Hiob 22 Vergleich: Elberfelder 1905 vs Textbibel
Hiob 22
1Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:
2Kann ein Mann Gott Nutzen bringen? Vielmehr sich selbst nützt der Einsichtige.
3Liegt dem Allmächtigen daran, wenn du gerecht bist, oder ist es ihm ein Gewinn, wenn du deine Wege vollkommen machst?
4Ist es wegen deiner Gottesfurcht, daß er dich straft, mit dir ins Gericht geht?
5Ist nicht deine Bosheit groß, und deiner Missetaten kein Ende?
6Denn du pfändetest deinen Bruder ohne Ursache, und die Kleider der Nackten zogest du aus;
7den Lechzenden tränktest du nicht mit Wasser, und dem Hungrigen verweigertest du das Brot.
8Und dem Manne der Gewalt, ihm gehörte das Land, und der Angesehene wohnte darin.
9Die Witwe schicktest du leer fort, und die Arme der Waisen wurden zermalmt.
10Darum sind Schlingen rings um dich her, und ein plötzlicher Schrecken macht dich bestürzt.
11Oder siehst du nicht die Finsternis und die Wasserflut, die dich bedeckt?
12Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch den Gipfel der Sterne, wie erhaben sie sind!
13Und so sprichst du: Was sollte Gott wissen? Kann er richten durch Wolkendunkel hindurch?
14Die Wolken sind ihm eine Hülle, daß er nicht sieht, und er durchwandelt den Kreis des Himmels.
15Willst du den Pfad der Vorzeit einhalten, welchen die Frevler betraten,
16die weggerafft wurden vor der Zeit? Wie ein Strom zerfloß ihr fester Grund;
17die zu Gott sprachen: Weiche von uns! Und was könnte der Allmächtige für uns tun?
18Und doch hatte er ihre Häuser mit Wohlstand erfüllt. Aber der Rat der Gesetzlosen sei fern von mir! -
19Die Gerechten sehen es und freuen sich, und der Schuldlose spottet ihrer:
20Sind nicht unsere Gegner vertilgt, und hat nicht Feuer ihren Überfluß gefressen?
21Verkehre doch freundlich mit ihm und halte Frieden; dadurch wird Wohlfahrt über dich kommen.
22Empfange doch Belehrung aus seinem Munde, und nimm dir seine Worte zu Herzen.
23Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du wieder aufgebaut werden; wenn du Unrecht entfernst aus deinen Zelten.
24Und lege das Golderz in den Staub und das Gold von Ophir unter den Kies der Bäche;
25so wird der Allmächtige dein Golderz und dein glänzendes Silber sein.
26Denn dann wirst du an dem Allmächtigen dich ergötzen und zu Gott dein Angesicht erheben.
27Du wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören; und deine Gelübde wirst du bezahlen.
28Beschließest du eine Sache, so wird sie zustande kommen, und Licht wird strahlen über deinen Wegen.
29Wenn sie abwärts gehen, so wirst du sagen: Empor! Und den, der mit gesenkten Augen einhergeht, wird er retten.
30Selbst den Nicht-Schuldlosen wird er befreien: er wird befreit werden durch die Reinheit deiner Hände.
Hiob 22
1Eliphas von Theman antwortete und sprach:
2Kommt etwa Gotte zu gut des Menschen Thun? Nein, nur sich selber nützt der Fromme!
3Hat der Allmächtige einen Vorteil davon, wenn du rechtschaffen bist?, oder einen Gewinn, wenn du unsträflich wandelst?
4Straft er dich etwa wegen deiner Gottesfurcht und zieht dich deshalb vor Gericht?
5Ist deine Missethat nicht groß, und endlos deine Verschuldungen?
6Denn du pfändetest deine Brüder ohne Anlaß und Halbnackten zogst du die Kleider aus.
7Nicht tränktest du mit Wasser den Verschmachteten und dem Hungernden versagtest du das Brot.
8Dem Manne der Faust, ihm gehörte das Land, und der Hochangesehene wohnte darin.
9Witwen schicktest du mit leeren Händen fort, und der Verwaisten Arme wurden zermalmt.
10Deshalb sind rings um dich Schlingen, und ängstigt dich jählings der Schrecken!
11Oder siehst du die Finsternis nicht, und die Wasserflut, die dich bedeckt?
12Ist Gott nicht himmelhoch? Schau der Sterne Gipfel an, wie hoch sie ragen!
13Und da willst du sprechen: “Was weiß denn Gott? Kann er durch Wolkendunkel hindurch Gericht halten?
14Wolken sind seine Hülle, so daß er nicht sieht, und auf des Himmels Kreis lustwandelt er.”
15Willst du der Vorwelt Bahn einhalten, die die Männer des Frevels gewandelt sind?
16sie, die gepackt wurden vor der Zeit, deren Grund zu einem Strome zerfloß?
17Die zu Gotte sprachen: “Bleib uns fern!” und was könne ihnen der Allmächtige thun?
18Und doch erfüllte er mit Segen ihre Häuser - der Gottlosen Gesinnung liegt mir fern!
19Es sehen's die Frommen und freuen sich, und der Schuldlose spottet ihrer:
20“Fürwahr, unser Widersacher ist vernichtet, und ihren Überrest hat das Feuer verzehrt!”
21Befreunde dich nicht mit ihm, so wirst du Frieden haben, dadurch kommt Segen über dich.
22Nimm doch aus seinem Munde Belehrung an und birg seine Worte in deinem Herzen.
23Wenn du dich zum Allmächtigen bekehrst, dich demütigst, wenn du die Sünde aus deinem Zelt entfernst -
24ja, wirf in den Staub das Brucherz und zu der Bäche Kieseln das Ophirgold! -
25so wird der Allmächtige dein Erz sein und dir als strahlendes Silber gelten.
26Ja, dann wirst du am Allmächtigen deine Wonne haben und dein Antlitz zu Gott erheben.
27Flehst du zu ihm, so erhört er dich, und deine Gelübde kannst du bezahlen.
28Unternimmst du etwas, so gelingt es dir, und über deinen Wegen strahlet Licht.
29Wenn sie abwärts führen, so rufst du: Empor! und dem Demütigen hilft er.
30Er errettet den Nicht-Schuldlosen: ja, gerettet wird er durch die Reinheit deiner Hände.
Verständnis von Elberfelder 1905 vs Textbibel in Hiob 22
Elberfelder 1905 (GerElb1905)
Revidierte Ausgabe der Elberfelder mit verbesserter Lesbarkeit bei bleibender Genauigkeit.
Textbibel
Wissenschaftlich orientierte Übersetzung für Bibelstudienzwecke.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Hiob 22 in der Elberfelder 1905 und Textbibel. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Hiob 22:16
"die weggerafft wurden vor der Zeit? Wie ein Strom zerfloß ihr fester Grund;"
"sie, die gepackt wurden vor der Zeit, deren Grund zu einem Strome zerfloß?"
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1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Matthäus 5
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





