Nehemia 13 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
Nehemia 13
1An selbigem Tage wurde in dem Buche Moses vor den Ohren des Volkes gelesen; und es fand sich darin geschrieben, daß kein Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes kommen sollte ewiglich;
2weil sie den Kindern Israel nicht mit Brot und mit Wasser entgegen gekommen waren, und Bileam wider sie gedungen hatten, um sie zu verfluchen; aber unser Gott wandelte den Fluch in Segen.
3Und es geschah, als sie das Gesetz hörten, da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab.
4Und vor diesem hatte Eljaschib, der Priester, der über die Zellen des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter des Tobija,
5diesem eine große Zelle gemacht, wohin man vordem die Speisopfer legte, den Weihrauch und die Geräte und den Zehnten vom Getreide, Most und Öl, das für die Leviten und die Sänger und die Torhüter Gebotene, und die Hebopfer der Priester.
6Während diesem allem war ich aber nicht in Jerusalem; denn im zweiunddreißigsten Jahre Artasastas, des Königs von Babel, war ich zu dem König zurückgekommen. Und nach Verlauf einer Zeit erbat ich mir Urlaub von dem König;
7und als ich nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Böse, welches Eljaschib zugunsten Tobijas getan, indem er ihm eine Zelle in den Höfen des Hauses Gottes gemacht hatte.
8Und es mißfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeräte Tobijas aus der Zelle hinaus;
9und ich befahl, daß man die Zellen reinigen sollte; und ich brachte die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder hinein.
10Und ich erfuhr, daß die Teile der Leviten nicht gegeben worden, und daß die Leviten und die Sänger, welche das Werk taten, entflohen waren, ein jeder auf sein Feld.
11Da zankte ich mit den Vorstehern und sprach: Warum ist das Haus Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie und stellte sie an ihre Stelle.
12Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und Öl in die Vorratskammern.
13Und ich bestellte zu Schatzmeistern über die Vorräte: Schelemja, den Priester, und Zadok, den Schreiber, und Pedaja, von den Leviten, und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas; denn sie wurden für treu geachtet, und ihnen lag es ob, ihren Brüdern auszuteilen.
14Gedenke meiner um dessentwillen, mein Gott, und tilge nicht aus meine guten Taten, die ich am Hause meines Gottes und an dessen Hut erwiesen habe!
15In jenen Tagen sah ich einige in Juda, welche am Sabbath die Keltern traten, und Garben einbrachten und auf Esel luden, und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Last, und es am Sabbathtage nach Jerusalem hereinbrachten; und ich zeugte wider sie an dem Tage, da sie die Lebensmittel verkauften.
16Auch Tyrer wohnten darin, welche Fische und allerlei Waren hereinbrachten und sie am Sabbath den Kindern Juda und in Jerusalem verkauften.
17Da zankte ich mit den Edlen von Juda und sprach zu ihnen: Was ist das für eine böse Sache, die ihr tut, daß ihr den Sabbathtag entheiliget?
18Haben nicht eure Väter ebenso getan, so daß unser Gott all dieses Unglück über uns und über diese Stadt brachte? Und ihr mehret die Zornglut über Israel, indem ihr den Sabbath entheiliget!
19Und es geschah, sowie es in den Toren Jerusalems vor dem Sabbath dunkel wurde, da befahl ich, daß die Türen geschlossen würden; und ich befahl, daß man sie nicht auftun sollte bis nach dem Sabbath. Und ich bestellte einige von meinen Dienern über die Tore, damit keine Last am Sabbathtage hereinkäme.
20Da übernachteten die Krämer und die Verkäufer von allerlei Ware draußen vor Jerusalem einmal und zweimal.
21Und ich zeugte wider sie und sprach zu ihnen: Warum übernachtet ihr vor der Mauer? Wenn ihr es wieder tut, werde ich Hand an euch legen! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbath.
22Und ich befahl den Leviten, daß sie sich reinigen und kommen sollten, die Tore zu bewachen, um den Sabbathtag zu heiligen. Auch das gedenke mir, mein Gott, und schone meiner nach der Größe deiner Güte!
23Auch besuchte ich in jenen Tagen die Juden, welche asdoditische, ammonitische und moabitische Weiber heimgeführt hatten.
