Jesaja 42 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jesaja 42
1Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn; und mein Auserwahlter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen.
2Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht horen auf den Gassen.
3Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausloschen. Erwird das Recht wahrhaftiglich halten lehren.
4Er wird nicht murrisch noch greulich sein, auf daß er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten.
5So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schaffet und ausbreitet, der die Erde machet und ihr Gewachs, der dem Volk, so darauf ist, den Odem gibt und den Geist denen, die darauf gehen:
6Ich, der HERR, habe dich gerufen mit Gerechtigkeit und habe dich bei deiner Hand gefasset und habe dich behutet und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der Heiden,
7daß du sollst offnen die Augen der Blinden und die Gefangenen aus dem Gefangnis fuhren, und die da sitzen in Finsternis, aus dem Kerker.
8Ich, der HERR, das ist mein Name, und will, meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Gotzen.
9Siehe, was kommen soil, verkundige ich zuvor und verkundige Neues; ehe denn es aufgehet, lasse ich's euch horen.
10Singet dem HERRN ein neues Lied! Sein Ruhm ist an der Welt Ende; die im Meer fahren, und was drinnen ist, die Inseln, und die drinnen wohnen!
11Rufet laut, ihr Wüsten und die Stadte drinnen samt den Dorfern, da Kedar wohnet. Es jauchzen, die in Felsen wohnen, und rufen von den Hohen der Berge.
12Lasset sie dem HERRN die Ehre geben und seinen Ruhm in den Inseln verkündigen!
13Der HERR wird ausziehen wie ein Riese; er wird den Eifer aufwecken wie ein Kriegsmann; erwird jauchzen und tonen; erwird seinen Feinden obliegen.
14Ich schweige wohl eine Zeitlang und bin still und enthalte mich. Nun aber will ich, wie eine Gebarerin, schreien; ich will sie verwüsten und alle verschlingen.
15Ich will Berge und Hügel verwüsten und all ihr Gras verdorren; und will die Wasserstrome zu Inseln machen und die Seen austrocknen.
16Aber die Bünden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie fuhren auf den Steigen, die sie nicht kennen; ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Hockerichte zur Ebene. Solches will ich ihnen tun und sie nicht verlassen.
17Aber die sich auf Gotzen verlassen und sprechen zum gegossenen Bilde: Ihr seid unsere Gotter! die sollen zurückkehren und zuschanden werden.
18Horet, ihr Tauben und schauet her, ihr Blinden, daß ihr sehet!
19Wer ist so blind als mein Knecht, und wer ist so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind als der Vollkommene und so blind als der Knecht des HERRN?
20Man predigt wohl viel, aber sie halten's nicht; man sagt ihnen genug, aber sie wollen's nicht horen.
21Noch will ihnen der HERR wohl urn seiner Gerechtigkeit willen, daß er das Gesetz herrlich und groli mache.
22Es ist ein beraubt und geplundert Volk; sie sind allzumal verstrickt in Hohlen und versteckt in den Kerkern; sie sind zum Raub worden, und ist kein Erretter da, geplundert, und ist niemand, der da sage: Gib sie wieder her!
23Wer ist unter euch, der solches zu Ohren nehme, der aufmerke und hore, das hernach kommt?
24Wer hat Jakob ubergeben zu plündern, und Israel den Raubern? Hat's nicht der HERR getan, an dem wir gesundiget haben? Und sie wollten auf seinen Wegen nicht wandeln und gehorchten seinem Gesetz nicht.
25Darum hat er über sie ausgeschuttet den Grimm seines Zorns und eine Kriegsmacht und hat sie umher angezündet aber sie merken's nicht; und hat sie angesteckt, aber sie nehmen's nicht zu Herzen.
Jesaja 42
1Siehe, mein Knecht, den ich stütze, mein Auserwählter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird den Nationen das Recht kundtun.
2Er wird nicht schreien und nicht erheben noch seine Stimme hören lassen auf der Straße.
3Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; er wird der Wahrheit gemäß das Recht kundtun.
