Psalmen 18 Vergleich: Menge Bibel vs Elberfelder 1871
Psalmen 18
1Dem Musikmeister; vom Knecht des Herrn, von David, der dieses Lied an den Herrn richtete zu der Zeit, als der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde, auch aus der Gewalt Sauls errettet hatte. Er betete (damals) so:
2Ich liebe dich, HERR, meine Stärke!
3Der HERR ist mein Fels, meine Burg und mein Erretter,</title> mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild und das Horn meines Heils, meine Feste.
4Den Preiswürdigen rufe ich an, den HERRN: so werd’ ich von meinen Feinden errettet.
5Die Wogen des Todes hatten mich umringt, und die Ströme des Unheils schreckten mich;
6die Netze des Totenreichs umfingen mich schon, die Schlingen des Todes fielen über mich.
7In meiner Angst rief ich zum HERRN und schrie (um Hilfe) zu meinem Gott; da vernahm er in seinem Palast mein Rufen, und mein Notschrei drang ihm zu Ohren.
8Da wankte und schwankte die Erde, und der Berge Grundfesten bebten, sie wankten hin und her, denn er war zornentbrannt.
9Rauch stieg auf von seiner Nase, und fressendes Feuer drang aus seinem Munde, glühende Kohlen sprühten von ihm aus.
10Er neigte den Himmel und fuhr herab, Wolkennacht lag unter seinen Füßen;
11er fuhr auf dem Cherub und flog daher und schoß herab auf den Fittichen des Sturms;
12Finsternis machte er zu seiner Hülle, rings um sich her zu seinem Gezelt Regendunkel, dichtes Gewölk;
13aus dem Glanz vor ihm her brachen durch seine Wolken Hagel und feurige Kohlen.
14Dann donnerte der HERR im Himmel, der Höchste ließ seine Stimme erschallen;
15er schoß seine Pfeile ab und zerstreute sie, schleuderte Blitze und schreckte sie.
16Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres und aufgedeckt die Grundfesten der Erde vor deinem Schelten, o HERR, vor dem Zornesschnauben deiner Nase.
17Er streckte die Hand herab aus der Höhe, erfaßte mich, zog mich heraus aus den großen Fluten,
18entriß mich meinem starken Feinde und meinen Widersachern, die zu stark mir waren.
19Sie hatten mich überfallen an meinem Unglückstage; doch der HERR ward mir zur Stütze;
20er führte mich heraus auf weiten Raum, riß mich heraus, weil er Wohlgefallen an mir hatte.
21Der HERR hat mir gelohnt nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände mir vergolten;
22denn ich habe eingehalten die Wege des HERRN und bin von meinem Gott nicht treulos abgefallen;
23nein, alle seine Rechte haben mir vor Augen gestanden, und seine Gebote hab’ ich nicht von mir gewiesen.
24So bin ich unsträflich vor ihm gewandelt und hab’ mich vor jeder Verschuldung gehütet;
25drum hat mir der HERR vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände, die seinen Augen sichtbar war.
26Gegen den Guten erweist du dich gütig, gegen den Redlichen zeigst du dich redlich,
27gegen den Reinen erweist du dich rein, doch gegen den Falschen zeigst du dich enttäuschend;
28denn du schaffst demütigen Leuten Hilfe, aber stolze Augen erniedrigst du.
29Ja, du läßt meine Leuchte hell scheinen; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
30Denn mit dir überrenne ich Feindesscharen, und mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
31Dieser Gott – sein Walten ist vollkommen; die Worte des HERRN sind lauter, ein Schild ist er allen, die zu ihm sich flüchten.
32Denn wer ist Gott außer dem HERRN und wer ein Fels als nur unser Gott?,
33dieser Gott, der mit Kraft mich gegürtet und meinen Weg ohn’ Anstoß gemacht;
34der mir Füße verliehen den Hirschen gleich und mich sicher auf Bergeshöhen gestellt;
35der meine Hände streiten gelehrt, daß meine Arme den ehernen Bogen spannten.
36Du reichtest mir deinen schützenden Schild, deine Rechte stützte mich, und deine Gnade machte mich groß.
37Du schafftest weiten Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel wankten nicht.
38Ich verfolgte meine Feinde, holte sie ein und kehrte nicht um, bis ich sie vernichtet;
39ich zerschmetterte sie, daß sie nicht wieder aufstehn konnten: sie sanken unter meine Füße nieder.
40Und du gürtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich alle, die sich gegen mich erhoben;
41du triebst meine Feinde vor mir in die Flucht, und alle, die mich haßten, vernichtete ich:
42sie schrien um Hilfe – doch da war kein Helfer – zum HERRN – doch er hörte sie nicht;
43ich zermalmte sie wie Staub vor dem Winde, wie Kot auf den Gassen schüttete ich sie hin.
44Du hast mich aus den Kämpfen für (mein) Volk errettet, mich zum Oberhaupt von Völkern eingesetzt: Völker, die ich nicht kannte, dienen mir;
45aufs bloße Wort gehorchen sie mir, die Söhne des Auslands huldigen mir;
46die Söhne des Auslands sinken mutlos hin und kommen zitternd hervor aus ihren Schlössern.
