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Klagelieder 3 Vergleich: Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871

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Klagelieder 3

1Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute seines Zorns.

2Mich hat er verjagt und in die Finsternis geführt und nicht ans Licht.

3Nur gegen mich kehrt er immer wieder den ganzen Tag seine Hand.

4Er hat mein Fleisch und meine Haut verschlungen und meine Knochen zermalmt.

5Er hat rings um mich her Gift und Drangsal aufgebaut.

6In dunkeln Höhlen läßt er mich wohnen wie längst Verstorbene.

7Er hat mich eingemauert, daß ich nicht herauskommen kann; mit ehernen Ketten hat er mich beschwert.

8Ob ich auch schreie und rufe, verstopft er doch die Ohren vor meinem Gebet.

9Quadersteine legt er mir in den Weg, krümmt meine Pfade.

10Er lauert mir auf wie ein Bär, wie ein Löwe im Dickicht.

11Er hat mich auf Abwege gebracht, istüber mich hergefallen und hat mich arg zugerichtet.

12Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeile zum Ziel gesetzt.

13Er hat mir seines Köchers Söhne in die Nieren gejagt.

14Ich bin allem Volk zum Gelächter geworden, ihr Liedlein den ganzen Tag.

15Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt, mit Wermut getränkt.

16Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, er hat mich mit Asche bedeckt.

17Und du hast meine Seele aus dem Frieden verstoßen, daß ich des Glückes vergaß.

18Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, meine Hoffnung auf den HERRN.

19Sei eingedenk meines Elends, meiner Verfolgung, des Wermuts und des Gifts!

20Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!

21Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen:

22Gnadenbeweise des HERRN sind's, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;

23sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß!

24Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

25Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm fragt.

26Gut ist's, schweigend zu warten auf das Heil des HERRN.

27Es ist einem Manne gut, in seiner Jugend das Joch zu tragen.

28Er sitze einsam und schweige, wenn man ihm eines auferlegt!

29Er stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden!

30Schlägt ihn jemand, so biete er ihm den Backen dar und lasse sich mit Schmach sättigen!

31Denn der Herr wird nicht ewig verstoßen;

32sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich auch nach der Größe seiner Gnade.

33Denn nicht aus Lust plagt und betrübt ER die Menschenkinder.

34Wenn alle Gefangenen eines Landes mit Füßen getreten,

35wenn das Recht eines Mannes vor dem Angesicht des Höchsten gebeugt,

36die Rechtssache eines Menschen verdreht wird, sollte der Herr es nicht beachten?

37Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne daß der Herr es befahl?

38Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Böse und das Gute hervor?

39Was beklagt sich der Mensch? Es hätte sich wahrlich jederüber seine Sünde zu beklagen!

40Lasset uns unsere Wege erforschen und durchsuchen und zum HERRN zurückkehren!

41Lasset uns unsere Herzen samt den Händen zu Gott im Himmel erheben!

42Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen; das hast du nicht vergeben;

43du hast dich im Zorn verborgen und uns verfolgt; du hast uns ohne Gnade erwürgt;

44du hast dich in eine Wolke gehüllt, daß kein Gebet hindurchdrang;

45du hast uns zu Kot und Abscheu gemacht unter den Völkern!

46Alle unsere Feinde haben ihr Maul gegen uns aufgesperrt.

47Grauen und Grube wurden uns beschieden, Verwüstung und Untergang.

48Es rinnen Wasserbäche aus meinen Augen wegen des Untergangs der Tochter meines Volkes.

49Mein Auge tränt unaufhörlich; denn da ist keine Ruhe,

50bis der HERR vom Himmel herabschauen und dareinsehen wird.

51Was ich sehen muß, tut meiner Seele weh ob aller Töchter meiner Stadt.

52Die mich ohne Ursache hassen, stellten mir heftig nach wie einem Vogel;

53sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine auf mich.

54Die Wasser gingenüber mein Haupt; ich sagte: Ich bin verloren!

55Aber ich rief, HERR, deinen Namen an, tief unten aus der Grube.

56Du hörtest meine Stimme:«Verschließe dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, vor meinem Hilferuf!»

