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Klagelieder 3 Vergleich: Menge Bibel vs Zürcher Bibel

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Klagelieder 3

1Ich bin der Mann, der Elend erlebt hat durch die Rute seines Zornes;

2mich hat er geführt und getrieben in Finsternis und tiefes Dunkel;

3nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand Tag für Tag!

4Mein Fleisch und meine Haut hat er hinschwinden lassen, meine Glieder zerschlagen;

5aufgetürmt hat er rings um mich Gift und Mühsal;

6in Finsternis hat er mich versenkt wie die ewig Toten.

7Er hat mich ummauert, daß ich keinen Ausweg habe, mich mit schweren Ketten beladen;

8ob ich auch schreie und rufe: er verschließt sich meinem Flehen.

9Er hat meine Wege mit Quadersteinen vermauert, meine Pfade ungangbar gemacht.

10Ein lauernder Bär ist er mir gewesen, ein Löwe im Versteck.

11Er hat mich auf Irrwegen wandeln lassen und mich zerfleischt, mich verstört;

12er hat seinen Bogen gespannt und mich als Zielscheibe hingestellt für seine Pfeile,

13hat die Söhne seines Köchers mir ins Herz dringen lassen.

14Meinem ganzen Volk bin ich zum Hohn geworden, ihr Spottlied den ganzen Tag;

15mit Bitternissen hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

16Meine Zähne hat er mich an Kieseln zerbeißen lassen, mich in den Staub niedergetreten.

17Du hast meiner Seele den Frieden entrissen, so daß ich verlernt habe, glücklich zu sein,

18und ausrufe: »Dahin ist meine Lebenskraft und verloren meine Hoffnung auf den HERRN!«

19Gedenke meines Elends und meiner Irrsale, des Wermuts und des Gifts!

20Ohne Unterlaß denkt meine Seele daran und ist gebeugt in mir.

21Dies will ich mir zu Herzen nehmen und darum der Hoffnung leben:

22Die Gnadenerweisungen des HERRN sind noch nicht erschöpft, sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende;

23alle Morgen sind sie neu, groß ist deine Treue.

24»Der HERR ist mein Teil!« bekennt meine Seele; drum will ich auf ihn hoffen.

25Gütig ist der HERR gegen die, welche auf ihn harren, gegen ein Herz, das ihn sucht.

26Gut ist es, geduldig zu sein und schweigend zu warten auf die Hilfe des HERRN.

27Gut ist es für jeden, das Joch schon in seiner Jugend tragen zu lernen;

28er sitze einsam und schweige, wenn der HERR es ihm auferlegt!

29Er neige seinen Mund in den Staub hinab: vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden;

30er biete ihm, wenn er ihn schlägt, die Wange dar, lasse sich mit Schmach sättigen!

31Denn nicht auf ewig verstößt der HERR,

32sondern, wenn er Trübsal verhängt hat, erbarmt er sich auch wieder nach seiner großen Güte;

33denn nicht aus Lust plagt und betrübt er die Menschenkinder.

34Wenn man mit Füßen niedertritt alle Gefangenen der Erde,

35wenn man das Recht eines Mannes beugt vor den Augen des Höchsten,

36wenn man einen Menschen in seinem Rechtsstreit ins Unrecht setzt: sollte das der Herr nicht beachten?

37Wer kann denn befehlen, daß etwas geschehe, ohne daß der Herr es geboten hat?

38Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Glück wie das Unglück hervor?

39Was klagt (also) der Mensch, solange er lebt? Ein jeder klage über seine Sünden!

40Laßt uns unsern Wandel prüfen und erforschen und zum HERRN umkehren!

41Laßt uns unser Herz mitsamt den Händen erheben zu Gott im Himmel!

42Wir sind es, die abtrünnig und ungehorsam gewesen sind; du aber hast nicht verziehen,

43hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, hingerafft ohne Schonung;

44du hast dich in Gewölk gehüllt, so daß kein Gebet hindurchdringen konnte;

45zu Kehricht und zum Abscheu hast du uns gemacht inmitten der Völker.

46Es haben den Mund gegen uns aufgerissen all unsere Feinde;

47Grauen und Grube sind uns zuteil geworden, Verwüstung und Untergang!