47Der HERR lebt: gepriesen sei mein Hort! und erhaben ist der Gott meines Heils,
48der Gott, der mir Rache verliehen und die Völker unter meine Herrschaft gezwungen,
49der von meinen grimmen Feinden mich gerettet und über meine Widersacher mich erhöht, von dem Mann der Gewalttat mich befreit hat!
50Drum will ich dich preisen, HERR, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen,
51dir, der seinem Könige großes Heil verleiht und Gnade an seinem Gesalbten übt, an David und seinem Hause ewiglich!
Psalmen 18
1Ich liebe dich, Jehova, meine Stärke!
2Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.
3Ich werde Jehova anrufen, der zu loben ist, und ich werde gerettet werden von meinen Feinden.
4Es umfingen mich die Bande des Todes, und die Ströme Belials erschreckten mich;
5Die Bande des Scheols umringten mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes.
6In meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und ich schrie zu meinem Gott; er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei vor ihm kam in seine Ohren.
7Da wankte und bebte die Erde, und die Grundfesten der Berge erzitterten und wankten, weil er entbrannt war.
8Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.
9Und er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.
10Und er fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den Fittichen des Windes.
11Finsternis machte er zu seinem Bergungsort, zu seinem Zelte rings um sich her, Finsternis der Wasser, dichtes Himmelsgewölk.
12Aus dem Glanze vor ihm fuhr sein dichtes Gewölk vorüber, Hagel und feurige Kohlen.
13Und es donnerte Jehova in den Himmeln, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen, Hagel-und feurige Kohlen.
14Und er schoß seine Pfeile und zerstreute sie, und er schleuderte Blitze und verwirrte sie.
15Und es wurden gesehen die Betten der Wasser, und die Grundfesten des Erdkreises wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, Jehova, vor dem Schnauben des Hauches deiner Nase.
16Er streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus großen Wassern.
17Er errettete mich von meinem starken Feinde und von meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich.
18Sie ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber Jehova ward mir zur Stütze.
19Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust an mir hatte.
20Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir.
21Denn ich habe die Wege Jehovas bewahrt, und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen.
22Denn alle seine Rechte waren vor mir, und seine Satzungen, ich entfernte sie nicht von mir.
23Und ich war vollkommen gegen ihn, und hütete mich vor meiner Ungerechtigkeit.
24Und Jehova erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
25Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den vollkommenen Mann erzeigst du dich vollkommen;
26Gegen den Reinen erzeigst du dich rein, und gegen den Verkehrten erzeigst du dich entgegenstreitend.
27Denn du, du wirst retten das elende Volk, und die hohen Augen wirst du erniedrigen.
28Denn du, du machst meine Leuchte scheinen; Jehova, mein Gott, erhellt meine Finsternis.
29Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, und mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen.
30Gott, -sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er allen, die auf ihn trauen.
31Denn wer ist Gott, außer Jehova? und wer ein Fels, als nur unser Gott?
32Der Gott, der mich mit Kraft umgürtet und vollkommen macht meinen Weg;
33Der meine Füße denen der Hindinnen gleich macht, und mich hinstellt auf meine Höhen;
34der meine Hände den Streit lehrt, und meine Arme spannen den ehernen Bogen!
35Und du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützte mich, und deine Herablassung machte mich groß.
36Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.
37Meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
38Ich zerschmetterte sie, und sie vermochten nicht aufzustehen; sie fielen unter meine Füße.
39Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Streite, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden.
40Und du hast mir gegeben den Rücken meiner Feinde; und meine Hasser, ich vernichtete sie.
41Sie schrieen, und kein Retter war da-zu Jehova, und er antwortete ihnen nicht.
42Und ich zermalmte sie wie Staub vor dem Winde; wie Straßenkot schüttete ich sie aus.
43Du errettetest mich aus den Streitigkeiten des Volkes; du setztest mich zum Haupte der Nationen; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
44Sowie ihr Ohr hörte, gehorchten sie mir; die Söhne der Fremde unterwarfen sich mir mit Schmeichelei.
45Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Schlössern.
46Jehova lebt, und gepriesen sei mein Fels! und erhoben werde der Gott meines Heils!
47Der Gott, der mir Rache gab und die Völker mir unterwarf,
48Der mich errettete von meinen Feinden. Ja, du erhöhtest mich über die, welche wider mich aufstanden; von dem Manne der Gewalttat befreitest du mich.
49Darum, Jehova, will ich dich preisen unter den Nationen, und Psalmen singen deinem Namen,
50Dich, der groß macht die Rettungen seines Königs, und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
Verständnis von Menge Bibel vs Elberfelder 1871 in Psalmen 18
Menge Bibel (GerMenge)
Philologisch präzise Übersetzung von Hermann Menge für das gebildete Publikum. Mit vollständigem Alten und Neuen Testament sowie deuterokanonischen Büchern.
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 18 in der Menge Bibel und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 18:16
"Da wurden sichtbar die Tiefen des Meeres und aufgedeckt die Grundfesten der Erde vor deinem Schelten, o HERR, vor dem Zornesschnauben deiner Nase."
"Er streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus großen Wassern."
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1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Römer 8
Matthäus 5
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