57Du nahtest dich mir des Tages, als ich dich anrief, du sprachest: Fürchte dich nicht!

58Du führtest, o Herr, die Sache meiner Seele, du rettetest mir das Leben!

59Du hast, o HERR, meine Unterdrückung gesehen; schaffe du mir Recht!

60Du hast all ihre Rachgier gesehen, alle ihre Anschläge wider mich;

61du hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, alle ihre Pläne gegen mich,

62die Reden meiner Widersacher und ihr beständiges Murmelnüber mich.

63Siehe doch: ob sie niedersitzen oder aufstehen, so bin ich ihr Spottlied.

64Vergilt ihnen, o HERR, nach dem Werk ihrer Hände!

65Gib ihnen Verstockung ins Herz, dein Fluch kommeüber sie!

66Verfolge sie in deinem Zorn und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN hinweg!

Klagelieder 3

1Ich bin der Mann, der Elend gesehen durch die Rute seines Grimmes.

2Mich hat er geleitet und geführt in Finsternis und Dunkel

3Nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand den ganzen Tag.

4Er hat verfallen lassen mein Fleisch und meine Haut, meine Gebeine hat er zerschlagen.

5Bitterkeit und Mühsal hat er wider mich gebaut und mich damit umringt.

6Er ließ mich wohnen in Finsternissen, gleich den Toten der Urzeit

7Er hat mich umzäunt, daß ich nicht herauskommen kann; er hat schwer gemacht meine Fesseln.

8Wenn ich auch schreie und rufe, so hemmt er mein Gebet

9Meine Wege hat er mit Quadern vermauert, meine Pfade umgekehrt.

10Ein lauernder Bär ist er mir, ein Löwe im Versteck.

11Er hat mir die Wege entzogen und hat mich zerfleischt, mich verwüstet.

12Er hat seinen Bogen gespannt und mich wie ein Ziel dem Pfeile hingestellt.

13Er ließ in meine Nieren dringen die Söhne seines Köchers.

14Meinem ganzen Volke bin ich zum Gelächter geworden, bin ihr Saitenspiel den ganzen Tag.

15Mit Bitterkeiten hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

16Und er hat mit Kies meine Zähne zermalmt, hat mich niedergedrückt in die Asche.

17Und meine Seele ist vom Frieden verstoßen, ich habe des Guten vergessen.

18Und ich sprach: Dahin ist meine Lebenskraft und meine Hoffnung auf Jehova.

19Gedenke meines Elends und meines Umherirrens, des Wermuts und der Bitterkeit

20Beständig denkt meine Seele daran und ist niedergebeugt in mir.

21Dies will ich mir zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen:

22Es sind die Gütigkeiten Jehovas, daß wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende

23sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß.

24Jehova ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

25Gütig ist Jehova gegen die, welche auf ihn harren, gegen die Seele, die nach ihm trachtet.

26Es ist gut, daß man still warte auf die Rettung Jehovas.

27Es ist dem Manne gut, daß er das Joch in seiner Jugend trage.

28Er sitze einsam und schweige, weil er es ihm auferlegt hat;

29er lege seinen Mund in den Staub; vielleicht gibt es Hoffnung.

30Dem, der ihn schlägt, reiche er den Backen dar, werde mit Schmach gesättigt

31Denn der Herr verstößt nicht ewiglich;

32sondern wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten.

33Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder.

34Daß man alle Gefangenen der Erde unter seinen Füßen zertrete,

35das Recht eines Mannes beuge vor dem Angesicht des Höchsten,

36einem Menschen Unrecht tue in seiner Streitsache: Sollte der Herr nicht darauf achten?

37Wer ist, der da sprach, und es geschah, ohne daß der Herr es geboten?

38Das Böse und das Gute, geht es nicht aus dem Munde des Höchsten hervor?

39Was beklagt sich der lebende Mensch? über seine Sünden beklage sich der Mann!

40Prüfen und erforschen wir unsere Wege, und laßt uns zu Jehova umkehren!

41laßt uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel!