48Wasserbäche läßt mein Auge rinnen über die Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

49Mein Auge ergießt sich ruhelos in Tränen ohne Aufhören,

50bis der HERR vom Himmel herniederschaue und dareinsehe.

51Was ich sehen muß, versetzt mich in Trauer um aller Töchter meiner Stadt willen.

52Ach! Wie einen Vogel haben die mich gejagt, die mir ohne Ursache feind sind;

53sie haben mich in die Grube gestoßen, um mein Leben zu vernichten, und haben Steine auf mich geworfen:

54die Wasser schlugen mir über dem Haupt zusammen; ich dachte: »Mit mir ist’s aus!«

55Da rief ich deinen Namen an, HERR, tief unten aus der Grube,

56und du hast mich gehört, als ich zu dir flehte: »Verschließ dein Ohr nicht meinem Hilferuf!«

57Du hast dich mir genaht, als ich dich anrief, hast mir zugerufen: »Fürchte dich nicht!«

58Du, o HERR, hast meine Sache geführt, hast mein Leben gerettet;

59du, o HERR, hast meine Unbill gesehen: verhilf mir zu meinem Recht!

60Du hast all ihre Rachgier gesehen, all ihre Anschläge gegen mich,

61hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, all ihre Anschläge gegen mich,

62das Gerede meiner Widersacher und ihre täglichen Ränke gegen mich.

63Gib acht auf ihr Sitzen und ihr Aufstehen: ihr Spottlied bin ich!

64Du wirst ihnen vergelten, HERR, wie ihre Taten es verdienen,

65wirst ihnen Verblendung ins Herz geben: dein Fluch komme über sie!

66Du wirst sie im Zorn verfolgen und sie vertilgen unter Gottes Himmel hinweg!

Klagelieder 3

1ICH bin der Mann, der Elend erfahren durch die Rute seines Grimms. /

2Er hat mich getrieben, mich geführt in lichtloses Dunkel. /

3Nur gegen mich kehrt er immer wieder, den ganzen Tag, seine Hand. /

4Hinschwinden liess er mir Fleisch und Haut, zerbrach mein Gebein. /

5Aufgetürmt hat er rings um mich Bitterkeit und Mühsal, /

6hat mich in Finsternis gelegt gleich ewig Toten. /

7Er hat mir jeden Ausgang versperrt, mich in schwere Fesseln geschlagen. / (a) Hio 3:23; 19:8

8Ob ich gleich schreie und flehe - er verlegt meinem Gebete den Weg. /

9Er hat meine Wege mit Quadern versperrt, hat krumm gemacht meine Pfade. /

10Er lauert auf mich wie ein Bär, wie ein Löwe im Versteck. / (a) Hio 10:16

11Er hat mich Irrwege geführt und mich zerfleischt, mich verstört. /

12Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziele gesetzt, / (a) Hio 16:12

13hat die Söhne seines Köchers mir in die Nieren geschossen. /

14Ich bin meinem ganzen Volk / zum Gelächter geworden, zum Spottlied den ganzen Tag. / (a) Hio 30:9

15Er hat mich gesättigt mit Bitterkeit, mich mit Wermut getränkt. /

16Er liess meine Zähne an Kies sich zerreiben, trat mich in die Asche nieder, /

17verstiess meine Seele aus dem Frieden. Des Glücks vergass ich /

18und dachte: Dahin ist mein Glanz, dahin meine Hoffnung auf den Herrn. /

19Meines Elends und meiner Irrsal zu gedenken, ist Wermut und Gift. /

20Ohne Unterlass denkt meine Seele daran und ist gebeugt in mir. /

21Das will ich zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen: /

22Die Guttaten des Herrn sind noch nicht aus, ja, sie sind noch nicht zu Ende. /

23Jeden Morgen neu ist sein Erbarmen, und gross ist seine Treue. /

24Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. / (a) Ps 16:5; 73:26

25Der Herr ist gütig gegen den, der auf ihn hofft, gegen die Seele, die ihn sucht. /