4Er wird nicht ermatten noch niedersinken, bis er das Recht auf Erden gegründet hat; und die Inseln werden auf seine Lehre harren. -
5So spricht Gott, Jehova, der die Himmel schuf und sie ausspannte, der die Erde ausbreitete mit ihren Gewächsen, dem Volke auf ihr den Odem gab, und den Lebenshauch denen, die darauf wandeln:
6Ich, Jehova, ich habe dich gerufen in Gerechtigkeit und ergriff dich bei der Hand; und ich werde dich behüten und dich setzen zum Bunde des Volkes, zum Licht der Nationen:
7um blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen, und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen. -
8Ich bin Jehova, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen, noch meinen Ruhm den geschnitzten Bildern.
9Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsproßt, lasse ich es euch hören.
10Singet Jehova ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde: die ihr das Meer befahret, und alles, was es erfüllt, ihr Inseln und ihre Bewohner!
11Es mögen ihre Stimme erheben die Steppe und ihre Städte, die Dörfer, welche Kedar bewohnt; jubeln mögen die Bewohner von Sela, jauchzen vom Gipfel der Berge her!
12Man möge Jehova Ehre geben und seinen Ruhm verkündigen auf den Inseln.
13Jehova wird ausziehen wie ein Held, wie ein Kriegsmann den Eifer anfachen; er wird einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Kriegsgeschrei erheben, sich als Held beweisen gegen seine Feinde.
14Von lange her habe ich geschwiegen, war still, habe an mich gehalten. Gleich einer Gebärenden will ich tief aufatmen, schnauben und schnaufen zumal.
15Ich will Berge und Hügel öde machen und all ihr Kraut vertrocknen lassen; und ich will Ströme zu Inseln machen; und Seen trocken legen.
16Und ich will die Blinden auf einem Wege führen, den sie nicht kennen; auf Steigen, die sie nicht kennen, will ich sie schreiten lassen; die Finsternis vor ihnen will ich zum Lichte machen, und das Höckerichte zur Ebene. Das sind die Dinge, die ich tun und nicht unterlassen werde.
17Die auf das geschnitzte Bild vertrauen, die zu dem gegossenen Bilde sagen: Du bist unser Gott! werden zurückweichen, werden gänzlich beschämt werden.
18Höret, ihr Tauben! und ihr Blinden, schauet her, um zu sehen!
19Wer ist blind, als nur mein Knecht? und taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie der Vertraute, und blind wie der Knecht Jehovas?
20Du hast vieles gesehen, aber du beachtest es nicht; bei offenen Ohren hört er nicht.
21Jehova gefiel es um seiner Gerechtigkeit willen, das Gesetz groß und herrlich zu machen.
22Und doch ist es ein beraubtes und ausgeplündertes Volk; sie sind in Löchern gefesselt allesamt und in Kerkern versteckt; sie sind zur Beute geworden, und kein Erretter ist da, zur Plünderung, und niemand spricht: Gib wieder heraus!
23Wer unter euch will dieses zu Ohren nehmen, will aufmerken und in Zukunft hören?
24Wer hat Jakob der Plünderung hingegeben und Israel den Räubern? Nicht Jehova, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf seinen Wegen wandeln, und hörten nicht auf sein Gesetz.
25Da hat er die Glut seines Zornes und die Gewalt des Krieges über ihn ausgegossen; und diese hat ihn ringsum angezündet, aber er ist nicht zur Erkenntnis gekommen; und sie hat ihn in Brand gesteckt, aber er nahm es nicht zu Herzen.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jesaja 42
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jesaja 42 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jesaja 42:16
"Aber die Bünden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie fuhren auf den Steigen, die sie nicht kennen; ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Hockerichte zur Ebene. Solches will ich ihnen tun und sie nicht verlassen."
"Und ich will die Blinden auf einem Wege führen, den sie nicht kennen; auf Steigen, die sie nicht kennen, will ich sie schreiten lassen; die Finsternis vor ihnen will ich zum Lichte machen, und das Höckerichte zur Ebene. Das sind die Dinge, die ich tun und nicht unterlassen werde."
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