42Wir, wir sind abgefallen und sind widerspenstig gewesen; du hast nicht vergeben.

43Du hast dich in Zorn gehüllt und hast uns verfolgt; du hast hingemordet ohne Schonung.

44Du hast dich in eine Wolke gehüllt, so daß kein Gebet hindurchdrang.

45Du hast uns zum Kehricht und zum Ekel gemacht inmitten der Völker.

46Alle unsere Feinde haben ihren Mund gegen uns aufgesperrt.

47Grauen und Grube sind über uns gekommen, Verwüstung und Zertrümmerung.

48Mit Wasserbächen rinnt mein Auge wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

49Mein Auge ergießt sich ruhelos und ohne Rast,

50bis Jehova vom Himmel herniederschaue und dareinsehe.

51Mein Auge schmerzt mich wegen aller Töchter meiner Stadt.

52Wie einen Vogel haben mich heftig gejagt, die ohne Ursache meine Feinde sind.

53Sie haben mein Leben in die Grube hinein vernichtet und Steine auf mich geworfen.

54Wasser strömten über mein Haupt; ich sprach: Ich bin abgeschnitten!

55Jehova, ich habe deinen Namen angerufen aus der tiefsten Grube.

56Du hast meine Stimme gehört; verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien!

57Du hast dich genaht an dem Tage, da ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!

58Herr, du hast die Rechtssachen meiner Seele geführt, hast mein Leben erlöst.

59Jehova, du hast meine Bedrückung gesehen; verhilf mir zu meinem Rechte

60Du hast gesehen alle ihre Rache, alle ihre Anschläge gegen mich.

61Jehova, du hast ihr Schmähen gehört, alle ihre Anschläge wider mich,

62das Gerede derer, die wider mich aufgestanden sind, und ihr Sinnen wider mich den ganzen Tag.

63Schaue an ihr Sitzen und ihr Aufstehen! ich bin ihr Saitenspiel.

64Jehova, erstatte ihnen Vergeltung nach dem Werke ihrer Hände!

65Gib ihnen Verblendung des Herzens, dein Fluch komme über sie!

66Verfolge sie im Zorne und tilge sie unter Jehovas Himmel hinweg!

Klagelieder 3

1Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute seines Zorns.

2Mich hat er verjagt und in die Finsternis geführt und nicht ans Licht.

3Nur gegen mich kehrt er immer wieder den ganzen Tag seine Hand.

4Er hat mein Fleisch und meine Haut verschlungen und meine Knochen zermalmt.

5Er hat rings um mich her Gift und Drangsal aufgebaut.

6In dunkeln Höhlen läßt er mich wohnen wie längst Verstorbene.

7Er hat mich eingemauert, daß ich nicht herauskommen kann; mit ehernen Ketten hat er mich beschwert.

8Ob ich auch schreie und rufe, verstopft er doch die Ohren vor meinem Gebet.

9Quadersteine legt er mir in den Weg, krümmt meine Pfade.

10Er lauert mir auf wie ein Bär, wie ein Löwe im Dickicht.

11Er hat mich auf Abwege gebracht, istüber mich hergefallen und hat mich arg zugerichtet.

12Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeile zum Ziel gesetzt.

13Er hat mir seines Köchers Söhne in die Nieren gejagt.

14Ich bin allem Volk zum Gelächter geworden, ihr Liedlein den ganzen Tag.

15Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt, mit Wermut getränkt.

16Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, er hat mich mit Asche bedeckt.

17Und du hast meine Seele aus dem Frieden verstoßen, daß ich des Glückes vergaß.

18Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, meine Hoffnung auf den HERRN.

19Sei eingedenk meines Elends, meiner Verfolgung, des Wermuts und des Gifts!

20Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!

21Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen:

22Gnadenbeweise des HERRN sind's, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;

23sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß!

24Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

25Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm fragt.

26Gut ist's, schweigend zu warten auf das Heil des HERRN.

27Es ist einem Manne gut, in seiner Jugend das Joch zu tragen.

28Er sitze einsam und schweige, wenn man ihm eines auferlegt!

29Er stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden!