26Es ist gut, in Stille zu harren auf die Hilfe des Herrn. / (a) Ps 62:2

27Es ist dem Manne gut, ein Joch zu tragen in seiner Jugend. /

28Er sitze einsam und schweige, wenn er es ihm auflegt. /

29Er beuge seinen Mund in den Staub, vielleicht ist noch Hoffnung. /

30Er biete dem, der ihn schlägt, den Backen, lasse sich sättigen mit Schmach. / (a) Jes 50:6; Mt 5:39

31Denn der Herr wird nicht auf ewig verstossen: /

32wenn er betrübt hat, erbarmt er sich wieder nach der Fülle seiner Gnade; /

33denn nicht aus Lust plagt und betrübt er die Menschenkinder. /

34Dass man mit Füssen tritt alle Gefangenen der Erde, /

35dass man das Recht des Mannes beugt vor dem Höchsten, /

36dass man den Menschen bedrückt / in seinem Rechtsstreit, sollte der Herr das nicht sehen? /

37Wer kann so befehlen, dass etwas geschieht, ohne dass der Herr es geboten? /

38Kommt nicht vom Munde des Höchsten so Glück wie Unglück? / (a) Jes 45:7; Am 3:6

39Worüber soll klagen der Mensch, der da lebt? Ein jeder über seine Sünde! /

40Lasset uns prüfen und erforschen unsre Wege und umkehren zum Herrn! /

41Lasset uns unsre Herzen als Opfer darbringen vor Gott im Himmel! /

42Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen; darum hast du nicht vergeben, /

43hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, hast getötet und nicht geschont, /

44hast dich in Gewölk gehüllt, dass das Gebet nicht hindurchdrang. /

45Du hast uns zum Auswurf gemacht, zum Abscheu unter den Völkern. /

46All unsre Feinde haben über uns das Maul aufgerissen; / (a) Kla 2:16

47Grauen und Grube sind uns geworden, Verwüstung und Verderben. /

48Von Wasserbächen strömt mein Auge ob dem Sturz meines Volkes. /

49Ruhelos fliesst mein Auge und kann nicht aufhören, /

50bis der Herr vom Himmel herabschaut und dareinsieht. /

51Mein Auge schmerzt mich um der Töchter meiner Stadt willen. /

52Gejagt haben mich wie einen Vogel, die mir feind sind ohne Ursache. /

53Sie haben mein Leben in der Grube vernichtet und Steine auf mich geworfen. / (a) Jer 38:6

54Die Wasser gingen über mein Haupt, ich dachte: Nun bin ich verloren. /

55Ich rief deinen Namen an, o Herr, aus der Tiefe der Grube. / (a) Ps 130:1

56Du hast meine Stimme gehört; verschliesse nicht dein Ohr meinem Flehen. /

57Du warst nahe, als ich dich anrief; du hast gesprochen: Fürchte dich nicht! /

58Du hast, o Herr, meine Sache geführt, hast mein Leben errettet. /

59Du hast, o Herr, meine Unbill gesehen; hilf mir zu meinem Rechte! /

60Du hast all ihre Rachgier gesehen, all ihre Anschläge wider mich, /

61hast ihr Schmähen gehört, o Herr, all ihre Anschläge wider mich, /

62das Gerede meiner Widersacher, die (Böses) wider mich sinnen allezeit. /

63Ob sie niedersitzen oder aufstehen, / achte auf sie; ich bin ihr Spottlied. /

64Du wirst ihnen vergelten, o Herr, nach dem Tun ihrer Hände, /

65du wirst ihre Herzen verblenden. Dein Fluch treffe sie! /

66Du wirst sie verfolgen mit Grimm, sie vertilgen unter deinem Himmel.

Klagelieder 3

1Ich bin der Mann, der Elend erlebt hat durch die Rute seines Zornes;

2mich hat er geführt und getrieben in Finsternis und tiefes Dunkel;

3nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand Tag für Tag!

4Mein Fleisch und meine Haut hat er hinschwinden lassen, meine Glieder zerschlagen;

5aufgetürmt hat er rings um mich Gift und Mühsal;

6in Finsternis hat er mich versenkt wie die ewig Toten.

7Er hat mich ummauert, daß ich keinen Ausweg habe, mich mit schweren Ketten beladen;

8ob ich auch schreie und rufe: er verschließt sich meinem Flehen.

