2. Samuel 22 Vergleich: Schlachter 1951 vs Luther 1545
2. Samuel 22
1Und David redete zu dem HERRN die Worte dieses Liedes, am Tage, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte.
2Er sprach: Der HERR ist meine Felsenkluft, meine Burg und meine Zuflucht;
3mein Gott ist mein Fels, darin ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine Festung und meine Zuflucht, mein Erretter, der mich von Gewalttat befreit.
4Den HERRN, den Hochgelobten, rief ich an und wurde von meinen Feinden errettet.
5Todeswehen umfingen mich, Bäche Belials schreckten mich;
6Stricke der Unterwelt umschlangen mich, Todesschlingen kamen mir entgegen.
7In meiner Angst rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; er hörte in seinem Tempel meine Stimme, mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
8Die Erde bebte und erzitterte, die Grundfesten des Himmels wurden erschüttert und bebten, weil er zornig war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund, Feuerglut brannte daraus hervor.
10Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen;
11er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.
12Er machte Finsternis um sich her zu seinem Gezelt, dunkle Wasser, dichte Wolken.
13Vom Glanz vor ihm brannte Feuerglut;
14und der HERR donnerte vom Himmel, der Höchste ließ seine Stimme erschallen;
15er schoß seine Pfeile und zerstreute sie,[schleuderte] Blitze und schreckte sie.
16Da sah man die Betten des Meeres, und die Gründe des Erdbodens wurden aufgedeckt von des HERRN Schelten, von dem Schnauben seines grimmigen Zorns!
17Er langte herab aus der Höhe und ergriff mich, er zog mich aus großen Wassern;
18er rettete mich von meinem mächtigen Feind und von meinen Hassern; denn sie waren mir zu stark;
19sie hatten michüberfallen zur Zeit meines Unglücks; aber der HERR ward mir zur Stütze
20und führte mich heraus in die Weite, er befreite mich; denn er hatte Wohlgefallen an mir.
21Der HERR vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände lohnte er mir;
22denn ich habe die Wege des HERRN bewahrt und bin nicht abgefallen von meinem Gott,
23sondern ich hatte alle seine Rechte vor mir und stieß seine Satzungen nicht von mir,
24und ich hielt es ganz mit ihm und hütete mich vor meiner Sünde.
25Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
26Gegen den Frommen erzeigst du dich fromm, gegen den Redlichen redlich,
27gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber den Hinterlistigenüberlistest du.
28Denn du rettest alles elende Volk, aber du erniedrigst die Augen aller Stolzen.
29Denn du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine Finsternis licht;
30denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen und mit meinem Gottüber die Mauern springen.
31Dieser Gott! Sein Weg ist vollkommen, die Rede des HERRN ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32Denn wer ist Gott, außer dem HERRN, und wer ist ein Fels, außer unserm Gott?
33Gott umgürtet mich mit Kraft und macht meinen Weg unsträflich,
34er macht meine Füße den Hirschen gleich und stellt mich auf meine Höhen;
35er lehrt meine Hände streiten und meine Arme den ehernen Bogen spannen;
36du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung machte mich groß;
37du machtest mir Raum zum Gehen, daß meine Knöchel nicht wankten.
38Ich jagte meinen Feinden nach und vertilgte sie und kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren;
39ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, daß sie nicht mehr aufstehen konnten; sie fielen unter meine Füße.
40Du hast mich gegürtet mit Kraft zum Streit, du hast unter mich gebeugt, die sich wider mich setzten.
41Du wandtest mir den Rücken meiner Feinde zu, und meine Hasser habe ich vertilgt.
42Sie schrieen, aber da war kein Retter; zu dem HERRN, aber er antwortete ihnen nicht.
43Und ich zerrieb sie wie Erdenstaub, zertrat sie wie Straßenkot und warf sie hinaus.
44Du rettetest mich aus den Zänkereien des Volkes und bewahrtest mich auf zum Haupt der Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir;
45die Kinder der Fremden schmeicheln mir, sie folgen mir aufs Wort;
46die Kinder der Fremden verzagen und kommen zitternd hervor aus ihren Schlössern.