30Schlägt ihn jemand, so biete er ihm den Backen dar und lasse sich mit Schmach sättigen!

31Denn der Herr wird nicht ewig verstoßen;

32sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich auch nach der Größe seiner Gnade.

33Denn nicht aus Lust plagt und betrübt ER die Menschenkinder.

34Wenn alle Gefangenen eines Landes mit Füßen getreten,

35wenn das Recht eines Mannes vor dem Angesicht des Höchsten gebeugt,

36die Rechtssache eines Menschen verdreht wird, sollte der Herr es nicht beachten?

37Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne daß der Herr es befahl?

38Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Böse und das Gute hervor?

39Was beklagt sich der Mensch? Es hätte sich wahrlich jederüber seine Sünde zu beklagen!

40Lasset uns unsere Wege erforschen und durchsuchen und zum HERRN zurückkehren!

41Lasset uns unsere Herzen samt den Händen zu Gott im Himmel erheben!

42Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen; das hast du nicht vergeben;

43du hast dich im Zorn verborgen und uns verfolgt; du hast uns ohne Gnade erwürgt;

44du hast dich in eine Wolke gehüllt, daß kein Gebet hindurchdrang;

45du hast uns zu Kot und Abscheu gemacht unter den Völkern!

46Alle unsere Feinde haben ihr Maul gegen uns aufgesperrt.

47Grauen und Grube wurden uns beschieden, Verwüstung und Untergang.

48Es rinnen Wasserbäche aus meinen Augen wegen des Untergangs der Tochter meines Volkes.

49Mein Auge tränt unaufhörlich; denn da ist keine Ruhe,

50bis der HERR vom Himmel herabschauen und dareinsehen wird.

51Was ich sehen muß, tut meiner Seele weh ob aller Töchter meiner Stadt.

52Die mich ohne Ursache hassen, stellten mir heftig nach wie einem Vogel;

53sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine auf mich.

54Die Wasser gingenüber mein Haupt; ich sagte: Ich bin verloren!

55Aber ich rief, HERR, deinen Namen an, tief unten aus der Grube.

56Du hörtest meine Stimme:«Verschließe dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, vor meinem Hilferuf!»

57Du nahtest dich mir des Tages, als ich dich anrief, du sprachest: Fürchte dich nicht!

58Du führtest, o Herr, die Sache meiner Seele, du rettetest mir das Leben!

59Du hast, o HERR, meine Unterdrückung gesehen; schaffe du mir Recht!

60Du hast all ihre Rachgier gesehen, alle ihre Anschläge wider mich;

61du hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, alle ihre Pläne gegen mich,

62die Reden meiner Widersacher und ihr beständiges Murmelnüber mich.

63Siehe doch: ob sie niedersitzen oder aufstehen, so bin ich ihr Spottlied.

64Vergilt ihnen, o HERR, nach dem Werk ihrer Hände!

65Gib ihnen Verstockung ins Herz, dein Fluch kommeüber sie!

66Verfolge sie in deinem Zorn und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN hinweg!

Klagelieder 3:1
GerSch

Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute seines Zorns.

GerElb1871

Ich bin der Mann, der Elend gesehen durch die Rute seines Grimmes.

2
GerSch

Mich hat er verjagt und in die Finsternis geführt und nicht ans Licht.

GerElb1871

Mich hat er geleitet und geführt in Finsternis und Dunkel

3
GerSch

Nur gegen mich kehrt er immer wieder den ganzen Tag seine Hand.

GerElb1871

Nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand den ganzen Tag.

4
GerSch

Er hat mein Fleisch und meine Haut verschlungen und meine Knochen zermalmt.

GerElb1871

Er hat verfallen lassen mein Fleisch und meine Haut, meine Gebeine hat er zerschlagen.

5
GerSch

Er hat rings um mich her Gift und Drangsal aufgebaut.

GerElb1871

Bitterkeit und Mühsal hat er wider mich gebaut und mich damit umringt.

6
GerSch

In dunkeln Höhlen läßt er mich wohnen wie längst Verstorbene.

