Hiob 22 Vergleich: Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871
Hiob 22
1Darauf antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
2Mag auch ein Mann Gott etwas nützen? Es nützt ja der Verständige nur sich selbst.
3Hat der Allmächtige Freude, wenn du gerecht bist? Ist's ihm ein Gewinn, wenn du in Unschuld wandelst?
4Straft er dich wegen deiner Gottesfurcht, und geht er darum mit dir ins Gericht?
5Sind nicht deine Missetaten groß und deine Schulden ohne Ende?
6Du hast wohl deine Brüder gepfändet und den Entblößten die Kleider ausgezogen;
7vielleicht hast du dem Müden kein Wasser zu trinken gegeben oder dem Hungrigen das Brot versagt.
8Der Mächtige hat das Land bekommen, und der Angesehene wohnte darin.
9Du hast Witwen leer fortgeschickt und die Arme der Waisen zusammenbrechen lassen.
10Darum liegst du in Banden und hat Furcht dich plötzlichüberfallen.
11Oder siehst du die Finsternis nicht und die Wasserflut, die dich bedeckt?
12Ist Gott nicht himmelhoch? Siehe doch die höchsten Sterne, wie hoch sie stehen!
13Und du denkst:«Was weiß Gott! Sollte er hinter dem Dunkel richten?
14Die Wolken hüllen ihn ein, daß er nicht sehen kann, und er wandelt auf dem Himmelsgewölbe umher!»
15Willst du den alten Weg befolgen, den die Bösewichte gegangen sind,
16die weggerafft wurden von der Flut, deren Fundament der Strom wegriß,
17die zu Gott sprachen:«Hebe dich weg von uns!» und«was könnte der Allmächtige einem tun?»
18Und er hatte doch ihre Häuser mit Gütern erfüllt! Doch der Gottlosen Rat sei fern von mir!
19Die Gerechten werden es sehen und sich freuen, und der Unschuldige wird ihrer spotten:
20«Fürwahr, unsere Widersacher werden vertilgt, und das Feuer hat ihrenÜberrest verzehrt.»
21Befreunde dich doch mit Ihm und mache Frieden! Dadurch wird Gutesüber dich kommen.
22Nimm doch Belehrung an aus seinem Mund und lege seine Worte in dein Herz!
23Wenn du dich zu dem Allmächtigen kehrst, so wirst du aufgerichtet werden, wenn du die Ungerechtigkeit aus deiner Hütte entfernst.
24Wirf das Gold in den Staub und das Ophirgold zu den Steinen der Bäche,
25so wird der Allmächtige dein Gold und dein glänzendes Silber sein!
26Dann wirst du dich an dem Allmächtigen ergötzen und dein Angesicht zu Gott erheben;
27du wirst zu ihm flehen, und er wird dich erhören, und du wirst deine Gelübde bezahlen.
28Was du vornimmst, das wird dir gelingen, und ein Licht wird auf deinen Wegen leuchten.
29Führen sie abwärts, so wirst du sagen:«Es geht empor!» Und wer die Augen niederschlägt, den wird er retten.
30Er wird[selbst] den freilassen, der nicht unschuldig ist: durch die Reinheit deiner Hände wird er entrinnen.
Hiob 22
1Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:
2Kann ein Mann Gott Nutzen bringen? Vielmehr sich selbst nützt der Einsichtige.
3Liegt dem Allmächtigen daran, wenn du gerecht bist, oder ist es ihm ein Gewinn, wenn du deine Wege vollkommen machst?
4Ist es wegen deiner Gottesfurcht, daß er dich straft, mit dir ins Gericht geht?
5Ist nicht deine Bosheit groß, und deiner Missetaten kein Ende?
6Denn du pfändetest deinen Bruder ohne Ursache, und die Kleider der Nackten zogest du aus;
7den Lechzenden tränktest du nicht mit Wasser, und dem Hungrigen verweigertest du das Brot.
8Und dem Manne der Gewalt, ihm gehörte das Land, und der Angesehene wohnte darin.
9Die Witwe schicktest du leer fort, und die Arme der Waisen wurden zermalmt.
10Darum sind Schlingen rings um dich her, und ein plötzlicher Schrecken macht dich bestürzt.
11Oder siehst du nicht die Finsternis und die Wasserflut, die dich bedeckt?
12Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch den Gipfel der Sterne, wie erhaben sie sind!
13Und so sprichst du: Was sollte Gott wissen? kann er richten durch Wolkendunkel hindurch?
14Die Wolken sind ihm eine Hülle, daß er nicht sieht, und er durchwandelt den Kreis des Himmels.
15Willst du den Pfad der Vorzeit einhalten, welchen die Frevler betraten,
16die weggerafft wurden vor der Zeit? wie ein Strom zerfloß ihr fester Grund;
17die zu Gott sprachen: Weiche von uns! und was könnte der Allmächtige für uns tun?
18Und doch hatte er ihre Häuser mit Wohlstand erfüllt. -Aber der Rat der Gesetzlosen sei fern von mir! -
19Die Gerechten sehen es und freuen sich, und der Schuldlose spottet ihrer:
20Sind nicht unsere Gegner vertilgt, und hat nicht Feuer ihren Überfluß gefressen?
21Verkehre doch freundlich mit ihm und halte Frieden; dadurch wird Wohlfahrt über dich kommen.
22Empfange doch Belehrung aus seinem Munde, und nimm dir seine Worte zu Herzen.
23Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du wieder aufgebaut werden; wenn du Unrecht entfernst aus deinen Zelten.
24Und lege das Golderz in den Staub und das Gold von Ophir unter den Kies der Bäche;
25so wird der Allmächtige dein Golderz und dein glänzendes Silber sein.
26Denn dann wirst du an dem Allmächtigen dich ergötzen und zu Gott dein Angesicht erheben.
27Du wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören; und deine Gelübde wirst du bezahlen.
28Beschließest du eine Sache, so wird sie zustande kommen, und Licht wird strahlen über deinen Wegen.
29Wenn sie abwärts gehen, so wirst du sagen: Empor! und den, der mit gesenkten Augen einhergeht, wird er retten.
30Selbst den Nicht-Schuldlosen wird er befreien: er wird befreit werden durch die Reinheit deiner Hände.
Verständnis von Schlachter 1951 vs Elberfelder 1871 in Hiob 22
Schlachter 1951 (GerSch)
Die klassische Schlachter-Bibel von 1951. Beliebt bei evangelikalen Christen.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 22 in der Schlachter 1951 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 22:16
"die weggerafft wurden von der Flut, deren Fundament der Strom wegriß,"
"die weggerafft wurden vor der Zeit? wie ein Strom zerfloß ihr fester Grund;"
trending_upBeliebte Vergleiche
1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Römer 8
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





