Rut 1 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Rut 1
1Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten, da entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden Moabs aufzuhalten, er und sein Weib und seine beiden Söhne.
2Und der Name des Mannes war Elimelech, und der Name seines Weibes Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kiljon, Ephratiter von Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde Moabs und blieben daselbst.
3Und Elimelech, der Mann Noomis, starb: und sie blieb mit ihren beiden Söhnen übrig.
4Und sie nahmen sich moabitische Weiber: der Name der einen war Orpa, und der Name der anderen Ruth; und sie wohnten daselbst bei zehn Jahren.
5Da starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und das Weib blieb allein übrig von ihren beiden Söhnen und von ihrem Manne.
6Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus den Gefilden Moabs zurück; denn sie hatte im Gefilde Moabs gehört, daß Jehova sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu geben.
7Und sie zog aus von dem Orte, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr; und sie zogen des Weges, um in das Land Juda zurückzukehren.
8Da sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Gehet, kehret um, eine jede zum Hause ihrer Mutter. Jehova erweise Güte an euch, so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen habt.
9Jehova gebe euch, daß ihr Ruhe findet, eine jede in dem Hause ihres Mannes! Und sie küßte sie. Und sie erhoben ihre Stimme und weinten;
10und sie sprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volke zurückkehren!
11Und Noomi sprach: Kehret um, meine Töchter! Warum wolltet ihr mit mir gehen? Habe ich noch Söhne in meinem Leibe, daß sie euch zu Männern werden könnten?
12Kehret um, meine Töchter, gehet; denn ich bin zu alt, um eines Mannes zu werden. Wenn ich spräche: Ich habe Hoffnung; wenn ich selbst diese Nacht eines Mannes würde und sogar Söhne gebären sollte:
13wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr deshalb euch abschließen, daß ihr keines Mannes würdet? Nicht doch, meine Töchter! Denn mir ergeht es viel bitterer als euch; denn die Hand Jehovas ist wider mich ausgegangen.
14Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und Orpa küßte ihre Schwiegermutter; Ruth aber hing ihr an.
15Und sie sprach: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volke und zu ihren Göttern zurückgekehrt; kehre um, deiner Schwägerin nach!
16Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du weilst, will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;
17wo du stirbst, will ich sterben, und daselbst will ich begraben werden. So soll mir Jehova tun und so hinzufügen, nur der Tod soll scheiden zwischen mir und dir!
18Und als sie sah, daß sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden.
19Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und sie sprachen: Ist das Noomi?
20Und sie sprach zu ihnen: Nennet mich nicht Noomi, nennet mich Mara; denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.
21Voll bin ich gegangen, und leer hat mich Jehova zurückkehren lassen. Warum nennet ihr mich Noomi, da Jehova gegen mich gezeugt, und der Allmächtige mir Übles getan hat?
22Und so kehrte Noomi zurück, und Ruth, die Moabitin, ihre Schwiegertochter, mit ihr, welche aus den Gefilden Moabs zurückkehrte; und sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der Gerstenernte.
Rut 1
1ZU der Zeit, da die Richter regierten, kam eine Hungersnot über das Land. Da zog ein Mann von Bethlehem in Juda mit seinem Weibe und seinen beiden Söhnen fort, um sich im Gefilde Moabs als Fremdling niederzulassen.
2Der Mann hiess Elimelech, sein Weib Naemi und seine beiden Söhne Mahlon und Chiljon, Ephrathiter aus Bethlehem in Juda; die kamen ins Gefilde Moabs und blieben daselbst.
3Da starb Elimelech, der Mann der Naemi, und sie blieb allein mit ihren beiden Söhnen.
4Die nahmen sich moabitische Frauen; die eine hiess Orpa, die andere Ruth. So wohnten sie daselbst etwa zehn Jahre.
5Darnach starben auch Mahlon und Chiljon, alle beide, und das Weib blieb nach dem Tode ihrer beiden Söhne und ihres Mannes allein.
6Da machte sie sich auf mit ihren Sohnsfrauen und kehrte aus dem Gefilde Moabs zurück; denn sie hatte daselbst erfahren, dass der Herr sich seines Volkes angenommen und ihm wieder Brot gegeben habe.
7So verliess sie den Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Sohnsfrauen begleiteten sie. Als sie nun ihres Weges zogen, um ins Land Juda zurückzukehren,
8sprach Naemi zu den beiden Sohnsfrauen: Gehet nun und kehret heim, eine jede in ihrer Mutter Haus. Der Herr möge euch Liebe erweisen, wie ihr sie den Verstorbenen und mir erwiesen habt!
9Der Herr gebe euch, dass ihr eine Heimstätte findet, eine jede im Hause eines Gatten! Und sie küsste sie. Da hoben sie laut an zu weinen
10und sprachen zu ihr: Nein, wir wollen mit dir zu deinem Volke zurückkehren.
11Aber Naemi sprach: Kehret nur um, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne zu erwarten, die eure Männer werden könnten?
12Kehret um, meine Töchter, und gehet; ich bin ja zu alt, um noch eines Mannes Weib zu werden. Und wenn ich auch dächte: Es ist noch Hoffnung - ja, wenn ich noch diese Nacht eines Mannes Weib würde und sogar Söhne bekäme,
13wolltet ihr darum warten, bis sie gross geworden? Wolltet ihr euch darum einschliessen und nicht wieder heiraten? Nicht doch, meine Töchter, es ist mir bitter leid um euch, dass die Hand des Herrn mich getroffen hat.
14Da begannen sie noch mehr zu weinen; dann küsste Orpa ihre Schwiegermutter und ging, Ruth aber hängte sich an sie.
15Naemi aber sprach: Siehe, deine Schwägerin ist heimgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; so kehre du auch um und folge deiner Schwägerin.
16Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, dass ich dich verlasse und von dir weg heimkehre. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
17Wo du stirbst, da sterbe auch ich; da will auch ich begraben sein. Der Herr tue mir dies und das: nur der Tod soll mich von dir scheiden!
18Als Naemi nun sah, dass sie darauf beharrte, mit ihr zu gehen, liess sie ab, ihr zuzureden.
19So gingen die beiden dahin, bis sie nach Bethlehem kamen. Und als sie in Bethlehem ankamen, geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und die Frauen sprachen: Ist das nicht die Naemi?
20Sie aber sprach zu ihnen: Heisst mich nicht Naemi, heisst mich Mara; denn der Allmächtige hat viel Bitteres über mich verhängt. (1) d.i. die Liebliche. (2) d.i. die Bittere.
21Reich bin ich ausgezogen, und arm hat mich der Herr zurückgebracht. Warum heisst ihr mich Naemi, da doch der Herr gegen mich gezeugt, der Allmächtige mir Übles beschieden hat?
22So kehrte Naemi mit der Moabiterin Ruth, ihrer Sohnsfrau, aus dem Gefilde Moabs zurück, und da sie in Bethlehem ankamen, begann gerade die Gerstenernte.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Rut 1
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Rut 1 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Rut 1:16
"Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du weilst, will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;"
"Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, dass ich dich verlasse und von dir weg heimkehre. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott."
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