24Und die Hälfte ihrer Kinder redete asdoditisch und wußte nicht jüdisch zu reden, sondern redete nach der Sprache des einen oder anderen Volkes.
25Und ich zankte mit ihnen und fluchte ihnen, und schlug einige Männer von ihnen und raufte sie. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn ihr eure Töchter ihren Söhnen geben werdet, und wenn ihr von ihren Töchtern für eure Söhne und für euch nehmen werdet!
26Hat nicht Salomo, der König von Israel, ihretwegen gesündigt? Und seinesgleichen ist unter den vielen Nationen kein König gewesen; und er war geliebt von seinem Gott, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel; doch ihn machten die fremden Weiber sündigen.
27Und sollten wir auf euch hören, daß ihr all dieses große Übel tut, treulos zu handeln gegen unseren Gott, indem ihr fremde Weiber heimführet!
28Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, war ein Schwiegersohn Sanballats, des Horoniters; und ich jagte ihn von mir weg.
29Gedenke es ihnen, mein Gott, wegen der Verunreinigungen des Priestertums und des Bundes des Priestertums und der Leviten!
30Und so reinigte ich sie von allem Fremden, und ich stellte die Dienstleistungen der Priester und der Leviten fest, für einen jeden in seinem Geschäft,
31und für die Holzspende zu bestimmten Zeiten und für die Erstlinge. Gedenke es mir, mein Gott, zum Guten!
Nehemia 13
1Zu jener Zeit wurde vor dem Volke aus dem Buche Moses vorgelesen, und es fand sich darin geschrieben: Kein Ammoniter oder Moabiter darf jemals in die Gemeinde Gottes eintreten, (a) 5Mo 23:3
2weil sie den Israeliten nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen sind und weil er wider sie den Bileam gedungen hat, damit er sie verfluche; unser Gott aber verwandelte den Fluch in Segen. (1) d.i. der Moabiterkönig Balak. (a) 4Mo 22:5 6
3Nach Anhörung des Gesetzes nun sonderte man aus Israel alles Mischvolk aus.
4Vordem aber hatte der Priester Eljasib, der zur Aufsicht über die Zellen des Hauses unsres Gottes bestellt war, ein Verwandter Tobias, (a) Ne 2:10 19; 4:7; 6:1 17-19
5für diesen eine grosse Zelle hergerichtet. Dort pflegte man früher das Speisopfer, den Weihrauch, die Geräte und den Zehnten von Korn, Wein und Öl unterzubringen, das, was den Leviten, Sängern und Torhütern zukam, dazu die Abgabe an die Priester.
6Während all das sich zutrug, war ich nicht zu Jerusalem; denn im 32. Jahre Arthahsasthas, des Königs zu Babel, war ich zum König gekommen, und einige Zeit nachher hatte ich mir Urlaub erbeten vom König.
7Als ich nun nach Jerusalem gelangte und den Unfug bemerkte, den Eljasib zugunsten Tobias verübt hatte, indem er im Vorhof des Gotteshauses eine Zelle für ihn hergerichtet,
8da entrüstete ich mich sehr, sodass ich sämtliche Hausgeräte Tobias aus der Zelle hinauswerfen liess
9und befahl, die Zellen zu reinigen. Dann liess ich die Geräte des Gotteshauses, das Speisopfer und den Weihrauch dorthin zurückbringen.
10Ferner erfuhr ich, dass den Leviten ihre Anteile nicht gegeben worden seien, weshalb die Leviten und Sänger, die den Dienst zu versehen hatten, ein jeder auf seinen ländlichen Besitz entwichen seien.
11Nun beschalt ich die Vorsteher und sprach: Warum ist das Haus Gottes vernachlässigt worden? Und ich sammelte die Leute und stellte sie wieder auf ihren Posten.
12Da brachte ganz Juda den Zehnten von Korn, Wein und Öl zu den Vorratsräumen.
13Und ich bestellte zur Aufsicht über die Vorratsräume den Priester Selemja und den Schreiber Zadok und von den Leviten Pedaja und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Matthanjas. Denn sie galten als treu; ihnen sollte daher das Amt obliegen, die Verteilung an ihre Brüder zu besorgen.