9Er hat meine Wege mit Quadersteinen vermauert, meine Pfade ungangbar gemacht.

10Ein lauernder Bär ist er mir gewesen, ein Löwe im Versteck.

11Er hat mich auf Irrwegen wandeln lassen und mich zerfleischt, mich verstört;

12er hat seinen Bogen gespannt und mich als Zielscheibe hingestellt für seine Pfeile,

13hat die Söhne seines Köchers mir ins Herz dringen lassen.

14Meinem ganzen Volk bin ich zum Hohn geworden, ihr Spottlied den ganzen Tag;

15mit Bitternissen hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

16Meine Zähne hat er mich an Kieseln zerbeißen lassen, mich in den Staub niedergetreten.

17Du hast meiner Seele den Frieden entrissen, so daß ich verlernt habe, glücklich zu sein,

18und ausrufe: »Dahin ist meine Lebenskraft und verloren meine Hoffnung auf den HERRN!«

19Gedenke meines Elends und meiner Irrsale, des Wermuts und des Gifts!

20Ohne Unterlaß denkt meine Seele daran und ist gebeugt in mir.

21Dies will ich mir zu Herzen nehmen und darum der Hoffnung leben:

22Die Gnadenerweisungen des HERRN sind noch nicht erschöpft, sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende;

23alle Morgen sind sie neu, groß ist deine Treue.

24»Der HERR ist mein Teil!« bekennt meine Seele; drum will ich auf ihn hoffen.

25Gütig ist der HERR gegen die, welche auf ihn harren, gegen ein Herz, das ihn sucht.

26Gut ist es, geduldig zu sein und schweigend zu warten auf die Hilfe des HERRN.

27Gut ist es für jeden, das Joch schon in seiner Jugend tragen zu lernen;

28er sitze einsam und schweige, wenn der HERR es ihm auferlegt!

29Er neige seinen Mund in den Staub hinab: vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden;

30er biete ihm, wenn er ihn schlägt, die Wange dar, lasse sich mit Schmach sättigen!

31Denn nicht auf ewig verstößt der HERR,

32sondern, wenn er Trübsal verhängt hat, erbarmt er sich auch wieder nach seiner großen Güte;

33denn nicht aus Lust plagt und betrübt er die Menschenkinder.

34Wenn man mit Füßen niedertritt alle Gefangenen der Erde,

35wenn man das Recht eines Mannes beugt vor den Augen des Höchsten,

36wenn man einen Menschen in seinem Rechtsstreit ins Unrecht setzt: sollte das der Herr nicht beachten?

37Wer kann denn befehlen, daß etwas geschehe, ohne daß der Herr es geboten hat?

38Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Glück wie das Unglück hervor?

39Was klagt (also) der Mensch, solange er lebt? Ein jeder klage über seine Sünden!

40Laßt uns unsern Wandel prüfen und erforschen und zum HERRN umkehren!

41Laßt uns unser Herz mitsamt den Händen erheben zu Gott im Himmel!

42Wir sind es, die abtrünnig und ungehorsam gewesen sind; du aber hast nicht verziehen,

43hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, hingerafft ohne Schonung;

44du hast dich in Gewölk gehüllt, so daß kein Gebet hindurchdringen konnte;

45zu Kehricht und zum Abscheu hast du uns gemacht inmitten der Völker.

46Es haben den Mund gegen uns aufgerissen all unsere Feinde;

47Grauen und Grube sind uns zuteil geworden, Verwüstung und Untergang!

48Wasserbäche läßt mein Auge rinnen über die Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

49Mein Auge ergießt sich ruhelos in Tränen ohne Aufhören,

50bis der HERR vom Himmel herniederschaue und dareinsehe.

51Was ich sehen muß, versetzt mich in Trauer um aller Töchter meiner Stadt willen.

