2. Samuel 11 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel
2. Samuel 11
1Und es geschah bei der Rückkehr des Jahres, zur Zeit, wann die Könige ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie richteten die Kinder Ammon zu Grunde und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.
2Und es geschah zur Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte, daß er von dem Dache herab ein Weib sich baden sah; und das Weib war sehr schön von Ansehen.
3Und David sandte hin und erkundigte sich nach dem Weibe; und man sprach: Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib Urijas, des Hethiters?
4Und David sandte Boten hin und ließ sie holen; und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr (sie hatte sich aber gereinigt von ihrer Unreinigkeit); und sie kehrte in ihr Haus zurück.
5Und das Weib wurde schwanger; und sie sandte hin und berichtete es David und sprach: Ich bin schwanger.
6Da entbot David dem Joab: Sende mir Urija, den Hethiter. Und Joab sandte Urija zu David.
7Und Urija kam zu ihm; und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach dem Stande des Streites.
8Und David sprach zu Urija: Gehe in dein Haus hinab und wasche deine Füße. Und als Urija aus dem Hause des Königs ging, kam ein Geschenk des Königs hinter ihm her.
9Und Urija legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei allen Knechten seines Herrn, und ging nicht in sein Haus hinab.
10Und man berichtete es David und sprach: Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen. Da sprach David zu Urija: Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?
11Und Urija sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue!
12Da sprach David zu Urija: Bleibe auch heute noch hier, und morgen werde ich dich entlassen. So blieb Urija an jenem Tage und am folgenden in Jerusalem.
13Und David lud ihn, und er aß und trank vor ihm, und er machte ihn trunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager niederzulegen bei den Knechten seines Herrn; aber in sein Haus ging er nicht hinab.
14Und es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Urija.
15Und er schrieb in dem Briefe also: Stellet Urija voran, wo der Streit am stärksten ist, und ziehet euch hinter ihm zurück, daß er erschlagen werde und sterbe.
16Und es geschah, als Joab die Stadt einschloß, da stellte er Urija an den Ort, von dem er wußte, daß tapfere Männer daselbst waren.
17Und die Männer der Stadt zogen heraus und stritten wider Joab, und es fielen etliche von dem Volke, von den Knechten Davids; und auch Urija, der Hethiter, starb.
18Da sandte Joab hin und berichtete David alle Begebenheiten des Streites.
19Und er befahl dem Boten und sprach: Wenn du geendigt hast, alle Begebenheiten des Streites dem König zu melden,
20so geschehe es, wenn der Grimm des Königs aufsteigt, und er zu dir spricht: Warum habt ihr euch der Stadt genähert, um zu streiten? Wußtet ihr nicht, daß sie von der Mauer herab schießen würden?
21Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeseths, erschlagen? Warf nicht ein Weib den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer auf ihn herab, daß er starb zu Tebez? Warum habt ihr euch der Mauer genähert? so sollst du sagen: Auch dein Knecht Urija, der Hethiter, ist tot.
22Und der Bote ging hin; und er kam und berichtete David alles, wozu Joab ihn gesandt hatte.
23Und der Bote sprach zu David: Da die Männer die Oberhand über uns hatten und gegen uns aufs Feld herauszogen, so drangen wir auf sie ein bis zum Eingang des Tores.
24Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, und es starben etliche von den Knechten des Königs; und auch dein Knecht Urija, der Hethiter, ist tot.
25Da sprach David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Laß diese Sache nicht übel sein in deinen Augen, denn das Schwert frißt bald so, bald so; verstärke deinen Streit gegen die Stadt und zerstöre sie! So ermutige ihn.
26Und als das Weib Urijas hörte, daß Urija, ihr Mann, tot war, klagte sie um ihren Gatten.
27Als aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und nahm sie in sein Haus; und sie wurde sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan hatte, war übel in den Augen Jehovas.
2. Samuel 11
1IM folgenden Jahre aber, um die Zeit, da die Könige ins Feld ziehen, sandte David den Joab mit seinen Leuten und ganz Israel aus; die verheerten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba, während David in Jerusalem blieb. (a) 1Ch 20:1
2Da begab es sich eines Abends, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des königlichen Palastes sich erging, dass er vom Dache aus ein Weib sich baden sah. Das Weib aber war von sehr schöner Gestalt.
3Und David sandte hin und liess nach dem Weibe fragen, und man sagte: Das ist ja Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib des Hethiters Uria.