14Gedenke mir dessen, mein Gott, und lösche mein Liebeswerk nicht aus, das ich für das Gotteshaus und den Dienst in ihm getan habe! (1) nämlich aus dem Buche, in dem solche Verdienste aufgezeichnet sind.
15In jenen Tagen sah ich, dass etliche in Juda am Sabbat die Kelter traten und Getreide hereinbrachten und Esel damit beluden, auch mit Wein, Trauben, Feigen und allerlei andern Lasten, und solches am Sabbat nach Jerusalem hereinbrachten. Da verwarnte ich sie ob des Lebensmittelverkaufs. (a) Jer 17:21-27
16Auch die Tyrier, die dort wohnten, brachten Fische und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat den Judäern in Jerusalem. (1) d.h. in Juda.
17Da beschalt ich die Vornehmen Judas und sprach zu ihnen: Was ist das für ein Unfug, den ihr da verübt und durch den ihr den Sabbattag entweiht?
18Haben nicht eure Väter es ebenso gemacht, sodass unser Gott all dies Unglück über uns und über diese Stadt gebracht hat? Ihr aber bringt noch grössern Zorn über Israel, indem ihr den Sabbat entweiht.
19Und sobald es bei den Toren Jerusalems dunkel zu werden begann vor dem Sabbat, hiess ich die Tore schliessen und befahl, dass man sie nicht mehr auftue bis nach dem Sabbat; auch bestellte ich etliche meiner Knappen an die Tore, damit keine Last hereinkomme am Sabbattage.
20Da blieben die Krämer und Verkäufer von allerlei Ware ein- oder zweimal draussen vor Jerusalem übernacht.
21Ich aber verwarnte sie und sprach zu ihnen: Wozu übernachtet ihr vor der Mauer? Wenn ihr es noch einmal tut, so lege ich Hand an euch. Von der Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbat.
22Und ich sagte den Leviten, dass sie sich reinigen und zur Bewachung der Tore herkommen sollten, damit der Sabbattag heilig gehalten werde. Auch dessen gedenke mir, mein Gott, und schone meiner nach deiner grossen Barmherzigkeit!
23Gleichfalls in jenen Tagen sah ich Juden, die asdoditische oder ammonitische oder moabitische Frauen geheiratet hatten.
24Von ihren Kindern redete die Hälfte asdoditisch oder wie dann die Sprache des betreffenden Volkes war; aber jüdisch konnten sie nicht.
25Und ich beschalt die Männer und fluchte ihnen und schlug etliche von ihnen und raufte ihnen das Haar und beschwor sie bei Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, noch von ihren Töchtern welche für eure Söhne oder für euch selbst nehmen! (a) 5Mo 7:3
26Hat nicht Salomo, der König Israels, um solcher Frauen willen sich versündigt? Und doch war ihm unter den vielen Völkern kein König gleich, indem er ein Liebling seines Gottes war und Gott ihn zum König über ganz Israel gesetzt hatte. Sogar den verleiteten die ausländischen Frauen zur Sünde. (a) 2Sa 12:24; 1Kön 3:13; 11:4
27Ist es da nicht unerhört von euch, all dies grosse Unrecht zu begehen und an unsrem Gott so treulos zu handeln, dass ihr ausländische Frauen heimführt?
28Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljasibs, des Hohenpriesters, hatte eine Tochter des Horoniters Sanballat geheiratet. Den jagte ich fort von mir. (a) Ne 2:10 19; 4:7; 6:1 2 12
29Denke ihnen, mein Gott, daran, dass sie das Priestertum und den den Priestern und Leviten geltenden Bund befleckt haben!
30So reinigte ich sie von allem Ausländischen und stellte Dienstordnungen auf für die Priester und Leviten, je nach dem Dienstbereich eines jeden,
31und für die Abgabe des Holzes zu bestimmten Zeiten und wegen der Erstlinge. Gedenke mir's, mein Gott, zum Besten!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in Nehemia 13
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
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Schlüsselvergleich: Nehemia 13:16
"Auch Tyrer wohnten darin, welche Fische und allerlei Waren hereinbrachten und sie am Sabbath den Kindern Juda und in Jerusalem verkauften."
"Auch die Tyrier, die dort wohnten, brachten Fische und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat den Judäern in Jerusalem. (1) d.h. in Juda."
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