52Ach! Wie einen Vogel haben die mich gejagt, die mir ohne Ursache feind sind;

53sie haben mich in die Grube gestoßen, um mein Leben zu vernichten, und haben Steine auf mich geworfen:

54die Wasser schlugen mir über dem Haupt zusammen; ich dachte: »Mit mir ist’s aus!«

55Da rief ich deinen Namen an, HERR, tief unten aus der Grube,

56und du hast mich gehört, als ich zu dir flehte: »Verschließ dein Ohr nicht meinem Hilferuf!«

57Du hast dich mir genaht, als ich dich anrief, hast mir zugerufen: »Fürchte dich nicht!«

58Du, o HERR, hast meine Sache geführt, hast mein Leben gerettet;

59du, o HERR, hast meine Unbill gesehen: verhilf mir zu meinem Recht!

60Du hast all ihre Rachgier gesehen, all ihre Anschläge gegen mich,

61hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, all ihre Anschläge gegen mich,

62das Gerede meiner Widersacher und ihre täglichen Ränke gegen mich.

63Gib acht auf ihr Sitzen und ihr Aufstehen: ihr Spottlied bin ich!

64Du wirst ihnen vergelten, HERR, wie ihre Taten es verdienen,

65wirst ihnen Verblendung ins Herz geben: dein Fluch komme über sie!

66Du wirst sie im Zorn verfolgen und sie vertilgen unter Gottes Himmel hinweg!

Klagelieder 3:1
GerMenge

Ich bin der Mann, der Elend erlebt hat durch die Rute seines Zornes;

GerZurcher

ICH bin der Mann, der Elend erfahren durch die Rute seines Grimms. /

2
GerMenge

mich hat er geführt und getrieben in Finsternis und tiefes Dunkel;

GerZurcher

Er hat mich getrieben, mich geführt in lichtloses Dunkel. /

3
GerMenge

nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand Tag für Tag!

GerZurcher

Nur gegen mich kehrt er immer wieder, den ganzen Tag, seine Hand. /

4
GerMenge

Mein Fleisch und meine Haut hat er hinschwinden lassen, meine Glieder zerschlagen;

GerZurcher

Hinschwinden liess er mir Fleisch und Haut, zerbrach mein Gebein. /

5
GerMenge

aufgetürmt hat er rings um mich Gift und Mühsal;

GerZurcher

Aufgetürmt hat er rings um mich Bitterkeit und Mühsal, /

6
GerMenge

in Finsternis hat er mich versenkt wie die ewig Toten.

GerZurcher

hat mich in Finsternis gelegt gleich ewig Toten. /

7
GerMenge

Er hat mich ummauert, daß ich keinen Ausweg habe, mich mit schweren Ketten beladen;

GerZurcher

Er hat mir jeden Ausgang versperrt, mich in schwere Fesseln geschlagen. / (a) Hio 3:23; 19:8

8
GerMenge

ob ich auch schreie und rufe: er verschließt sich meinem Flehen.

GerZurcher

Ob ich gleich schreie und flehe - er verlegt meinem Gebete den Weg. /

9
GerMenge

Er hat meine Wege mit Quadersteinen vermauert, meine Pfade ungangbar gemacht.

GerZurcher

Er hat meine Wege mit Quadern versperrt, hat krumm gemacht meine Pfade. /

10
GerMenge

Ein lauernder Bär ist er mir gewesen, ein Löwe im Versteck.

GerZurcher

Er lauert auf mich wie ein Bär, wie ein Löwe im Versteck. / (a) Hio 10:16

11
GerMenge

Er hat mich auf Irrwegen wandeln lassen und mich zerfleischt, mich verstört;

GerZurcher

Er hat mich Irrwege geführt und mich zerfleischt, mich verstört. /

12
GerMenge

er hat seinen Bogen gespannt und mich als Zielscheibe hingestellt für seine Pfeile,

GerZurcher

Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziele gesetzt, / (a) Hio 16:12

13
GerMenge

hat die Söhne seines Köchers mir ins Herz dringen lassen.

GerZurcher

hat die Söhne seines Köchers mir in die Nieren geschossen. /

14
GerMenge

Meinem ganzen Volk bin ich zum Hohn geworden, ihr Spottlied den ganzen Tag;

GerZurcher

Ich bin meinem ganzen Volk / zum Gelächter geworden, zum Spottlied den ganzen Tag. / (a) Hio 30:9

15
GerMenge

mit Bitternissen hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

GerZurcher

Er hat mich gesättigt mit Bitterkeit, mich mit Wermut getränkt. /

16
GerMenge

Meine Zähne hat er mich an Kieseln zerbeißen lassen, mich in den Staub niedergetreten.