GerElb1871

Er ließ mich wohnen in Finsternissen, gleich den Toten der Urzeit

7
GerSch

Er hat mich eingemauert, daß ich nicht herauskommen kann; mit ehernen Ketten hat er mich beschwert.

GerElb1871

Er hat mich umzäunt, daß ich nicht herauskommen kann; er hat schwer gemacht meine Fesseln.

8
GerSch

Ob ich auch schreie und rufe, verstopft er doch die Ohren vor meinem Gebet.

GerElb1871

Wenn ich auch schreie und rufe, so hemmt er mein Gebet

9
GerSch

Quadersteine legt er mir in den Weg, krümmt meine Pfade.

GerElb1871

Meine Wege hat er mit Quadern vermauert, meine Pfade umgekehrt.

10
GerSch

Er lauert mir auf wie ein Bär, wie ein Löwe im Dickicht.

GerElb1871

Ein lauernder Bär ist er mir, ein Löwe im Versteck.

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GerSch

Er hat mich auf Abwege gebracht, istüber mich hergefallen und hat mich arg zugerichtet.

GerElb1871

Er hat mir die Wege entzogen und hat mich zerfleischt, mich verwüstet.

12
GerSch

Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeile zum Ziel gesetzt.

GerElb1871

Er hat seinen Bogen gespannt und mich wie ein Ziel dem Pfeile hingestellt.

13
GerSch

Er hat mir seines Köchers Söhne in die Nieren gejagt.

GerElb1871

Er ließ in meine Nieren dringen die Söhne seines Köchers.

14
GerSch

Ich bin allem Volk zum Gelächter geworden, ihr Liedlein den ganzen Tag.

GerElb1871

Meinem ganzen Volke bin ich zum Gelächter geworden, bin ihr Saitenspiel den ganzen Tag.

15
GerSch

Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt, mit Wermut getränkt.

GerElb1871

Mit Bitterkeiten hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

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GerSch

Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, er hat mich mit Asche bedeckt.

GerElb1871

Und er hat mit Kies meine Zähne zermalmt, hat mich niedergedrückt in die Asche.

17
GerSch

Und du hast meine Seele aus dem Frieden verstoßen, daß ich des Glückes vergaß.

GerElb1871

Und meine Seele ist vom Frieden verstoßen, ich habe des Guten vergessen.

18
GerSch

Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, meine Hoffnung auf den HERRN.

GerElb1871

Und ich sprach: Dahin ist meine Lebenskraft und meine Hoffnung auf Jehova.

19
GerSch

Sei eingedenk meines Elends, meiner Verfolgung, des Wermuts und des Gifts!

GerElb1871

Gedenke meines Elends und meines Umherirrens, des Wermuts und der Bitterkeit

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GerSch

Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!

GerElb1871

Beständig denkt meine Seele daran und ist niedergebeugt in mir.

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GerSch

Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich Hoffnung fassen:

GerElb1871

Dies will ich mir zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen:

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GerSch

Gnadenbeweise des HERRN sind's, daß wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;

GerElb1871

Es sind die Gütigkeiten Jehovas, daß wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende

23
GerSch

sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß!

GerElb1871

sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß.

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GerSch

Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

GerElb1871

Jehova ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

25
GerSch

Der HERR ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm fragt.

GerElb1871

Gütig ist Jehova gegen die, welche auf ihn harren, gegen die Seele, die nach ihm trachtet.

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GerSch

Gut ist's, schweigend zu warten auf das Heil des HERRN.

GerElb1871

Es ist gut, daß man still warte auf die Rettung Jehovas.

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GerSch

Es ist einem Manne gut, in seiner Jugend das Joch zu tragen.

GerElb1871

Es ist dem Manne gut, daß er das Joch in seiner Jugend trage.

28
GerSch

Er sitze einsam und schweige, wenn man ihm eines auferlegt!

GerElb1871

Er sitze einsam und schweige, weil er es ihm auferlegt hat;

29
GerSch

Er stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden!

GerElb1871

er lege seinen Mund in den Staub; vielleicht gibt es Hoffnung.

