Psalmen 69 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Psalmen 69
1Dem Vorsänger, nach Schoschannim. Von David. Rette mich, o Gott! Denn die Wasser sind bis an die Seele gekommen.
2Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut überströmt mich.
3Ich bin müde vom Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen schwinden hin, harrend auf meinen Gott.
4Mehr als die Haare meines Hauptes sind derer, die ohne Ursache mich hassen; mächtig sind meine Vertilger, die ohne Grund mir feind sind; was ich nicht geraubt habe, muß ich alsdann erstatten.
5Du, o Gott, weißt um meine Torheit, und meine Vergehungen sind dir nicht verborgen.
6Laß nicht durch mich beschämt werden, die auf dich harren, Herr, Jehova der Heerscharen! Laß nicht durch mich zu Schanden werden, die dich suchen, Gott Israels!
7Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Antlitz.
8Entfremdet bin ich meinen Brüdern, und ein Fremdling geworden den Söhnen meiner Mutter.
9Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
10Als ich weinte, und meine Seele im Fasten war, da wurde es mir zu Schmähungen;
11als ich mich in Sacktuch kleidete, da ward ich ihnen zum Sprichwort.
12Die im Tore sitzen, reden über mich, und ich bin das Saitenspiel der Zecher.
13Ich aber, mein Gebet ist zu dir, Jehova, zur Zeit der Annehmung. O Gott, nach der Größe deiner Güte, erhöre mich nach der Wahrheit deines Heils!
14Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke! Laß mich errettet werden von meinen Hassern und aus den Wassertiefen!
15Laß die Flut der Wasser mich nicht überströmen, und die Tiefe mich nicht verschlingen; und laß die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen!
16Erhöre mich, Jehova! Denn gut ist deine Güte; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen!
17Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte! Denn ich bin bedrängt; eilends erhöre mich!
18Nahe meiner Seele, erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!
19Du, du kennst meinen Hohn und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger.
20Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und ich bin ganz elend; und ich habe auf Mitleiden gewartet, und da war keines, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden.
21Und sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig.
22Es werde zur Schlinge vor ihnen ihr Tisch, und ihnen, den Sorglosen, zum Fallstrick!
23Laß dunkel werden ihre Augen, daß sie nicht sehen; und laß beständig wanken ihre Lenden!
24Schütte über sie aus deinen Grimm, und deines Zornes Glut erreiche sie!
25Verwüstet sei ihre Wohnung, in ihren Zelten sei kein Bewohner!
26Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und von dem Schmerze deiner Verwundeten erzählen sie.
27Füge Ungerechtigkeit zu ihrer Ungerechtigkeit, und laß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit!
28Laß sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht eingeschrieben mit den Gerechten!
29Ich aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, o Gott, setze mich in Sicherheit!
30Rühmen will ich den Namen Gottes im Liede, und ihn erheben mit Lob.
31Und es wird Jehova wohlgefälliger sein als ein Stier, ein Farre mit Hörnern und gespaltenen Hufen.
32Die Sanftmütigen werden es sehen, sie werden sich freuen; ihr, die ihr Gott suchet, es lebe euer Herz!
33Denn Jehova hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht.
34Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen wimmelt!
35Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen; und sie werden daselbst wohnen und es besitzen.
36Und der Same seiner Knechte wird es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
Psalmen 69
1Dem Musikmeister, nach “Lilien”. Von David.
2Hilf mir, o Gott, denn das Wasser geht mir bis an die Seele!
3Ich versinke im tiefen Schlamme, wo kein Grund ist; in Wassertiefen bin ich geraten, und die Flut hat mich überströmt.
4Ich habe mich müde geschrieen, meine Kehle ist ausgedörrt; meine Augen verschmachten vom Harren auf meinen Gott.
5Derer, die mich ohne Ursach hassen, sind mehr, als der Haare auf meinem Haupte; zahlreicher als meine Gebeine sind, die mich grundlos befeinden. Was ich nicht geraubt habe, soll ich erstatten.
6Gott, du kennst meine Thorheit, und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen.
7Laß in mir nicht zu Schanden werden, die auf dich harren, o Herr, Jahwe der Heerscharen; laß in mir nicht beschämt werden, die dich suchen, Gott Israels!
8Denn um deinetwillen trage ich Schmach, bedeckt Schande mein Angesicht.
9Ich bin meinen Brüdern fremd geworden und unbekannt den Söhnen meiner Mutter.
10Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
11Ich kasteite durch Fasten meine Seele, und das ward mir zur Schmach.
12Ich machte ein härenes Gewand zu meinem Kleid und ward ihnen zum Gespött.
13Es reden über mich, die im Thore sitzen, und das Saitenspiel der Würzweinzecher.
14Ich aber bete zu dir, Jahwe, zur wohlgefälligen Zeit; o Gott, nach deiner großen Gnade erhöre mich mit deiner treuen Hilfe!
15Errette mich aus dem Schlamme, daß ich nicht versinke; laß mich errettet werden von denen, die mich hassen, und aus Wassertiefen!
16Laß die Wasserflut mich nicht überströmen und die Tiefe mich nicht verschlingen, noch den Brunnen seinen Mund über mir schließen.
17Erhöre mich, Jahwe, denn deine Gnade ist köstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit.
18Und verbirg dein Antlitz nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst: eilend erhöre mich!
19Nahe dich meiner Seele, erlöse sie; um meiner Feinde willen befreie mich!
20Du kennst meine Schmach und Schande und Beschimpfung; alle meine Dränger sind dir bewußt.
21Die Schmach bricht mir das Herz, so daß ich verzweifle; ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht.
22Sie gaben mir Galle zur Speise, und als mich dürstete, tränkten sie mich mit Essig.
23Möge ihr Tisch vor ihnen zur Schlinge und den Sicheren zum Fallstricke werden.
24Mögen ihre Augen sich verfinstern, daß sie nicht sehen, und ihre Hüften laß beständig wanken.
25Gieße deinen Grimm über sie aus, und die Glut deines Zorns erreiche sie.
26Möge ihr Lager wüste werden, und kein Bewohner in ihren Zelten sein.
27Denn, den du selbst geschlagen hast, verfolgen sie und erzählen von dem Schmerze deiner Verwundeten.
28Füge Verschuldung zu ihrer Verschuldung und laß sie nicht zu Gerechtigkeit vor dir gelangen.
29Sie müssen ausgelöscht werden aus dem Buche der Lebendigen und dürfen nicht aufgeschrieben werden mit den Frommen.
30Ich aber bin elend und voller Schmerzen; deine Hilfe, o Gott, wird mich erhöhen.
31Ich will den Namen Gottes durch Lieder preisen und ihn verherrlichen mit Lobgesang.
32Das wird Jahwe besser gefallen als ein Stier, ein Farre mit Hörnern und Klauen.
33Die Gebeugten sehen's, freuen sich; die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!
34Denn Jahwe hört auf die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35Himmel und Erde müssen ihn preisen, das Meer und alles, was sich darin tummelt.
36Denn Gott wird Zion helfen und die Städte Judas aufbauen, und man wird sich daselbst niederlassen und sie in Besitz nehmen.
37Und die Nachkommen seiner Knechte werden sie zum Erbe erhalten, und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Psalmen 69
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 69 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 69:16
"Erhöre mich, Jehova! Denn gut ist deine Güte; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen!"
"Laß die Wasserflut mich nicht überströmen und die Tiefe mich nicht verschlingen, noch den Brunnen seinen Mund über mir schließen."
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