GerZurcher

Er liess meine Zähne an Kies sich zerreiben, trat mich in die Asche nieder, /

17
GerMenge

Du hast meiner Seele den Frieden entrissen, so daß ich verlernt habe, glücklich zu sein,

GerZurcher

verstiess meine Seele aus dem Frieden. Des Glücks vergass ich /

18
GerMenge

und ausrufe: »Dahin ist meine Lebenskraft und verloren meine Hoffnung auf den HERRN!«

GerZurcher

und dachte: Dahin ist mein Glanz, dahin meine Hoffnung auf den Herrn. /

19
GerMenge

Gedenke meines Elends und meiner Irrsale, des Wermuts und des Gifts!

GerZurcher

Meines Elends und meiner Irrsal zu gedenken, ist Wermut und Gift. /

20
GerMenge

Ohne Unterlaß denkt meine Seele daran und ist gebeugt in mir.

GerZurcher

Ohne Unterlass denkt meine Seele daran und ist gebeugt in mir. /

21
GerMenge

Dies will ich mir zu Herzen nehmen und darum der Hoffnung leben:

GerZurcher

Das will ich zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen: /

22
GerMenge

Die Gnadenerweisungen des HERRN sind noch nicht erschöpft, sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende;

GerZurcher

Die Guttaten des Herrn sind noch nicht aus, ja, sie sind noch nicht zu Ende. /

23
GerMenge

alle Morgen sind sie neu, groß ist deine Treue.

GerZurcher

Jeden Morgen neu ist sein Erbarmen, und gross ist seine Treue. /

24
GerMenge

»Der HERR ist mein Teil!« bekennt meine Seele; drum will ich auf ihn hoffen.

GerZurcher

Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. / (a) Ps 16:5; 73:26

25
GerMenge

Gütig ist der HERR gegen die, welche auf ihn harren, gegen ein Herz, das ihn sucht.

GerZurcher

Der Herr ist gütig gegen den, der auf ihn hofft, gegen die Seele, die ihn sucht. /

26
GerMenge

Gut ist es, geduldig zu sein und schweigend zu warten auf die Hilfe des HERRN.

GerZurcher

Es ist gut, in Stille zu harren auf die Hilfe des Herrn. / (a) Ps 62:2

27
GerMenge

Gut ist es für jeden, das Joch schon in seiner Jugend tragen zu lernen;

GerZurcher

Es ist dem Manne gut, ein Joch zu tragen in seiner Jugend. /

28
GerMenge

er sitze einsam und schweige, wenn der HERR es ihm auferlegt!

GerZurcher

Er sitze einsam und schweige, wenn er es ihm auflegt. /

29
GerMenge

Er neige seinen Mund in den Staub hinab: vielleicht ist noch Hoffnung vorhanden;

GerZurcher

Er beuge seinen Mund in den Staub, vielleicht ist noch Hoffnung. /

30
GerMenge

er biete ihm, wenn er ihn schlägt, die Wange dar, lasse sich mit Schmach sättigen!

GerZurcher

Er biete dem, der ihn schlägt, den Backen, lasse sich sättigen mit Schmach. / (a) Jes 50:6; Mt 5:39

31
GerMenge

Denn nicht auf ewig verstößt der HERR,

GerZurcher

Denn der Herr wird nicht auf ewig verstossen: /

32
GerMenge

sondern, wenn er Trübsal verhängt hat, erbarmt er sich auch wieder nach seiner großen Güte;

GerZurcher

wenn er betrübt hat, erbarmt er sich wieder nach der Fülle seiner Gnade; /

33
GerMenge

denn nicht aus Lust plagt und betrübt er die Menschenkinder.