30
GerSch

Schlägt ihn jemand, so biete er ihm den Backen dar und lasse sich mit Schmach sättigen!

GerElb1871

Dem, der ihn schlägt, reiche er den Backen dar, werde mit Schmach gesättigt

31
GerSch

Denn der Herr wird nicht ewig verstoßen;

GerElb1871

Denn der Herr verstößt nicht ewiglich;

32
GerSch

sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich auch nach der Größe seiner Gnade.

GerElb1871

sondern wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten.

33
GerSch

Denn nicht aus Lust plagt und betrübt ER die Menschenkinder.

GerElb1871

Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder.

34
GerSch

Wenn alle Gefangenen eines Landes mit Füßen getreten,

GerElb1871

Daß man alle Gefangenen der Erde unter seinen Füßen zertrete,

35
GerSch

wenn das Recht eines Mannes vor dem Angesicht des Höchsten gebeugt,

GerElb1871

das Recht eines Mannes beuge vor dem Angesicht des Höchsten,

36
GerSch

die Rechtssache eines Menschen verdreht wird, sollte der Herr es nicht beachten?

GerElb1871

einem Menschen Unrecht tue in seiner Streitsache: Sollte der Herr nicht darauf achten?

37
GerSch

Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne daß der Herr es befahl?

GerElb1871

Wer ist, der da sprach, und es geschah, ohne daß der Herr es geboten?

38
GerSch

Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Böse und das Gute hervor?

GerElb1871

Das Böse und das Gute, geht es nicht aus dem Munde des Höchsten hervor?

39
GerSch

Was beklagt sich der Mensch? Es hätte sich wahrlich jederüber seine Sünde zu beklagen!

GerElb1871

Was beklagt sich der lebende Mensch? über seine Sünden beklage sich der Mann!

40
GerSch

Lasset uns unsere Wege erforschen und durchsuchen und zum HERRN zurückkehren!

GerElb1871

Prüfen und erforschen wir unsere Wege, und laßt uns zu Jehova umkehren!

41
GerSch

Lasset uns unsere Herzen samt den Händen zu Gott im Himmel erheben!

GerElb1871

laßt uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel!

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GerSch

Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen; das hast du nicht vergeben;

GerElb1871

Wir, wir sind abgefallen und sind widerspenstig gewesen; du hast nicht vergeben.

43
GerSch

du hast dich im Zorn verborgen und uns verfolgt; du hast uns ohne Gnade erwürgt;

GerElb1871

Du hast dich in Zorn gehüllt und hast uns verfolgt; du hast hingemordet ohne Schonung.

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GerSch

du hast dich in eine Wolke gehüllt, daß kein Gebet hindurchdrang;

GerElb1871

Du hast dich in eine Wolke gehüllt, so daß kein Gebet hindurchdrang.

45
GerSch

du hast uns zu Kot und Abscheu gemacht unter den Völkern!

GerElb1871

Du hast uns zum Kehricht und zum Ekel gemacht inmitten der Völker.

46
GerSch

Alle unsere Feinde haben ihr Maul gegen uns aufgesperrt.

GerElb1871

Alle unsere Feinde haben ihren Mund gegen uns aufgesperrt.

47
GerSch

Grauen und Grube wurden uns beschieden, Verwüstung und Untergang.

GerElb1871

Grauen und Grube sind über uns gekommen, Verwüstung und Zertrümmerung.

48
GerSch

Es rinnen Wasserbäche aus meinen Augen wegen des Untergangs der Tochter meines Volkes.

GerElb1871

Mit Wasserbächen rinnt mein Auge wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

49
GerSch

Mein Auge tränt unaufhörlich; denn da ist keine Ruhe,

GerElb1871

Mein Auge ergießt sich ruhelos und ohne Rast,

50
GerSch

bis der HERR vom Himmel herabschauen und dareinsehen wird.

GerElb1871

bis Jehova vom Himmel herniederschaue und dareinsehe.

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GerSch

Was ich sehen muß, tut meiner Seele weh ob aller Töchter meiner Stadt.