4Da schickte David Boten hin und liess sie holen; und als sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie war aber gerade daran, sich von ihrer Unreinheit zu reinigen. Dann kehrte sie nach Hause zurück.
5Und das Weib ward schwanger. Da schickte sie hin und liess David melden: Ich bin schwanger.
6Darauf sandte David zu Joab: Schicke mir den Hethiter Uria; und Joab schickte den Uria zu David.
7Als Uria zu ihm kam, fragte David, wie es mit Joab und dem Volke und mit dem Kriege stehe.
8Dann sprach David zu Uria: Geh in dein Haus hinab und wasche deine Füsse. Und als Uria den Palast des Königs verliess, trug man ihm ein Geschenk des Königs nach.
9Uria aber legte sich am Eingang des königlichen Palastes bei allen Knechten seines Herrn nieder und ging nicht in sein Haus hinab.
10Als man nun David meldete: Uria ist nicht in sein Haus hinabgegangen, sprach David zu ihm: Du kommst doch von der Reise heim! Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?
11Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten, und mein Gebieter Joab und die Knechte meines Herrn lagern im freien Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu schlafen? So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst, ich kann das nicht tun!
12Da sprach David zu Uria: Bleibe auch heute noch hier; morgen will ich dich dann entlassen. So blieb Uria an jenem Tage in Jerusalem. Am folgenden Tage aber
13lud ihn David ein, bei ihm zu essen und zu trinken, und er machte ihn trunken; am Abend jedoch ging er hinaus, um sich auf seinem Lager bei den Knechten seines Herrn schlafen zu legen, in sein Haus aber ging er nicht hinab.
14Am Morgen schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria.
15Er schrieb aber in dem Briefe: Stelle Uria voran, wo der Kampf am heftigsten ist; dann lasst ihn im Stiche, dass er in der Schlacht umkomme.
16So stellte denn Joab, als er die Stadt belagerte, Uria an den Ort, wo er wusste, dass streitbare Gegner standen.
17Als nun die Männer der Stadt ausfielen und mit Joab kämpften, fielen etliche von dem Volke, von den Leuten Davids; auch der Hetiter Uria kam um.
18Da sandte Joab hin und liess David den ganzen Verlauf des Kampfes melden,
19und er befahl dem Boten: Wenn du dem König den ganzen Verlauf des Kampfes berichtet hast,
20und wenn dann der König zornig wird und zu dir spricht: "Warum seid ihr zum Kampfe so nahe an die Stadt herangerückt? Wusstet ihr nicht, dass sie von der Mauer herabschiessen!
21Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbaals, erschlagen? Hat nicht ein Weib einen Mühlstein von der Mauer auf ihn herabgeworfen, dass er bei Thebez umkam? Warum seid ihr so nahe an die Mauer herangerückt?" - dann sage: "Auch dein Knecht Uria, der Hethiter, ist tot." (a) Ri 9:53
22Der Bote ging hin, und als er ankam und David alles meldete, was Joab ihm aufgetragen hatte, da wurde David zornig.
23Der Bote aber sprach zu David: Die Männer hatten die Oberhand über uns und rückten gegen uns aus ins freie Feld; wir aber drängten sie bis an den Eingang des Tores.
24Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, sodass etliche von den Knechten des Königs umkamen; auch dein Knecht Uria, der Hethiter, ist tot.
25Da sprach David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sprechen: "Lass dich das nicht anfechten; denn das Schwert frisst bald so, bald so. Kämpfe nur unentwegt wider die Stadt und zerstöre sie." So sollst du ihn ermutigen.
26Als das Weib Urias hörte, dass ihr Mann Uria tot sei, hielt sie die Totenklage um ihren Gatten.
27Sobald aber die Trauerzeit vorüber war, sandte David hin und liess sie in sein Haus holen, und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Dem Herrn aber missfiel, was David getan hatte.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Zürcher Bibel in 2. Samuel 11
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Zürcher Bibel
Reformierte Schweizer Übersetzung mit Wurzeln in Zwinglis Werk.
Sie sehen einen direkten Vergleich von 2. Samuel 11 in der Elberfelder 1905 und Zürcher Bibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: 2. Samuel 11:16
"Und es geschah, als Joab die Stadt einschloß, da stellte er Urija an den Ort, von dem er wußte, daß tapfere Männer daselbst waren."
"So stellte denn Joab, als er die Stadt belagerte, Uria an den Ort, wo er wusste, dass streitbare Gegner standen."
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1. Mose 1
Johannes 3
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Römer 8
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