Psalmen 69 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
Psalmen 69
1Dem Vorsänger. Nach[der Singweise]«Lilien». Von David. O Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Seele!
2Ich versinke in tiefem Schlamm und habe keinen Stand, ich bin in tiefes Wasser geraten, und die Flut will michüberströmen;
3ich bin müde von meinem Schreien, meine Kehle ist vertrocknet, ich habe mir die Augen ausgeweint im Harren auf meinen Gott.
4Derer, die mich ohne Ursache hassen, sind mehr als Haare auf meinem Haupt; meine Feinde, die mich mit Lügen vernichten wollen, sind stark; was ich nicht geraubt habe, das soll ich erstatten!
5O Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.
6Laß nicht zuschanden werden an mir, die deiner harren, o Gott; HERR der Heerscharen; laß nicht meinethalben beschämt werden, die dich suchen, Gott Israels!
7Denn um deinetwillen trage ich Schmach und bedeckt Schande mein Angesicht.
8Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Söhnen meiner Mutter;
9denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
10Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb beschimpft;
11und als ich mich mit einem Sack kleidete, haben sie mich zum Sprichwort gemacht.
12Die im Tor herumsitzen, schwatzen von mir, und die Zecher pfeifen mich aus.
13Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit; antworte mir, o Gott, nach deiner großen Gnade mit deinem wahren Heil!
14Reiße mich aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke; möchte ich doch errettet werden von meinen Hassern und aus den tiefen Wassern,
15daß mich die Wasserflut nichtüberströme und mich die Tiefe nicht verschlinge, noch die Zisterne sichüber mir schließe.
16Erhöre mich, HERR; denn deine Gnade ist freundlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit
17und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht; denn mir ist angst, erhöre mich bald!
18Nahe dich meiner Seele, erlöse sie; um meiner Feinde willen befreie mich!
19Du weißt, was für Schimpf, für Schande und Schmach mir angetan wird; meine Widersacher sind alle vor dir.
20Die Schmach hat mir das Herz gebrochen, daß ich krank geworden bin; ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht.
21Und sie taten Galle in meine Speise und tränkten mich mit Essig in meinem Durst.
22Ihr Tisch vor ihnen müsse zur Schlinge werden und den Sorglosen zum Fallstrick!
23Ihre Augen sollen so finster werden, daß sie nicht mehr sehen, und ihre Lenden sollen allezeit wanken.
24Gieße deinen Grimmüber sie aus, und die Glut deines Zorns erfasse sie;
25ihre Wohnstätte müsse verwüstet werden, und in ihren Zelten wohne niemand mehr!
26Denn sie verfolgen den, welchen du geschlagen hast, und vermehren die Schmerzen deiner Verwundeten.
27Rechne ihnen um so mehr Schulden zu und laß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit!
28Tilge sie aus dem Buche der Lebendigen; sie sollen nicht mit den Gerechten eingeschrieben werden!
29Ich aber bin elend und krank; dein Heil, o Gott, richte mich auf!
30Ich will den Namen Gottes rühmen mit einem Lied und ihn erheben mit Lobgesang.
31Das wird dem HERRN angenehmer sein als ein Stier, als ein Farre, der Hörner und Klauen hat!
32Wenn das die Elenden sehen, werden sie sich freuen. Ihr, die ihr Gott suchet, euer Herz soll aufleben!
33Denn der HERR hört auf die Armen und verachtet seine Gebundenen nicht.
34Himmel und Erde sollen ihn rühmen, das Meer und alles, was sich darin regt!
35Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen, und man wird daselbst wohnen und sie besitzen;
36und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
Psalmen 69
1Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.
2Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.
3Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.
4Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.
5Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht geraubt habe.
6Gott, du weißest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.
7Laß nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, HERR, HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
8Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.
9Ich bin fremd worden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
10Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmähen, fallen auf mich.
11Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
12Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött draus.
13Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.
14Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit. Gott, durch deine große Güte, erhöre mich mit deiner treuen Hilfe!
15Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,
16daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe.
17Erhöre mich, HERR, denn deine Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit
18und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhöre mich eilend!
19Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!
20Du weißest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.
21Die Schmach bricht mir mein Herz und kränket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Tröster, aber ich finde keine.
22Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.
23Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!
24Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laß immer wanken!
25Geuß deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!
26Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne!
27Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest.
28Laß sie in eine Sünde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.
29Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.
30Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schütze mich!
31Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.
32Das wird dem HERRN baß gefallen denn ein Farr, der Hörner und Klauen hat.
33Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.
34Denn der HERR höret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.
36Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in Psalmen 69
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 69 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 69:16
"Erhöre mich, HERR; denn deine Gnade ist freundlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit"
"daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mir zusammengehe."
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