GerElb1871

Mein Auge schmerzt mich wegen aller Töchter meiner Stadt.

52
GerSch

Die mich ohne Ursache hassen, stellten mir heftig nach wie einem Vogel;

GerElb1871

Wie einen Vogel haben mich heftig gejagt, die ohne Ursache meine Feinde sind.

53
GerSch

sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine auf mich.

GerElb1871

Sie haben mein Leben in die Grube hinein vernichtet und Steine auf mich geworfen.

54
GerSch

Die Wasser gingenüber mein Haupt; ich sagte: Ich bin verloren!

GerElb1871

Wasser strömten über mein Haupt; ich sprach: Ich bin abgeschnitten!

55
GerSch

Aber ich rief, HERR, deinen Namen an, tief unten aus der Grube.

GerElb1871

Jehova, ich habe deinen Namen angerufen aus der tiefsten Grube.

56
GerSch

Du hörtest meine Stimme:«Verschließe dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, vor meinem Hilferuf!»

GerElb1871

Du hast meine Stimme gehört; verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien!

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GerSch

Du nahtest dich mir des Tages, als ich dich anrief, du sprachest: Fürchte dich nicht!

GerElb1871

Du hast dich genaht an dem Tage, da ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!

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GerSch

Du führtest, o Herr, die Sache meiner Seele, du rettetest mir das Leben!

GerElb1871

Herr, du hast die Rechtssachen meiner Seele geführt, hast mein Leben erlöst.

59
GerSch

Du hast, o HERR, meine Unterdrückung gesehen; schaffe du mir Recht!

GerElb1871

Jehova, du hast meine Bedrückung gesehen; verhilf mir zu meinem Rechte

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GerSch

Du hast all ihre Rachgier gesehen, alle ihre Anschläge wider mich;

GerElb1871

Du hast gesehen alle ihre Rache, alle ihre Anschläge gegen mich.

61
GerSch

du hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, alle ihre Pläne gegen mich,

GerElb1871

Jehova, du hast ihr Schmähen gehört, alle ihre Anschläge wider mich,

62
GerSch

die Reden meiner Widersacher und ihr beständiges Murmelnüber mich.

GerElb1871

das Gerede derer, die wider mich aufgestanden sind, und ihr Sinnen wider mich den ganzen Tag.

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GerSch

Siehe doch: ob sie niedersitzen oder aufstehen, so bin ich ihr Spottlied.

GerElb1871

Schaue an ihr Sitzen und ihr Aufstehen! ich bin ihr Saitenspiel.

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GerSch

Vergilt ihnen, o HERR, nach dem Werk ihrer Hände!

GerElb1871

Jehova, erstatte ihnen Vergeltung nach dem Werke ihrer Hände!

65
GerSch

Gib ihnen Verstockung ins Herz, dein Fluch kommeüber sie!

GerElb1871

Gib ihnen Verblendung des Herzens, dein Fluch komme über sie!

66
GerSch

Verfolge sie in deinem Zorn und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN hinweg!

GerElb1871

Verfolge sie im Zorne und tilge sie unter Jehovas Himmel hinweg!

Verständnis von Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871 in Klagelieder 3

Schlachter 1951 (GerSch)

Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.

Elberfelder 1871

Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.

Sie sehen einen direkten Vergleich von Klagelieder 3 in der Schlachter 1951 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.

Schlüsselvergleich: Klagelieder 3:16

GerSch

"Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, er hat mich mit Asche bedeckt."

GerElb1871

"Und er hat mit Kies meine Zähne zermalmt, hat mich niedergedrückt in die Asche."

trending_upBeliebte Vergleiche

GerElb1905 vs GerScharrow_forward

1. Mose 1

GerElb1905 vs GerMengearrow_forward

Johannes 3

GerSch vs GerMengearrow_forward

Psalmen 23

GerElb1905 vs GerTextbibelarrow_forward

Römer 8

GerAlbrecht vs GerMengearrow_forward

Offenbarung 1

GerMenge vs GerElb1905arrow_forward

Jesaja 53

GerTextbibel vs GerScharrow_forward

Sprüche 3

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