Psalmen 22 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Psalmen 22
1Dem Vorsänger, nach: "Hindin der Morgenröte". Ein Psalm von David. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist fern von meiner Rettung, den Worten meines Gestöhns?
2Mein Gott! Ich rufe des Tages, und du antwortest nicht; und des Nachts, und mir wird keine Ruhe.
3Doch du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels.
4Auf dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du errettetest sie.
5Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt.
6Ich aber bin ein Wurm und kein Mann, der Menschen Hohn und der vom Volke Verachtete.
7Alle, die mich sehen, spotten meiner; sie reißen die Lippen auf, schütteln den Kopf:
8"Er vertraut auf Jehova! Der errette ihn, befreie ihn, weil er Lust an ihm hat!"
9Doch du bist es, der mich aus dem Mutterleibe gezogen hat, der mich vertrauen ließ an meiner Mutter Brüsten.
10Auf dich bin ich geworfen von Mutterschoße an, von meiner Mutter Leibe an bist du mein Gott.
11Sei nicht fern von mir! Denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist da.
12Viele Farren haben mich umgeben, Stiere von Basan mich umringt;
13sie haben ihr Maul wider mich aufgesperrt, gleich einem reißenden und brüllenden Löwen.
14Wie Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist geworden mein Herz, es ist zerschmolzen inmitten meiner Eingeweide.
15Meine Kraft ist vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich.
16Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben;
17alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen und sehen mich an;
18Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.
19Du aber, Jehova, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zur Hilfe!
20Errette vom Schwert meine Seele, meine einzige von der Gewalt des Hundes;
21rette mich aus dem Rachen des Löwen! Ja, du hast mich erhört von den Hörnern der Büffel.
22Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.
23Ihr, die ihr Jehova fürchtet, lobet ihn; aller Same Jakobs, verherrlichet ihn, und scheuet euch vor ihm, aller Same Israels!
24Denn nicht verachtet hat er, noch verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er.
25Von dir kommt mein Lobgesang in der großen Versammlung; bezahlen will ich meine Gelübde vor denen, die ihn fürchten.
26Die Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden Jehova loben, die ihn suchen; euer Herz lebe immerdar.
27Es werden eingedenk werden und zu Jehova umkehren alle Enden der Erde; und vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen.
28Denn Jehovas ist das Reich, und unter den Nationen herrscht er.
29Es essen und fallen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfahren, und der seine Seele nicht am Leben erhält.
30Ein Same wird ihm dienen; er wird dem Herrn als ein Geschlecht zugerechnet werden.
31Sie werden kommen und verkünden seine Gerechtigkeit einem Volke, welches geboren wird, daß er es getan hat.
Psalmen 22
1Dem Musikmeister, nach “Hirschkuh der Morgenröte.” Ein Psalm Davids.
2Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen - fern von Hilfe für mich, von den Worten, die ich stöhne?
3“Mein Gott!” rufe ich tagsüber, doch du antwortest nicht, und bei Nacht, ohne daß ich Beruhigung fände.
4Und du bist doch der Heilige, der über den Lobliedern Israels thront.
5Auf dich vertrauten unsere Väter, vertrauten, und du errettetest sie.
6Zu dir schrieen sie und wurden errettet, auf dich vertrauten sie und wurden nicht zu Schanden.
7Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Hohn der Leute und vom Volke verachtet!
8Alle, die mich sehen, spotten über mich, verziehen die Lippe, schütteln den Kopf.
9“Wälze deine Sache auf Jahwe! Er mag ihn erretten, mag ihn herausreißen; er hat ja Gefallen an ihm!”
10Ja, du bist's, der mich hervorzog aus dem Mutterschoß, an meiner Mutter Brüsten mich sorglos liegen ließ!
11Auf dich war ich geworfen von Mutterleibe an, vom Schoße meiner Mutter an bist du mein Gott.
12Sei nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe, denn es giebt keinen Helfer.
13Mich umgeben starke Farren, die Stiere Basans umzingeln mich.
14Sie sperren ihren Rachen wider mich auf, wie ein reißender und brüllender Löwe.
15Wie Wasser bin ich hingegossen, und alle meine Gebeine sind auseinandergegangen. Mein Herz ist wie zu Wachs geworden, zerflossen in meinem Innern.
16Mein Gaumen ist ausgetrocknet gleich einer Scherbe, meine Zunge angeklebt an meinen Schlund, und in den Todesstaub wirst du mich legen.
17Denn Hunde umgeben mich, eine Rotte von Bösewichtern umkreist mich, dem Löwen gleich meine Hände und Füße.
18Ich kann alle meine Gebeine zählen; sie blicken her, schauen ihre Lust an mir.
19Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand.
20Du aber, Jahwe, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zu Hilfe!
21Errette mich vom Schwert, aus Hundesgewalt meine Einsame!
22Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und aus der Wildochsen Hörnern - erhörst du mich.
23Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde will ich dich preisen.
24Die ihr Jahwe fürchtet, preiset ihn! Aller Same Jakobs, ehret ihn, und scheut euch vor ihm, aller Same Israels!
25Denn er hat das Elend des Elenden nicht verschmäht und nicht verachtet und sein Antlitz nicht vor ihm verborgen, und als er zu ihm schrie, hat er gehört.
26Von dir geht mein Lobpreis aus in großer Versammlung; meine Gelübde will ich bezahlen angesichts derer, die ihn fürchten.
27Elende werden essen und satt werden; preisen werden Jahwe, die ihn suchen: Euer Herz lebe auf für immer!
28Alle Enden der Erde werden's inne werden und sich zu Jahwe bekehren, und vor dir sich niederwerfen alle Geschlechter der Heiden.
29Denn Jahwe gehört das Königtum, und er herrscht über die Heiden.
30Nur vor ihm werden sich niederwerfen alle Fetten der Erde, vor ihm sich beugen alle, die in den Staub hinabfahren. Und wer seine Seele nicht am Leben erhielt,
31dessen Same wird ihm dienen. Man wird erzählen vom Herrn dem kommenden Geschlecht
32und verkündigen wird man von seiner Gerechtigkeit dem Volke, das geboren werden soll, daß er es ausgeführt!
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Psalmen 22
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Psalmen 22 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Psalmen 22:16
"Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben;"
"Mein Gaumen ist ausgetrocknet gleich einer Scherbe, meine Zunge angeklebt an meinen Schlund, und in den Todesstaub wirst du mich legen."
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