GerZurcher

denn nicht aus Lust plagt und betrübt er die Menschenkinder. /

34
GerMenge

Wenn man mit Füßen niedertritt alle Gefangenen der Erde,

GerZurcher

Dass man mit Füssen tritt alle Gefangenen der Erde, /

35
GerMenge

wenn man das Recht eines Mannes beugt vor den Augen des Höchsten,

GerZurcher

dass man das Recht des Mannes beugt vor dem Höchsten, /

36
GerMenge

wenn man einen Menschen in seinem Rechtsstreit ins Unrecht setzt: sollte das der Herr nicht beachten?

GerZurcher

dass man den Menschen bedrückt / in seinem Rechtsstreit, sollte der Herr das nicht sehen? /

37
GerMenge

Wer kann denn befehlen, daß etwas geschehe, ohne daß der Herr es geboten hat?

GerZurcher

Wer kann so befehlen, dass etwas geschieht, ohne dass der Herr es geboten? /

38
GerMenge

Geht nicht aus dem Munde des Höchsten das Glück wie das Unglück hervor?

GerZurcher

Kommt nicht vom Munde des Höchsten so Glück wie Unglück? / (a) Jes 45:7; Am 3:6

39
GerMenge

Was klagt (also) der Mensch, solange er lebt? Ein jeder klage über seine Sünden!

GerZurcher

Worüber soll klagen der Mensch, der da lebt? Ein jeder über seine Sünde! /

40
GerMenge

Laßt uns unsern Wandel prüfen und erforschen und zum HERRN umkehren!

GerZurcher

Lasset uns prüfen und erforschen unsre Wege und umkehren zum Herrn! /

41
GerMenge

Laßt uns unser Herz mitsamt den Händen erheben zu Gott im Himmel!

GerZurcher

Lasset uns unsre Herzen als Opfer darbringen vor Gott im Himmel! /

42
GerMenge

Wir sind es, die abtrünnig und ungehorsam gewesen sind; du aber hast nicht verziehen,

GerZurcher

Wir sind abtrünnig und widerspenstig gewesen; darum hast du nicht vergeben, /

43
GerMenge

hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, hingerafft ohne Schonung;

GerZurcher

hast dich in Zorn gehüllt und uns verfolgt, hast getötet und nicht geschont, /

44
GerMenge

du hast dich in Gewölk gehüllt, so daß kein Gebet hindurchdringen konnte;

GerZurcher

hast dich in Gewölk gehüllt, dass das Gebet nicht hindurchdrang. /

45
GerMenge

zu Kehricht und zum Abscheu hast du uns gemacht inmitten der Völker.

GerZurcher

Du hast uns zum Auswurf gemacht, zum Abscheu unter den Völkern. /

46
GerMenge

Es haben den Mund gegen uns aufgerissen all unsere Feinde;

GerZurcher

All unsre Feinde haben über uns das Maul aufgerissen; / (a) Kla 2:16

47
GerMenge

Grauen und Grube sind uns zuteil geworden, Verwüstung und Untergang!

GerZurcher

Grauen und Grube sind uns geworden, Verwüstung und Verderben. /

48
GerMenge

Wasserbäche läßt mein Auge rinnen über die Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

GerZurcher

Von Wasserbächen strömt mein Auge ob dem Sturz meines Volkes. /

49
GerMenge

Mein Auge ergießt sich ruhelos in Tränen ohne Aufhören,

GerZurcher

Ruhelos fliesst mein Auge und kann nicht aufhören, /

50
GerMenge

bis der HERR vom Himmel herniederschaue und dareinsehe.

GerZurcher

bis der Herr vom Himmel herabschaut und dareinsieht. /

51
GerMenge

Was ich sehen muß, versetzt mich in Trauer um aller Töchter meiner Stadt willen.

GerZurcher

Mein Auge schmerzt mich um der Töchter meiner Stadt willen. /

52
GerMenge

Ach! Wie einen Vogel haben die mich gejagt, die mir ohne Ursache feind sind;

GerZurcher

Gejagt haben mich wie einen Vogel, die mir feind sind ohne Ursache. /

53
GerMenge

sie haben mich in die Grube gestoßen, um mein Leben zu vernichten, und haben Steine auf mich geworfen:

GerZurcher

Sie haben mein Leben in der Grube vernichtet und Steine auf mich geworfen. / (a) Jer 38:6

54
GerMenge

die Wasser schlugen mir über dem Haupt zusammen; ich dachte: »Mit mir ist’s aus!«

