauen.
20Und Jehova hat sein Wort aufrecht gehalten, das er geredet hat; und ich bin aufgestanden an meines Vaters David Statt, und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie Jehova geredet hat, und habe dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, das Haus gebaut;
21und ich habe daselbst einen Ort hergerichtet für die Lade, in welcher der Bund Jehovas ist, den er mit unseren Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte.
22Und Salomo trat vor den Altar Jehovas angesichts der ganzen Versammlung Israels; und er breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:
23Jehova, Gott Israels! kein Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Güte deinen Knechten bewahrst, die vor dir wandeln mit ihrem ganzen Herzen;
24der du deinem Knechte David, meinem Vater, gehalten, was du zu ihm geredet hast: du hast es mit deinem Munde geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tage ist.
25Und nun, Jehova, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, was du zu ihm geredet hast, indem du sprachst: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen vor meinem Angesicht, der da sitze auf dem Throne Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, daß sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt hast.
26Und nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte bewähren, die du zu deinem Knechte David, meinem Vater, geredet hast! -
27Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
28Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, Jehova, mein Gott, daß du hörest auf das Rufen und auf das Gebet, welches dein Knecht heute vor dir betet:
29daß deine Augen Nacht und Tag offen seien über dieses Haus, über den Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein! daß du hörest auf das Gebet, welches dein Knecht gegen diesen Ort hin beten wird.
30Und höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie gegen diesen Ort hin richten werden; und höre du an der Stätte deiner Wohnung, im Himmel, ja, höre und vergib!
31Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt, und man ihm einen Eid auflegt, um ihn schwören zu lassen, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Hause:
32so höre du im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, daß du seinen Weg auf seinen Kopf bringst, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, daß du ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.
33Wenn dein Volk Israel vor dem Feinde geschlagen wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und bekennen deinen Namen, und beten und flehen zu dir in diesem Hause:
34so höre du im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel; und bringe sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast.
35Wenn der Himmel verschlossen, und kein Regen sein wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie beten gegen diesen Ort hin und bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du sie demütigst:
36so höre du im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg zeigest, auf welchem sie wandeln sollen; und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volke zum Erbteil gegeben hast.
37Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird, wenn Pest sein wird, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides, Heuschrecken oder Grillen sein werden; wenn sein Feind es belagert im Lande seiner Tore, wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit sein wird:
38welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgend einem Menschen, von deinem ganzen Volke Israel, wenn sie erkennen werden ein jeder die Plage seines Herzens, und er seine Hände ausbreitet gegen dieses Haus hin:
39so höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und vergib, und tue und gib einem jeden nach allen seinen Wegen, wie du sein Herz kennst-denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder; -
40auf daß sie dich fürchten alle die Tage, die sie in dem Lande leben werden, das du unseren Vätern gegeben hast.
41Und auch auf den Fremden, der nicht von deinem Volke Israel ist-kommt er aus fernem Lande um deines Namens willen
42, kommt er und betet gegen dieses Haus hin:
43so höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und tue nach allem, um was der Fremde zu dir rufen wird; auf daß alle Völker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fürchten, wie dein Volk Israel, und damit sie erkennen, daß dieses Haus, welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt wird.
44Wenn dein Volk ausziehen wird zum Streit wider seinen Feind, auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu Jehova beten nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
45so höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus.
46Wenn sie wider dich sündigen, -denn da ist kein Mensch, der nicht sündigte-und du über sie erzürnst und sie vor dem Feinde dahingibst und ihre Besieger sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, ein fernes oder ein nahes;
47und sie nehmen es zu Herzen in dem Lande, wohin sie gefangen weggeführt sind, und kehren um und flehen zu dir in dem Lande derer, die sie gefangen weggeführt haben, und sprechen: Wir haben gesündigt und haben verkehrt gehandelt, wir haben gesetzlos gehandelt;
48und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele in dem Lande ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten zu dir nach ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben, nach der Stadt, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
49so höre im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus;
50und vergib deinem Volke, was sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, womit sie wider dich übertreten haben; und laß sie Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen weggeführt haben, daß sie sich ihrer erbarmen;
51denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast aus Ägypten, mitten aus dem eisernen Schmelzofen: -
52so daß deine Augen offen seien für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, daß du auf sie hörest in allem, um was sie zu dir rufen.
53Denn du, du hast sie ausgesondert, dir zum Erbteil aus allen Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr, Jehova!
54Und es geschah, als Salomo geendigt hatte, dieses ganze Gebet und Flehen an Jehova zu richten, stand er auf vor dem Altar Jehovas von dem Beugen seiner Knie, indem seine Hände gen Himmel ausgebreitet waren;
55und er stand und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach:
56Gepriesen sei Jehova, der seinem Volke Israel Ruhe gegeben, nach allem, was er geredet hat! Kein einziges Wort ist dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat.
57Jehova, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vätern gewesen ist; er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht:
58um unser Herz zu ihm zu neigen, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte beobachten, die er unseren Vätern geboten hat.
59Und diese meine Worte, die ich vor Jehova gefleht habe, mögen Jehova, unserem Gott, nahe sein Tag und Nacht, daß er das Recht seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausführe, je nachdem der Tag es erfordert;
60damit alle Völker der Erde erkennen, daß Jehova Gott ist, keiner mehr.
61Und euer Herz sei ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, um in seinen Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu beobachten, wie es an diesem Tage ist.
62Und der König und ganz Israel mit ihm opferten Schlachtopfer vor Jehova.
63Und Salomo schlachtete als Friedensopfer, das er Jehova opferte, 22000 Rinder und 120000 Schafe. Und der König und alle Kinder Israel weihten das Haus Jehovas ein.
64An selbigem Tage heiligte der König die Mitte des Hofes, die vor dem Hause Jehovas lag; denn er opferte daselbst das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer; denn der eherne Altar, der vor Jehova stand, war zu klein, um das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer zu fassen.
65Und so feierten Salomo und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung, von dem Eingang Hamaths bis an den Fluß Ägyptens, zu selbiger Zeit das Fest vor Jehova, unserem Gott, sieben Tage und sieben Tage, vierzehn Tage.
66Am achten Tage entließ er das Volk; und sie segneten den König und gingen nach ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes wegen all des Guten, das Jehova seinem Knechte David und seinem Volke Israel erwiesen hatte.
Verständnis von Zürcher Bibel vs Elberfelder 1871 in 1. Könige 8
Zürcher Bibel (GerZurcher)
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von 1. Könige 8 in der Zürcher Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: 1. Könige 8:16
""Seit dem Tage, da ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, habe ich in keinem der Stämme Israels je eine Stadt erwählt, dass dort ein Haus gebaut werde als Wohnstätte für meinen Namen; dann aber habe ich Jerusalem erwählt, dass mein Name daselbst wohne, und David habe ich erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche." (a) 2Sa 7:6"
"Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, damit mein Name daselbst wäre; aber ich habe David erwählt, daß er über mein Volk Israel wäre."
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