47Es lebt der HERR, und gepriesen sei mein Fels, und erhoben werde der Gott meines Heils!
48Der Gott, der mir Rache verlieh und mir die Völker unterwarf;
49der mich meinen Feinden entrinnen ließ und mich trotz meiner Widersacher erhöhte, mich errettete von dem gewalttätigen Mann!
50Darum will ich dich, o HERR, loben unter den Heiden und deinem Namen singen,
51der seinem Könige große Siege verliehen hat und seinem Gesalbten Gnade erweist, David und seinem Samen bis in Ewigkeit!
2. Samuel 22
1Und David redete vor dem HERRN die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach:
2Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
3Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vom Frevel.
4Ich will den HERRN loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erlöset werden.
5Denn es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bäche Belials erschreckten mich.
6Der Höllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.
7Wenn mir angst ist, so rufe ich den HERRN an und schreie zu meinem Gott, so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren.
8Die Erde bebete und ward bewegt, die Grundfesten des Himmels regten sich und bebeten, da er zornig war.
9Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte.
10Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.
11Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; und er schwebete auf den Fittichen des Windes.
12Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken.
13Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen.
14Der HERR donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus.
15Er schoß seine Strahlen und zerstreuete sie; er ließ blitzen und schreckte sie.
16Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HERRN, von dem Odem und Schnauben seiner Nase.
17Er schickte aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern.
18Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren,
19die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls. Und der HERR ward meine Zuversicht.
20Er führete mich aus in den Raum; er riß mich heraus, denn er hatte Lust zu mir.
21Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände.
22Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
23Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir;
24sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hüte mich vor Sünden.
25Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen.
26Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm,
27bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt.
28Denn du hilfst dem elenden Volk und mit deinen Augen niedrigest du die Hohen.
29Denn du, HERR, bist meine Leuchte. Der HERR machet meine Finsternis licht.
30Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen und mit meinem Gott über die Mauern springen.
31Gottes Wege sind ohne Wandel, des HERRN Reden sind durchläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32Denn ist ein Gott ohne den HERRN? Und wo ist ein Hort, ohne unser Gott?
33Gott stärket mich mit Kraft und weiset mir einen Weg ohne Wandel.
34Er machet meine Füße gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Höhe.
35Er lehret meine Hände streiten und lehret meinen Arm den ehernen Bogen spannen.
36Und gibst mir den Schild deines Heils. Und wenn du mich demütigest, machst du mich groß.
37Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten.
38Ich will meinen Feinden nachjagen und sie vertilgen; und will nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
39Ich will sie umbringen und zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müssen unter meine Füße fallen.
40Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.
41Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich verstöre, die mich hassen.
42Sie lieben sich zu, aber da ist kein Helfer; zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.
43Ich will sie zerstoßen wie Staub auf der Erde; wie Kot auf der Gasse will ich sie verstäuben und zerstreuen.
44Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und behütest mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.
45Den fremden Kindern hat es wider mich gefehlet, und gehorchen mir mit gehorsamen Ohren.
46Die fremden Kinder sind verschmachtet und zappeln in ihren Banden.
47Der HERR lebet; und gelobet sei mein Hort, und Gott, der Hort meines Heils, müsse erhaben werden,
48der Gott, der mir die Rache gibt und wirft die Völker unter mich.
49Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhest mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.
50Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
51der seinem Könige groß Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten David und seinem Samen ewiglich.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Luther 1545 in 2. Samuel 22
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Luther 1545
Die originale Lutherbibel von 1545 (letzte Hand).
Sie sehen einen direkten Vergleich von 2. Samuel 22 in der Schlachter 1951 und Luther 1545. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: 2. Samuel 22:16
"Da sah man die Betten des Meeres, und die Gründe des Erdbodens wurden aufgedeckt von des HERRN Schelten, von dem Schnauben seines grimmigen Zorns!"
"Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HERRN, von dem Odem und Schnauben seiner Nase."
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