GerZurcher

Die Wasser gingen über mein Haupt, ich dachte: Nun bin ich verloren. /

55
GerMenge

Da rief ich deinen Namen an, HERR, tief unten aus der Grube,

GerZurcher

Ich rief deinen Namen an, o Herr, aus der Tiefe der Grube. / (a) Ps 130:1

56
GerMenge

und du hast mich gehört, als ich zu dir flehte: »Verschließ dein Ohr nicht meinem Hilferuf!«

GerZurcher

Du hast meine Stimme gehört; verschliesse nicht dein Ohr meinem Flehen. /

57
GerMenge

Du hast dich mir genaht, als ich dich anrief, hast mir zugerufen: »Fürchte dich nicht!«

GerZurcher

Du warst nahe, als ich dich anrief; du hast gesprochen: Fürchte dich nicht! /

58
GerMenge

Du, o HERR, hast meine Sache geführt, hast mein Leben gerettet;

GerZurcher

Du hast, o Herr, meine Sache geführt, hast mein Leben errettet. /

59
GerMenge

du, o HERR, hast meine Unbill gesehen: verhilf mir zu meinem Recht!

GerZurcher

Du hast, o Herr, meine Unbill gesehen; hilf mir zu meinem Rechte! /

60
GerMenge

Du hast all ihre Rachgier gesehen, all ihre Anschläge gegen mich,

GerZurcher

Du hast all ihre Rachgier gesehen, all ihre Anschläge wider mich, /

61
GerMenge

hast, o HERR, ihr Schmähen gehört, all ihre Anschläge gegen mich,

GerZurcher

hast ihr Schmähen gehört, o Herr, all ihre Anschläge wider mich, /

62
GerMenge

das Gerede meiner Widersacher und ihre täglichen Ränke gegen mich.

GerZurcher

das Gerede meiner Widersacher, die (Böses) wider mich sinnen allezeit. /

63
GerMenge

Gib acht auf ihr Sitzen und ihr Aufstehen: ihr Spottlied bin ich!

GerZurcher

Ob sie niedersitzen oder aufstehen, / achte auf sie; ich bin ihr Spottlied. /

64
GerMenge

Du wirst ihnen vergelten, HERR, wie ihre Taten es verdienen,

GerZurcher

Du wirst ihnen vergelten, o Herr, nach dem Tun ihrer Hände, /

65
GerMenge

wirst ihnen Verblendung ins Herz geben: dein Fluch komme über sie!

GerZurcher

du wirst ihre Herzen verblenden. Dein Fluch treffe sie! /

66
GerMenge

Du wirst sie im Zorn verfolgen und sie vertilgen unter Gottes Himmel hinweg!

GerZurcher

Du wirst sie verfolgen mit Grimm, sie vertilgen unter deinem Himmel.

Verständnis von Menge Bibel vs Zürcher Bibel in Klagelieder 3

Menge Bibel (GerMenge)

Philologisch präzise Übersetzung von Hermann Menge für das gebildete Publikum. Mit vollständigem Alten und Neuen Testament sowie deuterokanonischen Büchern.

Zürcher Bibel

Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.

Sie sehen einen direkten Vergleich von Klagelieder 3 in der Menge Bibel und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.

Schlüsselvergleich: Klagelieder 3:16

GerMenge

"Meine Zähne hat er mich an Kieseln zerbeißen lassen, mich in den Staub niedergetreten."

GerZurcher

"Er liess meine Zähne an Kies sich zerreiben, trat mich in die Asche nieder, /"

trending_upBeliebte Vergleiche

GerElb1905 vs GerScharrow_forward

1. Mose 1

GerElb1905 vs GerMengearrow_forward

Johannes 3

GerSch vs GerMengearrow_forward

Psalmen 23

GerElb1905 vs GerTextbibelarrow_forward

Römer 8

GerSch vs GerElb1871arrow_forward

Matthäus 5

GerAlbrecht vs GerMengearrow_forward

Offenbarung 1

GerMenge vs GerElb1905arrow_forward

Jesaja 53

GerTextbibel vs GerScharrow_forward

Sprüche 3

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